Claudia Hochbrunn: „Ein Arschloch kommt selten allein.So werden Sie mit schwierigen Zeitgenossen fertig“

Claudia Hochbrunn ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie arbeitete viele Jahre lang in verschiedenen psychiatrischen Kliniken, beim Sozialpsychiatrischen Dienst, sowie im forensischen Maßregelvollzug mit Schwerverbrechern. Zum Schutz ihrer Patienten verfasst sie ihre Bücher unter Pseudonym. Ihr neuer Ratgeber „Ein Arschloch kommt selten allein“ erschien im Januar 2017 im Rowohlt Taschenbuch Verlag.

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Diese kleine Arschlochkunde analysiert die verschiedenen Persönlichkeitstypen, vom paranoid-querulantischen bis hin zum narzisstischen Arschloch, zeigt, warum sie wurden, wie sie sind, und verrät, wie man sich ihre jeweiligen Schwächen selbst zu Nutzen machen kann.
Denn egal ob im Büro, im Supermarkt oder im Straßenverkehr: Ständig stößt man auf Menschen, die einem das Leben schwer machen. Doch Arschloch ist nicht gleich Arschloch! Unsere Zeitgenossen sind so unterschiedlich wie ihre Schrullen – mit den einen kommt man besser aus, mit den anderen schlechter.

Claudia Hochbrunn, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. stellt in ihrem humorvollen Ratgeber die zehn gängigsten Arschlöcher vor – vom Querulant über den Gefühlschaoten und die Diva bis hin zum Riesenarschloch –, erklärt deren frühkindliche Entwicklung aus tiefenpsychologischer Sicht sowie ihre Stärken und Schwächen im Umgang mit anderen. Und sie fordert den Leser mit einem Augenzwinkern auf, sich auch mit den eigenen Schrullen auseinanderzusetzen. So kann man im Selbsttest herausfinden, welche Art Arschloch in einem selbst steckt und mit wem man am besten harmoniert bzw. wen man meiden sollte.

Dieser sehr unterhaltsame Ratgeber hat mir in meiner Ratgebersammlung noch gefehlt. Endlich weiß ich, wie ich mit all den unangenehmen Zeitgenossen umgehen kann, denen ich tagtäglich überall begegne. Und beim Lesen musste ich feststellen, dass auch in meinem Mann und mir ein klitzekleines Arschloch steckt 🙂

Ein sehr hilfreicher Ratgeber für das Leben mit einem Selbsttest und vielen Tipps für den Umgang mit nervigen und unangenehmen Zeitgenossen! Jetzt verstehe ich endlich, warum sich einige Menschen so unausstehlich verhalten und wodurch ihr Verhalten geprägt wurde.

„Ein Arschloch kommt selten allein“ von Claudia Hochbrunn, erschienen im Januar 2017 im Rowohlt Taschenbuch Verlag, 240 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3499632129

Bildnachweis: copyright Rowohlt Taschenbuch Verlag

Herzlichen Dank an den Rowohlt Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Ein Festtag“ von Graham Swift, Lesung mit Iris Berben

Der 1949 geborene Autor Graham Swift arbeitete zuerst als Lehrer. Seit seinem Roman „Wasserland“, der mit Jeremy Irons verfilmt wurde, zählt er zu den Stars der britischen Gegenwartsliteratur. Sein Roman „Ein Festtag“ ,der bereits in siebzehn Sprachen übersetzt und auf Anhieb ein internationaler Bestseller wurde, erschien am 5. Mai 2017 bei Der Audio Verlag als ungekürzte Lesung mit Iris Berben.

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England im Jahr 1924:

Jane und Paul sind Nachbarn und kennen sich schon seit Jahren. Dass die beiden ein heimliches Liebespaar sind, ahnt niemand. Denn Paul ist der Spross einer reichen Familie, während Jane das Dienstmädchen des Nachbaranwesen ist. An einem ungewöhnlich sonnigen Märzsonntag kommt es zu einem letzten Zusammensein. Paul soll am nächsten Tag eine andere Frau ehelichen. Die gesamte Familie und die Bediensteten sind nicht da, Jane kann sich ganz frei im Haus bewegen, ihr Fahrrad einfach an der Hausmauer abstellen. Noch ahnt Jane nicht, dass sich ihr Leben auf ungeahnte Weise verändern wird. Jahrzehnte danach blickt sie zurück und erzählt von dem Tag, ab dem alle Grenzen bedeutungslos wurden.

An diesem bedeutungsvollen Märztag ist für das heimliche Liebespaar nur eines wichtig: sich ihrer Liebe hinzugeben. Die Atmosphäre im Haus ist Erotik pur, doch das Ganze endet in einem großen Drama.

Die beliebte Schauspielerin Iris Berben ist die perfekte Sprecherin für dieses sinnliche und zugleich psychologisch tiefgründige Hörbuch. Sie spricht die jetzt 90jährige Jane, die nach vielen Jahren auf die damaligen Ereignisse zurückblickt. Fesselnd und zugleich sehr berührend gelesen!

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„Ein Festtag“ von Graham Swift, ungekürztes Hörbuch gelesen von Iris Berben, 3 CD`s 4 Stunden 17 Minuten Laufzeit, 19,99 Euro, ISBN 978-3-86231-997-8

Herzlichen Dank an Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

 

 

 

Neue Kompakt-Reiseführer (INGUIDE KOMPAKT) im Kunth Verlag erschienen!

Im April 2017 sind im Kunth Verlag neue Kompakt-Reiseführer aus der INGUIDE Kompakt-Reihe erschienen, von denen wir euch zwei näher vorstellen möchten:

Inguide Barcelona, 11,95 Euro, ISBN 978-3955043315

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Der handliche Reiseführer beschreibt alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt und stellt diese kurz und bündig mit vielen Farbfotos vor. Neben Insider-Tipps zu Restaurants und Hotels werden auch interessante Spaziergänge zu den schönsten Stadtteilen vorgestellt.

Ein herausnehmbarer Falt-Stadtplan erleichtert das Zurechtfinden in Barcelona. Anhand eines alphabetischen Registers der Sehenswürdigkeiten findet man sofort die entsprechenden Seiten im Reiseführer.

Inguide München, 11,95 Euro, ISBN 978-3955043070

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Auch Deutschland hat sehenswerte Städte und dazu gehört auf jeden Fall München. Der kompakte und handliche Reiseführer erklärt alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und zeigt sie auf wunderschönen Fotos.

Geführte Stadtspaziergänge geben Anregungen für eigene Unternehmungen. Sehr hilfreich dabei ist der herausnehmbare Falt-Stadtplan. Auch in diesem Kompakt-Reiseführer findet man viele nützliche Insider-Tipps für einen gelungenen (Kurz)-Urlaub).

Praktisch, handlich, gut – genauso müssen Reiseführer sein! Ich freue mich schon auf meine nächsten Kurzurlaube in Barcelona und München und werde garantiert den einen oder anderen Insider-Tipp ausprobieren!

Bildnachweise: copyright Kunth Verlag

Herzlichen Dank an den Kunth Verlag für die Bereitstellung der Besprechungsexemplare.

„Das Fenster“ – Thriller von Pauliina Susi, Lesung mit Simon Jäger

Die 1968 geborene Pauliina Susi hat Politikwissenschaft studiert und bei namhaften finnischen Magazinen als Journalistin gearbeitet. »Das Fenster« ist ihr zweiter Roman und wurde von Lesern und Presse gleichermaßen enthusiastisch aufgenommen. Als gekürzte Lesung erschien das Hörbuch ganz neu bei Der Audio Verlag. Gelesen wird es von Simon Jäger.

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Als Leia Laine zur Leiterin einer Beratungsstelle für sexsüchtige Männer ernannt wird, ahnt sie nicht, was auf sie zukommt. Nach einem Talkshowauftritt bricht ein landesweiter Shitstorm gegen sie los, der frischgebackene Justizminister bringt sich gegen sie in Stellung und auf ihren Online-Konten geschehen undurchschaubare Transaktionen. Was Leia nicht weiß: Ein Cyberkrimineller hat sich in ihre Konten gehackt und beginnt, ihr immer aggressiver nachzustellen – im Netz und im wirklichen Leben. Und während Leia noch glaubt, alles unter Kontrolle zu haben, verstrickt sich ihre Tochter Vivii online in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel.

Der Thriller thematisiert Kriminalität im Internet und wie schutzlos man dieser ausgeliefert sein kann. Obwohl der Thriller nicht blutig ist, sucht er an Spannung seinesgleichen. Der hohe Spannungsbogen resultiert aus einer psychologisch geschickt konstruierten Handlung, die so fesselnd ist, das ich das Hörbuch, trotz seiner Länge von über 10 Stunden, ohne Pause am liebsten immer weiter hören wollte.

Gelesen wird es von Simon Jäger, der vielen Hörern als die deutsche Stimme von Matt Damon und Heath Ledger bekannt ist. Seine Stimme ist sehr eindringlich und setzt sofort das Kopfkino in Gang. Seine Art, das Hörbuch zu lesen, ist absolut fesselnd und erzeugte bei mir eine Gänsehaut nach der anderen.

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„Das Fenster“ von Pauliina Susi, gekürzte Lesung mit Simon Jäger, erschienen am 5. Mai 2017 bei Der Audio Verlag, 1 mp3-CD, ca. 10h 54min, 19,99 Euro, ISBN 978-3-86231-990-9 

Herzlichen Dank an DAV für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

Horror Cinema: Die besten Gruselfilme aller Zeiten

Ganz neu bei Taschen in der Reihe Bibliotheca Universalis erschien das gruselige Buch „Horror Cinema: Die besten Gruselfilme aller Zeiten“ mit 640 Seiten:

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In 10 reich bebilderten Kapiteln kann der Leser hinter die Kulissen der bekanntesten Horrorfilme sehen und erfährt, wie Horrorfilme die Urängste der Menschen für ihre Zwecke nutzen:

  • Was ist Horror?
  • Slasher und Serienmörder
  • Kannibalen, Freaks und Hinterwäldler
  • Science-Fiction-Horror
  • Die lebenden Toten
  • Geister und Spukhäuser
  • Besessene, Dämonen und teuflische Bösewichte
  • Voodoo, Sekten und Satanisten
  • Vampire und Werwölfe
  • Ungeheuer in Frauengestalt

Im zweiten großen Buchteil werden Taschens 50 Top Horrorfilme näher vorgestellt, darunter sind u.a. Nosferatu, Dracula, Der Wolfsmensch, Psycho, Rosemaries Baby, Tanz der Teufel, Misery und viele mehr.

Sehr interessant sind die unzähligen Standbilder, Aufnahmen von Dreharbeiten sowie Szenenbildentwürfe und Filmplakate.

Dieses umfangreiche Kompendium des Horrorfilms ist ein absolutes Muss für jeden Cineasten und Fan des Horrorfilms!

„Horror Cinema: Die besten Horrorfilme aller Zeiten“, erschienen am 8. Mai 2017 bei Taschen in der Reihe Bibliotheca Universalis, 640 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3836561822

Bildnachweis: copyright Taschen

Herzlichen Dank an Taschen für das bereitgestellte Besprechungsexemplar!

Christoph Rehage: Neuschweinstein – Mit zwölf Chinesen durch Europa

Der 1981 geborene Christoph Rehage lebte nach seinem Abi ein Jahr in Paris, wo er unter anderem als Pommesmann bei McDonald’s und als Sicherheitsmann im Louvre arbeitete. Nach einer spontanen Wanderung durch Europa begann er, in München Sinologie zu studieren und verbrachte zwei Studienjahre in Peking, dem Ausgangspunkt seines bisher »längsten Weges« nach Hause. 2012 erschien sein Buch zur Reise unter dem Titel »The longest Way« bei Malik sowie der Bildband »China zu Fuß« bei National Geographic. Er wurde mit dem Globetrotter Reisebuchpreis und dem ITB-BuchAward ausgezeichnet. Sein Buch „Neuschweinstein – Mit zwölf Chinesen durch Europa“ erschien 2016 im Malik Verlag als Paperback.

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Immer mehr Chinesen zieht es in den Ferien nach Europa. Doch was denken sie wirklich über uns und unsere Heimat? Christoph Rehage hat einen Plan: Er will sich unerkannt in eine Reisegruppe einschleichen, um mehr über unsere fernöstlichen Besucher zu erfahren. Sein Vorteil: Er spricht fließend Mandarin. Und so reist er bald mit einem bunten Trupp chinesischer Touristen quer durch Europa. Zur Erkundungstour gehören kulturelle Pflichtstationen wie Schloss Neuschwanstein, Florenz und Paris, aber auch heimliche Lieblingsziele wie Einkaufszentren und Luxusboutiquen.

Mit zwölf Chinesen und einem slowenischen Busfahrer begibt sich der China-Kenner Christoph Rehage auf Europareise – immer darauf bedacht, das nationale Ansehen Chinas zu wahren, wie es der Vertrag der Reiseagentur verlangt. Anfangs misstrauisch beäugt, wird er schnell zu einem unentbehrlichen Mitglied der Gruppe, das gern zu Rate gezogen wird, wenn es um Fragen zur europäischen Kultur und Lebensart geht. Er lernt, wie man sich vor Taschendieben schützt, und ist als inoffizieller Internetbeauftragter für die Bestellung von Werkzeugkoffern und Messern verantwortlich.

Unterhaltsam und kurzweilig berichtet der Autor von seinen Erlebnissen mit einer chinesischen Reisegruppe. Dabei kommen kulturelle Unterschiede genauso heraus wie Gemeinsamkeiten zwischen Chinesen und Europäern.

Ehrlich und schonungslos erzählt er von der straffen Reiseorganisation der chinesischen Reiseanbieter, die ihre Urlauber im Schnelldurchgang durch möglichst viele Sehenswürdigkeiten hetzen und in primitiven chinesischen Restaurants abgeladen werden. Daneben gibt es viele witzige Ereignisse und Begebenheiten, z.B. wenn der Autor sich mit einer Riesentüte Lakritze eindeckt, denn Lakritze ist für Chinesen genauso eklig wie für uns gekochte Hühnerfüße und Fischaugen.

Ein sehr witziger und informativer Einblick in die chinesische Denkweise und Kultur, die noch mit privaten Besuchen des Autors bei seinen Mitreisenden dem Leser nahe gebracht wird.

„Neuschweinstein – Mit zwölf Chinesen durch Europa“ von Christoph Rehage, erschienen 2016 im Malik Verlag, Paperback, 15 Euro, 272 Seiten, ISBN 978-3890294353

Bildnachweis: copyright Malik Verlag

Herzlichen Dank an den Malik Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Kopftuchland“ – Roman von Katja Schneidt

Die 1970 geborene Autorin Katja Schneidt schrieb bereits mit Anfang Zwanzig  für verschiedene Zeitungen. Ein paar Jahre widmet sie sich zunächst ihrer privaten Arbeitsvermittlung, bevor sie schließlich 2011 einen Spiegel Bestseller schreibt. Sie engagiert sie sich gegen Häusliche Gewalt und unterstützt Menschen bei ihrem Schritt in ein gewaltfreies Leben. Ihr Roman „Kopftuchland“ erschien im März 2017 im Lago Verlag als gebundene Ausgabe.

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Es ist das Jahr 2017. Die islamische Partei Deutschland (kurz IPD) hat bei der letzten Bundestagswahl die absolute Mehrheit erreicht, Bundeskanzler ist nun der türkischstämmige Mesut Gültekin. Ab sofort gelten in Deutschland ausschließlich islamische Gesetze. Alle Frauen und Mädchen ab zwölf Jahren müssen ihre Haare mit einem Kopftuch verhüllen, Schweinefleisch ist ebenso wie Alkohol und Glückspiel strengstens verboten, der Moscheebesuch zum Freitagsgebet soll Pflicht werden.
Was von den Islamkritikern immer befürchtet wurde, ist nun eingetreten: Deutschland
ist ein islamischer Staat geworden. Für die 36-jährige Julia und ihre Familie bricht nun,
wie für alle anderen Deutschen, eine völlig neue Zeit an. Nach einer Weile müssen sie
sich allerdings eingestehen, dass die neue Regierung durchaus auch ihre guten Seiten hat. Familienzusammenhalt wird ab sofort großgeschrieben, das Lohnniveau für sogenannte Männerberufe wird deutlich angehoben, sodass ihr Mann Stefan genügend Geld verdient und Julia ihren ungeliebten Halbtagsjob als Verkäuferin endlich an den Nagel hängen kann, und selbst die pubertierende Lara kann der Situation plötzlich etwas Gutes abgewinnen. Kopftuchland begleitet Julia und ihr Umfeld durch ihren Alltag, in einem völlig veränderten Deutschland, in dem nun der Islam regiert.
Obwohl es sich um einen Roman handelt, werden hier Zustände beschrieben, die in islamisch geprägten Ländern Realität sind. Die Autorin konvertierte vor Jahren selbst zum Islam und weiß daher genau, worüber sie schreibt.
Schon oft sind Parteien an eine Regierung gekommen, von denen man nie geglaubt hat, dass es möglich wäre – warum sollte nicht auch irgendwann  Deutschland islamisch werden? So abwegig ist der Gedanke gar nicht, auch wenn er für mich in den nächsten Jahren nicht realistisch erscheint.
Über diesen Roman musste ich noch lange nachdenken, denn das, was in diesem Roman als Albtraum dargestellt wird, ist in islamischen Ländern oft Realität. Und wer die Autorin wieder einmal in die rechte Ecke stellen will, sollte einfach mal darüber nachdenken, dass Toleranz in islamischen Ländern gänzlich anders interpretiert wird als hier und viele Menschen in islamischen Ländern nur ihre Meinung als richtig ansehen.
„Kopftuchland“ von Katja Schneidt, erschienen im März 2017 im Lago Verlag, gebunden, 176 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 978-3957611765
Bildnachweis: copyright Lago Verlag
Herzlichen Dank an den Lago Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Der Diversant“ – Roman von Andree Hesse

Der 1966 geborene freie Schriftsteller Andree Hesse,studierte nach einer Sattlerlehre an der Hochschule für Fernsehen und Film München. 2001 erschien sein erster Roman »Aus welchem Grund auch immer«, es folgten drei Krimis. Sein neuer Roman „Der Diversant“ erschien im März 2017 im Berlin Verlag als gebundene Ausgabe.

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Andree Hesse schildert die Geschichte eines jungen Menschen auf der Suche nach seinem Platz im Leben: von einem Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen und vom Zerfall einer Familie in der Nachkriegszeit. Der Roman handelt von der deutschen Teilung und einer doppelten Flucht, lässt eine Welt auferstehen, die unsere Gegenwart geprägt hat, in der Menschen lebten, die unsere Eltern und Großeltern sind, eine Generation, die bald sterben wird. Einfühlsam und packend direkt erzählt »Der Diversant« von dem, was lange verschwiegen wurde, und wie die Grausamkeit eines totalitären Systems einfach jeden treffen kann – eine wahre Geschichte. (Im Epilog des Romans wird auf die wahre Geschichte des Onkels von Andree Hesse verwiesen).

Erzählt wird der Roman in der Ich-Form aus der Perspektive des Protagonisten Meiner. Dieser wurde im 2. Weltkrieg geboren und wuchs in den 50iger Jahren in der DDR auf.

Meiner macht sein Leben lang immer das, was andere ihm sagen. Und ohne es zu wollen, wird er Grenzsoldat, der an der Grenze von DDR und Bundesrepublik als Bewacher eingesetzt wird. Und auch hier ist Meiner wieder das Opfer seiner Kollegen. Doch er entschließt sich, endlich einmal seinen eigenen Wünschen und Träumen nachzugehen: während seine Kollegen Zigarettenpause machen, flüchtet Meiner in den Westen.

Doch auch im Westen kommt er nicht klar, denn hier ist nicht alles so rosig, wie es den Anschein hatte. Nach einem Monat geht Meiner heimlich wieder in den Osten zurück und wird als Diversant für über 4 Jahre ins Zuchthaus gesteckt.

Der Roman behandelt die Nachkriegszeit aus einer Perspektive, die selten in einem Roman zu finden ist: aus ostdeutscher Sichtweise. Intensiv, beängstigend und packend geschrieben!

„Der Diversant“ von Andree Hesse, erschienen im März 2017 im Berlin Verlag, gebunden, 240 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3827013194

Bildnachweis: copyright Berlin Verlag

Herzlichen Dank an den Berlin Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Das Letzte, was du siehst“ – Thriller von Kristin Lukas

Die 1976 geborene Autorin Kristin Lukas ist promovierte Architektin und lehrt als Professorin für Immobilienmanagement und Projektentwicklung. Gleichzeitig arbeitet sie in der freien Wirtschaft.

Ihr Thriller-Debüt „Das Letzte, was du siehst“ erschien im Februar 2017 als Paperback im Grafit Verlag.

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Die Expolizistin Marie Wagenfeld hat sich zur IT-Beraterin für Immobilienfonds umschulen lassen. Eines Abends entdeckt sie unverhofft ihren brutal ermordeten Kollegen, dem der Kopf abgesägt wurde. Bald stellt sich heraus, dass der Ermordete Dreck am Stecken hatte. Neben unlauteren Geschäftspraktiken und Kontakten in die SM-Szene kommen auch Erpressungsversuche ans Licht. Aber wen und womit hat der Tote jemanden erpresst?  Zusammen mit Kommissar Kellermann geht Marie auf Spurensuche. Und wird bald in die Jagd auf einen Serienkiller hineingezogen, der schon mehrere Jahre sein Unwesen treibt.

Mit ihrem Thriller-Debüt hat Kristin Lukas gezeigt, dass sie ihr Handwerk versteht. Ein hochspannender und temporeicher Plot, viele unerwartete Wendungen sowie ihr flüssiger und sehr angenehmer Erzähstil machen das Buch zum wahren Pageturner.

Bis zum Ende wusste ich nicht, wer hinter den Morden steckt, so perfekt sind die vielen falschen Spuren. Ein genialer Showdown rundet die Handlung sehr gut ab. Ein absolut gelungenes Thriller-Debüt! Ich freue mich schon auf weitere, spannende Thriller von dieser unglaublich begabten Autorin!

„Das Letzte, was du siehst“ von Kristin Lukas, erschienen im Februar 2017 im Grafit Verlag, Paperback, 476 Seiten, 13 Euro, ISBN  978-3894254827

Bildnachweis: copyright Grafit Verlag

Herzlichen Dank an den Grafit Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Ich will so bleiben, wie ich war: Glücks-Push-up für die Frau ab 40“ von Monika Bittl

Die 1963 geborene freie Schriftstellerin Monika Bittl schrieb rund 30 Drehbücher (unter anderem „Pumuckl“, „Lindenstraße“ und „Sau sticht“). Mit ihrem Buch „Ich hatte mich jünger in Erinnerung – Lesebotox für die Frau ab 40“  stand sie über ein halbes Jahr auf  Nummer eins der Spiegel-Paperback-Bestsellerliste. Ihr neuestes Buch heißt „Ich will so bleiben wie ich war – Glücks-Push-up für die Frau ab 40“ und erschien am 2. Mai 2017 als broschierte Ausgabe im Knaur Verlag.

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Älterwerden: wenn Frau in den Spiegel schaut und sich jünger in Erinnerung hatte

In die Jahre kommen: wenn Frau sich die Leichtigkeit der jungen Jahre zurück wünscht

Verwelken: wenn sich die Falten, Schrullen und heiklen Gemütszustände von Frau vermehren

Monika Bittl schreibt über den tückenreichen Alltag einer Frau über 40. Kaum ist es ihr gelungen, die Nebenwirkungen des Älterwerdens mit viel Humor zu nehmen, muss sie feststellen, dass das Alter auch vor ihrem Bekannten- und Freundeskreis nicht Halt macht. So verfestigt sich von Jahr zu Jahr die Hypochondrie ihres Mannes – ein Schnupfen wird für ihn zur dramatischen Nahtoderfahrung. Der Nachbar, erfolgreicher Anwalt, wiederum hat eine ausgewachsene Lebenskrise, weil er sich einst dagegen entschied, Künstler zu werden. Und auch die attraktive beste Freundin steigert sich mit zunehmendem Alter in den Wahn hinein, einfach nie Glück zu haben – und verscheucht so noch den wild entschlossensten Verehrer.

Kurzum: mit dem Alter wachsen die Krisen und wir alle werden nicht einfacher. Mit spitzer Feder und viel Humor nimmt Monika Bittl die Tücken des Lebens in der Lebensmitte auf’s Korn – und stellt schließlich fest: Ein glückliches Leben nach 40 ist möglich, es kommt ganz auf uns selber an!

Ein äußerst unterhaltsames Buch, dass vielen Frauen den Spiegel vorhält. In vielen kleinen Kapiteln erzählt die Autorin humorvoll und auch ein klein wenig ironisch von den unterschiedlichsten Situationen, die garantiert jede Leserin so oder in ähnlicher Form schon einmal erlebt hat. Der Fokus liegt dabei auf den inneren Veränderungen und Denkweisen.
Am Ende zählt doch nur eines: frau sollte sich selbst immer treu bleiben und nicht verbiegen lassen, dann klappts auch mit dem glücklichen Älterwerden!
„Ich will so bleiben wie ich war – Glücks-Push-up für die Frau ab 40“,erschienen am 2. Mai 2017 als broschierte Ausgabe im Knaur Verlag, 256 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3426788929
Bildnachweis: copyright Knaur Verlag
Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.