„Ein Tal in Licht und Schatten“ – historischer Roman von Marie Buchinger

Marie Buchinger ist das Pseudonym der 1973 geborenen Autorin Diana Menschig. „Ein Tal in Licht und Schatten“ ist ihr erster historischer Roman, der 2016 im Knaur Verlag als broschiertes Buch erschien.

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Fernab vom Weltgeschehen Anfang des 20. Jahrhunderts wächst Elisa als lang ersehnte Tochter wohlbehütet im Kreise ihrer vier Brüder im Gadertal auf. Eines Tages übernimmt eine italienische Familie den Nachbarhof. Elisa freundet sich mit Vito an, der für sie zunächst nur ein weiterer liebenswürdiger Bruder ist, der ihr die Welt jenseits der Dolomitengipfel näherbringt.
1914 bricht der Krieg aus. Elisa muss mit an­sehen, wie ihre Brüder in die Schlacht ­ziehen. Das Leben wird härter, die Frauen sind auf sich allein gestellt. Mit dem Kriegseintritt Italiens im Mai 1915 verläuft die Front plötzlich vor der Haustür. Jetzt muss auch Vito sich entscheiden: Er ist in der Toskana aufgewachsen, seine Mutter Italienerin.
Doch sein Vater hat das Südtiroler Erbe wachgehalten, und seit er hier lebt, haben die Dolomiten ihren Zauber gewirkt. Wohin gehört er?
Als Vito Abschied nimmt, erkennen beide, was sie füreinander empfinden. Und während Vito mit der Frage ringt, welche Seite er verraten soll, muss Elisa nicht nur um die Existenz ihrer Familie, sondern auch um diese Liebe kämpfen.

Der Roman dreht sich um das Leben der Familien Kastlunger und Costa. Die Kastlungers leben seit Ewigkeiten im Gadertal. Jakob Costa hingegen verließ als junger Mann das Tal  und gründete in Italien ein FamilieSpäter kehrt er mit Frau und beiden Kindern ins Gandertal zurück.

Zwischen Elisa Kastlunger und Vito Costa bahnt sich eine junge Liebe an. Da Vito zur Hälfte Italiener und zur Hälfte Tiroler ist, fühlt er sich nirgendwo zugehörig, zumal ihm fast jeder misstraut.

Die Autorin schafft es leicht, das Leben im Gadertal vor und während des 1. Weltkriegs dem Leser nahe zu bringen. Man hofft und bangt mit jedem Protagonisten und kann sich beim Lesen sehr gut in sie hineinversetzen.

Mit dem Buchtitel „Ein Tal in Licht und Schatten“ fasst sie die Handlung des Romans vortrefflich zusammen, denn im Gadertal liegen Glück und Leid ganz dicht beieinander.

Der Roman ist mit seinem historischen Hintergrund sehr spannend und mitreissend geschrieben. Dazu tragen auch die Perspektivwechsel in jedem Kapitel bei.

Ich konnte diesen hervorragend recherchierten und spannend geschriebenen Roman kaum aus der Hand legen. Obwohl er über 600 Seiten umfasst, ist er an keiner Stelle langatmig oder langweilig.

„Ein Tal in Licht und Schatten“ von Marie Buchinger, erschienen 2016 im Knaur Verlag, broschiert, 656 seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3426517550

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

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