„Mord an der Förde“ – Krimi von H. Dieter Neumann

Der ehemalige Luftwaffenoffizier der Bundeswehr  H. Dieter Neumann veröffentlichte bereits zwei Politthriller, bevor er sich an seinen ersten Kriminalroman mit dem Titel “Die Tote von Kalkgrund” wagte. Nun liegt der zweite Krimi mit dem sympathischen Ermittler-Duo Helene Christ und Edgar Schimmel vor: „Mord an der Förde“ lautet der Titel des Buches,  welches im Juli 2015 im Grafit Verlag als Taschenbuch veröffentlicht wurde.

Der Tod macht keinen Urlaub

Eigentlich wollte Kommissarin Helene Christ in den wohlverdienten Segelurlaub mit Freund Simon Simonsen aufbrechen, doch ein Mord durchkreuzt ihre Pläne. Im Wald nahe der Ostseesteilküste wird die Leiche der vierzehnjährigen Clarissa gefunden. Das Mädchen war Teilnehmerin des Ferienlagers Nis Puk und laut Freundin Gesa in einen ihrer Betreuer verknallt. In der Mordnacht hatte sie eine Verabredung mit Alim Tayfur – und von dem fehlt seither jede Spur. Als man Alims DNA an der Leiche identifiziert, steht der Mörder für Christs Kollegen Edgar Schimmel daher schnell fest. Fakten lügen nicht. Helene Christ bekommt jedoch hautnah mit, dass in der Familie des Mädchens einiges im Argen liegt. Bruder Patrick hat keinen Zweifel daran, dass sein Vater Clarissas Mörder ist. Und tatsächlich verhält sich Carl von Sassenheim alles andere als kooperativ. Im Gespräch mit dem Mann überkommt Helene ein ungutes Gefühl. Was haben die von Sassenheims zu verbergen?

Fazit

Auch der zweite Regionalkrimi von H. Dieter Neumann überzeugte mich mit seinem logischen und sehr gut durchdachten Plot. Nach einem spannenden Prolog, in dem eine Mafia-Szenerie beschrieben wird, kommt der Krimi schnell in Fahrt.

Der norddeutsche Lokalkolorit macht das Lesen zum Vergnügen.Sehr bildhaft wird die Küstenregion beschrieben, so dass das Kopfkino sofort in Gang gesetzt wird und man alles vor Augen hat. Man kann der Handlung gut folgen und mehrere Verdächtige laden zum Nachdenken über den Täter ein.

Neumanns Schreibstil punktet zusätzlich mit unterschwelligem Humor, der der Krimihandlung noch zusätzlichen Schwung gibt. Etliche unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen kontinuierlich hoch. Am Ende werden alle Fährten und Spuren gekonnt zusammengeführt.

Begeistert hat mich das Nachwort des Autors. Hier wird Bezug auf einen realen Mafia-Kriminalfall genommen – sehr lesenswert!

„Mord an der Förde“ – Krimi von H. Dieter Neumann, erschienen im Juli 2015 im Grafit Verlag, Taschenbuch, 220 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-89425-462-9

Herzlichen Dank an den Grafit Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Grafit Verlag

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