„Die Liebe meines Vaters“ – Roman von Sabine Eichhorst

Sabine Eichhorst studierte Germanistik und Soziologie und arbeitete lange als Journalistin für verschiedene Radioprogramme der ARD. Für ihre Reportagen wurde sie 2002 mit dem CIVIS-Medienpreis und 2011 mit dem Herbert-Quandt-Medienpreis ausgezeichnet. Seit 1993 schreibt sie auch Bücher und hat bis heute über zwanzig Sachbücher und Memoirs veröffentlicht. „Die Liebe meines Vaters“ ist ihr Roman-Debüt, welches am 1. Februar 2016 im Knaur Verlag als Taschenbuch veröffentlicht wurde.

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Als Loris Schorb 1930 in Budapest aus dem Zug steigt, verliert er sein Herz: Erst an die Stadt mit ihren Kuppeln und Brücken, ihrem pulsierenden Leben, den freundlichen Menschen, dem Duft von Mokka und warmem Mohnstrudel. Dann an die eigenwillige und kluge Éva, die zu allem eine Meinung hat, auch zur Politik. Drei Jahre lang reist Loris immer wieder nach Budapest – doch auch Éva liebt ihre Heimatstadt, und über das ferne Deutschland senkt sich bereits der Schatten des Nationalsozialismus. Kann es für sie und Loris eine gemeinsame Zukunft geben?

Ende der 1950er Jahre verliebt sich in München die junge Maria in den Ungarn János. Als sie ihm eines Tages alte Familienfotos zeigt, deutet er auf eine junge Frau – und erkennt in ihr seine Tante, Éva. Der Mann an ihrer Seite ist Marias im Krieg verschollener Vater Lori.

Der berührende Roman besteht nicht nur aus einer tragischen Liebesgeschichte, auch Loris Feldpostbriefe spielen eine große Rolle. Diese Feldpostbriefe haben mich zutiefst berührt, denn sie offenbaren die innersten Wünsche, Ängste und Gedanken eines Mannes, der im Krieg ist. Zudem beruht der Roman auf wahren Begebenheiten, denn ein Stapel von Feldpostbriefen wurden Sabine Eichhorst überlassen, die daraus diesen Roman verfasste.

Der leicht lesbare Schreibstil der Autorin hatte eine Sogwirkung auf mich, dem ich mich kaum entziehen konnte. Sie erzählt von zwischenmenschlichen Beziehungen während der schlimmen Zeit des 2. Weltkriegs, von Ungarn und von Menschen, die die Hoffnung nie aufgeben.

Auch ihre sehr bildhaften Beschreibungen von Budapest haben mich gefesselt und begeistert, zumal ich die Stadt selbst schon besucht habe und die Gefühle Loris`beim Erkunden der Stadt nachvollziehen kann.

Ein wunderbarer Roman voller Tragik, Romantik und Liebe, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat.

„Die Liebe meines Vaters“ – Roman von  Sabine Eichhorst, erschienen am 1. Februar 2016 im Knaur Verlag, Taschenbuch, 368 Seiten, 9,99 Euro,  ISBN 978-3-426-51665-2

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyrighr Knaur Verlag

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