„Vom Blaulicht ins Rotlicht. Wie ich vom Polizisten zum Bordellbetreiber wurde“ von Uwe Ittner

Mit 17 Jahren trat Uwe Ittner aus idealistischen Gründen in den Polizeidienst ein. Auf dem Revier München, Schwabing leistete er jahrelang Wach- und Streifendienst, bevor er nach einem Fachhochschulstudium zur Kriminalpolizei wechselte. Dort brachte er Schwerkriminelle, Drogendealer und Zuhälter zur Strecke.

Ittner findet Freunde in der Halbwelt. Er prügelte sich, säuft und feiert wilde Partys. Schließlich wurde er krank. Nach einem Rechtsstreit mit dem bayerischen Staat flüchtete arbeitsunfähig nach Italien. Seine Pistole behielt er, auch, um sie gegen sich selbst einsetzen zu können.

Als er nach Deutschland zurückkehrte, lernte er die Prostituierte Patrice kennen. Gemeinsam eröffneten sie ein Bordell in Dachau. Patrice lebte eine Zeit lang bürgerlich, ist Mutter geworden. Ohne Ittner. Er lernte vor sieben Jahren Simone kennen, die keine Ahnung von dem Gewerbe hatte, aber heute das Bordell leitet.

In seiner Autobiografie erzählt Uwe Ittner von seinen Jahren auf der Überholspur und den folgenden auf dem Abstellgleis. Seine Geschichte zeigt, dass es sich lohnt, wieder aufzustehen, wenn man hingefallen ist. Heute lebt er mit seiner Frau auf einer Alm in Österreich.

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Die Lebensgeschichte des Uwe Ittner könnte aus einem Film stammen, so unglaublich ist sie. Man bekommt einen interessanten Einblick hinter die Kulissen des Polizeialltags und auch in das Leben eines Bordellbesitzers. Es ist nicht alles nur schwarz oder weiß (gut oder schlecht), sondern jeder Beruf hat seine Sonnen- und Schatttenseiten.

Da die Schattenseiten im Polizeialltag immer größer wurden, hatte es zur Folge, dass sich Ittner einen neuen Beruf suchte. Da er bereits Kontakte zu Zuhältern in seinem Job als Polizist hatte, kannte er das Milieu bereits.

Super spannend geschrieben – ein Buch, das einen berührt und nachdenklich macht.

„Vom Blaulicht ins Rotlicht“ von Uwe Ittner, erschienen 2015 im riva Verlag, gebunden, 272 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-86883-672-1

Herzlichen Dank an den riva Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright riva Verlag

 

 

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