Archiv für den Monat Mai 2016

„Endlich mein“ – Kriminalroman von Donna Leon

Donna Leon lebt seit 1965 im Ausland.  1981 zog sie nach Venedig, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Jedes Jahr aufs Neue schreibt Donna Leon einen spannenden Brunetti-Krimi. Ihre Romane um den italienischen Commisssario machten die Schriftstellerin weltberühmt. Jetzt erschien im Diogenes Verlag der 24. Krimi mit dem umtriebigen Commissario mit dem Titel „Endlich mein“.

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Flavia Petrelli ist zurück in Venedig! In der Titelrolle von ›Tosca‹ tritt die Sopranistin an mehreren Abenden im venezianischen Opernhaus La Fenice auf. Am Ende der Aufführung gibt es Standing Ovations, und aus den Rängen regnet es Rosen. Rosen über Rosen. Gelbe Rosen. Die Theatergarderobe ist voll davon. Und sogar hinter verschlossener Tür im Palazzo ist der Boden vor Flavias Wohnung mit Blumen übersät. Kann man zu sehr bewundert werden? Als eine junge Sängerin aus dem Kollegenkreis die Treppe einer Brücke hinuntergestoßen wird, beginnt Flavia um ihr eigenes Leben zu fürchten. Brunetti ermittelt in den Kulissen der Oper.

In diesem unterhaltsamen Kriminalfall wird niemand ermordet, doch das Grauen kommt im wahrsten Sinn des Wortes „durch die Blumen“. Die Protagonistin Flavia Petrelli dürfte eingefleischten Brunetti-Fans bereits aus den Krimis “ „Venezianisches Finale“ und „Acqua Alta“ bekannt sein.

Wer einen aufregenden Kriminalfall erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Dieser Krimi kommt mit leisen Tönen daher und beinhaltet die Themen Stalking und Oper.

Wer Commissario Brunetti mag, wird ihn auch als alternden Mann lieben!

„Endlich mein“ -Krimi von Donna Leon, erschienen 2015 im Diogenes Verlag, gebunden, 320 Seiten, 24 Euro, ISBN 978-3-257-06943-3

Bildnachweis: copyright Diogenes Verlag

Herzlichen Dank an den Diogenes Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

„Sprengel. Die Geschichte der Schokoladenfabrik“ von Kristina Huttenlocher

Die 1947 geborene Kristina Huttenlocher war Schulleiterin in Hessen. Außerdem arbeitete sie im Kultusministerium, bevor sie bis zu ihrer Pensionierung eine Integrierte Gesamtschule leitete. Ihre Chronik über die Schokoladenfabrik Sprengel erschien im Mai 2016 bei zuKlampen!

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Sprengel steht für viele Schokoladen-Fans für Güte und hohe Qualität. Der Name Sprengel ist untrennbar mit der Stadt Hannover verbunden. Das einst so bekannte Schokoladenwerk ist Geschichte, doch das nach seinem Stifter Bernhard Sprengel benannte Museum für moderne Kunst hingegen nicht.

Der Gründungsphase mit Trinkschokolade ab 1851 folgte der Aufstieg als Hoflieferant des Kaisers in Berlin und der industrielle Ausbau der Schokoladenproduktion in der hannoverschen Nordstadt.

In der großen Wirtschaftskrise drohte der Firma die Insolvenz. In den 30er Jahren sicherte Sprengel jedoch ihre Existenz als Heereslieferant und überstand so den Zweiten Weltkrieg. Nach 1945 hatte die Firma Sprengel mit ihren Schokoladenspezialitäten großen Erfolg.   Erst eine Branchenkrise mit Preisverfall und unternehmerischen Fehlentscheidungen führte schließlich zum Niedergang der Premium-Schokoladen-Marke. Heute ist Sprengel nur noch eine Handelsmarke.

Kristina Huttenlocher beschreibt in ihrer interessanten Chronik die Geschichte der Premium-Schokoladen-Marke Sprengel, die gleichzeitig auch ein Stück deutscher Gesellschaftsgeschichte ist. Dabei zeigt sie den sozialen Alltag der Belegschaft und gibt spannende Einblicke in das Unternehmen. Viele farbige Abbildungen ergänzen das geschriebene Wort perfekt. Für ihre umfassende Chronik studierte Huttenlocher alte Korrespondenzen und Geschäftsbücher der Firma, die sie in mühevoller Arbeit zusammensuchte.

Sehr interessant zu lesen!

„Sprengel. Die Geschichte der Schokoladenfabrik“ von Kristina Huttenlocher, erschienen im Mai 2016 bei zuKlampen!, gebunden, 320 Seiten, 29,80 Euro, ISBN 978-3-86674-529-2

Bildnachweis: copyright zuKlampen!

Herzlichen Dank an zuKlampen! für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

„Tief in den Wald hinein“ – Roman von Robert Williams

Robert Williams verbrachte als Kind viel Zeit in der Stadtbibliothek einer nordenglischen Kleinstadt. Er arbeitete acht Jahre lang als Buchhändler und lebt heute in Manchester. Sein Roman „Tief in den Wald hinein“ erschien 2016 als Berlin Taschenbuch.

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Harriet ist ein Schreikind. Um sie zum Einschlafen zu bringen, fährt der verzweifelte Vater stundenlang mit ihr herum, bis er eines Tages eine Stelle im Wald findet, an der das Baby ruhig wird. Jede Wiederholung des Experiments zeigt es: dies ist offenbar der einzige Ort, an dem Harriet schlafen kann. Die übernächtigte Familie beschließt, ein Haus am Waldrand zu kaufen. Thomas ist glücklich, aber seiner Frau Ann ist die Einsamkeit nicht geheuer. Mit gutem Grund, denn eines Nachts schleicht durch die Bäume ein Trupp Männer zu ihnen, und ihre Absicht ist nicht friedlich.

Im Fokus des Romans stehen vier Menschen: Thomas, seine Frau Ann, der menschenscheue Raymond und der dem Alkohol sehr zugeneigte Keith. Der Roman lebt durch diese vier Protagonisten, obwohl er kaum Dialoge enthält.

Obwohl der Roman kein Thriller ist, liegt eine unterschwellige Bedrohung die ganze Zeit „in der Luft“. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der vier Protagonisten.

Der Schreibstil hat mich mit seinen Besonderheiten in seinen Bann gezogen. Dazu tragen die häufigen Perspektivwechsel und die bedrohliche Atmosphäre bei. Es ist hochinteressant, die Entwicklungen der Protagonisten zu verfolgen und genau das macht den Reiz dieses Romans aus.

„Tief in den Wald hinein“ Roman von Robert Williams, erschienen 2016 als Berlin Taschenbuch, 304 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-8333-1047-8

Bildnachweis: copyright Berlin Verlag

Herzlichen Dank an den Berlin Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

„Mit Kant am Strand. Ein Lesebuch für Nachdenkliche“ von Brigitte Hellmann

Muss Philosophie schwierig sein? Eifentlich nicht, denn gerade im Urlaub, wenn man die Seele baumeln läßt, kann man unbeschwert über Gott und die Welt nachdenken und große sowie kleine Sinnfragen beantworten.

Die im Buch „Mit Kant am Strand“ versammelten Texte von Denkern, Weisen und Dichtern bieten Anwechslung und laden ein, den Dingen auf den Grund zu gehen.

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Erschienen ist das Lesebuch für Nachdenkliche am 27. Mai 2016 bei dtv.

Viele Fragen nach dem Sinn unseres Daseins bieten den Ausgangspunkt für das Philosophieren. Die Texte von Kant sind für Laien recht schwer verständlich und nichts zum Nebenbei-Lesen. Auch die anderen Texte erfordern vom Leser ein gewisses Mass an Konzentration, was am Strand nicht unbedingt gegeben sein dürfte.

Daher meine Empfehlung: besser in einem ruhigen Zimmer zu Hause lesen und fürs  Verständnis Einführungen in die Philosophie-Lehren lesen, als im Urlaub die Texte nicht zu verstehen – dann macht das handliche Buch auch Freude!

„Mit Kant am Strand“ von Brigitte Hellmann, erschienen am 27. Mai 2016 bei dtv, Taschenbuch, 192 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-423-34884-3

Bildnachweis: copyright dtv

Herzlichen Dank an dtv für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

„Paradise Ost“ – Roman von Jo McMillan

Jo McMillans Debütroman Paradise Ost basiert in Teilen auf ihrer eigenen Kindheit. Erschienen ist das Buch 2016 im Ullstein Verlag.

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Als Jess mit ihrer Mutter Ende der 70er Jahre nach Ost-Berlin kommt, ist die Engländerin überrascht davon, wie anders die Welt jenseits des Eisernen Vorhangs aussieht. Für ihre Mutter geht ein Lebenstraum in Erfüllung: Endlich ist für die glühende Kommunistin der Sozialismus tatsächlich real existierend, ist die Lehrerin geachtet und nicht mehr belächelte Minderheit. Jess hingegen erfährt bald, was es heißt, im Land der Gleichen anders zu sein. Aus anfangs kuriosen Unterschieden werden kaum auszuhaltende Widersprüche zwischen Anspruch und Wirklichkeit, und bald steht Jess vor einer schweren Entscheidung – zwischen ihrer Mutter und ihrer Freiheit. Ein warmherzig-humorvoller Roman über das Erwachsenwerden unter ganz besonderen Bedingungen – und eine Zeitreise in eine vergangene Welt, die aus dieser Perspektive noch nie betrachtet wurde.

Jess ist ein junges Mädchen, das in den 1970er Jahren bei ihrer streng kommunistischen Mutter in England aufwächst. Dort ist sie deshalb ein Außenseiter, dessen größter Wunsch es ist, in einem kommunistischen Land zu leben. Ihr Traum wird endlich Wirlichkeit, als ihre Mutter im Rahmen eines Austauschprogrammes jedes Jahr im Sommer als Englischlehrerin in der DDR eingesetzt wird.

Im Laufe der Jahre ändert sich Jess`Meinung über den Sozialismus und Jess hat ihre ganz eigenen Probleme mit der DDR.

Obwohl der Roman sehr humorvoll geschrieben ist, steht die Unfreiheit der ostdeutschen Bevölkerung im Fokus. Anfängliche Begeistung von Jess wandelt sich in Erkenntnis über die Probleme Andersdenkender um. Der Autorin gelingt es sehr gut, einen Blick hinter die Kulissen der DDR mit seiner Unfreiheit zu geben.

Ein interessantes, humorvoll geschriebenes Buch, das leider mit einem kleinen Cliffhanger endet.

„Paradise Ost“ -Roman von Jo McMillan, erschienen 2016 im Ullstein Verlag, 352 Seiten, gebunden, 20 Euro, ISBN 978-3-550-08107-1

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

„Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ – Roman von Jojo Moyes

Jojo Moyes gelang mit ihrem Roman «Ein ganzes halbes Jahr», der aktuell in Hollywood verfilmt wird, international der Durchbruch – auch in Deutschland stand der Roman monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste. 2016 erschien bei Rowohlt ihr neuer Roman mit dem Titel „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“, der von den Erlebnissen ihrer Großmutter inspiriert wurde.

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Australien 1946: Nach Kriegsende beginnt für 600 Frauen eine Reise ins Ungewisse. Denn sie begeben sich auf dem Flugzeugträger HMS Victoria auf die lange Reise zu ihren Ehemännern. Diese sind britische Soldaten, die während des Krieges in Australien stationiert waren. Unter den vielen Frauen,  die sehnsüchtig auf ihre Ehemänner warten, sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, die sechzehnjährige freche Jean und die adelige Avice. Die vier Frauen teilen sich während der sechswöchigen Überfahrt eine Kabine.

Während die anderen drei Frauen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt Frances verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten.

Im Jahr 2002 reist eine alte Dame mit ihrer flippigen Enkelin nach Indien. Bei einem Ausflug machen sie in der Nähe eines Schiffsfriedhofs Rast, wo die alte Dame einen  verrotetten Flugzeugträger entdeckt. Als sie den Namen des Schiffes liest, kommen tief vergrabene Erinnerungen wieder hoch.

Jojo Moyes australische Großmutter war eine der Frauen, die die anstrengende Reise von Australien nach England erlebte. Ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse sind in diesen wundervollen Roman mit eingeflossen.

Hauptsächlich dreht sich die Handlung um vier Protagonistinnen: France, Margaret, Jean und Avice. Die Autorin beschreibt sehr gut die z.T. katastrophalen Zustände auf dem Schiff. Ich habe mich beim Lesen direkt dorthin versetzt gefühlt.

Jojo Moyes hat mich mit diesem Roman gefesselt und ein Kapitel Geschichte lebendig werden lassen.

Dieser Roman hat alles, was ein gutes Buch braucht: Spannung, Liebe, Historie und Dramatik! Von mir: unbedingte Leseempfehlung!

„Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ Roman von Jojo Moyes, erschienen 2016 bei rowohlt, 512 Seiten, broschiert, 14,99 Euro, ISBN 978-3499267338

Bildnachweis: copyright rowohlt Verlag

Herzlichen Dank an rowohlt für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Böse Leute“ – Kriminalroman von Dora Heldt

Dora Heldt ist vor allem durch ihre kurzweiligen Familienromane bekannt. Mit „Böse Leute“ erschien ihr erster Kriminalroman, der 2016 bei dtv premium veröffentlicht wurde.

Es geht um rätselhafte Einbrüche auf Sylt, zwei Tote und ein Familiengeheimnis. Ein eigenwilliges Detektivquartett ermittelt auf seine eigene Weise immer schön an der Polizei vorbei.

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Sylt wird von einer unheimlichen Einbruchserie erschüttert. Es werden nur die Häuser alleinstehender älterer Frauen überfallen. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln.

Der vor kurzem berentete Ex-Hauptkommissar Karl Sönnigsen will die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand nehmen. Leider bringt ihm das ein Hausverbot seines Nachfolgers ein. Mit seinem Freund Onno, Chorschwester Inge und Strohwitwe Charlotte verfolgt das pfiffige Rentnerquartett bald eine heiße Spur.

Dora Heldt kann auch Krimi, obwohl es sich hier eher um eine Krmikomödie handelt. Wie gewohnt mit ganz viel Lokalkolorit und Humor. Die ideale Urlaubslektüre! Wer auf unterhaltsame Krimis ohne Blutvergießen steht, wird dieses Buch bestimmt lieben!

Charmante und liebenswürdige Protagonisten, viele Bekannten aus vorherigen Romanen und ein sehr angenehmer Erzählstil – perfekt zum Abschalten.

„Böse Leute“ – Krimi von Dora Heldt, erschienen 2016 bei dtv premium, 448 Seiten, 14,90 Euro, ISBN 978-3-423-26087-9

Bildnachweis: copyright dtv premium

Herzlichen Dank an dtv premium für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

Superfoods aus der Heimat: Pfiffig genießen mit über 60 Rezepten

Superfoods sind bekannt für ihren hohen Nährstoffgehalt. Die meisten Menschen wissen jedoch nicht, dass schon unsere Großmütter heimische Superfoods, wie Spinat, Topinambur und Walnüsse regelmäßig in ihren Gerichten verwendeten. Mittlerweile tauchen heimische Superfoods nun auf Märkten und in Gärten wieder auf und bieten uns eine abwechslungsreiche, regionale Küche.

In ihrem Buch „Superfoods aus der Heimat“ haben Claudia Lazar und Monika Cordes die besten heimischen Superfoods aufgespürt und über 60 Rezepte zusammengestellt.

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Neben jedem Rezept stehen in der Rubrik „Supergut zu wissen“ wichtige Informationen, Inhaltsstoffe und Tipps zu den verwendeten heimischen Superfoods. Darüber hinaus, geben die Autorinnen Ersatzmöglichkeiten für die vegane Ernährung an, sowie Wissenswertes über eine schonende Verarbeitung. Leckere und einfach nachzukochende Gerichte, Vor- und Nachspeisen sowie Smoothies mit heimischen Superfoods für jede Jahreszeit.

Wer gesund mit heimischen Zutaten kochen möchte, sollte sich unbedingt dieses tolle Kochbuch zulegen. Die vorgestellten Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert. So findet man schnell ein passendes Rezept.

Die Rezepte sind leicht verständlich und einfach nachzukochen. Durch die schönen Fotos im Buch bekommt man gleich Lust darauf, sie nachzukochen.

Dieses Buch ist ein super Geschenk für jeden, der sich bewußt mit frischen Zutaten ernähren möchte.

„Superfoods aus der Heimat“ von Claudia Lazar und Monika Cordes, erschienen im April 2016 bei Königsfurt-Urania, gebunden, 159 Seiten,  14,99 Euro, ISBN 978-3868261424

Bildnachweis: copyright Königsfurt-Urania

Herzlichen Dank an Königsfurt-Urania für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

Eine Insel nur für uns: Eine wahre Geschichte von Einsamkeit und Zweisamkeit von Adrian und Nina Hoffmann

Als Adrian und Nina Hoffmann im Alter von Ende 20 feststellen, dass in ihrem Leben etwas fehlt, wagen sie den Ausstieg. Sie kündigen ihre Jobs und lassen bis auf ihren Hund Sunday alles zurück, um ein Jahr auf einer einsamen Insel zu verbringen. Die knapp 1 km lange und 300 Meter breite Südsee-Insel im Königreich Kongo ist komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Doch auf im Paradies lauern Gefahren: ein Zyklon vernichtet vieles, was sich die beiden Aussteiger bis dahin mühsam aufgebaut haben. Eines Tages liegt ein toter Wal am Strand und vierzig Männer fallen in ihr Paradies ein, um dort ein illegales Seegurkencamp zu errichten.

Über ihre Erlebnisse auf der einsamen Insel haben Nina und Adrian Hoffmann jetzt ein Buch geschrieben „Eine Insel nur für uns“ lautet der Titel. Erschienen ist es am 16. Mai 2016 bei Eden Books.

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Bewunderswert, dass es wirklich Menschen gibt, die ihre Träume leben! Ein spannendes Aussteiger-Buch zum Träumen und Nachdenken. Die tollen Fotos im Innenteil machen Lust auf Urlaub. Und beim  Lesen habe ich mich oft gefragt, ob ich mein Leben nicht auch ändern möchte.

Ein tolles Buch für Träumer und Menschen, die sich für einsame Inseln interessieren.

„Eine Insel für uns“ von Adrian & Nina Hoffmann, erschienen am 16. Mai 2016 bei Eden Books, Taschenbuch, 272 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 978-3-959100-58-8

Bildnachweis: copyright Eden Books

Herzlichen Dank an Eden Books für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Der Irische Löwe: Anna Kronbergs vierter Fall von Annelie Wendeberg

Eigentlich ist die Annelie Wendeberg von Beruf Umweltmikrobiologin. Doch nachts bringt Annelie Menschen auf dem Papier um. Mit „Teufelsgrinsen“, „Tiefer Fall“ und „Die lange Reise“, in denen Anna Kronberg gemeinsam mit Sherlock Holmes ermittelt, ist Annelie Wendeberg eine der beliebtesten Krimi-Autorinnen des KiWi-Verlags geworden. Am 12. Mai 2016 erschien der vierte Fall für Anna Kronberg „Der Irische Löwe“ bei KiWi. Dieser Roman ist das Prequel zur Anna-Kronberg-Serie.

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Der historische Krimi rund um die vorgebliche Krankenschwester Anna Kronberg, die als Dr. Anton Kronberg eine geheime Doppelexistenz lebt, entführt mitten ins London des Viktorianischen Zeitalters.

Während Anna sich im schlimmsten Slum der Stadt um die Ärmsten der Armen kümmert, wird die Leiche einer jungen Prostituierten gefunden. Anna macht sich auf die Suche nach einem perfiden Frauenmörder. Und Anna steht mit dem hünenhaften Dieb Garret O’Hare der titelgebende Ire mit der Löwenmähne zur Seite, für den sie bald mehr als nur freundschaftliche Zuneigung empfindet.

Das Prequel zur Anna-Kronberg-Serie spielt in  London im Jahr 1885. Neuleser der Anna-Kronberg-Serie könnten durchaus mit diesem vierten Teil beginnen, da sie hiermit einen guten Einstieg in die Serie erhalten.

Anna lernt Garret kennen und eine zarte Liebe entwickelt sich. Das alles vor dem Hintergrund grausamer Frauenmorde, die einem berüchtigten Serienkiller zuzuordnen sind. Annas Arbeit im Krankenhaus wird detailliert beschrieben – definitiv nichts für zart besaitete Gemüter.

Der Schreibstil ist hart und schonungslos. Das passt sehr gut zum rauhen Leben in Londons Slumviertel.

Spannend mit einer Prise Liebe – ein gelungener Historien-Krimi, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat.

„Der Irische Löwe“ von Annelie Wendeberg, erschienen am 12. Mai 2016 bei KiWi, Taschenbuch, 208 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3462047639

Bildnachweis: copyright KiWi Verlag

Herzlichen Dank an KiWi für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.