Archiv für den Monat Juni 2018

The Walking Dead – Der Anfang. 2 Romane in einem Band von Robert Kirkman/ Jay Bonansinga

*Rezension*

Robert Kirkman schuf die preisgekrönte Comicserie The Walking Dead. Die gleichnamige TV-Serie wurde von ihm mit entwickelt und feierte weltweit Erfolge bei Kritikern und Genrefans gleichermaßen. Gemeinsam mit dem Krimiautor Jay Bonansinga schreibt er Romane aus der Welt von The Walking Dead. Ihr Roman „The Walking Dead. Der Anfang“ erschien im Juni 2018 bei Heyne als Taschenbuch. Das Buch enthält 2 Romane plus 1 Bonus-Kurzgeschichte:

  • The Walking Dead 1 (Rise of the Governor)
  • The Walking Dead 2 (The Road to Woodbury)
  • Bonus-Kurzgeschichte: Ein ganz normaler Tag im Büro

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Die Apokalypse: Eine weltweite Plage lässt die Toten wiederauferstehen und Jagd auf Menschenfleisch machen. Die wenigen Überlebenden fliehen in Angst und Schrecken – bis auf einen. Der Mann, den sie später nur den »Governor« nennen werden, beschließt, sich dem Grauen entgegenzustellen. Dies ist seine Geschichte …

Quelle Text: Heyne Verlag

Erzählt wird der Werdegang von Phillip Blake, der sich von einem ganz normalen Menschen hin zum furchtlosen Anführer entwickelt und Woodbury vor den Zombies rettet. Um sein Ziel zu erreichen, muss er außer Zombies leider auch Menschen töten, die sich seinen Zielen in den Weg stellen.

Für Fans der TV-Serie ist dieser Doppelband eine super Ergänzung: jede Menge Splatter und Horror in ungeschönter Sprache! Das Abschlachten der Zombies wird sehr ausführlich beschrieben – genau das mögen Fans von „The Walking Dead“. Auch für Neueinsteiger, die gute Nerven und keinen empfindlichen Magen haben, sind die Geschichten perfekt.

„The Walking Dead. Der Anfang“ von Robert KirkmanJay Bonansinga, erschienen im Juni 2018 bei Heyne, Taschenbuch, 864 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3453319486

Herzlichen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

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„Liebe in Reihe 27“ – Roman von Eithne Shortall

*Rezension*

Eithne Shortall studierte Journalismus studiert und arbeitet heute in Dublin als Kulturreporterin für die Sunday Times. „Liebe in Reihe 27“ ist ihr Debüt-Roman, der am 11. Juni 2018 im Diana Verlag als Taschenbuch erschien.

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Cora hat den Glauben an die Liebe aufgegeben. Zumindest was sie selbst betrifft. Deshalb versüßt sie sich ihren Job am Check-in-Schalter des Londoner Flughafens damit, Singles hoch über den Wolken zu verkuppeln. Mithilfe der glamourösen Flugbegleiterin Nancy macht Cora die Reihe 27 zu einem Liebeslabor. Dort findet sich bei jedem Flug ein Passagier ganz unverhofft neben seinem potenziellen Traummann oder seiner Traumfrau wieder. Die Verwicklungen sind vorprogrammiert, auch mit Vielflieger Aidan, der nicht so durchschaubar ist, wie er scheint. Wird Cora selbst irgendwann wieder auf Wolke (2)7 schweben?

Text: Quelle Diana Verlag

Die humorvolle Geschichte wird aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Man lernt eine ganze Menge Protagonisten kennen, von denen der eine oder andere öfter im Roman auftaucht (als Vielflieger). Ich empfand den Roman eher wie eine Vielzahl kleiner Einzelepisoden, die zu einem Roman zusammengefügt wurden.

Cora sorgt sich eher um das Liebesglück anderer Menschen als um ihr eigenes. Das führt sogar zum Vergraulen potenzieller Liebeskandidaten. Und doch gibt es auch für sie ein Happy End.

Mit ihrem leicht lesbaren Schreibstil hat die Autorin einen netten Frauenroman ohne großen Tiefgang geschrieben – perfekt für einen Strandtag zum Entspannen. Lediglich das Thema Alzheimer (Coras Mutter ist in recht jungem Alter daran erkrankt) geht etwas tiefer und hat mich richtig berührt. Viele Ereignisse waren vorhersehbar und dadurch fehlte es an Spannung.

Die Idee, Menschen im Flugzeug miteinander zu verkuppeln, ist eigentlich sehr schön, doch leider wurde das Thema etwas zu oberflächlich umgesetzt.

„Liebe in Reihe 27“ von Eithne Shortall, erschienen im Juni 2018 im Diana Verlag, Taschenbuch, 384 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3453359802

Herzlichen Dank an den Diana Verlag für das bereitgestellte Besprechungsexemplar.

 

Frank Goldammer: Vergessene Seelen – Hörbuch gesprochen von Heikko Deutschmann

*Rezension*

Der 1975 geborene Maler- und Lackierermeister Frank Goldammer begann mit Anfang 20  zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag und schrieb drei erfolgreiche Regionalkrimis über Dresden und Umgebung. Sein historischer Kriminalroman „Vergessene Seelen“  – der dritte Krimi mit Max Heller – erschien am 22. Juni 2018 als ungekürzte Krimilesung bei Der Audio Verlag. Gesprochen wird es von dem bekannten Schauspieler Heikko Deutschmann.

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Im Sommer 1948 gehen im Dresden der Nachkriegszeit die Aufbauarbeiten nur mühsam voran. Max Heller bekommt es in diesem heißen Sommer mit dem Fall des tot aufgefundenen 14-jährigen Jungen Albert zu tun. Es gibt keine Hinweise auf die Todesursache und niemand interessiert sich für den Tod des Jugendlichen. Kriminaloberkommissar Max Heller stößt bei seinen Ermittlungen auf familiäre Abgründe und eine Wand aus hartnäckigem Schweigen. Und wird mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Auch der dritte Krimi mit Max Heller punktet vor allem mit den atmosphärisch dichten Beschreibungen der Nachkriegsjahre in Dresden, während die Krimihandlung nicht im Vordergrund steht. Nach und nach offenbart sich, warum auch Kommissar Heller ein Problem mit seiner Vergangenheit hat.

Viele unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen kontinuierlich hoch und haben mich von Anfang bis Ende gefesselt.

Heikko Deutschmann bringt mit seiner eindringlichen und sehr angenehmen Stimme viel Abwechslung in die Geschichte und transportiert die Nachkriegsatmosphäre perfekt zum Hörer.

„Vergessene Seelen“ von Frank Goldammer, ungekürzte Lesung mit Heikko Deutschmann erschienen im Juni 2018 bei DAV, 1 CD, 11 Stunden und 4 Minuten Laufzeit, 19,99 Euro, ISBN 978-3-7424-0413-8

Herzlichen Dank an DAV für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Kaltenbruch“ – Roman von Michaela Küpper

*Rezension*

Die freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin Michaela Küpper studierte Soziologie, Psychologie, Politik und Pädagogik. Ihr Roman „Kaltenbruch“ erschien 2018 bei Droemer als gebundene Ausgabe.

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Frühsommer 1954: Eine vorlaute Bemerkung über die braune Vergangenheit seines Chefs bereitet Kommissar Peter Hoffmanns Traum von einer Karriere bei der Düsseldorfer Kripo ein Ende. Er wird in die rheinische Provinz versetzt, die er so schnell wie möglich wieder verlassen will.
Da geschieht in dem Provinznest Kaltenbruch ein Mord, der die Gemüter der Menschen bewegt. Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Lisbeth Pfau macht sich Hoffmann auf die Suche nach dem Täter – und stellt fest, dass die Wunden, die der Krieg geschlagen hat, noch lange nicht verheilt sind, sondern auch in der jüngeren Generation nachwirken. Hoffmann und Pfau stoßen bei ihren Ermittlungen auf erschütternde Entdeckungen …

Quelle Text: Droemer Verlag

In ihrem Roman gibt die Autorin die Atmosphäre der 1950er Jahre voller Ungewissheit, Unsicherheit und Vorurteile gekonnt wieder. Erzählt wird der Roman aus der Sicht verschiedener Protagonisten – so erfährt der Leser die Lebensgeschichten und Schicksale als erster Hand. Jeder ist darauf bedacht, nicht aufzufallen und vor allen Dingen die Vergangenheit ruhen zu lassen. Dabei sind Vorurteile und alte Aggressionen immer noch vorhanden. Man merkt, dass alle Protagonisten schlimme Erfahrungen im Krieg machten und traumatisiert sind.

Der Kriminalfall wird dabei fast zur Nebensache. Wie ein Puzzle setzt sich nach und nach die Verbindung der Protagonisten untereinander zusammen und je mehr Verbindungen untereinander offenbart werden, desto näher kommen die Ermittler dem Täter. Die Geschichten, die sich schließlich offenbaren, zeigen welche Spuren der Krieg letztendlich bei den Menschen hinterlassen hat.

Mit seinen vielen überraschenden Wendungen ist der Krimi von Anfang bis Ende sehr spannend. Und die Auflösung des Mordes war für mich nicht vorhersehbar. Mich hat der Roman sehr gut unterhalten, zumal er auch zum Nachdenken anregt.

Auch das Buchcover mit seinen gedeckten Farben passt sehr gut zum Inhalt.

„Kaltenbruch“ – Roman von Michaela Küpper, erschienen 2018 bei Droemer, gebunden, 368 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3426282007

Herzlichen Dank an Droemer für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

 

„Liebe ist … nur ein anderes Wort für Hass!“ – Graphic Novel neu bei Panini Comics

*Rezension*

Heute, am 26. Juni 2018, erscheint bei Panini Comics die Graphic Novel „Liebe ist… nur ein anderes Wort für Hass!“ über eine verbotene Freundschaft im von Rassenhass geprägten Louisiana der 1930er Jahre als gebundene Ausgabe:

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Will und Abe sind Freunde fürs Leben, obwohl ihre Familien verfeindet sind und hasserfüllter Rassismus an der Tagesordnung ist. Als sich beide Jungs kennen lernten, hatte Will, der weiße Junge aus der Mittelschicht, große schulische Probleme. Abe hingegen fällt das Lernen leicht, doch er wird wegen seiner schwarzen Hautfarbe gesellschaftlich geächtet.

Beide schließen einen Pakt: Abe hilft Will bei den Schularbeiten und Will wird dafür Sorgen, dass Abe immer einen Job hat. Auch als Erwachsene ist Abe wie ein Schatten für Will. Doch die Rassenunruhen nehmen immer weiter zu und das Leben der beiden Freunde nimmt dramatische Wendungen. Bald muss sich Will entscheiden, ob er weiterhin für seinen Freund einsteht.

Die außergewöhnliche Graphic Novel ermöglicht dem Leser einen Blick in die Zeit der großen Rassenunruhen des letzten Jahrhunderts in Amerika. Die teilweise düsteren Zeichnungen von Lionel Marty geben das damalige Lebensgefühl sehr gut wieder. Und die berührende Geschichte lässt garantiert keinen Leser kalt.

„Liebe ist… nur ein anderes Wort für Hass!“ von Louis & Marty, erschienen am 26. Juni 2018 bei Panini Comics, gebunden, 76 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3-7416-0669-4

Herzlichen Dank an Panini Comics für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

 

Daniel Wiechmann: Berlin ohne Geld. 101 großartige Dinge, die Du in Berlin kostenlos erleben kannst

*Rezension*

Daniel Wiechmann arbeitet seit mehr als 15 Jahren als selbstständiger Redakteur, Autor und Texter. Sein Städte-Guide „Berlin ohne Geld“ erschien am 11. Juni 2018 im riva Verlag als Taschenbuch.

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Ist es wirklich machbar eine Großstadt ohne viel Geld kennen zu lernen und für Unterhaltung nichts, außer Zeit, zu investieren? Daniel Wiechmann führt in seinem Reiseführer 101 kostenlose, interessante und abwechslungsreiche Erlebnisse auf, bei denen der Berlin-Besucher die quirlige Hauptstadt sehr gut kennen lernen kann.

Unterteilt ist der Städte-Guide in 7 große Kapitel:

  • Abenteuer
  • Besondere Orte
  • Kultur
  • Freizeit
  • Land & Leute
  • Sport
  • Familie

Viele aussagekräftige Fotos machen Lust darauf, sich sofort ins Berliner Leben zu stürzen. Nicht nur für Berlin-Touristen eine wahre Fundgrube an tollen Freizeit-Tipps.

„Berlin ohne Geld“ von Daniel Wiechmann, erschienen am 11. Juni 2018 bei riva, Taschenbuch, 144 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3742306036

Herzlichen Dank an den riva Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Mandelblütenliebe“ – Roman von Anja Saskia Beyer

*Rezension*

Anja Saskia Beyer ist Dramaturgin und Drehbuchautorin, unter anderem für die »Lindenstraße«, »Verliebt in Berlin« und »Dahoam is Dahoam«. Sie veröffentlichte bereits verschiedene Liebesromane. Ihr neuer Roman „Mandelblütenliebe“ erschien 2018 als Taschenbuch im Ullstein Verlag.

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Milla steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Paul, als sie plötzlich vom Tod ihrer spanischen Großmutter Abbigail erfährt und deren kleinen Souvenirladen auf Mallorca erbt. Es ist das erste Mal, dass Milla von ihrer Großmutter hört. Warum hat ihre Mutter sie all die Jahre verschwiegen und eine andere Herkunft vorgegeben? Gemeinsam reisen die beiden Frauen nach Palma und Milla versucht Antworten zu finden.

Zwischen engen Altstadtgassen und den himmlischen Stränden erfährt sie von Abbigails großer Liebe in den Fünfzigerjahren und der vergessenen jüdischen Vergangenheit der Insel, und sie trifft Leandro.

Quelle Text: Ullstein Verlag

Der Roman erzählt abwechselnd in Kapiteln die Geschichte von Milla, ihrer Mutter Sarah und ihrer Großmutter Abbigail. Dabei erhält der Leser einen interessanten Einblick in die Geschichte der Xueatas, eine Gemeinschaft auf Mallorca, die aus Nachfahren der zum Christentum übergetretenen mallorquinischen Juden besteht. Und in dieser Gruppe wächst Abbigail auf. Durch Rückblenden in das Jahr 1956 wird Abbigails Geschichte erzählt. Ihre Liebe zu einem Deutschen war verboten und so heiratete sie auf Druck ihrer Eltern einen Juden.

Nach und nach kommt Milla dem Familiengeheimnis auf die Spur, verliebt sich zu guter Letzt in einen Malloquiner und verbringt schöne Tage während der Mandelblüte auf Mallorca.

Mir haben vor allen Dingen die interessanten und spannenden Rückblicke in Abbigails Leben gefallen, während die Handlung in der Gegenwart doch vorhersehbar war. Und das Ende kam für mich etwas zu abrupt und wirkte leider auch etwas unglaubwürdig.

Ein netter Urlaubsroman, der mich leider nicht komplett gefesselt hat.

„Mandelblütenliebe“ von Anja Saskia Beyer, erschienen 2018 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 336 Seiten, 10 Euro, ISBN 978-3548290348

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

Sarah Khan: Gehirnjogging. Buch mit Lösungen

*Rezension*

Ganz neu, am 22. Juni 2018, erschien im Usborne Verlag das Buch „Gehirnjogging. Buch mit Lösungen“ von Sarah Khan.

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Auf 112 Seiten warten über 80 spannende und knifflige Denksportaufgaben auf ihre Lösung:

Ob Wortfindungsaufgaben, Rechenaufgaben, Punkt-für-Punkt-Aufgaben, Textaufgaben oder Labyrinthe – dieses Buch bringt die grauen Zellen junger Tüftler ab 8 Jahren richtig auf Trab.

Und wer die Lösung gar nicht findet, kann am Buchende im Lösungsteil nachschauen.

„Gehirnjogging. Buch mit Lösungen“ von Sarah Khan, erschienen am 22. Juni 2018 bei Usborne, Taschenbuch, 112 Seiten, 6,95 Euro, ISBN 978-1782328520

Herzlichen Dank an den Usborne Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen“ – Kurzgeschichten von Pippa Goldschmidt

*Rezension*

Die promovierte Astronomin Pippa Goldschmidt gewann 2012 den angesehenen Scottish Book Trust/Creative Scotland New Writers Award. Ihre Erzählungen, Gedichte und Essays wurden in vielen internationalen Publikationen veröffentlicht.  „Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen“ stand auf der Longlist des Frank O’Connor International Short Story Award. In deutscher Sprache erschien der Kurzgeschichten-Band 2018 als gebundene Ausgabe im CulturBooks Verlag. Übersetzt ins Deutsche wurde er von Zoe Beck.

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Eine Studentin beginnt eine Affäre mit ihrem verheirateten Professor, und schon bald muss sie die Grundlagen der Astrophysik am eigenen Leib erfahren. Bertolt Brecht schreibt sein Stück Leben des Galilei im amerikanischen Exil neu und gerät vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe. Auf einer einsamen Polarstation am Südpol trifft ein an Liebeskummer leidender Forscher auf seinen Rivalen. Albert Einstein versucht, mit dem Verlust seines ersten Kindes zurechtzukommen. Ein sprachgesteuerter Lift nimmt eine Anweisung etwas zu genau …

Goldschmidts geistreiche und berührende Erzählungen bieten faszinierende Einsichten in die menschliche Natur. Sie erzählt von der Rolle der Frauen in der Forschung, von Wendepunkten im Leben berühmter Wissenschaftler und Künstler, vom jüdischen Überleben nach dem Zweiten Weltkrieg, von Liebe und Sex und der immer aktuellen Suche nach Erkenntnis. Von der surrealen Miniatur bis zur epischen realistischen Erzählung, von historisch bis utopisch zeigt sich Pippa Goldschmidt als versierte, unterhaltsame Autorin, der es gelingt, mit jeder Geschichte neu zu überraschen und zu faszinieren.

Quelle Text: CulturBooks Verlag

In ihrem Kurzgeschichten-Band schreibt die Autorin über das Leben berühmter und bekannter Wissenschaftler und ihr Leben mit der Wissenschaft – überwiegend mit der Naturwissenschaft. Ihre literarisch anspruchsvollen Texte sind dennoch leicht verständlich und haben alle einen tieferen Sinn. Sie behandelt neben wissenschaftlichen Themen auch andere wichtige Themen wie zum Beispiel Antisemitismus und Feminismus. Dabei entbehren die Geschichten auch nicht einer großen Portion Humor. Auch wenn man keine Vorkenntnisse in Naturwissenschaften hat, kann man sich getrost auf die Geschichten einlassen – sie sind spannend, überraschend und zugleich lehrreich.

Jede Kurzgeschichte macht mit ihrem außergewöhnlichen Titel neugierig auf den Inhalt. Mir gefallen besonders die unerwarteten Wendungen am Ende jeder Geschichte, die dem Inhalt eine ganz andere Bedeutung als erwartet geben.

„Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen“ von Pippa Goldschmidt, erschienen 2018 bei CulturBooks, gebunden, 224 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3959880985

Herzlichen Dank an CulturBooks für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

 

 

„Fashion Designers A-Z“, herausgegeben von Valerie Steele

*Rezension*

Die Direktorin und Chefkuratorin des Modemuseums am New Yorker Fashion Institute of Technology und Herausgeberin der Zeitschrift Fashion Theory, Valerie Steele, wird von der Washington Post als eine der „intellektuellsten Frauen der Modewelt“ eingeschätzt. In ihrem opulenten Bildband „Fashion Designers A-Z“ stellt sie gemeinsam mit der bekannten Modejournalistin Suzy Menkes ein  Jahrhundert beeindruckender Mode vor. Erschienen ist das in Leinen gebundene Buch als aktualisierte Neuausgabe im Taschen Verlag.

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Mit über 500 außergewöhnlich schönen Kleidungsstücken aus der ständigen Sammlung des Museums im New Yorker Fashion Institute of Technology (FIT) werden in diesem Buch die bedeutendsten Modeschöpferinnen und Modeschöpfer der letzten 100 Jahre vorgestellt.

Unter den vorgestellten Modeschöpfern finden sich berühmte Namen wie Cristóbal Balenciaga und Coco Chanel bis hin zu Alexander McQueen, Burberry und Lanvin wieder.

Die vorgestellten Kleidungsstücke sind repräsentativ für den jeweiligen Modeschöpfer und werden mit ihren Besonderheiten von Kuratoren des Museums ausführlich vorgestellt. Dabei wird auch die Bedeutung jedes Modeschöpfers für die Modegeschichte erläutert.

Ein interessanter, informativer Exkurs in die schöne Traumwelt der Mode, die jeden von uns jeden Tag beeinflusst.

„Fashion Designers A-Z“, herausgegeben von Valerie Steele, erschienen 2018 als aktualisierte Neuausgabe bei Taschen, gebunden, 592 Seiten, 30 Euro, ISBN 978-3-8365-6557-8

Herzlichen Dank an Taschen für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.