Archiv der Kategorie: Bücher, die man lesen sollte

Noel Daniel (Herausgeber): Das Buch der Zauberei

*Rezension*

Zaubertricks, Magie und Gedankenlesen fasziniert seit Urzeiten die Menschen, denn das vermeintlich Unerklärliche löst Staunen, Furcht aber auch glückliches Lachen aus. Sogenannte Zauberer verkörpern schon immer die Verbindung zu einer Parallelwelt, in der alles Logische auf den Kopf gestellt wird.

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Im Dezember 2018 erschien im Taschen Verlag das beeindruckende Werk „Das Buch der Zauberei“ mit über 750 seltenen Plakaten, Fotografien, Werbezetteln, Stichen und Gemälden, unter anderem von Hieronymus Bosch und Bruegel. Die Geschichte der Zauberkunst wird von 1400 bis in die 1950er-Jahre präsentiert.

Aufregende Abbildungen und fachkundige Essays erklären die Entwicklung des Zauberhandwerks von den Straßenkünstlern des Mittelalters bis hin den Meistern der theatralischen Inszenierung, die dem frühen Film zu seinen ersten Spezialeffekten verhalfen. Zauberer in ihrer Vollendung!

Für Leser, die sich für Magie und Zauberei interessieren, bietet das opulente Buch ein wahres Füllhorn an magischen Momenten! Die Abbildungen sind wunderschön und machen Lust darauf, Vorstellungen der Magier von heute zu besuchen.

„Das Buch der Zauberei“, herausgegeben von Noel Daniel, erschienen im Dezember 2018 bei Taschen, gebunden, 544 Seiten, 30 Euro, ISBN 978-3836574136

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Black Road – Die Schwarze Strasse, Band 1: Im Norden Steht Ein Kreuz

*Rezension*

Am 22. Januar 2019 erschien bei panini comics der Auftakt-Band zum neuen, zweibändigen Wikinger-Krimi „Black Road – Die Schwarze Strasse“ von Brian Wood. Die Zeichnungen stammen von Garry Brown.

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Skandinavien im Mittelalter. Das Christentum dringt brutal mit Feuer und Schwert in die heidnische Welt der Wikinger ein. Der einheimische Söldner Magnus der Schwarze, ein Mann mit schrecklicher Vergangenheit, bekommt den gefährlichen Auftrag, einen römischen Kardinal auf der Schwarzen Straße zu begleiten. Doch auf seinem beschwerlichen Weg durch die raue Wildnis warten Grausamkeit, Gewalt und Leid und ein junges, geheimnisvolles Mädchen.

Eingebettet in die Geschichte von Magnus der Schwarze wird der großartig inszenierte Comic über die brutale, blutige Christianisierung Skandinaviens erzählt. Spannend geschrieben und voller rätselhafter Ereignisse. Die Zeichnungen geben die düstere, gefährliche Stimmung sehr gut wieder.

„Black Road – Die Schwarze Strasse“ Band 1: Im Norden steht ein Kreuz, von Brian Wood/ Garry Brown, erschienen im Januar 2019 bei panini comics, gebunden, 140 Seiten, 25 Euro, ISBN 978-3741611094

 

„Lügen. Nichts als Lügen“ – Psychothriller von Helen Callaghan

*Rezension*

Helen Callaghan betreute jahrelang das Belletristik-Sortiment großer Buchhandlungen, bis sie sich entschloss, ihr Archäologiestudium abzuschließen. Nebenher folgt sie ihrer wahren Berufung, dem Schreiben. Helen Callaghans Debüt „Dear Amy“ stürmte in Großbritannien sofort die Bestsellerlisten. 2018 erschien bei Knaur ihr neuer Psychothriller mit dem Titel „Lügen. Nichts als Lügen“ als broschierte Ausgabe:

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»Bitte komm nach Hause, Sophia …«
Ausgerechnet in einen heißen Flirt platzt der Anruf von Sophias Mutter Nina, ängstlich, fast panisch, und sicher so grundlos wie etliche Male zuvor. Als Sophia schließlich doch zu ihren Eltern in die wildromantische Gärtnerei nach Suffolk fährt, findet sie nur noch tödliche Stille – und ein Szenario von unerträglicher Grausamkeit: Ihre Mutter erhängt an einem Baum, ihr Vater niedergestochen daneben. Mord mit anschließendem Selbstmord, vermutet die Polizei, was für Sophia unvorstellbar ist. Sie kennt ihre Eltern viel zu gut, als dass sie den ruhigen Menschen so etwas zutrauen könnte – und beginnt nachzuforschen. Doch dann findet sie, gut versteckt in der Werkstatt des Vaters, ein eng beschriebenes Tagebuch in der Handschrift ihrer Mutter.
Sie beginnt zu lesen …

Quelle Text: Knaur Verlag

Das Buch ist kein richtiger Psychothriller – eher ein spannendes Familiendrama.  Die Vergangenheit von Sophias Mutter wird mit Hilfe ihrer Tagebücher erzählt. Und schnell wird klar – auch Menschen, von denen man glaubt, sie zu kennen, sind in Wahrheit ein ganz anderer Mensch.

Die Vergangenheit von Sophias Mutter stellt sich sehr dramatisch und verstörend heraus – es geht um Abhängigkeiten in einer Sekte (mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten).

Im letzten Drittel des Dramas wird es noch einmal richtig spannend und auch das Ende punktet mit einigen überraschenden Wendungen.

Mich hat auch der neue Psychothriller der Autorin sehr gut unterhalten, zumal ihr Erzählstil leicht lesbar ist.

„Lügen. Nichts als Lügen“ von Helen Callaghan, erschienen 2018 bei Knaur, broschiert, 448 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-22671-1

„Wer die Nachtigall stört“ – Graphic Novel bearbeitet von Fred Fordham

*Rezension*

Die 2016 verstorbene Autorin Harper Lee war seit ihrer Kindheit mit Truman Capote befreundet, dem sie bei den Recherchen für «Kaltblütig» half. Nach dem Welterfolg ihres in 40 Sprachen übersetzten Romans «Wer die Nachtigall stört…», für den sie 1961 den Pulitzerpreis erhielt, zog sie sich aus dem literarischen Leben zurück. 2015 wurde eine frühe Manuskriptfassung von «Wer die Nachtigall stört …» gefunden und publiziert, die 50 Jahre lang als verschollen galt.  Im November erschien bei rowohlt rotfuchs der zeitlose Klassiker als Graphic Novel in einer Bearbeitung von Fred Fordham, von dem auch die Illustrationen stammen. Empfohlen wird die Graphic Novel für Leser ab 14 Jahren.

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Amerika in den 30er Jahren. In die idyllische Südstaaten-Kindheit der achtjährigen Scout und ihres älteren Bruders Jem drängt sich die brutale Wirklichkeit aus Vorurteilen und Rassismus. Scouts Vater Atticus, ein menschenfreundlicher Anwalt, soll den schwarzen Landarbeiter Tom Robinson verteidigen, der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat. Tapfer versuchen Scout und ihr Bruder, das demokratische Gerechtigkeitsempfinden ihres Vaters zu unterstützen, und geraten dabei selbst in große Gefahr.

Quelle Text: rowohlt rotfuchs

Der Klassiker von Harper Lee wurde in dieser Graphic Novel erstklassig umgesetzt: langsam schleicht sich Rassismus in allen Facetten ein – perfekt in Szene gesetzt durch gedeckte, düstere Farben. Auch die zum Teil drastische Wortwahl entspricht rassistischen Vorurteilen.

Mit dieser wunderbaren Graphic Novel werden auch Leser angesprochen, die sich eher für Comics interessieren. Auch heute hat die Geschichte über Rassismus nichts an Aktualität verloren. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!

„Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee, Graphic Novel illustriert und bearbeitet von Fred Fordham, erschienen 2018 bei rowohlt rotfuchs, gebunden, 288 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3499218224

Celby Richoux: Speck & Butter. Das ultimative Kochbuch zur Keto-Ernährung

*Rezension*

Unter eine ketogenen Ernährung verbirgt sich ,einfach erklärt, eine Ernährung mit hohem Fettgehalt, mittlerem Proteingehalt und wenig oder gar keinen Kohlenhydraten. Diese Art von Ernährung regt den Körper dazu an, Fett statt Kohlenhydrate und Proteine zur Energiegewinnung zu verbrennen. Dabei wird ein Zustand erreicht, der Ketose genannt wird.

Ganz neu bei Unimedica erscheint eines der beliebtesten Keto-Kochbücher in den USA von Celby Richoux mit dem Titel „Speck & Butter“ als gebundene Ausgabe:

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Auf 312 Seiten stellt Celby Richooux insgesamt 150 leckere Rezepte zur Optimierung des Stoffwechsels vor. Jedes Rezept wird mit Schritt-für-Schritt-Anleitung leicht verständlich erklärt:

Außerdem werden Zubereitungszeit und Nährstoffgehalt angegeben. Ansprechende Fotos der zubereiteten Gericht machen Appetit und Lust aufs Nachkochen.

Bevor es ans Kochen geht, erklärt die Autorin leicht verständlich, was man unter einer ketogenen Ernährung versteht und weshalb sie sich günstig auf den Stoffwechsel auswirkt.

Unterteilt ist das Kochbuch in 10 große Kapitel:

  • Über Proportionen und Portionen
  • Frühstücksspeck und darüber hinaus
  • Super reichhaltige Smoothies & Shakes
  • Üppige Snacks
  • Leckere Keto-Klassiker
  • Fisch-Favoriten
  • Großartiges Geflügel
  • Hauptsache Fleisch
  • Deliziöse Desserts
  • Grundzutaten: Würzmittel, Saucen & Dressings

Mich hat die Keto-Ernährung total überrascht, denn neben leckeren Shakes braucht man auch nicht auf süße Desserts oder Snacks zu verzichten. Einige Rezepte, wie die Pastasauce (ohne Zucker) und den Zucchini-Hackbraten habe ich schon ausprobiert – sie sind richtig lecker! Endlich eine Ernährungsweise, bei der ich lediglich auf Kohlenhydrate verzichten muss oder sie einschränke. Absolut machbar im Alltag!

„Speck & Butter“ von Celby Richoux, erscheint im Februar 2018 bei Unimedica, gebunden, 312 Seiten, 26,80 Euro, ISBN 978-3962570408

 

 

 

„Vergiss kein einziges Wort“ – Roman von Dörthe Binkert

*Rezension*

Die freie Autorin Dörthe Binkert studierte zuerst Germanistik, Kunstgeschichte und Politik. Nach ihrer Promotion arbeitete sie viele Jahre für große deutsche Publikumsverlage. Ihr historischer Roman „Vergiss kein einziges Wort“ erschien 2018 bei dtv als gebundene Ausgabe:

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In den Geschichten von Martha, Maria und Magda im schlesischen Gleiwitz spiegelt sich die Geschichte einer Grenzregion wider: die Geschicke von Deutschen, Polen und Tschechen, Christen und Juden, die liebten und hassten, Familien gründeten und einander verließen, vertrieben wurden und sich wiederbegegneten. Dörthe Binkert spannt gekonnt den großen Bogen von den 20er- bis zu den ausgehenden 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Mit viel Gespür und noch mehr Herzblut zeichnet sie das Porträt einer Zeit und einer Region, in der Freude und Leid nur einen Wimpernschlag voneinander entfernt waren.

Quelle Text: dtv

Die mitreißende, tragische Geschichte der Familie Strebel führt den Leser zuerst in die 1920ger Jahre nach Schlesien. In der Grenzstadt Gleiwitz lebt Carl Strebel mit seiner Familie. Luise und ihre Freundin Magda haben eine behütete Jugend, während Luises Brüder permanent in Streit geraten. Konrad ist mit einer Polin verheiratet und möchte ein ruhiges Leben führen, sein Bruder Heinrich dagegen will politische Karriere in der   NSDAP machen. Luises Schwester Hedwig ist in der Ausbildung als Krankenschwester, ihre Schwester Klara besucht noch die Schule während die älteste Schwester Ida eine Leidenschaft für alles, was mit Mode zu tun hat, pflegt.

Als Leser begleiten wir die Familie während des Zweiten Weltkriegs, der Nachkriegszeit bis in die 60er Jahre. Neben der Familie Strebel spielen auch viele Freunde, Verwandte und Nachbarn eine große Rolle. Um den Überblick über die Protagonisten nicht zu verlieren, ist die Personentafel im Buch sehr hilfreich.

In fast 700 Seiten sind mir die Schicksale der Protagonisten sehr ans Herz gewachsen. Neben einer großartigen Familiengeschichte steht auch die Grenzstadt Gleiwitz im Fokus. Eine Stadt, die durch die Nähe zu Polen zu einem Knotenpunkt wurde. Dieser beeindruckende Roman macht Geschichte erlebbar und lebendig – von mir eine unbedingte Leseempfehlung!

„Vergiss kein einziges Wort“ von Dörthe Binkert, erschienen 2018 bei dtv, gebunden, 672 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3423289641

„Jüdische Familien in Hof an der Saale: Schicksale und Verfolgung im Nationalsozialismus“ von Ekkehard Hübschmann

*Rezension*

Am 21. Januar 2019 erschien im Transit Verlag das gebundene Buch „Jüdische Familien in Hof an der Saale – Schicksale und Verfolgung im Nationalsozialismus“ von Ekkehard Hübschmann:

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Hof an der Saale gehört zu jenen Orten, in denen Nationalsozialismus und Antisemitismus schon lange vor 1933 Fuß fassten, und das, obwohl noch bei den ersten bayerischen Landtagswahlen etwa fünfzig Prozent der Wählerinnen und Wähler dort die USPD wählten, die linke Abspaltung der SPD. Zum »Deutschen Tag« im September 1923, abgehalten von völkischen Verbänden mit Rednern wie Adolf Hitler, schmückte sich die Stadt mit Fahnen und Blumen. Beschwerden jüdischer Kaufleute beim Stadtrat wegen Beleidigungen und Boykottaufrufen halfen nichts. Insofern war es nach 1933 keine Überraschung, dass die Gerichte, die Polizei und die Behörden in Hof alles dafür taten, den Juden das Leben und Überleben schwer zu machen. Kaufleute, Juristen, Ärzte. Lehrer und Handwerker wurden in »Schutzhaft« genommen, öffentlich gedemütigt und durch die Hauptstraße der Stadt getrieben. Der Historiker Ekkehard Hübschmann hat, um die Verfolgung authentisch und mit vielen Details darstellen zu können, die Schicksale und die Geschichte von sechs Familien akribisch recherchiert, hat in verschiedenen Archiven Dokumente über deren Verfolgung bis hin zur Deportation und Ermordung gefunden, hat mit den Nachkommen Überlebender über die Erfahrungen in der Emigration bzw. nach der Rückkehr nach Deutschland gesprochen.

Quelle Text: Transit Verlag

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Dieses Buch macht einfach nur betroffen und fassungslos. Der Autor stellt sechs jüdische Familien und ihre schrecklichen Schicksale vor. Detailliert werden die Schikanen beschrieben, unter denen Juden in Hof an der Saale leiden mussten. Viele original Fotos zeigen Familienmitglieder und erreichen dadurch eine große Nähe zum Leser.

Im Buch findet sich auch ein alphabetisches Verzeichnis der 161 Bürger von Hof, die in der NS-Zeit als Juden verfolgt wurden. Neben Namen und Geburtsdatum sind das Deportierungs-Datum und das jeweilige Alter des Deportierten zu sehen – schrecklich.

Ich habe sehr lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen, denn ich konnte das Gelesene oft kaum ertragen.

Eine großartige, wichtige Dokumentation, stellvertretend für alle Gräueltaten der NS-Zeit, die jeder lesen sollte, damit sich so etwas nie mehr wiederholt!

„Jüdische Familien in Hof an der Saale“ von Ekkehard Hübschmann, erschienen im Januar 2019 bei Transit, gebunden, 340 Seiten, 24,80 Euro, ISBN 978-3887473709

Ulrike Renk: Jahre aus Seide. Das Schicksal einer Familie (Die große Seidenstadt-Saga, Band 1)

*Rezension*

Die 1967 geborene Autorin Ulrike Renk studierte Literatur und Medienwissenschaften.  Im Dezember 2018 erschien bei atb der 1. Band der Seidenstadt-Saga mit dem Titel „Jahre aus Seide. Das Schicksal einer Familie“ als Taschenbuch.

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1932: Ruth hat eine unbeschwerte Jugend. Die meiste Zeit verbringt sie in der Villa des benachbarten Seidenhändlers Merländer. Sie ist fasziniert von den kunstvoll bedruckten Stoffen, lernt Schnittmuster zu entwerfen und Taschen und Zierrat zu fertigen. Und sie begegnet Kurt, ihrer ersten großen Liebe. Als die Nazis an die Macht kommen, scheint es für sie keine Zukunft zu geben, denn sie sind beide Juden. Kurts Familie trägt sich mit dem Gedanken auszuwandern, auch Ruth soll gegen ihren Willen ihr Elternhaus verlassen. Und dann kommt der Tag, an dem das Schicksal ihrer Familie in Ruths Händen liegt.

Eine dramatische Familiengeschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Quelle Text: atb

Der bewegende Roman basiert auf den Tagebüchern der realen Ruth Meyer. Das jüdische Mädchen Ruth lebte in Krefeld. Ihre schöne Kindheit wurde durch die Nazis beendet.

Ich liebe Familiensagas, die einen wahren Hintergrund haben und hatte deshalb recht hohe Erwartungen an diesen Roman. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ulrike Renks einfühlsamer Erzählstil liest sich flüssig und ich konnte mich sehr gut in Ruths Leben hineinversetzen. Obwohl größtenteils nichts Aufregendes passiert, haben mich die Beschreibungen von Ruths Leben fasziniert. Und ganz langsam schleicht sich die Bedrohung durch die Nazis ins Leben der Familie ein.

Der 1. Band endet mit den schrecklichen Taten am 10.11.1938. Im Nachwort führt die Autorin die Personen des Romans auf, die real existiert haben.

Mich hat dieser Roman wieder bestens unterhalten, auch wenn er eine schreckliche Zeit behandelt. Ich bin schon sehr gespannt auf den Folgeband, der voraussichtlich im Juni 2019 erscheinen wird.

„Jahre aus Seide. Das Schicksal einer Familie“ von Ulrike Renk, erschienen im Dezember 2018 bei atb, Taschenbuch, 576 Seiten, 12,99 Euro

Melanie Haselhorst/ Kenneth Dittmann: Die Donau – Von Kelheim zum Schwarzen Meer

*Rezension*

Die Reisejournalistin Melanie Haselhorst und der Kartograf Kenneth Dittmann haben auf mehreren Bootsreisen Strom, Landschaft und Leute kennengelernt. Sie beschreiben in ihrem handlichen Revierführer für den Sportschiffer die Fahrverhältnisse im Strom, die Häfen und Ankerplätze in mehreren Abschnitten, zu denen die deutsche Donau von
Kelheim bis Jochenstein, die österreichische Donau von Esternberg bis Hainburg, die
slowakische Donau von Devin bis Sturovo, die ungarische Donau von Komárom bis Mohács, die kroatische Donau von Batina bis Ilok, die serbische Donau von Bezdan bis Prahovo, die bulgarische Donau von Vidin bis Silistra, die rumänische Donau von der Nera bis Sulina (einschließlich Donaudelta) und schließlich die ukrainische Donau von Reni bis Vilkovo zählen.

Die praktischen Flusskarten helfen beim Navigieren und zeigen Schleusen, Tankstellen,
Liegeplätze und Brücken inklusive Durchfahrtshöhen an. Detaillierte Pläne zu zahlreichen Häfen weisen dem Skipper den Weg zu Versorgungsmöglichkeiten und Service-Einrichtungen. Donauurlauber finden außerdem alle wichtigen Sehenswürdigkeiten entlang der rund 2800 Flusskilometer. Ob quirlige Metropolen, jahrhundertealte Geschichte oder einmalige Landschaften, mit diesem Band sind Wassersportler perfekt für ihren DonauTörn vorbereitet.

Erschienen ist die 3. vollständig überarbeitete Auflage des Buches ganz neu, am 11. Januar 2019, bei der Edition Maritim als gebundene Ausgabe:

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Unterteilt ist der Bildband in 10 große Kapitel:

  • Einführung
  • Die deutsche Donau
  • Die österreichische Donau
  • Die slowakische Donau
  • Die ungarische Donau
  • Die kroatische Donau
  • Die serbische Donau
  • Die bulgarische Donau
  • Die rumänische Donau
  • Die ukrainische Donau

Ein nützliches Ortsregister komplettiert das Sachbuch.

Für jeden Bootfahrer, der eine Tour über die Donau plant, ein nützlicher und sehr informativer Reiseführer, in dem man durch die hilfreiche Kapitel-Einteilung schnell den gesuchten Reiseabschnitt findet. Sehr nützlich sind die Auflistungen der Häfen, die Beschreibung wichtiger Sehenswürdigkeiten sowie die Besonderheiten der einzelnen Länder.

„Die Donau“ von Melanie Haselhorst/ Kennth Dittmann, erschienen im Januar 2019 bei Edition Maritim, gebunden, 328 Seiten, 34,90 Euro,  ISBN 978-3667112309

 

Donna Hay: Von Einfach zu Brillant Kids. Gesunder Genuss für grosse und kleine Köche

*Rezension*

Donna Hay gehört weltweit zu den erfolgreichsten Kochbuchautorinnen. Viele ihrer Kochbücher wurden zu Bestsellern. Sie tritt in TV-Kochshows auf, ist Herausgeberin einer Kochzeitschrift, schreibt Kolumnen und führt einen Onlineshop mit eigener Kollektion. Ihr Kochbuch „Von Einfach zu Brillant Kids“ erschien am 21. Januar 2019 als großformatige, gebundene Ausgabe im AT Verlag.

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»Es ist kein Geheimnis, dass Kinder schwierige Esser sein können. Ich weiss, wie schwer es ist, alle glücklich und satt zu machen. Deshalb sammle ich Rezepte, die Kinder garantiert mögen.« Für dieses Buch hat Donna Hay die besten davon zusammengestellt. Gerichte, die nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen schmecken und die sich damit bestens für den Familientisch eignen. Die Rezepte sind klar und einfach aufgebaut, in typischer Donna-Hay-Art modern umgesetzt, und viele können auch Kinder und Jugendliche selber zubereiten. Die Klassiker werden durch spannende Variationen ergänzt, was für Abwechslung sorgt und die Experimentierlust anregt. Oft sind die Rezepte mit cleveren Tricks und gesunden Zutaten aufgepeppt. Gesunde Burger, Knusper-Fischstäbchen mit dicken Ofen-Pommes, clevere Mogel-Pizza, lässige Tortilla-Chips und Popcorn-Tüten, tolle Eis-am-Stiel-Varianten und vieles mehr. Begleitend zur Serie »Donna Hay: Kochen mit Kindern« bei RTL Living.

Quelle Text: AT Verlag

Unsere ältere Tochter interessiert sich sehr fürs Kochen – hat sich bisher aber nicht getraut. Mit Hilfe dieses leicht verständlichen Kochbuchs ist Kochen und Backen zu ihrem neuen Hobby geworden (natürlich sind wir Erwachsene immer dabei). Sie hat uns bereits mit einigen Rezepten überrascht 🙂

Unterteilt ist das Kochbuch in leckere Rezepte für

  • Frühstück
  • Mittagessen
  • Abendessen
  • Snacks
  • Süsses

Jedes Rezept wird Schritt-für-Schritt erklärt und ist mit sehr ansprechenden Fotos versehen. Außerdem werden nützliche Küchenutensilien und ihre Verwendung vorgestellt.

Für Koch- und Backanfänger sind Umrechungstabellen von Masseinheiten sowie Umrechungstabellen Elektroherdeinstellungen zu Gasherd vorhanden.

Ich vermisse allerdings bei jedem Gericht Kalorien- und Nährwertangaben.

Junge Koch- und Backanfänger haben mit diesem sehr schön aufgemachtem Buch einen guten Ratgeber für erste Kochversuche zur Hand. Die Rezepte sind zum großen Teil recht einfach und bringen sofort Erfolgserlebnisse.

„Von Einfach zu Brillant Kids“ von Donna Hay, erschienen im Januar 2019 bei AT Verlag, gebunden, 240 Seiten, 29 Euro, ISBN 978-3038000570