Amelie Sander: „Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus“

Amelie Sander wurde Ende der 60er Jahre in Deutschland geboren. Nach ihrer Flucht aus dem Elternhaus musste sie lernen, sich im täglichen Leben zurechtzufinden und auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie ihren Mann kennenlernte, erfüllte sich ihr größter Wunsch: einen Menschen zu finden, den sie lieben und rückhaltlos vertrauen kann. Ihr bewegendes Buch „Als hätte der Himmel mich vergessen“ erschien im Januar 2017 im Bastei Lübbe Verlag als Taschenbuch.

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Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie „Mama“ nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu essen und zu trinken, wird eingesperrt, gequält und erniedrigt. Wenig, das ihr nicht bei Strafe verboten ist. Erst spät findet Amelie heraus, was mit ihrer leiblichen Mutter geschehen ist. Als sie schon fast alle Hoffnung verloren hat, gelingt ihr mit 21 Jahren endlich die Fluch.

Es ist kaum zu glauben, dass es in Deutschland Kinder gibt, die unter solch schlimmen Lebensumständen ihr Dasein fristen müssen. Ich musste beim Lesen oft eine Pause machen, so sehr hat mich das Schicksal von Amelie berührt und schockiert.

Bewundernswert, dass Amelie den Mut hatte, ihre Geschichte mit diesem Buch öffentlich zu machen. Ich verstehe absolut nicht die Ignoranz der Lehrer und anderer Personen, die sich mit fadenscheinigen Erklärungen der Eltern zufrieden gaben statt zu handeln und dem Kind zu helfen.

Ich wünsche Amelie ein schönes Leben ohne Angst und das sie von ihrem Mann die Liebe bekommt, auf die sie als Kind leider verzichten musste!

„Als hätte der Himmel mich vergessen“ von Amelie Sander, erschienen im Januar 2017 bei Bastei Lübbe als Taschenbuch, 368 Seiten, 10 Euro, ISBN 978-3404609253

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

Herzlichen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

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