Archiv für den Monat September 2016

Sunshine Girl: Die Heimsuchung – Jugendroman von Paige McKenzie

Als Tochter einer Schauspielerin verbrachte Paige McKenzie ihre Kindheit auf Filmsets.  Mit 16 stellte sie den youtube-Channel „The Haunting of Sunshine Girl online“ –  und generiert damit jeden Monat Millionen von Klicks. Sie selbst ist Miterfinderin, Co-Produzentin und Hauptdarstellerin der Serie und sie arbeitet unermüdlich daran, die Fanbase weiter wachsen zu lassen. Ihr Jugendroman „Sunshine Girl: Die Heinsuchung“ , den sie zusammen mit Alyssa Sheinmel schrieb,  erschien im August 2016 im bloomoon Verlag als gebundenes Buch. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Doris Hummel. Empfohlen wird der Jugendroman für Leser/innen ab 14 Jahren.

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Kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag zieht Sunshine mit ihrer Mutter Kat vom sonnigen Texas ins verregnete Washington. Obwohl Sunshine adoptiert ist verbindet sie mit ihrer Mutter ein besonders enges Band – sie ist ihre beste Freundin und engste Vertraute. Doch von dem Moment an, in dem die beiden in ihr neues Haus gezogen sind, weiß Sunshine, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Die Welt ist dunkler und kälter geworden und auch wenn ihre Mutter Kat, die voll und ganz von ihrem neuen Job im Krankenhaus in Beschlag genommen ist, es nicht wahrhaben will: Etwas an ihrem neuen Zuhause fühlt sich einfach nur gruselig an. Und die Dinge werden immer merkwürdiger: Türen schließen sich von selbst, kalter Wind zieht durch geschlossene Fenster, nachts hört Sunshine Lachen und Seufzen – doch niemand glaubt ihr. Ihre Mutter und selbst ihre beste Freundin in Texas vermuten einfach nur einen schlimmen Fall von Heimweh.

Als die Geister immer bedrohlicher werden und Sunshine erkennt, dass Kat in großer Gefahr schwebt, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen – und ihre Mutter vor einem Schicksal bewahren, dass schlimmer ist als der Tod.

Der Roman beginnt mit recht gruseligen Begebenheiten, danach hält sich der Gruselfaktor leider in Grenzen.

Erzählt wird der Plot in der Ich-Form aus Sunshines Sicht. So nimmt man als Leser ganz nah an ihren Gefühlen und Gedanken teil. Obwohl es sich hier eher um einen leicht gruseligen Roman als ein Gruselbuch handelt und die Erwartungen dahingehend leicht enttäuschend sind, liest sich der Roman flüssig und hat mich mit etlichen spannenden Momenten ganz gut unterhalten. Das Ende kommt mit einem grandiosen Showdown daher, der neugierig auf den Fortsetungsband macht.

Der Roman ist der Auftaktband zu einer dreiteiligen Reihe und ich werde auf jeden Fall auch den nächsten Band lesen, da ich mit anderen Erwartungen an das Buch herangehe.

„Sunshine Girl: Die Heimsuchung“ von Paige McKenzie, erschienen im August 2016 bei bloomoon, gebunden, 336 Seiten, 16,99 Euro, ISBN 978-3845814032

Bilndachweis: copyright bloomoon

Herzlichen Dank an bloomoon für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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Das Feld in der Fremde – Roman von Dola de Jong

Die 2003 verstorbene Autorin Dola de Jong wurde 1911 in Arnheim geboren. Kurz vor dem Überfall Deutschlands auf die Niederlande floh sie 1940 gemeinsam mit ihrem Verlobten nach Tanger, von wo ihr im folgenden Jahr die Weiterreise in die USA gelang. In New York begann sie zu schreiben und verarbeitete ihre Erlebnisse in dem Roman „Das Feld in der Fremde“, der 1945 zunächst auf Englisch erschien. Am 14. September 2016 erschien der Roman im Verlag Antje Kunstmann in deutscher Sprache.

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Tag für Tag schleppen Hans, Maria, Rainer und die anderen Kinder der zusammengewürfelten Flüchtlingsfamilie Wasser auf das Feld am Rande von Tanger, wo sie gemeinsam mit dem niederländischen Paar Aart und Lies versuchen, Gemüse anzubauen. Aber die Pflanzen verdorren unter der erbarmungslosen marokkanischen Sonne, und ihr Überleben wird zu einem täglichen Kampf nicht nur gegen Hunger und Armut, Ungeziefer und Krankheit, sondern auch um Liebe, Würde und Anerkennung. Als Aart im Gefängnis landet, ist es an dem sechszehnjährigen Hans, das Schicksal der Familie in die Hand zu nehmen. Doch Tanger, wo es vor Flüchtlingen aus ganz Europa, zwielichtigen Glücksrittern und feindlichen Spionen wimmelt, entpuppt sich als gefährlicher Ort, und Hans muss alles auf eine Karte setzen.

Der von ihren eigenen Kindheitserlebnissen geprägte Roman von Dola de Jong ist heute noch so aktuell wie vor 70 Jahren. Denn auch heute versuchen Flüchtlinge ein besseres und vor allen Dingen sicheres Leben in Europa zu finden.

Die Angst der Kinder spürt man beim Lesen in jedem Satz, denn Gefahren lauern an jeder Ecke: ob von den Einheimischen oder von Verbrechern – die Kinder sind sich ihres Lebens nie sicher.

Erzählt wird der Roman aus verschiedenen Perspektiven – so bekommt man als Leser die Gedanken und Ängste der Kinder hautnah mit.

Durch diesen berührenden Roman, der sich thematisch sehr gut in die heutige Zeit versetzen läßt, bekommt man Verständnis für die Motive der Flüchtlinge, ihre Heimat zu verlassen. Keine leichte Lesekost, die man einfach mal nebenbei liest, sondern ein Roman, der sehr nachdenklich macht. Unbedingte Leseempfehlung!

„Das Feld in der Fremde“ – Roman von Dola de Jong, erschienen am 14. September 2016 im Verlag Antje Kunstmann, gebunden, 272 Seiten, ISBN 978-3956141232

Bildnachweis: copyright Verlag Antje Kunstmann

Herzlichen Dank an den Verlag Antje Kunstmann für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Rätselspaß für jedes Wetter to go – und Langeweile hat ein Ende!

Die Tage werden langsam kälter und es wird auch recht früh dunkel. Unsere Kinder sind nachmittags nicht mehr so lange draußen und möchten drinnen natürlich auch beschäftigt werden. Mit Rätselbüchern können sie sich stundenlang beschäftigen.

Heute möchte ich euch ein ganz neues Rätselbuch aus dem Usborne Verlag vorstellen, das mit seiner praktischen Größe von 14 x 14 cm super in jeden Rucksack oder Handtasche passt:

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Auf 140 Seiten warten Bilderrrätsel, Labyrinthe und andere spannende Aufgaben darauf, gelöst zu werden:

Das tolle Rätselbuch eignet sich für kleine Tüftler ab 7 Jahren (mit Hilfe der Eltern können auch schon 5jährige viele Rätsel lösen).

Wir hatten das Rätselbuch vorgestern mit zum Kinderarzt genommen. Die Wartezeit verging wie im Flug und unsere Kinder wurden wunderbar von ihrer Angst vor dem Arzt abgelenkt.

Auch für Urlaubsreisen eignet sich „Rätselspaß für jedes Wetter to go“ ganz prima, da das kompakte Buch kaum Platz im Gepäck beansprucht.

Und wer noch ein kleines Geschenk für ein Kind sucht, kann mit diesem schönen Rätselbuch garantiert nichts falsch machen.

„Rätselspaß für jedes Wetter to go“, erschienen im Usborne Verlag, 128 Seiten, 4,95 Euro,  ISBN 978-1-78232-484-3

Herzlichen Dank an den Usborne Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

„Mutter Teresa. Die wunderbaren Geschichten“ von Leo Maasburg

Leo Maasburg war viele Jahre als Ratgeber und geistlicher Reisebegleiter, als Übersetzer und Priester an Mutter Teresa Seite . In „wunderbaren Geschichten“ erzählt er als Augenzeuge, wie Mutter Teresa wirklich war. Erschienen ist das Buch im Mai 2016 als Taschenbuch im Knaur Verlag.

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Mutter Teresa wird  nicht nur von Christen als Heilige verehrt. Geboren in Skopje ging sie als Missionarin nach Indien und wurde dort zum Sinnbild eines Engels der Armen.

In 23 Kapiteln berichtet Leo Maasburg von großen und kleinen Wundern, die er mit Mutter Teresa erleben durfte. Er berichtet auch vom ganz normalen Alltag dieser ungewöhnlichen Frau. Viele Anekdoten , s/w und auch Farbfotos ergänzen den Text.

Das Buch ist nicht nur eine interessante und humorvolle Biografie, sondern eine Liebeserklärung an eine Frau, die unsere Bewunderung verdient!

„Mutter Teresa. Die wunderbaren Geschichten“ von Leo Maasburg, erschienen 2016 bei Knaur, Taschenbuch, 312 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3426788318

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„So wie die Hoffnung lebt“ – Roman von Susanna Ernst

Die 1980 geborene Autorin Susanna Ernst schreibt bereits seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden.

Ihr neuer gefühlvoller Roman „So wie die Hoffnung lebt“ erschien im August 2016 bei Knaur als Taschenbuch.

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Schon als Jugendliche erleben Katie und Jonah eine große Liebe und Verbundenheit, als sie im Heim für traumatisierte Kinder aufeinandertreffen. Jonah überlebte einen Brand, bei dem seine Verwandten ums Leben kamen, während Katie nach einer schrecklichen Familientragödie vor 3 Jahren kein Wort mehr gesprochen hat.

Beide geben sich gegenseitig Kraft. Als sie jedoch durch unvorhersehbare Ereignisse wieder getrennt werden, verlieren sie jeden Halt im Leben und flüchten sich in die stille Sehnsucht nach dem anderen.

Jonah gab die Suche nach Katie niemals auf und findet sie 17 Jahre später als Ehefrau eines Gangsterbosses wieder. Dieser hält sie wie eine Gefangene und bewacht sie eifersüchtig. Doch Jonah läßt sich davon nicht abschrecken.

Mit ihrer sehr emotionalen Geschichte von Jonah und seiner großen Liebe Katie hat mich die Autorin zutiefst berührt. Ihr authentischer Schreibstil ließ mich völlig in den Roman eintauchen und ich litt mit beiden Protagonisten mit.

Der Roman wird abwechselnd aus Katie`s  und Jonahs  Sicht erzählt. Im ersten Teil des Romans wird die Kindheit von Katie und Jonah thematisiert. Der zweite Teil des Romans spielt in der Gegenwart, in der beide Protagonisten junge Erwachsene sind.

Die ganze Emotions-Palette von Hoffnung, Traurigkeit, Mutlosigkeit und Liebe kommt in diesem berührenden Roman zum Tragen. Und viele spannende und unerwartete Wendungen haben mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

„So wie die Hoffnung lebt“ von Susanna Ernst, erschienen im Ausgust 2016 als Taschenbuch bei Knaur, 480 Seiten, 9,99 Eueo, ISBN 978-3426519059

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

„Terror-Tantchen“ – Kinderbuch von David Walliams

David Walliams ist der erfolgreichste britische Kinderbuchautor der letzten Jahre. Außerdem spielt er in der englischen Comedyserie «Little Britain» mit und sitzt in der Jury von «Britain’s Got Talent». Sein neues Kinderbuch „Terror-Tantchen“ erschien im Juli 2016 im Rowohlt Verlag als gebundenes Buch. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Bettina Münch. Empfohlen wird das Kinderbuch für Leser/innen ab 10 Jahren.

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Nach dem überraschenden Tod ihrer Eltern ist Stella Saxby plötzlich Erbin von Schloss Saxby Hall. Doch ihre grässliche Tante Alberta und deren riesiger Berg-Uhu Wagner schrecken vor nichts zurück, um sich die Erbschaft unter den Nagel zu reißen. Vor gar nichts! Wie gut, dass Stella Freunde hat – wenn auch etwas spezielle Freunde: den schwerhörigen und fast blinden alten Butler Gibbon zum Beispiel. Oder den Schornsteinfeger Ruß, der ein echter Geist ist. Werden sie es schaffen, Stellas Terror-Tantchen aus Schloss Saxby Hall zu vertreiben?

Das witzige Kinderbuch punktet mit schrägem und skurrilem Humor sowie einzigartigen Protagonisten. Tante Alberta toppt dabei alles. Sie ist sehr bösartig und denkt sich ständig neue Gemeinheiten aus, um an Stellas Erbe zu kommen. Hilfe erhält Stella von Ruß, einem Geist, den man nur sehen kann, wenn man unter 13 Jahren alt ist und dem tolpatschigen Butler Gibbon.

Die lustigen Illustrationen von Tony Ross sind eine perfekte Ergänzung zum Text. Meine Kinder haben sich kaputt gelacht.

Viele unerwartete Wendungen machen die Handlung spannend. Der Erzählstil ist dem Verständnis junger Leser angepasst, doch auch ältere Leser haben ihren Spaß an diesem ungewöhnlichen „Kinder-Krimi“.

„Terror-Tantchen“ von David Walliams, erschienen im Juli 2016 im Rowohlt Verlag als gebundenes Buch, 416 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3499217418

Bildnachweis: copyright Rowohlt Verlag

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

„gegessen: Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz“ – Autobiografie von Sonja Vukovic

Sonja Vukovic litt 13 Jahre lang an Anorexie und Bulimie. In ihrem Buch „gegessen: Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz“ erzählt die Journalistin und Autorin ihre eigene Geschichte. Erschienen ist die bewegende Biografie am 9. September 2016 im Lübbe Verlag als Klappenbroschur.

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Immer mehr Mädchen und Jungen in immer jüngeren Jahren leiden in Deutschland an Ess-Störungen. Auch Sonja Vukovic gehörte zu ihnen.

Immer auf dem schmalen Grat zwischen Rausch und Krankheit schreibt sie über ihre eigene Geschichte, die ihr fast das Leben gekostet hätte. Sie bricht dabei auch Tabus und führt dem Leser eine Gesellschaft vor, die dem Rausch huldigt und den Süchtigen verachtet.

Sonja Vukovic erklärt offen und schnungslos, wie schnell man in eine Ess-Störung hineingeraten kann und wie schwer es ist, diese endgültig zu überwinden. Mit ihrem Erfahrungsbericht/ Biografie gibt sie Betroffenen Mut und zeigt Wege auf, wie sie es schaffte, die Krankheit zu überwinden. Doch auch nach überstandener Krankheit droht jederzeit die Gefahr eines Rückfalls.

Spannend zu lesen und dabei sehr informativ! Respekt vor einer mutigen Frau, die ein Tabu-Thema öffentlich macht.

„gegessen: Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz“ von Sonja Vukovic, erschienen am 9. September 2016 im Lübbe Verlag , Klappenbroschur, 284 Seiten, 15 Euro, ISBN 978-3-7857-2577-1

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

Herzlichen Dank an Bastei Lübbe für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Dr. Hoffnung: Die Geschichte eines echten Wunders – von Miriam Pielhau

„Dr. Hoffnung“ ist die Geschichte eines eigentlich unmöglichen Heilungsweges. Johanna hat alles Menschenmögliche in die Wege geleitet, um gesund zu werden. Und sie hat es geschafft – trotz der Diagnose „unheilbar krank“. Unterstützt wurde sie von ihrer besten Freundin Miriam Pielhau, die selbst Brustkrebs hatte und leider in diesem Jahr an ihrer Krebserkrankung verstarb. Erschienen ist das mutmachende Buch 2016 im Allegria Verlag als gebundenes Buch.

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Miriam Pielhaus engste Freundin Johanna erhält die niederschmetternde Diagnose: unheilbarer Krebs. Mit dieser schrecklichen Diagnose beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt. Miriam Pielhau, die selbst an Brustkrebs erkrankte, tut alles, damit Johanna die Hoffnung auf Heilung niemals aufgibt. Sie begleitet sie zu Ärzten und zur Chemotherapie. Sie ermuntert sie, die inneren und äußeren Störungen aufzufangen, Eigenverantwortung zu übernehmen, aber auch in den richtigen Momenten loszulassen. Gemeinsam suchen sie nach Wegen, die lebensbedrohliche Krankheit ganzheitlich zu überwinden. Und dann geschieht das Wunder: Die Tumorwerte sinken.

Miriam Pielhau schreibt über ihre Freundin Johanna und deren schreckliche Diagnose unheilbarer Krebs. In Wahrheit schreibt sie über sich selbst und ihre eigenen Erfahrungen mit Ärzten und Therapien. Obwohl „Johanna“ am Ende des Buches als offensichtlich gesund gilt, verstarb Miriam Pielhau in diesem Jahr.

Mir hätte es besser gefallen, wenn sie in der Ich-Form über ihre eigenen Erfahrungen geschrieben hätte und nicht eine Freundin als Erkrankte benennt. Obwohl die Krankheit für Miriam Pielhau leider tödlich ausging, macht das Buch dennoch Mut und gibt gute Tipps zur Bewältigung einer schweren Krankheit.

„Dr. Hoffnung. Die Geschichte eines echten Wunders“ von Miriam Pielhau, erschienen 2016 bei Allegria, gebunden, 240 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-7934-2297-6

Bildnachweis: copyright Allegria

Herzlichen Dank an Allegria für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

„Verletzt, Verkorkst, Verheizt. Wie Sportvereine und Trainer unsere Kinder kaputt machen“ von Werner Bartens

Dr.med. Werner Bartens spielte in seiner Jugend Fußball und Tischtennis. Heute joggt er, spielt Tennis und Altherrenfußball. Hunderte Male stand an an Sportplätzen und in Hallen, um seinen Kindern beim Sport zuzusehen. Wenn er nicht auf Sportplätzen unterwegs ist, arbeitet der vielfach ausgezeichnete Arzt als Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Sein neues Sachbuch „Verletzt, Verkorkst, Verheizt“ erschien am 1. September 2016 im Droemer Verlag als gebundenes Buch.

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In Deutschland passieren pro Jahr 1,5 Millionen Sportunfälle. 80% von ihnen lassen sich vermeiden, wenn Sportler richtig aufgewärmt und trainiert werden und sich bei Beschwerden und Erkrankungen an das Sportverbot halten.

Eltern wünschen sich gesunde Kinder und schicken ihren Nachwuchs vertrauensvoll in Sportvereine. Dort werden leider Hundertausende Kinder falsch trainiert. Die Folgen davon sind gravierend: kaputte Hüften, Knie und Wirbelsäulen sind keine Seltenheit.

Wenn sich dann zum Dilettantismus vieler Jugendtrainer noch der Überehrgeiz der Eltern hinzugesellt, wird der Sport schnell zur Gefahr. Trotz Schmerzen trainieren die Kinder weiter und nehmen krank an Wettkämpfen teil. Der Schmerz wird mit Medikamenten unterdrückt. Damit wird allerdings genau das Gegenteil im Sport erreicht, was eigentlich gesund halten und den Gemeinschaftssinn stärken sollte.

Werner Bartens plädiert für Vorsicht und Gelassenheit und zeigt auf, was sich in Vereinen und Verbänden dringend ändern muss.

Dieses informative Sachbuch sollten alle Eltern lesen, deren Kinder sportlich in Vereinen aktiv sind. Denn nur wer gesundheitsschädliche Ansätze erkennt, kann dagegen etwas unternehmen. Beim Kinder- und Jugendsport sollte der Spaß im Vordergrund stehen und nicht das unbedingte Ziel, der oder die beste zu sein. Eltern sollten immer die Gesundheit ihrer Kinder im Blick behalten und auf körperliche Beschwerden ihres Nachwuches beim Sport achten.

„Verletzt, Verkorkst, Verheizt“ von Werner Bartens, erschienen am 1. September 2016 im Droemer Verlag, gebunden, 224 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-27708-9

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Der stille Zeuge“ – Kriminalroman von Christiane Höhmann

Nach ihrem Germanistik- und Anglistikstudium arbeitete Christiane Höhmann 25 Jahre lang als Gymnasiallehrerin. Sie veröffentlichte Sachbücher, Kurzgeschichten, Essays und Romane. Heute arbeitet sie als Autorin, Dozentin und Coach. Ihr neuer Kriminalroman „Der stille Zeuge“ erschien im Juli 2016 im grafit Verlag als Taschenbuch.

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Selina Kasten soll absichtlich einen Autounfall herbeigeführt und anschließend mit einem Messer auf ihren Sohn eingestochen haben. Wegen des Verdachts auf einen erweiterten Selbstmordversuch wird sie in die Psychiatrie eingeliefert. Ihr Sohn Mats kommt in die Obhut seines Großvaters Paul Yilmaz, einem verwitweten türkischen Gemüsehändler..

Niemand weiß,  was wirklich passiert ist. Selina redet nicht und Mats kann anscheinend nicht mehr reden. Durch den Schock hat er die Sprache verloren. Auch als er im Keller des Hauses, das er mit seiner Mutter bewohnt, seinen schwerverletzten Vater findet, schweigt er.

Als die pensionierte Kriminalkommissarin Anne Schall zufällig ihren alten Freund Paul und seinen verstörten Enkel Mats trifft, möchte sie beiden helfen. Sie ahnt nicht, was sie damit auslöst, denn sie gerät in den Einfluss der Sekte „Lichtjünger“.

Der psychologisch sehr gut aufgebaute Krimi steigert seinen Spannungsbogen kontinuierlich. Immer neue Wendungen ergeben viele Puzzleteile, die am Ende perfekt zusammengesetzt werden.

Ein Krimi, der das Thema „Sekte“ gekonnt aufgreift und sich zum wahren Pageturner entwickelt – berührend, erschütternd und hochspannend. Unbedingte Leseempfehlung!

„Der stille Zeuge“ von Christiane Höhmann, erschienen im Juli 2016 im grafit Verlag als Taschenbuch, 249 Seiten, 11 Euro, ISBN 978-3-89425-479-7

Bildnachweis: copyright grafit Verlag

Herzlichen Dank an den grafit Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.