Archiv für den Monat Juni 2016

Kennt ihr schon unsere Produkt-Tester-Seite?

Heute mache ich einfach mal Werbung in eigener Sache: kennt ihr eigentlich schon unsere Produkt-Test-Lounge?

Seit drei Jahren stelle ich dort alles, was das Leben schöner macht, vor. Ob Lebensmittel, Beauty-Produkte oder Haushaltgeräte – wir testen alles, was interessant für uns ist und stellen anschließend die getesteten Produkte ausführlich mit Fotos und Berichten über unsere Testergebnisse vor.

Schaut doch mal bei     https://produkttestlounge.wordpress.com/ 

vorbei – ihr werdet staunen, was wir für exotische Dinge bereits gegessen und ausprobiert haben!

Vielleicht bis bald in der Produkt-Test-Lounge?

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Ein guter Tag zum Leben: Roman von Lisa Genova

Nach ihrem Psychologiestudium hat Lisa Genova an der Universität Harvard in Neurowissenschaft promoviert. Ihr Debütroman, „Mein Leben ohne Gestern“, zunächst im Eigenverlag veröffentlicht, hat sich inzwischen zu einem internationalen Bestseller entwickelt, stand lange auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde von Lesern und Rezensenten begeistert aufgenommen.Ihr neuer bewegender Roman „Ein guter Tag zum Leben“ erschien 2016 im Bastei Lübbe Verlag als Paperback. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Veronika Dünninger.

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Als Joe erfährt, dass er an der seltenen Krankheit Chorea-Huntington leidet, ist er 44 Jahre alt. Wenn es gut läuft, bleiben ihm noch zehn Jahre. Jahre, in denen er die Kontrolle über seinen Körper mehr und mehr verlieren wird. Was wird diese schlimme Krankheit für Auswirkungen auf seinen geliebten Beruf als Polizist haben? Seine Kollegen vermuten, dass Joe wegen seiner nervösen Zuckungen und seiner Grimassen ein Drogen- oder Alkoholproblem haben könnte. Als die Wahrheit über seine Erkrankung bekannt wird, ändert sich Joes Leben dramatisch.

Wie jedes seiner vier Kinder muss auch Katie befürchten, die Krankheit ihres Vaters geerbt zu haben. Gewissheit könnte ein Gentest bringen. Doch kann sie tatsächlich mit dem Wissen leben, das der Test ans Licht bringt?

Der Leser begleitet Joe durch die verschiedenen Stadien seiner Erkrankung. Sehr emotional wird die Situation in der Familie beschrieben und wie jedes Familienmitglied mit der Diagnose umgeht. Ganz deutlich wird die Angst vor dieser tückischen Krankheit.

Ich habe beim Lesen oft innegehalten und über die Symptome von Chorea-Huntington nachgedacht. Wie oft hat man selbst angewidert auf einen Betrunkenen geschaut, doch vielleicht war dieser gar nicht betrunken?

Dieser Roman hat mich sehr bewegt und noch lange nachdenken lassen. Das Buchende bleibt leider offen – ich hätte mir einen anderen Schluß gewünscht (ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, sonst Spoiler!). Hoffentlich wird dieser berührende Roman verfilmt!

„Ein guter Tag zum Leben“ – Roman von Lisa Genova, erschienen 2016 bei Bastei Lübbe, Paperback, 416 Seiten, 16,99 Euro, ISBN 978-3785725474

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

Herzlichen Dank an Bastei Lübbe für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Typisch!: 155 unverblümte Antworten auf Vorurteile

Unser Denken ist bestimmt von Klischees und Vorurteilen. Gerade auch deshalb, weil wir über die entscheidenden Fragen nicht offen sprechen. Das Internetphänomen Hyperbole TV fragt ganz indiskret nach: beim Obdachlosen, der Asexuellen, dem Soldaten, der Muslima, der Domina, dem Schwulen, dem Banker, dem Pflegefall, dem Flüchtling, der Depressiven, der Polizistin und bei vielen mehr. Erschienen ist das Buch mit den indiskreten Fragen im April 2016 bei Kein & Aber.

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In diesem sehr unterhaltsamen Buch werden viele Minderheiten mit Klischees konfrontiert, die allgemein über sie im Umlauf sind. Und mal ehrlich, jeder hat sich doch bestimmt einmal insgeheim gefragt, wie z.B. Dragqueens ticken.

Die Antworten der Befragten sind höchst interessant zu lesen und wiederlegen wirklich jedes Vorurteil.

„Typisch! 155 unverblümte Antworten auf Vorurteile“ erschienen 2016 bei Kein & Aber, broschiert, 192 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978-3036957418

Bildnachweis: copyright Kein & Aber

Herzlichen Dank an Kein & Aber für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

 

„David Bowie. Die Biografie“ von Marc Spitz

Der 1969 geborene Marc Spitz ist Musikjournalist, Schriftsteller und Dramatiker. Er wurde durch seine Beiträge für Magazine und Zeitschriften, wie die „Maxim“ oder „New York Times“ bekannt. Im Februar 2016 erschien bei Edel Books die aktualisierte Neuausgabe der David Bowie Biografie mit einem Vorwort von Hollow Skai.

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Die David Bowie Biografie von Marc Spitz ist das aktuellste und umfangreichste Werk über einen der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Marc Spitz läßt zahlreiche Bowie-Begleiter zu Wort kommen, u.a. Bowies Ex-Frau Angie Bowie, seinen früheren Manager Kenneth Pitt und die Musikerin Siouxie Sioux.

Die Biografie vermittelt einen sehr guten Einblick in die Kultur des Nachkriegsengland, in die Hippie- und Modeszene des Londons in den Swinging Sixties und in das von Sex und Drogen aufgeheizte Milieu der frühen 70iger Jahre, in dem Bowies Kunstfigur Ziggy Stardust das Licht der Welt erblickte.

Perfekt ergänzt wird alles mit zahlreichen Fotogafien aus Bowies Leben,  die seinen Aufstieg zum internationalen Superstar der 80iger Jahre nachzeichnen. Außerdem wird Bowies Status als Kunst- und Kultur-Ikone der alternativen Szene beleuchtet und sein Verhältnis zu Kust, Kommerz, Buddhismus und Okkultismus erklärt.

Matc Spitz erzählt, was es für ihn  als Bowie-Fan bedeutet, mit seiner Musik aufzuwachsen und welche Auswirkungen die Arbeit an dieser Biografie auf ihn selbst hatte.

Für Bowie-Fans ist diese umfangreiche Biografie sehr lesenswert, da hier alle wichtigen Fakten über den Ausnahmekünstler versammelt sind! Allerdings haben die Erlebnisse des Autors, meiner Meinung nach, nichts in dieser Biografie verloren. Schade,  dass Marc Spitz seinem Idol nie persönlich begegnet ist und davon berichten konnte.

„David Bowie. Die Biografie“ von Marc Spitz, erschienen 2016 bei Edel Books, aktualisierte Neuauflage, 560 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-8419-0461-4

Bildnachweis: copyright Edel Books

Herzlichen Dank an Edel Books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Klausur. Vom Leben im Kloster“ – Bildband von Christoph Kürzeder und Thomas Dashuber

Die seit über 1.000 Jahren bestehende Klosterwelt, die unseren Kulturraum sehr geprägt hat, ist heute in der Gefahr, unbemerkt zu verschwinden. Der Fotograf Thomas Dashuber hat gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftler Christoph Kürzeder zehn Frauenklöster in Bayern besucht, dort mit den Klosterschwestern gesprochen und Fotos machen können, die uns einen Alltag zeigen,  der fremd und doch auf seltsame Weise vertraut ist.

Erschienen ist der opulente Bildband im März 2016 im Verlag Antje Kunstmann. Zum Thema des Buches gibt es eine Ausstellung im Kloster Beuerberg (bis zum 16.10.16).

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Viele Klöster leiden unter Nachwuchsmangel und werden aus diesem Grund aufgelöst. Die faszinierenden Fotografien zeigen das Alltagsleben im Kloster, das eine Mischung aus  Alltäglichem und religiösen Ritualen ist. Dabei beherrscht der religiöse Aspekt den Alltag der Nonnen.

Die Bilder an den Wänden der Klosterräume haben immer einen Bezug zur Verwendung des jeweiligen Raums. Die im Bildband gezeigten Fotos verdeutlichen, wie sehr Ordnung und System das Klosterleben beeinflussen.

Das umfangreiche Buch vermittelt mit seinen beeindruckenden Fotos auch Wehmut, denn einige der hier porträtierten Häuser werden von den Nonnen bald verlassen.

Wer schon immer einmal hinter die Mauern eines Klosters blicken wollte, bekommt mit diesem wunderbaren Bildband die einmalige Gelegenheit dazu.

„Klausur. Vom Leben im Kloster“ von Thomas Dashuber und Christoph Kürzeder, erschienen 2016 im Verlag Antje Kunstmann, gebunden, 420 Seiten, ISBN 978-3-95614-098-3

Bildnachweis: copyright Verlag Antje Kunstmann

Herzlichen Dank an den Verlag Antje Kunstmann für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

ebel unterwegs: Skurriles und Bemerkenswertes vom Landweg Hamburg-Shanghai

Tina Uebel war unterwegs. Über ihre Erlebnisse berichtet sie in ihrem Buch „Uebel unterwegs“, das 2016 im Delius Klasing Verlag als gebundenes Buch veröffentlicht wurde.

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Uebels Reise ging von Hamburg bis Shanghai, auf der Landroute der sagenumwobenen Seidenstraße über sieben Wochen, acht Länder und 19 Zugverbindungen. Dabei erlebte die Autorin Skurriles, Bemerkenswertes und Unerhörtes aus sehr entlegenen und zum Teil unbekannten Regionen.

Allein als Frau durch Welten reisen, in denen Frauen wenig gelten ist schon ein Ereignis. Delikat sind Uebels Schilderungen der Grenzübergänge in Zentralasien, die Beschreibungen der Bars, die Berichte von verschleierten Schönheiten und wie es sich anfühlt, bei brütender Hitze einen Tschador zu tragen.

Was für ein unterhaltsames Buch. Geschrieben in Umgangssprache mit ganz viel Wortwitz. Die leidenschaftliche Bloggerin ist immer auf der Suche nach „Free Wi-Fi“ und kommt dabei oft in absurde Situationen.

Ihre spannende Reiseroute bewegt sich abseits des Mainstreams und so bekommt der Leser neue und einzigartige Einblicke in fremde Länder und Kulturen. Uebels Reisebericht werden mit vielen Fotos aufgepeppt.

Dieses Buch macht Lust aufs Reisen und hat mich bestens unterhalten.

„Uebel unterwegs“ von Tina Uebel, erschienen 2016 bei Delius Klasing, gebunden, 256 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-667-10472-4

Bildnachweis: copyright Delius Klasing

Herzlichen Dank an Delius Klasing für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

 

Ich belle nur bei Vollmond: Der Einfluß des Mondes auf Gesundheit und Persönlichkeit Ihres Hundes

So wie ihre nächsten Verwandten, die Wölfe, seit langer Zeit den Mond anheulen, reagieren auch viele Hunde mit unterschiedlichem Verhalten auf den Mondzyklus. Davon ist die Tierpsychologin Antje Hebel überzeugt. 
Hebel arbeitete 15 Jahre auf Bali und betrieb aktiven Tierschutz zur Rettung von Straßenhunden. Heute ist sie eine von wenigen spezialisierten Trainern, die Problemhunde auf artgerechte Weise rehabilitieren. 
In ihrem neuen Buch „Ich belle nur bei Vollmond“ beschäftigt sie sich mit dem Einfluss des Monds auf den besten Freund des Menschen und gibt viele nützliche Tipps und Ratschläge für eine gesunde Hundehaltung. Erschienen ist das Buch im Mai 2016 (Books on Demand) als Taschenbuch.

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In ihrem zweiten Buch „Ich belle nur bei Vollmond“ hat die erfahrene Tierpsychologin Antje Hebel ihr gesammeltes Wissen über den Einfluss des Mondes auf Gesundheit und Persönlichkeit von Hunden zusammengestellt. „Ich versuche, im Einklang mit der Natur und den Mondphasen zu leben. Vieles, was bei mir selbst gut funktioniert, wende ich auch bei meinen Hunden an“, so Hebel.

Gerade für Alltagsfragen erweist sich dieses Buch als nützlich: Wann ist der beste Tag für Operationen oder Krallenschneiden? Wann machen Leckerlis nicht dick? Wie spart man Geld beim Hundefriseur? Die Antworten auf diese und weitere Fragen helfen Hundebesitzern, die Gesundheit und das Verhalten ihres Hundes mithilfe des Mondes positiv zu beeinflussen.

Seit 1986 arbeitet Hebel bereits mit Hunden. Ihre Erfahrung zeigte der zertifizierten Hundepsychologin auch, dass Hunde während bestimmter Mondphasen neue Verhaltensweisen oft schneller annehmen. Die Autorin ist überzeugt: „Der Mond übt stärkeren Einfluss auf unsere Tiere und auch auf uns aus, als wir denken. Ich glaube auf eine sehr nüchterne Weise an den Mond als Teil der Natur und unseres Lebens“.

Im großen Horoskopteil wird jeder Hundefreund die Persönlichkeit seines Vierbeiners völlig neu entdecken – und dessen Macken lieben lernen.

Jeder Hundebesitzer konnte bestimmt schon einmal feststellen, dass sich bei Vollmond auch das Verhalten des eigenen Hundes ändert. Das informative Buch der Tierpsychologin Antje Hebel beschreibt diese Veränderungen und erklärt sie.

Super interessant ist es, das Geburtsdatum des eigenen Hundes mit den Sternzeichen zu vergleichen. Es stimmt tatsächlich, dass die verschiedenen Sternzeichen und ihre Charaktereigenschaften sich auch in der Hundepersönlichkeit wiederspiegeln.

Im Alltag sind die Tipps der Autorin sehr hilfreich. Jeder Hundebesitzer sollte diesen wundervollen Ratgeber in seinem Bücherregal haben.

„Ich belle nur bei Vollmond“ von Antje Hebel, erschienen 2016 bei Books on Demand, Taschenbuch, 264 Seiten, 16,95 Euro, ISBN 978-3739246246

Bildnachweis: copyright Books on Demand

Herzlichen Dank  für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

„Bizet Carmen“ Opernführer Kompakt von Wolfgang Fuhrmann

Jeder Opernfan glaubt George Bizets „Carmen“ zu kennen: die Tragödie von der Zigeunerin und dem Soldaten. Viele Melodien aus „Carmen“ sind sehr populär: z.B. die Habanera oder der Torero-Marsch. Doch es gibt noch viel mehr in „Carmen“ zu entdecken.

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Uraufgeführt 1875 in Paris, machte „Carmen“ die verschiedenen Schichten der Bevölkerung zu tragischen Akteuren. Bizet ging sehr weit, um die erotische Leidenschaft als treibende Kraft des ganzen Stücks dazustellen. In „Carmen“ werden Spannungen zwischen den Geschlechtern verhandelt: der Widerspruch zwischen der Freiheit des Begehrens und dem Besitzanspruch der festen Bindung.

In Wolfgang Fuhrmanns kompaktem Opernführer erklärt der Autor die Entstehung, die Handlung sowie die musikalische und dramaturgische Gesatlltung der Oper „Carmen“ und verbindet alles mit ausführlichen Steckbriefen der Hauptpersonen.

Unterteilt ist der Opernführer in sechs große Kapitel:

  • Einleitung Mythos Carmen
  • Bizets Leben und Werk im Spiegel der Zeit
  • Entstehung und Sujet
  • Die musikalische und dramaturgische Gestaltung
  • „Carmen“ auf der Bühne und im Film
  • Anhang (Literatur, Discografie, Videografie, Abbildungsnachweis, Dank)

Für jeden Opernfan ist dieses Kompendium ein Muss. Ausführlich und leicht verständlich erklärt der Autor den Inhalt der Oper „Carmen“ und ihren Hintergrund. Um diese Oper noch besser genießen und verstehen zu können, sollte man unbedingt vorher einen Blick in diesem kompakten Opernführer geworfen haben.

Neben vielen Informationen beinhaltet der Opernführer auch eine Reihe von Fotos und Bildern verschiedener Aufführungen.

„Bizet Carmen“ Kompakter Opernführer von Wolfgang Furhmann, erschienen 2016 im Bärenreiter Verlag/ Henschel-Verlag, 135 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-7618-2209-8

Bildnachweis: copyright Bärenreiter Verlag

Herzlichen Dank an den Bärenreiter Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Herbert Grönemeyer: Die Biografie – von Max Wellinghaus

Der 1975 geborene Autor und Textchef Max Wellinghaus ist seit 15 Jahren u.a. als Society-Experte für verschiedene Zeitschriften und Magazine tätig. Seine Biografie über Herbert Grönemeyer erschien 2016 im riva Verlag.

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2016 feierte Herbert Grönemeyer seinen 60. Geburtstag. Genauso schwierig wie seine Texte zu verstehen, ist es ihn als Mensch zu beschreiben. Man braucht Zeit, bei seinen Songs zwischen den Zeilen zu lesen, denn es geht bei Grönemeyer nie darum, wie er singt, sondern was er singt.

Max Wellinghaus kommt in seiner Biografie dem Menschen Herbert Grönemeyer ganz nah und beschreibt seinen Werdegang von seiner Kindheit an. Grönemeyers Lebensgeschcihte ist in fünf große Kapitel unterteilt:

  • „Herbert“
  • „Musik“
  • „Familie“
  • „Sein zweites Leben“
  • „60 Jahre“

1984 beginnt der große Erfolg im Leben des Musikers mit seinem Song „Bochum“. Die Texte seiner nachfolgenden Kompositionen sind sehr anspruchsvoll.

19986 ist der nächste große Lebenseinschnitt: erst stibt sein Bruder und drei Tage später seine geliebte Frau Anna.

Doch Grönemeyer gibt nicht auf und hat Jahre später wieder neue Hoffnung und Lebensmut, die sich auch in seinen Songs äußern.

Max Wellinghaus zeigt in seiner Biografie den Menschen hinter dem Künstler Grönemeyer. Ein bewegtes Leben mit vielen Schicksalsschlägen und einer Musikkarriere, die ihresgleichen sucht.

„Herbert Grönemeyer. Die Biografie“ von Max Wellinghaus, erschienen 2016 im riva Verlag, gebunden, 200 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 978-3868837858

Bildnachweis: copyright riva Verlag

Herzlichen Dank an den riva Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Quercher und das Seelenrasen“ – Krimi von Martin Calsow

Martin Calsow absolvierte nach seinem Studium der Soziologie ein Zeitungsvolontariat. Nach einem langer Aufenthalt im Nahen Osten begann er schließlich mit dem Schreiben. Im April 2016 veröffentlichte Calsow im Grafit Verlag das vierte Buch aus der Krimi-Reihe mit Max Quercher unter dem Titel „Quercher und das Seelenrasen“.

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Die Familie der Pharmaerbin Nina Poschner wird massiv bedroht. Die Polizei vermutet das Motiv für die Übergriffe zunächst in Ninas Engagement, am See ein Internat für Migrantenkinder zu etablieren. Doch als der LKA-Beamte Max Quercher herausfindet, dass seine ehemalige Schulfreundin vor Jahren in Afrika dubiose Testreihen für ein Mittel gegen Cholera zu verantworten hatte und dafür den Tod von Menschen billigend in Kauf nahm, beginnt er, an Ninas edlen Motiven zu zweifeln. Allerdings steht auch seine eigene Glaubwürdigkeit auf dem Prüfstand, da er zunehmend an Wahnvorstellungen und Panikattacken leidet.

Der  Handlung des Krimis passiert wieder im Tegernseer Tal. Drei Handlungsstränge werden miteinander verbunden und ergeben einen hochspannenden Plot mit vielen unerwarteten Wendungen.

Die Protagonisten werden glaubhaft beschrieben und die Handlung ist mit ihrem Flüchtlingsthema hochaktuell. Ein sehr gut recherchierter Regionalkrimi mit interessanten Protagonisten und einer Geschichte, die mich wieder in den Bann gezogen hat.

Man muss übrigens die drei Vorgängerbände nicht unbedingt gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.

„Quercher und das Seelenrasen“ von Martin Calsow, erschienen 2016 im Grafit Verlag, Taschenbuch, 320 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3894254704

Bildnachweis: copyright Grafit Verlag

Herzlichen Dank an den Grafit Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplars.