Martin Schult: Dem Kroisleitner sein Vater (Frassek-Krimi, Band 1)

Der 1967 geborene Martin Schult arbeitet seit 2004 beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Sein Romandebüt „Flokati oder mein Sommer mit Schmidt“ wurde ein großer Erfolg. Sein Auftakt zu einer Serie um den Berliner Polizeiobermeister Frassek und seinen Kollegen Sprotz mit dem Titel „Dem Kroisleitner sein Vater“ erschien am 14. Juli 2017 bei Ullstein als gebundene Ausgabe.

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Aufgeklärt werden soll der ungewöhnliche Tod des 104-jährigen  Kroisleitners. Er  ereignet sich in der Steiermark, in einem idyllischen Dörfchen. Dessen Bewohner tragen seit Generationen tiefe Geheimnisse mit sich herum. In diesem Fall reichen sie bis zum Einmarsch der Roten Armee am Ende des Krieges.

Schon bald ermittelt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt, was der wortkarge Wanderer mit der schlechten Ausrüstung damit zu tun hat. Ebenjener mit dem Namen Frassek, seines Zeichens Polizeiobermeister aus Berlin, hatte sich doch nur in der Steiermark von seinem letzten, gelinde gesagt unglücklich verlaufenen, Fall erholen wollen – und von seiner pubertierenden Tochter. Inmitten von Lügen, Intrigen und Dorfklatsch wird Frassek unversehens vom Tatverdächtigen zum Ermittler.

In seinem ersten Regional-Krimi aus der neuen Serie um den Polizeiobermeister Frassek gibt es eine Vielzahl von Handlungssträngen und Personen, die mich leider ziemlich verwirrt haben und so fehlte mir ein bischen der rote Faden in der Handlung.

Witzig fand ich das Aufeinandertreffen von einem Berliner Original mit typisch Berliner Schnauze und sehr eigentümliche Bewohner aus der Steiermark mit dem dort typischen Dialekt.

Viele falsche Fährten werden gelegt und Geheimnisse, die bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs hineinreichen gelüftet.

Ein sehr ungewöhnlicher, leicht überdrehter Krimi mit ganz viel Lokalkolorit, der mich nicht völlig überzeugen konnte.

„Dem Kroisleitner sein Vater“ von Martin Schult, erschienen am 14. Juli 2017 bei Ullstein, gebunden, 336 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3550081743

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

 

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