„Montecristo“ – Roman von Martin Suter

Martin Suter arbeitet als Schriftsteller, Kolumnist und Drehbuchautor. Seine Romane sind auch international sehr erfolgreich. Im September 2016 erschien im Diogenes Verlag sein Roman „Montecristo“ als Taschenbuch.

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Ein Personenschaden bei einer Fahrt im Intercity und zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer: Auf den ersten Blick hat beides nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten Blick schon. Und Videojournalist Jonas Brand ahnt bald, dass es sich nur um die Spitze eines Eisbergs handelt.

Als Jonas Brand in einem IC nach Basel sitzt, stoppt der Zug ganz plötzlich in einem Tunnel. Grund dafür ist ein Toter, der dort liegt. Noch ist unklar, ob es sich um einen Unfall oder Selbstmord handelt. Natürlich ist sofort die Neugier des Videojounalisten geweckt und er filmt die Szenerie, dabei achtet er aber darauf,  den Toten nicht ins Bild bekommen.

Kurze Zeit später findet Jonas in seiner Brieftasche zwei identische 100-Franken-Scheine, die dieselbe Seriennummer tragen. Und noch merkwürdiger ist die Bestätigung seiner Bank, dass beide Scheine keine Fälschungen sind. Nach dieser seltsamen Entdeckung wird der Journalist überfallen und ausgeraubt und auch seine Wohnung wird durchwühlt.

Jetzt ist Jonas Spürsinn gefragt und bald hat er hochbrisantes Material recherchiert. Das könnt den Zusammenbruch einer großen Schweizer Bank bedeuten. Bald sind ihm einflussreiche Leute auf der Spur, die alles daran setzen, Brand unschädlich zu machen. Und kann er seiner neuen, eurasischen Freundin Marina wirklich vertrauen?

Der Roman punktet mit einer spannenden und sehr verzwickten Handlung. In seinem Plot ist alles vereint, was ein guter Roman haben sollte: Spannung, Intrigen, Liebe und undurchsichtige Protagonisten, die man nicht richtig einschätzen kann. Und das Thema „Bankenskandal“ ist aktuell und realistisch gewählt.

Viele unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen recht hoch. Leider hat mich das Ende etwas enttäuscht.

„Montecristo“ von Martin Suter, erschienen als Taschenbuch 2016 bei Diogenes, 320 Seiten, 13 Euro, ISBN 978-3-257-24366-6

Bildnachweis: copyright Diogenes Verlag

Herzlichen Dank an den Diogenes Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

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