Archiv für den Monat Juli 2015

„Die stille Kammer“ – Psychothriller von Jenny Blackhurst

Die britische Autorin Jenny Blackhurst arbeitet als Systemadministratorin für die Feuerwehr. In ihrer Freizeit schreibt sie an ihrem zweiten Roman. Ihr Romandebüt „Die stille Kammer“ erschien im Mai 2015 im Bastei Lübbe Verlag als Taschenbuch.

Lebt Dylon noch?

Susan Webster wurde wegen Mordes an ihrem 3 Monate alten Sohn Dylan in die forensische Psychiatrie gesteckt. Durch eine postnatale Psychose soll sie das Kind erstickt haben, kann sich an die Tat aber nicht erinnern.

Nach einigen Jahren Haft wird sie aus der Psychiatrie entlassen und versucht, ein neues Leben unter einer anderen Identität zu beginnen. Außer ihrer Freundin Cassie, die sie in der Psychiatrie kennenlernte, hat Emma Cartwright alias Susann Webster niemanden mehr, denn ihr Mann Mark, der das tote Baby fand, ließ sich von ihr scheiden.

Eines Tages erhält Emma einen Brief, dem ein Foto von Dylan als Kleinkind beigefügt ist. Adressiert ist er an ihren alten Namen Susan Webster. Sollte ihr Sohn noch leben? Wer hat ein Interesse daran, Emma zu schaden? Viele Fragen und keine Antworten quälen die junge Frau.

Hilfe bei ihren Nachforschungen bekommt Emma von Nick, einem Journalisten, der damals einen Artikel über den Mord an ihrem Sohn schrieb.

Fazit

Die Protagonistin Emma erzählt in der Ich-Form von ihrem Leben nach der Haftzeit in der forensischen Psychiatrie. Dadurch kann man ihre Schuldgefühle und Ängste hautnah fühlen.

Eingefügt werden Kapitel, die 20 Jahre zuvor spielen. Sie handeln von Jack und einer Jugendgruppe. Die Rückblicke in die Vergangenheit treiben die Geschichte immer weiter voran und bald ist klar, das hier kaum jemand ist, der er vorgibt zu sein.

Beide Handlungsstränge werden erst sehr spät zusammengeführt und genau das macht den Psychothriller sehr spannend. Viele der Protagonisten kann man nicht einschätzen und daher überrascht das Buch mit einigen unerwarteten Wendungen. Der Showdown am Ende ist Gänsehaut pur! Genauso sollte ein Psychothriller sein!

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, mir wohlige Gänsehaut beschert und mich bis zum Ende gefesselt!

„Die stille Kammer“ – Psychothriller von Jenny Blackhurst, erschienen im Mai 2015 bei Bastei Lübbe, Taschenbuch, 446 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-404-17219-1

Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe Verlag

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„Die Macht des Guten. Der Dalai Lama und seine Vision für die Menschheit“ von Daniel Goleman

Daniel Goleman promovierte als Psychologe an der Harvard University und arbeitete als Journalist bei der „New York Times“ und „Psychology Today“, bis er 1995 mit „Emotionale Intelligenz“ den internationalen Durchbruch schaffte. In den 80iger Jahren lernte Goleman den Dalai Lama persönlich kennen und schätzen. Da seine wesentlichen Gedanken noch nie in einem einzigen Buch erschienen sind, bat er seinen langjährigen Freund Goleman, dies zu übernehmen. Am 1. Juni 2015 erschien Golemans Buch „Die Macht des Guten“ im O.W.Barth Verlag.

Großes Manifest zur Lage und Zukunft des Menschen

Am 6. Junil 2015 wurde das religiöse und politische Oberhaupt der Tibeter 80 Jahre alt. Dies nahm er zum Anlass, eine ganz persönliche Botschaft in die Welt zu schicken.

Der Dalai Lama ist in der heutigen Zeit zu einer Art Ikone geworden, deren Worte großes Gewicht haben. Er ist über alle Grenzen sehr beliebt und von überzeugendem Auftreten.

Seine Vision für die Menscheit verkörpert er bereits selbst und stellt damit viele unserer heutigen Wertvorstellungen auf den Kopf. Seiner Meinung nach werden viele vom Menschen verschuldete Tragödien durch einen Mangel an Mitgefühl ausgelöst. Nur wenn man Mitgefühl besitzt, kann man den Anforderungen einer vernetzten Welt gewachsen sein. Wir müssen selbst aktiv werden und uns nicht von Regierungsentscheidungen oder der UN abhängig machen.

Dieses Buch basiert hauptsächlich auf vielen stundenlangen Interwievs und Gesprächen, die Goleman in 30 Jahren mit dem Dalai Lama führte. Außerdem auf Vorträgen und Schriften.

Fazit

Mit diesem sehr persönlichen Buch erhält man einen umfassenden Einblick in die wichtigsten Botschaften des Dalai Lama. Auch für Menschen, die mit Religion nichts anfangen können, bietet der Dalai Lama viele Denkanstöße für ein besseres Leben. Wichtig ist dabei vor allem das Mitgefühl. Die Gedanken des tibetischen Mönchs übersetzt Coleman in leicht verständliche Worte, die für jeden nachvollziehbar und umsetzbar sind.

Unbedingte Leseempfehlung!

„Die Macht des Guten. Der Dalai Lama und seine Vision für die Menschheit“ von Daniel Goleman, erschienen am 1. Juni 2015 im O.W.Barth Verlag, gebunden, 304 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-426-29237-1

Herzlichen Dank an den O.W.Barth Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright O:W:Barth Verlag

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„Das kleine Buch der Mode“ von Christian Dior

Nach 50 Jahren ist Christian Diors zeitloses Mode-ABC endlich wieder in deutscher Sprache erhältlich. Veröffentlicht wurde Diors persönliches Mode-Handbuch bei Eden Books.

Erstveröffentlichung 1954

Von A bis Z behandelt das kleine Mode-Büchlein alle wichtigen Stichworte aus dem Bereich der Mode, über die jede stilbewußte Frau Bescheid wissen sollte. Ob in Schnitt, Farbe oder Material – der klassische Look, der Dior berühmt machte, überzeugt auch heute noch durch seine zeitlose Eleganz und liegt absolut im Trend.

Viele IIlustrationen im Vintage-Stil verdeutlichen die Schönheit von Diors Modestil. Dieser wunderschöne Buchklassiker weiß auf alle wichtigen Stilfragen die richtigen Antworten. Dior gehörte Zeit seines Lebens zu den gefragtesten Designern und auch heute noch steht sein Name für pure Eleganz.

Fazit

Wenn man in dem kleinen, gebundenen Buch blättert, befindet man sich auf einer vergnüglichen Reise in die Vergangenheit: zurück in die 50iger Jahre. Es macht viel Freude, die schönen Fotos und Modezeichnungen auf sich wirken zu lassen und dabei festzustellen, dass Diors Mode in ihren Grundzügen auch heute noch topaktuelll ist.

Diors Vorschläge, sich als „Dame“ drei mal täglich umzuziehen, sind heutzutage natürlich nicht mehr gültig. Dennoch kann man eines aus dem Mode-Büchlein lernen: lass dich niemals gehen und lege Wert auf Pflege und Geschmack!

Ein schönes und sehr unterhaltsames Buch, in dem man immer wieder gern blättert und das in keinem Bücherschrank eines modebegeisterten Lesers fehlen sollte!

„Das kleine Buch der Mode“ von Christian Dior, erschienen bei Eden Book, 128 Seiten, gebunden, 14,95 Euro, ISBN 978-3944296579

Herzlichen Dank an Eden Books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Eden Books

mail.google.com

„Der Himmel der Hölle“ – historischer Roman von Günther Peer

Für den Innsbrucker Autor Günther Peer ist Schreiben das Wichtigste in seinem Leben. Dieses wurde durch seinen jahrelangem Aufenthalt in einem Kloster, als Sekretär des Abtes und erster Zeremonienmeister geprägt. Heute hat er dieses Leben weit hinter sich gelassen. In seinem historischen Roman „Der Himmel der Hölle“ verarbeitet Peer seine eigenen Erfahrungen und verknüpft diese in eine historische Fiktion. Veröffentlicht wurde der Roman im Mai 2015 im Nexx Verlag als Taschenbuch.

Frankreich im 16. Jahrhundert

Der Fürstensohn Romuald von Versailles entflieht dem dekadenten Leben des Adels, nimmt unmenschliche Entbehrungen auf sich, muss unzählige Abenteuer bestehen und gerät in die Auseinandersetzungen zwischen Glaube und Inquisition. Auslöser seiner Flucht war das amouröse Erlebnis mit einer Frau und die Exzesse der damaligen Zeit.

Fortan zieht er als Wandermönch durch die Lande. Auf der langen Wanderschaft begegnen Romuald Glaube, Kriegswirren, Hass und Gottessuche. Letztlich gründet er mit einigen Glaubensbrüdern ein Kloster, mit Erlaubnis des Papstes, den er in Rom aufsucht. Durch ein Missverständnis fälschlich der Sodomie verdächtigt, wird er nach einem Schauprozess zum Tode verurteilt.

200 Jahre später: ein machtgieriger Mönch findet die Pergamentrollen Romualds und identifiziert sich mit seiner Geschichte. Er wird zum Abt gewählt, labil und doch stark, und kann sich weder für ein entbehrungsreiches Leben im Kloster noch für die Liebe entscheiden. Ständig im Hadern mit Gott, ständig im Zweifel versucht er seine homosexuelle Lust zu rechtfertigen. Er will lieben und geliebt werden und verstrickt sich dabei immer wieder in die Sünde, bricht wiederholt das Gelübde der Keuschheit, intrigiert gegen Andersdenkende und inszeniert sogar einen Mord.

Fazit

Das auch Männer Gottes ihre ganz persönliche Hölle auf Erden erleben und ständig Versuchungen ausgesetzt sind, erzählt der historische Roman von Günther Peer. Man blickt tief in die Abgründe der menschlichen Seele, die oftmals erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Sogar sexuelle  Exzesse werden sehr genau beschrieben. Die Beschreibungen des damaligen Lebens der Mönche sind sehr detailreich und interessant.

Neben dem Klosterleben bieten die Verfehlungen der Mönche aufregende und spannende Unterhaltung, denn nicht jeder Mönch kann den Versuchungen des Lebens widerstehen.

Am Ende des Roman findet man ein Register, in dem wichtige Namen und zölibatere Begriffe des Buches ausführlich erklärt werden (unterteilt nach Buchkapiteln). Eine kleines Glossar mit Begriffen in Französich, Italienisch und Latein runden das Buch ab.

Ich habe den ungewöhnlichen Roman in ganz kurzer Zeit gelesen, denn er hat mich total gefesselt und mir viele unterhaltsame Lesestunden beschert. Und ganz nebenbei habe ich noch einiges über das zölibatere Leben gelernt! Von mir eine unbedingte Leseempfehlung!

„Der Himmel der Hölle“ – historischer Roman von Günther Peer, erschienen im Mai 2015 im Nexx Verlag, Taschenbuch, 468 Seiten, 17,90 Euro, ISBN 978-3958702950

Herzlichen Dank an den Nexx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Nexx Verlag

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„Das Lächeln des Bösen“ – Psychothriller von Petra Busch

Die 1967 geborene Autorin Petra Busch arbeitet als freie Texterin und Journalistin für internationale Kunden aus Wissenschaft, Technik und Kultur. Sie studierte Mathematik, Informatik, Literaturgeschichte und Musikwissenschaften und promovierte in Mediävistik. Ihr neuer Psychothriller „Das Lächeln des Bösen“ erschien 2015 im Knaur Verlag als Taschenbuch.

Dramatische Selbstmorde

Die 28 jährige Nina Bach ist schockiert, als sie von dem Selbstmord ihrer älteren Schwester Frauke erfährt. Die erfolgreiche Chirurgin hat sich vor dem Suizid offenbar selbst die Haut des Unterarms abgezogen. Obwohl Nina seit Jahren keinen Kontakt mehr zu Frauke hatte, hält sie einen Selbstmord für ausgeschlossen und beginnt auf eigene Faust nachzuforschen.

Sie fährt an den Wohnort ihrer Schwester, obwohl sie eigentlich nichts mehr mit ihrer Familie zu tun haben möchte. Als Kind wurde ihr Frauke immer als gutes Vorbild präsentiert. Als ihr Frauke dann noch den Freund ausspannte, drehte Nina komplett durch und kam für ein Jahr in die Psychiatrie.

Mittlerweile sind 12 Jahre vergangen, Nina lebt auf der Straße und verdient ihren Lebensunterhalt als Prostituierte für sozial benachteiligte Kunden. Nina glaubt weder dem zuständigen Rechtsmediziner Emil Koswig noch dem Kommissar Wenner. Beide gehen von einem Selbstmord Fraukes aus. Bis Nina entdeckt, dass auch Koswigs Ehefrau sich selbst getötet und davor ein Auge herausgerissen hat. Gemeinsam suchen sie nach dem Hintergrund für die entsetzlichen Taten, und Nina verliebt sich dabei in den charmanten Arzt. Als die dritte Selbstmörderin auf seinem Obduktionstisch liegt, begreift Nina, dass sie Nummer vier sein soll. Doch nicht einmal Koswig glaubt ihr. Je tiefer Nina in Fraukes Leben einsteigt, desto mehr offenbaren sich Dinge, die sie von ihrer Schwester nicht wusste.

Fazit

Für diesen Psychothriller darf man nicht zart besaitet sein, denn Details von Leichensezierungen und anderen ekligen Dingen werden sehr ausführlich beschrieben.

Erzählt wird der Thriller hauptsächlich aus Ninas Sicht, dabei ist man als Leser ganz nah an ihren Gedanken und Gefühlen und sieht, wie sie immer wieder auf falsche Spuren gerät. Spannung wird durch eine weitere Erzählperspektive aufgebaut. Man ahnt anfangs überhaupt nicht, wer da zu Wort kommt. Am Ende des Buches löst sich dann alles in einen großartigen Finale auf!

Die recht kurzen Kapitel lassen sich leicht lesen. Zeitweise ist der Thriller ein wenig langatmig – besonders dann, wenn es um die Liebesgeschichte zwischen Nina und Koswig geht.

Mich hat der Psychothriller sehr gut unterhalten ( bin ja auch ziemlich ekelfrei) und mir viele gruselige Lesestunden beschert. Die beklemmende Atmosphäre des Buches ist genau das richtige für Leser, die ungewöhnliche Psychothriller mögen.

„Das Lächeln des Bösen“ – Psychothriller von Petra Busch, erschienen 2015 im Knaur Verlag, Taschenbuch, 448 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-426-51548-8

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag 978-3-426-51548-8_Druck.jpg.33569798

„Die Hebamme und die tote Hure“ – historischer Roman von Sam Thomas

Sam Thomas ist promovierter Historiker und unterrichtet Geschichte an einer Privatschule.Der zweite Roman mit der Hebamme Bridget und ihrer Magd Martha erschien am 15. Mai 2015 im Bastei Lübbe Verlag als Taschenbuch.

York anno 1645

Hebamme Bridget und ihre Magd Martha werden an den Schauplatz eines blutigen Doppelmordes gerufen, um den Tathergang zu rekonstruieren. Eine Hure und ihr Freier wurden erstochen und in einer grotesken Imitation des Geschlechtsaktes auf dem Bett drapiert. Die Leichen haben Bibelverse in den Händen, und ein Pamphlet legt die Tat als gerechte Strafe Gottes aus. Bridget und Martha vermuten den Mörder im Umfeld des radikalen Predigers Hezekiah Ward. Offenbar nimmt er sich dessen Worte zu Herzen und plant einen grausamen Feldzug gegen die Sünder der Stadt. Denn schon bald taucht die nächste ermordete Hure auf …

Fazit

Auch der zweite Roman mit der Hebamme Bridget und ihrer treuen Magd Martha begeistert mich mit einem spannenden Kriminalfall, den Bridget auf ihre ganz eigene Weise löst.

Als erfahrene und vereidigte Hebamme ist sie von höherem Stand und besteht natürlich darauf, dass ihr entsprechender Respekt gezollt wird, den sie resolut durchsetzt. Als in York ein brutaler Serienmörder umgeht, der es auf Huren und ihre Freier abgesehen hat, stellt Bridget ihre eigenen Ermittlungen an. Sie hat Verständnis für die Situation der Huren, die oft unverschuldet in dieses Gewerbe geraten sind, doch mit dieser Meinung steht sie allein da.

Bald findet sich ein erster Mordverdächtiger: der puritanische Priester Hezekiah Ward, aus dessen radikalen Predikt-Texten die Bibelverse stammen, die die Getöteten in ihren Händen hielten.

Erzählt wird der Roman aus Bridgets Sicht, so ist man ganz nah bei ihren Ermittlungen dabei. Auch in diesem Roman gibt es wieder viele unerwartete Wendungen und am Ende ist doch alles anders, als es den Anschein hat.

Gute Unterhaltung ist hier garantiert! Ich freue mich schon auf die nächsten Romane mit der patenten Hebamme!

„Die Hebamme und die tote Hure“ – historischer Roman von Sam Thomas, erschienen am 15. Mai 2015 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch, 367 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-404-17211-5

Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe Verlag

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„Die Vollpfostenmasche“ – Krimi von Ria Klug

Die 1955 geborene Autorin Ria Klug war nach einem Vordiplom in Geisteswissenschaften und einer Tischlerlehre zwanzig Jahre lang selbstständig und hat zugleich ein Aufbaustudium an der Kasseler Werkakademie für Gestaltung aufgenommen. Seit einigen Jahren verfasst und spricht sie auch Kolumnen über Genderthemen für ein freies Berliner Radio. Ihr Krimi „Die Vollpfostenmasche“ erschien 2015 im Grafit Verlag als Taschenbuch.

Regionalkrimi mit Dialogwitz

Der Verwaltungsangestellte Torsten Hantsch liebt die Nordsee und verbringt seit vielen Jahren seinen wohlverdienten Urlaub auf Amrum. Auch diesmal hofft er auf ruhige Tage mit langen Spaziergängen am Strand. Doch es soll diesmal ganz anders kommen: während eines Strandspaziergangs durch die Dünen findet er einen angespülten Feuerlöscher.

Hantsch lässt diesen vom Fachmann Petter Jensen auf seine Funktionsfähigkeit überprüfen. Dieser findet im Innern des Feuerlöschers kleine Päckchen mit weißem Pulver. Jensen erkennt seine große Chance: mit dem Koks könnte er endlch sein Konto sanieren und sich von seinem nervigen „Scheff“ trennen. Doch es gibt ein Problem: Torsten Hantsch! Dieser traut Jensen nicht über den Weg. Für Diskussionen über die Verwendung der Koks-Päckchen bleibt den beiden keine Zeit, denn die Eigentümerin des Feuerlöschers taucht auf.

Natürlich wollen Hantsch und Jensen nicht mehr auf den Löscher verzichten und bald gibt es die ersten Leichen.

Fazit

Einfach herrlich, wie sich zwei völlig unterschiedlich gestrickte Typen wegen eines Feuerlöschers voller Koks zusammentun und diesen mit allen Mitteln verteidigen.

Der Krimi punktet mit schrägen Humor, seinen skurrilen Protagonisten und ganz viel Regionalkolorit. Beide Protagonisten sind richtige „Vollpfosten“ und man kommt kaum aus dem Lachen heraus, so dumm verhalten sie sich. Das Ende ist überraschend und das „Sahnehäubchen“ auf dem Ganzen! Unbedingt lesen!

„Die Vollpfostenmasche“ – Krimi von Ria Klug, erschienen 2015 im Grafit Verlag, Taschenbuch, 186 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-89425-451-3

Bildnachweis: copyright Grafit Verlag

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Ralph von Bordelius Reiseführer. Schwarzwald/ Korsika/ Kreta: Entdecken- Erleben-Genießen

Der junge Ralph von Bordelius Verlag hat seinen Sitz im Schwarzwald und bietet mit seinen außergewöhnlichen Reiseführern dem Reisenden jede Menge Hintergrundinformationen, Reisetipps, Reisekarten und sehr ansprechende, hochwertige Fotografien, die Lust aufs Reisen machen.

Als Reiseführer erhältlich sind:

  • Korsika. Entdecken – Erleben – Genießen
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  • Kreta. Entdecken – Erleben – Genießen
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  • Schwarzwald. Entdecken – Erleben – Genießen (neu erschienen 2015)
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Jeder dieser wunderschönen Reiseführer stellt sehenswerte Orte, Sehenswürdigkeiten sowie nützliche Ziele des jeweiligen Urlaubsgebietes in Wort und Bild vor. Zu jedem Ziel findet der Urlauber noch zusätzliche Tipps zu Ausflugsmöglichkeiten, Wandertipps, Restauranttipps, sehenswerte Strände und geschichtliche Hintergründe.

So kann man sich mit Hilfe der abgebildeten Karten Tagestouren zusammenstellen oder den ganzen Urlaub perfekt planen. Die handlichen Reiseführer sind gebunden, im Querformat ( ca. 20,4 cm x 13,2 cm) und haben schwarze Seiten. Durch die schwarze Seitenfarbe kommen die wunderbaren Fotos super zur Geltung. Sie machen bereits beim Betrachten Lust, das Urlaubsgebiet zu besuchen.

Die Ralph von Bordelius Reiseführer sind sehr hochwertig gestaltet, geben wertvolle und hilfreiche Informationen und sind Bücher, die man immer wieder gern zur Hand nimmt! Sie sind im Handel für 19,80 Euro pro Band erhältlich!

Herzlichen Dank an den Ralph von Bordelius Verlag für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

Bildnachweise: copyright Ralph von Bordelius Verlag

„Amor kommt auf Hundepfoten“ von Katja Doubek

Die 1958 geborene Autorin Katja Doube studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Psychologie. Sie schrieb für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und arbeitete für verschiedene Rundfunk- und Fernsehsender. Nach dem Psychologiestudium arbeitete sie zeitweise als Psychotherapeutin und veröffentlichte gleichzeitig Ratgeber und Sachbücher. Heute ist sie als Biografin historischer Persönlichkeiten sehr erfolgreich. Ihr Roman „Amor kommt auf Hundepfoten“, der auf einer wahren Geschichte beruht, erschien 2015 im Rowohlt Verlag.

Liebe im Doppelpack

Bonny und Baldo, zwei Terrier-Beagle-Mischlings­welpen, werden in Süditalien von einem Bauern bei großer Hitze brutal ausgesetzt. Bonny, das Hundemädchen, wird halb verdurstet von der Deutschen Mia gerettet. Baldo, ihr Bruder, landet halb tot bei Barbesitzer Giuseppe. Einige Zeit später treffen sich die Hunde zufällig wieder, stürzen wie wild aufeinander zu und bleiben unzertrennlich. So kommen sich auch Mia und Giuseppe langsam näher, doch Mia muss zurück nach Deutschland. Eines Tages steht dann überraschend Giuseppe mit Baldo bei ihr vor der Tür – der Beginn einer großen Liebe. Doch ein unerwartetes Ereignis bringt das glückliche Leben aus dem Gleichgewicht.

Fazit

Die wahre Geschichte über die beiden Hundegeschwister Bonny und Baldo hat mich zutiefst berührt. Jeder, der selbst einen Hund hat, kann das alles bestimmt sehr gut nachempfinden. Ich selbst habe noch nie von einer derart tiefen Liebe zweier Hunde zueinander gehört und es hat mich wirklich zu Tränen gerührt.

Ein schönes Buch, welches uns zeigt, dass auch Tiere zu tiefen Gefühlen fähig sind. Die Menschen spielen dabei eher eine Nebenrolle!

„Amor kommt auf Hundepfoten“ – Roman von Katja Doubek, erschienen 2015 im Rowohlt Verlag, Taschenbuch, 240 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3499628863

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Rowohlt Verlag

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„Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ – Roman von Fredrik Backman

Der 1981 geborene Fredrik Backman war Journalist, Blogger, Gabelstaplerfahrer, Gastronomiehilfskraft und vieles mehr. Heute ist er einer der erfolgreichsten Autoren Schwedens. Sein Debüt ›Ein Mann namens Ove‹ eroberte weltweit die Bestsellerlisten und wurde mit Rolf Lassgård fürs Kino verfilmt. Auch Fredrik Backmans folgende Romane sind große internationale Erfolge. Am 25. Juni 2015 erschien bei Fischer Krüger sein neuer Roman mit dem Titel „“Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ in deutscher Sprache. Die Übersetzung stammt von Stefanie Werner.

Dreamteam Oma und Enkelin

Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt ihre Nachbarn regelmäßig in den Wahnsinn. Die 7jährige Elsa ist ein Außenseiter, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich ihre unkonventionelle und leicht schräge Oma. Sie denkt sich für ihre Enkelin wunderbare Märchen aus, in denen das kleine Mädchen die aufregendsten Abenteuer erlebt.

Als ihre Oma an Krebs stirbt, muss Elsa eine Mission erfüllen und zwar in der wirklichen Welt. Denn für Elsa ist ihre Oma nicht tot. Elsa soll in ihrem Mietshaus Briefe an die anderen Mieter verteilen, die ihre Oma geschrieben hat. Es sind Entschuldigungsbriefe. Während Elsa die Briefe verteilt, findet sie neue Freunde und Omas Mission ist damit erfüllt.

Fazit

Wer möchte nicht auch so eine verrückte Oma haben, die alles für ihr Enkelkind macht und sich Märchen ausdenkt, in dem die Enkelin aufregende Erlebnisse hat? Elsa liebt ihre Oma über alles und als sie stirbt, erhält sie von ihr eine Mission. Indem sich Oma bei ihren Nachbarn in einem Brief für irgendetwas entschuldigt, lernt ihre Enkelin neue Menschen kennen und freundet sich mit diesen an. Das Ziel von Oma ist erreicht: ihre Enkelin ist keine Außenseiterin mehr, sondern hat Kontakt mit vielen Menschen. Dabei kommt Elsa immer besser mit dem großen Verlust ihrer geliebten Oma klar.

Ein wunderbarer Roman für junggebliebene Leser, die sich selbst treu bleiben. Zum Lachen, Weinen und Nachdenken!

„Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ – Roman von Fredrik Backman, erschienen am 25. Juni 2015 bei Fischer Krüger, 464 Seiten, gebunden, 19,99 Euro, ISBN 978-3-8105-0481-4

Herzlichen Dank an Fischer Krüger für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Fischer Krüger

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