„Lebensnacht“ – Roman von Will Hofmann

Der 1949 geborene Arzt für Allgemeinmedizin und Psychiatrie mit 20-jähriger Praxiserfahrung in Berlin- Neukölln begann schon in seinen Jugendjahren zu schreiben. Seine Romane sind von Edgar Alan Poe, Guy de Maupassant, Stanislaw Lem und vielen anderen Autoren inspiriert. Sein neues Buch „Lebensnacht“ erschien im August 2016 im Fabulus-Verlag als gebundene Ausgabe.

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Überall auf der Welt sterben unzählige Menschen. Ihre Körper lösen sich in Pfützen auf und es bleiben nur noch die Knochen und Kleidungsstücke übrig. Und ein seltsamer Benzingeruch. Dieser eigentlich unmögliche Super-Gau stellt sogar die Auswirkungen der Atom-Bombe in den Schatten – die Menschheit ist am Ende.

Der Träger des Chemie-Nobelpreises, Professor Harry Kauffmann, versucht zusammen mit seinem Team, den Schaden zu begrenzen, der ihm bei seinen Versuchen unterlaufen ist. Er experimentierte mit genetisch veränderten Bakterien, um aus ihnen Bezin herzustellen. Aber um die tödlichen Folgen seiner Experimente zu bekämpfen, fehlen ihm die adäquaten Mittel. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit.

Was für ein grauenhaftes Szenario! Menschen sterben plötzlich und ihre Körper lösen sich inerhalb von Minuten auf. Dieser hochspannende und mit großem Fachwissen geschriebene Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.

Realitätsnah und durchaus nachvollziehbar beschreibt der Autor wie schnell die Menschheit vor ihrem Aus stehen kann. Der Schreibstil ist packend und leicht verständlich. Im Glossar am Buchende werden biochemische soewie medizinische Fachbegriffe erklärt. Darunter sind auch fiktive Fachbegriffe, die für den Roman erfunden wurden.  Diese sind im  Glossar kursiv gedruckt.

Der Roman regt zum  Nachdenken an, denn ist jeder technische Fortschritt wirklich ein guter und auch notwendiger Schritt?

Ein sehr lesenswerter Roman, der mir viele interessante und aufregende Lesestunden beschert hat.

„Lebensnacht“ – Roman von Will Hofmann, erschienen im August 2016 im Fabulus-Verlag, gebunden, 335 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3944788296

Bildnachweis: copyright Fabulus-Verlag

Herzlichen Dank an den Fabulus-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

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