Zoe Lescaze: „Paläo-Art. Darstellungen der Urgeschichte“

Ganz neu im Taschen Verlag ist der opulente Bildband „Paläo-Art“ von Zoe Lescaze und ihrem Co-Autor Walton Ford (Herausgeber erschienen. Walton Ford, den der Hamburger Bahnhof und die Albertina mit großen Ausstellungen gewürdigt haben, hatte die Idee zu diesem Buch und Zoë Lescaze, eine junge New Yorkerin, hat mit sehr viel Sorgfalt und Tiefe jahrelang in naturhistorischen Museen in aller Welt Schätze für dieses Buch zusammengetragen und sie dafür ausgewertet

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Vor über 66 Millionen Jahren von der Erde verschwunden, üben Dinosaurier seit ihrer Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert eine ungeheure Faszination auf den Menschen aus. Kein Wunder, dass man früh den Wunsch verspürte, nicht nur Fossilien und Skelette betrachten zu können. Im Jahr 1830 malte ein englischer Wissenschaftler namens Henry De la Beche das erste Stück Paläokunst: eine überwältigende, herrlich makabre Darstellung prähistorischer Reptilien, die sich unter Wasser bekämpfen. Seitdem haben sich Künstler in aller Welt darangemacht, unsere Vorstellung einer prähistorischen Zeit mit Visionen von Dinosauriern, Wollmammuts, Höhlenmenschen und anderen Kreaturen zu illustrieren, in denen sie wissenschaftliche Fakten mit zügelloser Fantasie vermengen.

Anhand von Werken aus der Zeit von 1830 bis 1990 zeichnet dieser Band die wundersame Geschichte der Paläokunst nach und macht augenfällig, wie sehr Zeitgeist, gesellschaftliche Verhältnisse und individuelle künstlerische Präferenzen das Bild der Urzeit bestimmten. So begegnen wir Dinos, die vom Fauvismus, vom Japonismus oder vom Jugendstil geprägt sind, viktorianischen und sowjetrussischen Sauriern, Pulp-Dinos, albtraumhaften Monstern und majestätischen Titanen, aufgespürt in großen Naturkundemuseen, obskuren Archiven und privaten Sammlungen.

Unterteilt ist das große Kunstbuch in acht Kapitel:

  • Kataklysmus und Eroberung
  • Paläo-Art für alle
  • Bone Wars: Die Knochenkriege
  • Über uralte Flügel und Art Noveau
  • Unschuld und Erfahrung
  • Der wilde Glanz Zdenek Burlans
  • Die Rückkehr der englischen Paläo-Art
  • Die Mammuts und Monster von Moskau

Zu jedem vorgestellten Kunstwerk gibt es Hintergrundinfos zum Künstler, Datum der Entstehung sowie eine Interpretation des Werks.

Ob in schwarz-weiß oder bunten Farben – die Kunstwerke sind alle sehr beeindruckend und realistisch. Es ist sehr erstaunlich, wie viele Künstler sich mit Paläo-Art beschäftigten und wie detailreich die Werke sind.

Für jeden an Kunst interessierten Leser ist dieses umfangreiche und sehr opulente Kunstbuch ein wahrer Leckerbissen!

„Paläo-Art“ von Zoe Lescaze, erschienen am 1. August 2017 bei Taschen, Großformat, gebunden, 292 Seiten, 75 Euro, ISBN 978-3836565844

Bildnachweis: copyright Taschen

Herzlichen Dank an den Taschen Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

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