Archiv für den Monat September 2015

„Fräulein Kubitschek pfeift auf die Liebe“ – Roman von Anna Stein

Die 1975 geborene Autorin Anna Stein arbeitete einige Zeit in der Werbe- und Medienbranche und ist heute für das Fundraising und die Öffentlichkeitsarbeit einer gemeinnützigen Organisation tätig. „Fräulein Kubitschek pfeift auf die Liebe“ ist ihr Debütroman,  der 2015 im Knaur Verlag als Taschenbuch veröffentlicht wurde.

Die magische Kraft der Sehnsucht

In einem großen Altbau im Ostteil von Berlin wohnt die 34jährige Charlotte Kubitschek. Die Nächte tanzt sie durch, tagsüber sitzt sie bei Pinkemann an der Kasse. Nach einem schlimmen Ereignis in ihrer Jugend , schaffte sie das Abitur nicht mehr und schon hatte es sich mit ihren Zukunftsträumen erledigt.

Während sie an der Kasse bei Pinkemann sitzt, analysiert sie die Einkäufe der männlichen Kunden. Schnell kriegt Charlotte heraus,  wer sich als Mann für eine Nacht eignen könnte und genau diese Männer schleppt sie ab. Und am nächsten Morgen wirft sie ihre One-night-stands wieder hinaus. Denn Charlotte hat schon früh gelernt: man darf sein Herz an nichts und niemanden hängen, denn es könnte dort hängen bleiben.

Während Charlotte die Männer voll im Griff hat, trifft das leider nicht auf ihren neuen Vermieter Sattkowski zu. Dieser will das alte Haus luxussanieren lassen. Fast alle Mieter hat er schon hinausgeekelt, nur Charlotte, die 94 jährige Elise und Juri wohnen noch dort. Um sich gegen ihren Vermieter zu wehren, müssen sich alle drei verbünden, doch die beiden Frauen können sich auf den Tod nicht ausstehen. Doch bald merken sie, dass sie nicht nur die Liebe zum Swing teilen.

Fazit

Erzählt wird der unterhaltsame Roman aus drei Perspektiven: aus Charlottes, Elises und Juris. Die Erzählsprache passt sehr gut zum Setting: teilweise Berliner Dialekt, der ja oft recht ruppig rüberkommt.

Die Entwicklung der einzelnen Charaktere ist sehr interessant beschrieben. Nach und nach offenbart sich dem Leser, welches Schicksal Elise trägt und warum Charlotte so geworden ist, wie sie ist. Beide Charaktere haben viel Leid und Kummer erlebt und das hat mich beim Lesen oft nachdenken lassen.

Sehr humorvoll wird erzählt, welche Aktionen die drei verbliebenen Mieter unternehmen, um doch noch in ihrem Haus bleiben zu können.

Mich hat der Roman bestens unterhalten. Er hat mich betroffen gemacht und ich konnte die Wut und Verzweiflung der drei Protagonisten sehr gut nachempfinden. Er hat mich nachdenklich gemacht, denn Charlottes verzweifelte One-night-stands sind Ausdruck ihrer Suche nach Glück. Und er hat mich wegen Elises Schicksal traurig gemacht.

Ein toller Debütroman mit einer ganz besonderen Geschichte! Unbedingte Leseempfehlung!

„Fräulein Kubitschek pfeift auf die Liebe“ – Roman von Anna Stein, erschienen 2015 im Knaur Verlag, Taschenbuch, 272 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3426516584

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

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„Das gute Kind“ – Kriminalroman von Helge Thielking

Helge Thielking machte seine Reiseleidenschaft zum Beruf und studierte Tourismuswirtschaft und Marketing. Noch während des Studiums entdeckte er seine zweite Leidenschaft: das Schreiben. Sein Kriminalroman „Das gute Kind“ erschien im August 2015 bei Bastei Lübbe als Taschenbuch.

Spannendes Psycho-Drama

Vor 18 Jahren erschütterte der Mord an Anja Weitz und ihrer wenige Monate alten Tochter Lena die Öffentlichkeit. Obwohl die Leichen nie gefunden wurde, wurde in einem Indizienprozess der Vater des Babys, Bernd Noack, zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt.
Fast zwanzig Jahre später steht eine junge Frau vor der Tür der suspendierten Kriminalkommissarin Femke Sundermann und behauptet, Lena Weitz  zu sein. Sie weiß Dinge aus der Vergangenheit, die nur Femke und ihre verschwundene Freundin Anja wissen können.
Ist die junge Frau wirklich Lena? Und wo ist Anja? Sagt sie die Wahrheit? Entgegen aller Ratschläge rollt Femke den abgeschlossen geglaubten Kriminalfall wieder auf. Die Entdeckungen sind so unglaublich, dass dafür mehrere Menschen mit dem Leben bezahlen müssen.
Fazit
Ein Krimi, der eher die Bezeichnung Psychthriller tragen sollte. Die Handlung hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich musste immer weiter lesen, so spannend ist die Handlung.
Jedes Kapitel birgt neue Überraschungen und Wendungen. Zwei verschiedene Handlungsstränge werden gekonnt miteinander verknüpft: zum einen Femkes Suche nach der Wahrheit, zum anderen ein verbrannter Mann in einem Auto. Beide Fälle scheinen irgendwie zusammen zu hängen. Die Auflösung des Ganzen ist völlig unerwartet und schockierend!
Die Protagonisten werden glaubhaft beschrieben und man kann sich beim Lesen gut in sie hineinversetzen.
Dieser Krimi hat mich überrascht, begeistert und mir viele aufregende Lesestunden geschenkt.
Ich habe nur eine Kleinigkeit auszusetzen: das Buchcover passt überhaupt nicht zum Inhalt.
„Das gute Kind“ – Kriminalroman von Helge Thielking, erschienen im Auguts 2015 bei Bastei Lübbe, Taschenbuch, 320 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3404172146
Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe
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„Leichtes Opfer“ – Thriller von Roger Smith

Der 1960 in Johannesburg geborene Roger Smith ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Während der südafrikanischen Apartheidjahre hat er das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv gegründet. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen.
Sein Debüt »Kap der Finsternis« aus dem Jahr 2009 war ein großer internationaler Erfolg und wird in Hollywood verfilmt. 2010 erschien »Blutiges Erwachen«, beide Bücher standen wochenlang auf Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste.

Sein neuer Thriller „Leichtes Opfer“ erschien 2015 im Klett-Cotta Verlag als gebundenes Buch. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Klaus Timmermann.

Schuld und Sühne in Kapstadt

Während ihres Liebesspiels werden Michael Lane und seine Frau Beverly durch laute Schreie gestört. Sie vermuten den drogenabhängigen Sohn ihrer Nachbarin hinter dem Krach, doch als die beiden nach dem Grund der Schreie schauen, sehen sie Schreckliches: im Garten, vor dem Poolhaus, liegt eine tote junge Frau. Neben ihr steht Christopher, der gemeinsame Sohn des Ehepaares.

Beverly Lane hat sofort einen Plan: um ihren Sohn zu schützen, brauchen sie schnell einen anderen Mordverdächtigen. Sie entwickelt eine hinterhältige Intrige, die das Schicksal zweier Familien untrennbar miteinander verbindet und in einer Katastrophe endet. Als Täter hat sich Beverly Lyndall, den drogenabhängige Sohn der langjährigen Hausangestellten ausgesucht.  Michael empfindet nach der Verhaftung des farbigen jungen Mannes die heftigsten Schuldgefühle. Je mehr Lügen erzählt werden, desto größer wird die Katastrophe, auf die alle Beteiligten hinsteuern.

Fazit

Was für ein genialer Thriller! Er entwickelt von Beginn an einen Sog, den man sich kaum entziehen kann. Eine Lüge zieht eine neue nach sich und bald werden Opfer zu Tätern und umgekehrt. Jede beschriebene Handlung ist in sich schlüssig und baut einen enormen Spannungsbogen auf.

Dieser Roman ist nicht nur ein komplexer Thriller, sondern auch ein sehr gesellschaftskritisches Buch, das die Gegensätze von farbigen und weißen Menschen sowie ihren gesellschaftlichen Status thematisiert.

Roger Smith` Schreibstil ist schnörkellos und brutal. Seine realistischen Beschreibungen der Gewalt fordern vom Leser starke Nerven. Von diesem Autor möchte ich unbedingt noch weitere Bücher lesen. Er hat mich mit diesem Thriller total fasziniert!

„Leichtes Opfer“ – Thriller von Roger Smith, erschienen 2015 im Klett-Cotta Verlag, gebunden, 336 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-608-50136-0

Herzlichen Dank an den Klett-Cotta Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Klett-Cotta

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„Downton Abbey – Hausregeln für die Dienerschaft“ von Charles Carson

Wer die Kultserie Downton Abbey kennt, kennt natürlich auch den Butler von Downton Abbey, Charles Carson. Seit Jugendtagen dort angestellt, hat er eine ganz besondere Beziehung zur Familie Crawley und vor allen Dingen zur ältesten Tochter Mary. Die Familie Crawley ist Carsons Lebensinhalt und er setzt alles daran, den guten Ruf des Hauses zu bewahren. Seine strengen Regeln hat er nun in einem Handbuch niedergeschrieben. „Downton Abbey – Hausregeln für die Dienerschaft“ lautet der Titel des kleinen Buches, welches am 14. September 2015 bei Edel Books veröffentlicht wurde.

Chefbutler Carsons strenge Führung

In diesem Buch kann der Leser einen eigenen Blick in die Welt des Personals von Downton Abbey werfen. Hier erfährt man alles Wichtige über die Wahl des passenden Kleidungsstücks, das professionelle Dekantieren von Wein, den korrekten Empfang von Gästen sowie das richtige Säubern und Platzieren des Silberbestecks. Filigrane originalgetreue Illustrationen veranschaulichen die strengen Regeln des Hauses.

Fazit

Das kleine Büchlein des Butlers Carson bietet dem Fan der Serie alles Wissenswerte über die täglichen Aufgaben des Personals auf Downton Abbey. Von Kammerzofe über Haushälterin bis hin zur Köchin: jeder Arbeitsbereich wird detailliert beschrieben. Eine wundervolle Ergänzung zur DVD, die man immer wieder gern zur Hand nimmt. Und wer weiß? Vielleicht kann man den einen oder anderen Tipp selbst einmal gebrauchen, z.B. wenn man einen Job als Hausdame in einem Schloss annimmt?

„Downton Abbey – Hausregeln für die Dienerschaft“ von Charles Carson, erschienen am 14. September 2015 bei Edel Books, gebunden, 120 Seiten, 12,95 Euro,  ISBN 978-3-8419-0392-1

Herzlichen Dank an Edel Books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Edel Books

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„Torte mit Stäbchen. Eine Jugend in Schanghai“ – Roman von Susanne Hornfleck

Dr. phil. Susanne Hornfeck ist Germanistin und Sinologin, Autorin und Übersetzerin. Fünf Jahre lebte und lehrte sie in Taipei. 2007 wurde sie mit dem renommierten C.H. Beck Übersetzerpreis ausgezeichnet. Ihr Roman „Torte mit Stäbchen“ erschien im August 2015 in der Reihe Hanser im dtv. Empfohlen wird der Roman für Leser ab 14 Jahren.

Eine Jugend in Schanghai

Während der Reichspogromnacht 1938 wird auch die Konditorei des Ehepaars Finkelstein zerstört. Finkelsteins beschließen daraufhin, nach Schanghai und in eine ungewisse Zukunft zu fliehen. Was für ihre Eltern ein Schrecken ist, ist für ihre Tochter Inge das große Abenteuer: Während die Eltern ums Überleben kämpfen, erobert sie mit ihrem Freund Sanmao, einem Halbnchinesen, die Stadt, die Menschen und die Sprache.

Als ihre Eltern 1947 Schanghai verlassen und nach Australien fahren, bleibt Inge auf eigenen Wunsch in Schanghai zurück. Hier kann sie endlich frei sein.

Fazit

Der Roman beschreibt das Leben einer deutschen halb-jüdischen Familie in Schanghai. Die einzelnen Familienmitglieder gehen sehr unterschiedlich mit ihrer neuen Situation um. Während die 9jährige Inge neugierig auf das Leben in China ist und sich schnell für Alles begeistert, leiden ihre Eltern unter dem Verlust ihrer Existenz in Deutschland. Inges Vater plagen außerdem die schrecklichen Erinnerungen an seine Erlebnisse im KZ.

Die Autorin beschreibt die besondere Atmosphäre in Schanghai sehr bildhaft. Hier habe ich zum ersten Mal davon gehört, dass die Judenverfolgung der Nazis bis nach China reichte. Beeindruckend, wie in diesem Roman reale geschichtliche Begebenheiten mit einer fiktiven Familiengeschichte verwoben werden.

Man begleitet die 9jährige Inge vom Kind bis zur Erwachsenen und erlebt ihre Jugend in Shanghai hautnah mit. Und ganz nebenbei erhält man noch einen lebendigen Geschichtsunterricht über eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte.

Nicht nur für junge Leser lesenswert!

„Torte mit Stäbchen. Eine Jugend in Schanghai“ – Roman von Susanne Hornfleck, erschienen 2015 im dtv, Reihe Hanser, Taschenbuch, 384 Seiten, 8,95 Euro, ISBN 978-3-423-62609-5

Herzlichen Dank an den dtv für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright dtv

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„Mord an der Förde“ – Krimi von H. Dieter Neumann

Der ehemalige Luftwaffenoffizier der Bundeswehr  H. Dieter Neumann veröffentlichte bereits zwei Politthriller, bevor er sich an seinen ersten Kriminalroman mit dem Titel “Die Tote von Kalkgrund” wagte. Nun liegt der zweite Krimi mit dem sympathischen Ermittler-Duo Helene Christ und Edgar Schimmel vor: „Mord an der Förde“ lautet der Titel des Buches,  welches im Juli 2015 im Grafit Verlag als Taschenbuch veröffentlicht wurde.

Der Tod macht keinen Urlaub

Eigentlich wollte Kommissarin Helene Christ in den wohlverdienten Segelurlaub mit Freund Simon Simonsen aufbrechen, doch ein Mord durchkreuzt ihre Pläne. Im Wald nahe der Ostseesteilküste wird die Leiche der vierzehnjährigen Clarissa gefunden. Das Mädchen war Teilnehmerin des Ferienlagers Nis Puk und laut Freundin Gesa in einen ihrer Betreuer verknallt. In der Mordnacht hatte sie eine Verabredung mit Alim Tayfur – und von dem fehlt seither jede Spur. Als man Alims DNA an der Leiche identifiziert, steht der Mörder für Christs Kollegen Edgar Schimmel daher schnell fest. Fakten lügen nicht. Helene Christ bekommt jedoch hautnah mit, dass in der Familie des Mädchens einiges im Argen liegt. Bruder Patrick hat keinen Zweifel daran, dass sein Vater Clarissas Mörder ist. Und tatsächlich verhält sich Carl von Sassenheim alles andere als kooperativ. Im Gespräch mit dem Mann überkommt Helene ein ungutes Gefühl. Was haben die von Sassenheims zu verbergen?

Fazit

Auch der zweite Regionalkrimi von H. Dieter Neumann überzeugte mich mit seinem logischen und sehr gut durchdachten Plot. Nach einem spannenden Prolog, in dem eine Mafia-Szenerie beschrieben wird, kommt der Krimi schnell in Fahrt.

Der norddeutsche Lokalkolorit macht das Lesen zum Vergnügen.Sehr bildhaft wird die Küstenregion beschrieben, so dass das Kopfkino sofort in Gang gesetzt wird und man alles vor Augen hat. Man kann der Handlung gut folgen und mehrere Verdächtige laden zum Nachdenken über den Täter ein.

Neumanns Schreibstil punktet zusätzlich mit unterschwelligem Humor, der der Krimihandlung noch zusätzlichen Schwung gibt. Etliche unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen kontinuierlich hoch. Am Ende werden alle Fährten und Spuren gekonnt zusammengeführt.

Begeistert hat mich das Nachwort des Autors. Hier wird Bezug auf einen realen Mafia-Kriminalfall genommen – sehr lesenswert!

„Mord an der Förde“ – Krimi von H. Dieter Neumann, erschienen im Juli 2015 im Grafit Verlag, Taschenbuch, 220 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-89425-462-9

Herzlichen Dank an den Grafit Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Grafit Verlag

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„Hinter den Kulissen von Downton Abbey“ – Der offizielle Begleiter zu allen vier Staffeln!

Sobald die Titelmelody von „Downton Abbey“ im Fernsehen ertönt, zieht es Millionen von Zuschauern vor den Bildschirm. „Hinter den Kulissen von Downton Abbey“ ist am 14. September 2015 bei Edel Books erschienen und gewährt dem Fan der Serie spannende Einblicke hinter die Kulissen der Kultserie.

In diesem umfassenden Begleitbuch zur Serie erfahren die Fans aus erster Hand, wie die Dreharbeiten ablaufen und wieviel Zeit und Mühe im Kostümdesign, den Requisiten, typischen Speisen und Umgangsformen der Zeit stecken.

Unzählige Fotos vom Set, exklusive Materialien und Memorabilien, wichtige Hintergründe zum Making-Off sowie Zitate der Schauspieler und anderer Mitwirkender machen das Buch authentisch.

Fazit

Auf 304 reich bebilderten Seiten findet der Leser jede Menge interessante Hintergrundinformationen zu der beliebten Fernseh-Serie. Es macht unheimlich viel Spaß, im Buch zu blättern und sich an wichtige Szenen der Staffeln eins bis vier Serie zu erinnern. Und mit diesem Hintergrundwissen versteht man bestimmte Handlungsweisen der Protagonisten viel besser. Dieses faszinierende Begleitbuch von Downton Abbey sollte bei jedem Fan der Kult-Serie im Bücherregal stehen! Unbedingte Leseempfehlung!

„Hinter den Kulissen von Downton Abbey“ – Der offizielle Begleiter zu allen vier Staffeln!, erschienen am 14. September 2015 bei Edel Books, gebunden, 304 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-8419-0380-8

Herzlichen Dank an Edel Books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Edel Books

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„Zwei fürs Leben“ – Liebesroman von Julia Hanel

Die 1987 geborene Autorin Julia Hanel studierte Literaturwissenschaft und arbeitete danach als Redakteurin für ein Lokalmagazin. Ihr Debüt-Liebesroman „Zwei fürs Leben“ erschien im Juni 2015 im Ullstein Verlag als Taschenbuch.

Verliebt in einen Unbekannten

Anni liegt nach einem schweren Fahrrad-Unfall dreizehn Tage lang im Koma. Als sie im Krankenhaus erwacht, hört sie eine fremde Stimme in ihrem Kopf. Sie gehört zu Ben, einem jungen Architekten, der behauptet, im Koma zu liegen und ihre Gedanken zu hören. Anni ist skeptisch. Doch am nächsten Tag ist Bens Stimme wieder in ihrem Kopf. Und am übernächsten auch. Schon bald werden die Gespräche mit Ben, die mal witzig und mal nachdenklich sind, zum Höhepunkt ihres Tages. Obwohl sie einander noch nie gesehen haben, kommen sich Anni und Ben immer näher. Zu nah, denn beide sind in festen Beziehungen. Trotzdem lässt sie die Stimme des anderen nicht mehr los, und Anni beginnt sich zu fragen, ob man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben kann.

Fazit

Erzählt wird der Roman abwechselnd aus Annis und Bens Perspektive. In dem Moment, wenn sich jeweils der andere in den Gedanken wiederfindet, wechselt die Erzählperspektive in eine Unterhaltung zwischen Anni und Ben. Und genau diese Dialoge geben dem Roman seinen besonderen Stil. Sie sind witzig und oft nachdenklich.

Durch ihre intensiven Gespräche, die zwar nur in den Gedanken der Protagonisten stattfinden, lernt man Anni und Ben sehr gut kennen. Im Laufe eines Jahres lernen sich die beiden immer besser kennen, obwohl sie sich noch nie gesehen haben. Als Annis Krankenhausentlassung naht, beschließen sie sich zu treffen, obwohl Anni noch in einer festen Beziehung steckt. Doch am verabredeten Treffpunkt  erscheint Ben nicht.

Mich hat dieser Roman mit seiner zarten Liebesgeschichte verzaubert. Ich habe die ganze Zeit auf ein Happy End gehofft – ob es eins gibt, verrate ich an dieser Stelle nicht! Von Beginn an wurde mein Kopfkino in Gang gesetzt und ich habe mit beiden Protagonisten mitgefiebert. Dieser Roman hat mich sehr gut unterhalten.

Ein tolles Roman-Debüt, dass ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann!

„Zwei fürs Leben“ – Liebesroman von Julia Hanel, erschienen im Juni 2015 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 304 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-548-28672-3

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

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„Die Legende des Feuerberges“ – historischer Neuseeland-Roman von Sarah Lark

Die 1958 geborene Sarah Lark entdeckte schon sehr früh ihre Leidenschaft für Neuseeland und dessen magische Landschaften. Lark wohnt in Spanien und schreibt neben ihren erfolgreichen Neuseelandromanen historische Romane unter ihrem Pseudonym Ricarda Jordan. Ihr neuer Roman „Die Legende des Feuerbergs“ erschien im August 2015 im Bastei Lübbe Verlag als gebundenes Buch.

Opotiki, Nordinsel im Jahr 1880

Aroha wächst in dem von ihrer Mutter Linda geführten Waisenhaus glücklich auf. Ein Tag im September verändert jedoch ihr Leben, als sie in Neuseelands großes Zugunglück gerät und Schreckliches erleben muss.
Auf der Schaffarm ihrer Tante, Rata Station, soll sie genesen und wieder Hoffnung finden. Mit Hilfe des träumerischen Robin und ihrer temperamentvollen Cousine March wagt sie schließlich einen großen Schritt, und es kommt zu einer Begegung, die ihrem Leben eine ungeahnte Wendung gibt .

Fazit

Der letzte und dritte Teil der Trilogie beschert dem Leser ein Wiedersehen mit einigen Protagonisten aus dem Vorgängerroman. Alle drei Bücher enthalten eine in sich abgeschlossene Geschichte, beziehen sich vom Inhalt her aber aufeinander. Daher empfiehlt es sich, die beiden Vorgängerbände „Die Zeit der Feuerblüten“ und „Der Klang des Muschelhorns“ zu lesen.

Ein großes Thema im Roman ist die Industrialisierung, der Tourismus sowie der Fremdenhass. Im Gegensatz zu den Vorgängerbänden, in denen die Familiengeschichte im Mittelpunkt stand, wird in diesem Teil der Trilogie mehr Wert auf geschichtliche Ereignisse gelegt.

Dennoch rundet das Buch die Neuseeland-Saga sehr gut ab und hat mir schöne Lesestunden beschert. Die über 800 Seiten Lesestoff habe ich kaum bemerkt. Ich freue mich  schon auf weitere Romane der Autorin!

„Die Legende des Feuerberges“ – historischer Neuseeland-Roman von Sarah Lark, erschienen im August 2015 bei Bastei Lübbe, gebunden, 832 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3785725368

Herzlichen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

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„Straße nach Nirgendwo“ – Roman von Nele Löwenberg

Nele Löwenberg ist der Mädchenname der Bestsellerautorin Nele Neuhaus. Unter ihrem bekannten Autorennamen Nele Neuhaus erlangte sie mit ihren Krimis Weltruhm. Ihr zweiter Roman aus der Sheridan-Grant-Serie mit dem Titel „Straße nach Nirgendwo“ erschien am 11. September 2015 im Ullstein Verlag.

Ein schicksalshafter Amoklauf

Nach einem Familienstreit verläßt die 17-jährige Sheridan Grant Nebraska, ohne sich von ihrer Adoptivfamilie zu verabschieden. In New York will sie ihr Glück als Sängerin versuchen. Ihr ungeliebter Bruder Esra macht aber ihre Träume am Weihnachtsmorgen zunichte: er richtet ein Blutbad auf der Ranch an. Sheridans Vater und ein Bruder sind schwer verletzt und liegen auf der Intensivstation, ein anderer Bruder sowie ein Farmarbeiter werden von ihm erschossen. Auch Esra überlegt das Massaker nicht.

Sheridan flieht vor der Presse und den hasserfüllten Anschuldigungen ihrer Adoptivmutter Rachel, die ihr die Schuld an diesem Unglück gibt. Während sie versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, deckt Detective Jordan Blystone ein dreißig Jahre altes Familiengeheimnis auf und bringt Rachel Grant deswegen vor Gericht. Hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach ihrer Heimat und der Chance, die Schatten der Vergangenheit für immer hinter sich zu lassen, muss Sheridan eine schwere Entscheidung treffen.

Fazit

Da die Autorin im Laufe des Romans immer wieder Bezug auf den ersten Teil der Sheridan-Grant-Reihe nimmt, findet man sich sofort gut in die Handlung ein. Diese wird aus Sheridans Sicht erzählt. Neben der tragischen Geschichte um Sheridan gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang, in dem die Lebensgeschichte von Detective Jordan Blystone erzählt wird.

Der leicht lesbare Schreibstil der Autorin besitzt deutliche Krimi-Elemente. Nele Löwenberg kann nicht verbergen, dass sie auch eine sehr gute Krimi-Autorin ist! Sheridans Geschichte ist voller Dramatik und verzweifelten Handlungen. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in sie hineinversetzen. Der Spannungsbogen wird kontinuierlich hoch gehalten, das liegt auch an vielen unerwarteten Wendungen.

Auch der zweite Teil der Sheridan-Grant-Reihe hat mich viele Stunden lang gefesselt und mir spannende Lesestunden bereitet. Hoffentlich gibt es noch einen weiteren Teil, denn meiner Meinung nach ist die Geschichte von Sheridan noch nicht zu Ende erzählt!

„Straße nach Nirgendwo“ – Roman von Nele Löwenberg, erschienen am 11. September 2015 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 496 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-548-28738-6

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

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