Archiv für den Monat Februar 2015

„Die Ärztin von Tsingtau“ – Roman von Sibylle Spindler

Sibylle Spindler wurde 1958 in Costa Rica geboren, wuchs in Deutschland auf, studierte Sinologie in München und Taipei, und arbeitet heute freiberuflich als Lektorin, Dramaturgin und Übersetzerin für internationale Filmfirmen. Die Auseinandersetzung mit China zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. In ihrem ersten Roman „Die Ärztin von Tsingtau“ verarbeitet sie Wissen und eigene Erfahrungen mit dieser spannenden Kultur. Erschienen ist der Roman am 16. Januar 2015 im atb.

Tsingtau im Jahre 1910

1910 reist die junge Marie von Berlin nach Tsingtau, der Hauptstadt der deutschen Kolonie in China. Sie will die neue Heimat ihres Vaters kennenlernen, bevor sie eine Stelle als Ärztin antritt. Tsingtaus Gesellschaft ist glamourös, und Philipp von Heyden, ein Marinearchitekt, macht ihr den Hof. Doch der schöne Schein trügt. In China drohen Unruhen – Du Xündi, ein Revolutionär, öffnet Marie die Augen und erobert ihr Herz. Trotz Philipps Warnung gerät sie in einen gefährlichen Sog von Gewalt – und sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.

Fazit

Historische Tatsachen werden in diesem Roman mit einer fiktiven Liebesgeschichte verwebt. Man merkt beim Lesen, dass sich die Autorin intensiv mit der chinesischen Kultur und Geschichte beschäftigt. Viele Details in Bezug auf das herablassende Verhalten der Deutschen gegenüber Einheimischen werden hier erklärt und beschrieben. Dabei ist der Roman an keiner Stelle langatmig oder gar langweilig. Ganz im Gegenteil: ein spannender, interessant geschriebener und berührender Erstlingsroman, der Lust auf weitere Werke der Autorin macht.

„Die Ärztin von Tsingtau“ – Roman von Sibylle Spindler, erschienen am 16.01.2015 im atb, Taschenbuch, 448 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3746630922

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim atb für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright atb

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„Wolfsschlucht“ – Kriminalroman von Andreas Föhr

Der gelernte Jurist Andreas Föhr arbeitete einige Jahre bei der Rundfunkaufsicht und als Anwalt. Seit 1991 verfasst er erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen, mit Schwerpunkt im Bereich Krimi. Für seinen Debütroman „Der Prinzessinnenmörder“ ist Andreas Föhr mit dem begehrten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet worden. Mit „Schwarze Piste“ stand Föhr monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste. Am 2. Februar 2015 erschien im Knaur Verlag sein neuer Krimi „Wolfsschlucht“ als Quality Paperback.

Der 6. Fall für Kommissar Wallner

Ende April am Tegernsee: Kommissar Clemens Wallner ermittelt in gleich zwei mysteriösen Fällen: Ein Bestattungsunternehmer versinkt mitsamt seinem Leichenwagen in der Mangfall, während gleichzeitig eine junge Frau verschwindet. Ihr Wagen wird kurz darauf im Gebirge gefunden – aufgespießt von einem Maibaum. Im Lauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass beide Ereignisse auf eigenartige Weise zusammenhängen – und dass bei beiden Wallners anarcho-bayerischer Kollege Leonhardt Kreuthner seine Finger im Spiel hat, dem diesmal ein genialer Plan für einen Maibaumklau aus dem Ruder gelaufen ist.

Fazit

Im 6. Band der Reihe arbeiten die beiden Polizisten Wallner und Kreuthner wieder zusammen. Unterstützt werden sie dabei von der selbsternannten „Hexe“ Stefanie Lauberhalm und Opa Manfred. Auch in diesem Buch kommt der bayerische Humor nicht zu kurz. Skurrile Fälle, bayerische Mundart und sympathische Protagonisten bieten großartigen Lesespaß. Auch für eingefleischte Wallner-Fans bietet der Krimi jede Menge überraschende Wendungen und neue private Details.

Da der Krimi in sich abgeschlossen ist, muss man nicht zwingend die Vorgängerbände lesen, um sich zurecht zu finden.

Ein Krimi mit hohem Unterhaltungswert!

„Wolfsschlucht“ – Kriminalroman von Andreas Föhr, erschienen am 2. Februar 2015 im Knaur Verlag, broschiert, 400 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3426517048

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

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„Kruzitürken“ – der dritte Kommissar Pascha-Krimi von Su Turhan

Der 1966 in Istanbul geborene Regisseur Su Turhan arbeitete bereits während seines Studiums der Germanistik mit Schwerpunkt Filmphilologie als Regieassistent. Er wurde für seinen Kurzfilm „Underground“ mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Silber ausgezeichnet. Auch mit seinem Spielfilmdebüt „Ayla“ machte sich Turhan einen internationalen Namen. Am 14. Januar 2015 erschien der nunmehr dritte Kommissar Pascha-Krimi „Kruzitürken“ im Knaur Verlag.

Bauchtanz und Homosexualität

Bauchtanz und blondgefärbte Möchtegern-Orientalinnen sind nicht Kommissar Paschas Welt. Auch dann nicht,  wenn sein Sohn Aydin bei einer internationalen Bauchtanzshow in der Band mitspielt. Doch dann werden zwei Tänzerinnen brutal ermordet. Beim Blick hinter die Kulissen der Show zeigt sich, dass nicht jede attraktive Frau das ist, was man zu sehen glaubt. Ein neuer Fall für Kommissar Pascha und sein bayerisch-türkisches Team.

Fazit

In jedem Kommissar Pascha-Fall wird scharfsinnig ein Klischee über die Türken thematisiert. In diesem Buch geht es vor allem um den türkischen Bauchtanz und um den Umgang mit Homosexualität. Viel Lokalkolorit und eine verzwickte Handlung, in der eine Tote gar keine Frau ist und die andere auf das eigene Geschlecht steht, bringen hohe Spannung in den Krimi.

Zeki Demirbilek kämpft mit Vorurteilen und lebt seine türkische Seite genauso aus wie seine bayerische. Er liebt Schweinebraten und Weißbier, besucht aber auch regelmäßig die Moschee zum Beten. Das Privatleben des Kommissars wird genauso thematisiert wie die spannende Krimihandlung. Auch wenn man die Vorgängerbände nicht gelesen hat, werden Neu-Einsteiger schnell mit Kommissar Pascha vertraut.

Gute Krimiunterhaltung mit einer gehörigen Portion Humor!

„Kruzitürken“ – der dritte Kommissar Pascha-Krimi von Su Turhan, erschienen am 14. Januar 2015 im Knaur Verlag, Taschenbuch,  336 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-426-51532-7

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

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„Die Zucht“ – Thriller von Andreas Winkelmann

Der 1968 geborene Autor Andreas Winkelmann entdeckte schon in jungen Jahren seine große Leidenschaft für gruselige Geschichten.  Nach „Blinder Instinkt“, „Wassermanns Zorn“ und „Deathbook“ ist „Die Zucht“ der neue packende Thriller von Bestsellerautor Andreas Winkelmann. Veröffentlicht wurde das Werk am 30. Januar 2015 im Wunderlich Verlag.

Ein packender Fall für Manuela Sperling

Nur fünf Minuten lies Helga Schwabe ihren Sohn aus den Augen und genau in dieser Zeit verschwindet er spurlos. Als fielen Hauptkommissar Henry Conroy die Ermittlungen in diesem Fall mutmaßlicher Kindesentführung nicht schon schwer genug, muss er sich auch noch mit seiner neuen Kollegin Manuela Sperling herumschlagen. Bald stoßen die beiden auf eine Spur, die zu einem einsamen, verfallenen Gehöft im Niemandsland an der Grenze zu Tschechien führt, auf dem illegal Hunde gezüchtet werden.

Zur selben Zeit wie das Kind verschwindet auch die Tierschützerin Rieke Schneider spurlos. Sie hatte einen Mann im Visier, der im Verdacht steht, illegale Hundezucht betreibt. Da die Polizei keine Veranlassung sieht Rieke Schneider zu suchen, forschen ihre beiden Freunde Lea und Ralf  nach ihrem Verbleib.  Auch diese beiden Personen verschwinden spurlos.

Fazit

Was für ein genialer Thriller! Mehrere Handlungsstränge, die offensichtlich nichts miteinander zu tun haben, werden am Ende gekonnt zusammen geführt. Cliffhanger treiben die Spannung am Ende jedes Kapitels noch zusätzlich in die Höhe. Wer allerdings ein empfindliches Gemüt hat, sollte die Finger von diesem Buch lassen, denn der Autor geizt nicht mit grausamen und drastischen Szenen.

Ein Thriller mit Gänsehautgarantie, der einen tiefen Einblick in menschliche Abgründe garantiert. Unbedingte Leseempfehlung!

„Die Zucht“ – Thriller von Andreas Winkelmann, erschienen am 30. Januar 2015 im Wunderlich Verlag, Hardcover, 512 Seiten, 16,95 Euro, ISBN 978-3-8052-5038-2

Herzlichen Dank an den Wunderlich Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright Wunderlich Verlag

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„Mörderkind“ – Kriminalroman von Inge Löhnig

Inge Löhnig studierte an der renommierten Münchner Akademie U5 Grafik-Design. Nach einer Karriere als Art-Directorin in verschiedenen Werbeagenturen machte sie sich mit einem Designstudio selbstständig. Neben Jugendthrillern schreibt die Autorin auch sehr erfolgreich Kriminalromane. Ihr neuestes Werk mit dem Titel “Mörderkind” erschien im Dezember 2014 im List Verlag als Taschenbuch.

Rache ist ein schlechter Ratgeber

Ihr Leben lang war sie für alle nur das Mörderkind, denn als Fiona 7 Jahre alt war, wurde ihr Vater Ben wegen Mordes zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt . Fionas Kindheit war ein einziger Alptraum.  Kurz nachdem ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wurde , stirbt er bei einem Brand. Seine letzten Worte galten Fiona: »Ich bin kein Mörder.« Widerstrebend macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Beginnt nachzuforschen, befragt ihre Familie. Und stößt auf ungeheuerliche Geheimnisse und eine Intrige, deren tödliches Gift bis heute wirkt.

Fazit

Ein spannender Plot, der tief in menschliche Abgründe eintaucht und undurchschaubare Protagonisten lassen den Krimi nicht langweilig werden. Mit dem jugendlichen Erzählstil hebt sich dieser Krimi deutlich von der Dühnfort-Serie ab – aber das ist ja gewollt. Durch Rückblenden in die Vergangenheit hat der Leser immer einen kleinen Vorsprung vor Fiona, die der Wahrheit dicht auf der Spur ist. Viele unerwartete Wendungen halten beim Lesen die Spannung hoch.

Eine sehr gelungene Kombination aus Krimi und Familiendrama, die gute Leseunterhaltung garantiert.

„Mörderkind“ – Kriminalroman von Inge Löhnig, erschienen im Dezember 2014 im List Verlag, Taschenbuch, 464 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 9783548612263

Herzlichen Dank an den List Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares.

Bildnachweis: copyright List Verlag

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„Menschenfischer“ – Kriminalroman von Helene Henke

Die 1964 geborene Autorin Helene Henke schreibt nach vier erfolgreichen Romanen jetzt Thriller/ Krimis bei Droemer. Ihr neuer Kriminalroman „Menschenfischer“ erschien am 14. Januar 2015 im Droemer Verlag.

Zweiter Teil der Serie um Zoe Lenz

Zoe Lenz ist Deutschlands jüngste Bestatterin. Die 20-Jährige versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Auch in der kunstvollen Herstellung von Totenmasken hat sie sich inzwischen einen Namen gemacht. Die Leichen zweier Kinder, die in einem unzugänglichen Waldgebiet im Hunsrück gefunden wurden, beschäftigen Zoe. Die Kinder sind gebrandmarkt und unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Dann verschwinden die Leichen plötzlich spurlos aus Zoes Kühlhaus, und Zoe wird erneut in einen Fall ungeahnten Ausmaßes verwickelt.

Fazit

Zoe Lenz ist ein introvertierter Mensch, der sich bei den Toten oft wohler fühlt als unter Lebenden. Nach ihren traumatischen Erlebnissen im ersten Teil der Reihe (Totenmaske) möchte Zoe endlich Ruhe in ihrem Leben finden, wird aber erneut in gefährliche Ereignisse verwickelt.

Um die Verhaltensweisen von Zoe besser nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich den ersten Teil der Reihe zu lesen.  Ein tiefgründiger und hoch spannender Plot, außergewöhnliche Protagonisten und ein Schreibstil, der den Leser in seinen Bann zieht, zeichnen diesen Krimi aus. Neben detailreichen Beschreibungen der Arbeit eines Bestatters (die oft ziemlich eklig sind) punktet der Krimi durch jede Menge nervenaufreibende Wendungen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr hat mich die Handlung fasziniert. Bitte mehr davon!

„Menschenfischer“ – Kriminalroman von Helene Henke, erschienen am 14. Januar 2015 im Droemer Verlag, Taschenbuch, 368 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-30405-1

Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

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„Nur mit deinen Augen“ – Roman von Valerie Bielen

Die 1971 geborene Valerie Bielen wurde als junge Frau in die venezianische Gesellschaft eingeführt. Hautnah erlebte sie über Jahre das Leben und Treiben der Stadt und ihrer Menschen. Nach dem Abschluss ihres Studiums in Florenz und New York arbeitete sie in New York, Amsterdam, London und Locarno. Ihr Debütroman „Nur mit deinen Augen“ erschien im Dezember 2014 im Aufbau Verlag.

Schicksalhafte Begegnung in Venedig

Alice Breuer glaubt, das große Los gezogen zu haben. Sie ist Au-pair-Mädchen in Venedig. Ein Traum geht in Erfüllung, doch leider hat die Familie Scarpa andere Pläne. Alice soll nicht nur die beiden Kinder hüten, sondern sich um den ganzen Haushalt kümmern. Nur nachts hat sie Zeit, sich die Stadt anzuschauen – und da trifft sie einen geheimnisvollen Mann, der in ihrer Nachbarschaft wohnt. Tobia ist Amerikaner, und er ist blind. Alice verliebt sich in ihn, ohne zu ahnen, auf welches Abenteuer sie sich einlässt.

Fazit

Valerie Bielens Erstlingswerk punktet mit einer romantischen Liebesgeschichte, die in eine aufregende Krimihandlung eingebettet ist. Sie beschreibt Venedig so bildhaft und lebendig, dass man sich beim Lesen dorthin versetzt fühlt. Die Handlungen der Protagonisten sind glaubhaft und nachvollziehbar. Auch  die Spannung kommt nicht zu kurz.

Ich liebe diesen Roman,  denn er hat Tiefgang und berührte mich. Hoffentlich gibt es bald den nächsten Roman von dieser talentierten Autorin!

„Nur mit deinen Augen“ – Roman von Valerie Bielen, erschienen 2014 im atb, Broschur, 384 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-7466-3082-3  

Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright Aufbau Verlag

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„Lübecker Blut“ – Kriminalroman von Christiane Güth

Die 1967 geborene Autorin Christiane Güth schreibt neben Kriminalromanen auch Kinderbücher und ist Dozentin für Kreatives Schreiben. Ihr neuer Kriminalroman „Lübecker Blut“ erschien am 7. Januar 2015 im Ullstein Verlag als Taschenbuch.

Mord im idyllischen Lübeck

Gerade mal fünf Minuten ist die junge Kanadierin Jette Eiden in Lübeck, als sie Zeugin eines Verbrechens wird: Eine Buchhändlerin wird im Bahnhof erschossen. Die erste Begegnung mit ihrem bis dahin unbekannten deutschen Großvater verläuft deshalb anders als gedacht. Denn Kurt ist Polizist. Ein Haudegen, von dem sogar Schimanski noch etwas lernen könnte. Die neugierige Zeugin und der knorrige Ermittler werden zum Team wider Willen. Sehr zum Missfallen von Kurts jungem Vorgesetzten Goran, der Kurt am liebsten gleich in Rente schicken würde – wäre da nicht Jette.

 

Fazit

Ein neues ungewöhnliches Ermittler-Duo geht in „Lübecker Blut“ an den Start: die 19jährige Kanadierin Jette sucht gemeinsam mit ihrem grantigen Großvater Kurt nach einem Mörder. Neben einer großen Portion Humor punktet der Krimi außerdem mit viel Lokalkolorit sowie einem kleinen Familiengeheimnis.

Der dritte Krimi der Autorin bietet gute Unterhaltung mit einer temporeichen, humorvollen und spannenden Handlung. Absolut lesenswert!

„Lübecker Blut“ – Kriminalroman von Christiane Güth, erschienen am 7. Januar 2015 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 288 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 9783548286198

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

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„Der Traum der Schlange. Große Australiensaga“ von Patricia Shaw

Patricia Shaw wurde 1929 geboren.  Über viele Jahre leitete sie das Archiv für „Oral History“ in Queensland und schrieb zwei Sachbücher über die Erschließung Australiens. Erst mit 52 Jahren entschied sie sich ganz für das freie Schriftstellerleben und hat seither 19 Romane veröffentlicht. Ihr Australienroman „Der Traum der Schlange“ erschien 2014 im Knaur Verlag als Taschenbuch.

Australien, Ende des 19. Jahrhunderts

Ben ist der uneheliche Sohn der Aborigine Diamond und des weißen Siedlers Ben Buchanan, der von seiner Existenz allerdings nichts weiß. Wohlbehütet wächst der Junge bei einem älteren deutschen Ehepaar auf, die ihn wie ihren eigenen Enkel behandeln. Besonders die wohlhabende Arztfamilie Thurlwell sieht auf Ben herab, Nur die Tochter des Hauses, die junge Phoebe, gibt sich mit dem Halbblut ab. Als Bens Mutter Diamond schwer erkrankt, verweigert man ihr ärztliche Hilfe und sie stirbt. Ben rastet daraufhin völlig aus und schlägt einige Fenster der Thurlwells ein.

Daraufhin steckt man den jungen Mann in ein Straflager, aus dem er mit Hilfe seiner Großmutter entlassen wird. Und wieder begegnet ihm Phoebe, mit der Ben eine Liebesbeziehung beginnt. Die beiden ahnen nicht, dass Phoebes Familie bereits darüber informiert ist.

Fazit

Ein wundervoller Roman zum Entspannen und Träumen – ideal für eine kleine Auszeit vom Alltagsstress. Patricia Shaw erzählt von den Konflikten der Aborigines mit der weißen Bevölkerung und umspannt die historischen Tatsachen mit einer fiktiven, spannenden Liebesgeschichte. Mit diesem Roman kann man in eine ferne Welt eintauchen und beim Lesen die Zeit vergessen. Wer die Romane von Patricia Shaw liebt, wird von diesem bestimmt nicht enttäuscht sein!

„Der Traum der Schlange. Große Australiensaga“ von Patricia Shaw, erschienen 2014 im Knaur Verlag, Taschenbuch, 640 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-426-51628-7

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

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„Brigitte Bardot. Eine Hommage“ – Bildband von Christian und Marc Brincourt

Verfolgt, gehasst, kritisiert, beneidet und – vor allem! – vergöttert: ihr gesamtes Leben lang hat das große französische Magazin „Paris Match“ Brigitte Bardot begleitet und ihr nicht weniger als 39 Titelseiten gewidmet. Aus dem großen Fundus dieses Magazins schöpften Vater und Sohn Brincourt bei der Erstellung dieses Buches. Christian Brincourt hat Brigitte Bardot im Rahmen seiner Arbeit als Journalist kennengelernt und wurde ein treuer Freund, der tiefe Einblicke in ihr Privatleben gewinnen konnte. Marc Brincourt verfügt als Foto-Chefredakteur der Paris Match über einen Zugang zu sämtlichen Archiven und konnte darüber hinaus der Sammlung in diesem Buch auch Fotos aus den Privatarchiven von Brigitte Bardot hinzufügen. Erschienen ist der opulente Bildband 2014 im Delius Klasing Verlag.

Das Mädchen mit dem sexy Schmollmund

Früher waren im Ausland nur zwei Franzosen wirklich berühmt und bekannt: Charles de Gaulles und Brigitte Bardot. Bardots Berühmtheit stammt aus einem einzigen Kultfilm: „Und immer lockt das Weib“. In diesem Film präsentiert sie sich als bildschöne Frau, die sich geltenden Regeln widersetzt und unter den angepassten Bürgern eine wahre Revolution hervorbringt. Am 28. September 2014 wurde Brigitte Bardot 80 Jahre alt.

Fazit

Für jeden Brigitte Bardot-Fan bietet der opulente Bildband eine wahre Fülle an bekannten und unbekannten Fotos der Schauspielerin. Auf 256 Seiten huldigt das Buch der Schönheit dieser Frau, die auch heute noch als Schönheitsideal gilt. Allein 39 Titelseiten widmete die „Paris Match“ dem französischen Star – sie sind alle in diesem Bildband zu finden.

Vater und Sohn Brincourt zeigen in ihrem Bildband Fotos der Bardot aus ihrer Teenagerzeit ( auf denen man sie kaum widererkennt) bis hin zu recht aktuellen Bildern, auf denen die Bardot immer wieder in Gesellschaft von Tieren abgebildet ist. Tiere sind ihr neuer Lebensinhalt. Für sie gründete die Bardot 1992 die „Fondation Brigitte Bardot“.

Die über 200 wunderbaren Fotos werden von informativen Texten begleitet, welche unter der Mitwirkung von Brigitte Bardot entstanden.

Dieser Bildband bietet dem Leser einen umfassenden Einblick in das Privat- sowie öffentliche Leben eines Weltstars. Absolut sehenswert!

„Brigitte Bardot. Eine Hommage“ – Bildband von Christian und Marc Brincourt, erschienen 2014 im Delius Klasing Verlag, Großformat, gebunden, 256 Seiten, 49,90 Euro, ISBN 978-3-7688-3882-5

Herzlichen Dank an den Delius Klasing Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bildnachweis: copyright Delius Klasing

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