Die Toten von St. Pauli – historischer Kriminalroman von Robert Brack

Für den historischen Krimi „Die Toten von St. Pauli“ verknüpfte der Autor  einen realen historischen Kriminalfall mit fiktiven Protagonisten: Elisabeth Wiese soll in den Jahren 1902 und 1903 auf St. Pauli fünf Babys in ihrem Herd verbrannt haben  und wurde dafür 1905 hingerichtet. Die Kinderleichen wurden allerdings nie gefunden. Für die Babys wollte sie angeblich Pflegefamilien suchen.

„Die Toten von St. Pauli“ erschien 2016 im Ullstein Verlag als Taschenbuch.

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Hamburg-St. Pauli im Jahr 1920:

Kriminaloberwachtmeister Alfred Weber bekommt eine Nachricht aus Magdeburg: Aus der dortigen Irrenanstalt ist eine Frau verschwunden, man vermutet sie in Hamburg. Greta Wehmann sei gefährlich, wird Weber gewarnt. Gleichzeitig wird am Ufer der Elbe ein Koffer mit grausigem Inhalt angeschwemmt – die zerstückelte Leiche eines Kindes. Und sie bleibt nicht die einzige. Während sein Vorgesetzter die „Irre“ aus Magdeburg verdächtigt, kommt Weber diese Lösung zu einfach vor. Und je mehr er sich Greta Wehmann annähert, umso weniger glaubt er an ihre Schuld. Doch die Last der Indizien scheint erdrückend ..

Wechselweise wird der Krimi aus der Sicht Alfred Webers und der Verdächtigen Greta erzählt. Greta ist stark traumatisiert und das äußerst sich auch in immer wiederkehrenden Aussetzern. Sie hat Albträume  und erwacht daraus mit blutbeschmierten Händen.

Der Krimi ist zeitweise schon recht harte Kost, denn er wartet mit vielen blutigen Details auf. Unerwartete Wendungen und ganz viel Lokalkolorit machen das Buch zu einem richtigen Pageturner.

Für diesen spannenden Krimi erweckte Robert Brack heute verschwundene Straßen Hamburgs wieder zu neuem Leben. Dazu zählen vor allen Dinge die sogenannte Gängeviertel, die heute in Hamburg nicht mehr existieren.

Ich freue mich schon auf die nächsten Krimis mit Alfred Weber!

„Die Toten von St. Pauli“ von Robert Brack, erschienen 2016 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 448 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-548-28765-2

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

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