„Zerschunden“ – True-Crime-Thriller von Michael Tsokos und Andreas Gößling

Der 1967 geborene Michael Tsokos ist Professor für Rechtsmedizin und ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit dem Jahr 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine bisher veröffentlichten Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin wurden alle zu Bestsellern.

Der 1958 geborene promovierte Literatur- und Sozialwissenschaftler Andreas Gößling veröffentlichte unter Pseudonym und seinem eigenen Namen zahlreiche Sachbücher und verfasste Romane für jugendliche und erwachsene Leser.

„Zerschunden“ ist der Auftakt zu einer spannenden Serie von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner. Veröffentlicht wurde das Buch am 1. Oktober 2015 im Knaur Verlag.

Der erste Fall für Fred Abel

In der Umgebung europäischer Flughäfen passieren hintereinander Morde an Frauen, die der Täter mit der mysteriösen Parole „Respectez Asia“ beschriftet. Er hinterläßt nur minimale Spuren, daher rät Rechtsmedizinier Dr. Fred Abel vom BKA zur Haplotyp-Genanalyse. Mit diesem speziellen Verfahren kann man zwar nicht einen einzelnen Täter identifizieren, aber es ermöglicht die Eingrenzung einer Gruppe von Menschen, die in einer Linie miteinander verwandt sind.

Ausgerechnet ein alter Kumpel Abels aus gemeinsamen Bundeswehrzeiten gerät unter Mordverdacht. Abel hätte seinem Kumpel Lars Moewig niemals solche Verbrechen zugetraut, doch mangels Alibi wird Moewig in Untersuchungshaft genommen. Während Moewigs kleine Tochter an Blutkrebs stirbt, versucht Abel fieberhaft, den wahren Mörder zu entlarven. Eine rasante Verfolgungsjagd über ganz Europa gefährdet dabei nicht nur Abels Leben. Und die Zweifel an Moewigs Unschuld werden größer.

Fazit

Die im Thriller beschriebenen Ereignisse beruhren z.T. auf wahren Begebenheiten, die sich einfach unglaublich anhören. Die Autoren verbinden geschickt reale Ereignisse mit fiktiven Protagonisten – Gänsehaut pur!

Gleich am Anfang bekommt der Leser einen direkten Einblick in die seelischen Abgründe des Mörders. Ausführlich wird beschrieben, wie er sich sein nächstes Opfer aussucht.

Der Spannungsbogen ist von Anfang an sehr hoch gehalten und steigert sich kontinuierlich. Die detaillierten Beschreibungen der Morde erfordern ein starkes Nervenkostüm vom Leser, zumal man weiß, dass sie zum großen Teil realen Morden entsprechen. Ein wahrer Pageturner, der beim Leser das Gefühl von Angst und Beklemmung erzeugt.

Sprachlich ist der Thriller leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen. Tsokos passte seine Wortwahl und Ausdrucksweise perfekt dem jeweiligen Mileu seiner Protagonisten und ihren Handlungen an.

Am Ende wartet ein Cliffhanger auf den Leser. So kann man sich schon auf den zweiten Fall für den Rechtsmediziner Abel freuen.

Sehr gut finde ich das Nachwort von Michael Tsokos. Hier verrät er, welche Begebenheiten im Thriller nur Fiktion sind und welche authentisch sind.

„Zerschunden“ – True-Crime-Thriller von Michael Tsokos und Andreas Gößling, erschienen am 1. Oktober 2015 im Knaur Verlag, Quality Paperback, 432 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-51789-5

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für das bereitgstellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

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