Der Sommer der Porters – Roman von Elizabeth Graver

Die 1964 geborene Elizabeth Graver ist Autorin mehrerer prämierter Kurzgeschichten und Romane. Ihr historischer Roman „Der Sommer der Porters“ erschien im Juli 2016 im mareverlag als gebundenes Buch. Die Übersetzung aus dem Amerikanischen stammt von Juliane Zaubitzer.

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Seit vielen Generationen verbringen die Porters ihre Tage im Sommer im Sommerhaus auf der Halbinsel Ashaunt vor Massachusetts. Als dort im Sommer 1942 ein Militärstützpunkt entsteht, findet die Idylle ein schnelles Ende.

Ein Sohn zieht in den Krieg, eine Tochter verliert ihre Unschuld und ein Kindermädchen muss sich zwischen der Liebe zu einem Soldaten und ihren Schützlingen entscheiden.

In den folgenden Jahrzehnten sind die Kinder und Enkelkinder der Porters längst erwachsen und es kommen neue Ausläufer von Krisen und Kriegen nach Ashaunt.

Der großartige Generationenroman ist zugleich ein Zeugnis der Begebenheiten zwischen den Jahren 1940 bis 2000. Mittelpunkt von allem ist der Ort Ashaunt, in dem die Familie Porter seit Jahrzehnten ihre Sommer verbringt. Unterteilt ist der Roman in vier Zeitabschnitte, die jeweils einem Protagonisten während seines Aufenthalts in Ashaunt in den Vordergrund stellen. Das wird durch die wechselnden Perspektiven und Erzählstile noch verdeutlicht.

1942 kommt das Kindermädchen Bea zu Wort. Sie erzählt von ihren Erlebnissen mit den dort stationierten Soldaten und ihrem Verhältnis zu der jüngsten Tochter der Porters.

1947 bis 1961 kann der Leser die Tagebucheinträge und Briefe von Helen lesen (die älteste Tochter der Porters). Sie ist ein intelektueller Mensch, der das Leben in vollen Zügen genießen möchte.

1970 widmet sich Charlie, Helens Sohn. Er hat psychische Probleme und bleibt nach einem LSD-Trip ein Jahr auf Ashaunt.

1999/2000 kommen wieder Bea und auch Helen zu Wort.

Im Roman wird ganz deutlich, wie wichtig der Rückzugsort Ashaunt für alle Familienmitglieder ist. Nach jedem Sommer freuen sich die Porters schon aufs nächste Jahr. Doch nicht alles ist so rosig, wie es auf den ersten Blick scheint. Alle Familienmitglieder haben mehr oder weniger psychische Probleme.

Der Roman liest sich flüssig und ist ein ganz wunderbarer Sommerroman, mit dem man in eine andere Familie und Zeit eintauchen kann. Ein Roman vom Leben und Leben lassen – lesenswert und voller berührender Momente.

„Die Sommer der Porters“ von Elizabeth Graver, erschienen im Juli 2016 im mareverlag, gebunden, 464 Seiten, 22 Euro, ISBN  978-3-86648-223-4

Bildnachweis: copyright mareverlag

Herzlichen Dank an den mareverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

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