„Als Hemingway mich liebte“ – Roman von Naomi Wood

Die 1983 geborene Autorin Naomi Wood studierte in Cambridge und promovierte an der University of East Anglia. Ihre Recherchen für diesen Roman führten sie von der British Library zur Library of Congress und zu Hemingways Wohnsitzen und Lieblingsplätzen in Chicago, Paris, Antibes, Key West und Kuba. Erschienen ist ihr Roman „Als Hemingway mich liebte“ im März 2016 bei Hoffmann und Campe. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Gerlinde Schermer-Rauwolf und Robert A. Weiß.
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Im Sommer 1926 fahren Hemingway und seine Frau Hadley von Paris in ihr Haus in Südfrankreich. Sie verbringen ihre Tage mit Schwimmen, Bridge, Drinks und Hadleys bester Freundin Pauline. Dass sie zugleich Hemingways Geliebte ist, scheint Mrs. Hemingway Nr. 1 in Kauf zu nehmen – vorerst. Bald ist klar: Weder sie noch Pauline wird die letzte Ehefrau sein.
Basierend auf Briefen und anderen authentischen Quellen beschwört Naomi Wood nicht nur die immer wieder scheiternden Ehen des Schriftstellers herauf, sondern auch die Atmosphäre in den Kreisen der Bohème jener Zeit. Eine tragische, herzzerreißende, großartig erzählte Geschichte über das Scheitern vierer Frauen an einem charismatischen Mann und erfolgreichen Schriftsteller.
In diesem Roman geht es um Ernest Hemingway und seine vier Ehefrauen: Hadley, Pauline, Martha und Mary – vier Geschichten von Liebe und Leidenschaft, Eifersucht und Verrat. Aber auch um die Erkenntnis, dass man einen Schriftsteller wie Ernest Hemingway niemals für sich allein haben wird.
Fazit
In Rückblicken lernt der Leser chronologisch die vier Ehefrauen des berühmten Schriftstellers kennen und begleitet sie bei ihrem Kennenlernen, ihrem gemeinsamen Leben und natürlich dem Ende ihrer Ehen. Der Roman umfasst die Jahre 1926 bis 1961 (Tod von Hemingway). Erzählt wird jeweils aus der Sicht einer seiner Ehefrauen.
Frauen spielten schon immer eine große Rolle in Hemingways Leben, obwohl er sie schlug und zuviel Alkohol trank.
Gekonnt verbindet die Autorin geschichtlich belegte Fakten mit einer fiktiven Romangeschichte. Der Roman wirkt so real – das zeugt von einer brillanten Recherche und Einarbeitung dieser Quellen ins Buch.
Ein wunderbarer Roman, der mir den Schriftsteller Hemingway und natürlich seine Frauen näher gebracht hat. Gleichzeitig ein tolles Porträt der damaligen Zeiten – eindrucksvoll beschrieben.
„Als Hemingway mich liebte“ – Roman von Naomi Wood, erschienen 2016 bei Hoffmann und Campe, gebunden, 368 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3455405590
Bildnachweis: copyright Hoffmann und Campe
Herzlichen Dank an Hoffmann und Campe für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
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