Archiv für den Monat Februar 2015

„Lotusblut“ – Der zweite Fall für Emilia Capelli und Mai Zhou: Thriller von Judith Winter

Bevor sich die 1969 geborene Autorin Judith Winter selbständig machte, arbeitete sie jahrelang in einem bekannten wissenschaftlichen Institut. Im Februar 2015 veröffentlichte sie im dtv den 2. Teil der Thrillerserie mit Emilia Capelli und Mai Zhou als Komissarinnen unter dem Titel „Lotusblut“.

Mysteriöser Doppelmord

Emilia Capelli und Mai Zhou ermitteln in einem unheimlichen Doppelmord. Im elften Stock eines Frankfurter Luxushotels liegen die Leichen des Unternehmers Peter Klatt und seiner Frau Ramona. Beide wurden durch einen gezielten Schuss in die Stirn getötet. Das etwa zehnjährige asiatische Mädchen, das sie bei sich hatten, ist seit der Bluttat spurlos verschwunden. Noch im Hotel läuft das völlig verstörte Kind Emilia in die Hände. Zurück im Präsidium scheint durch eine Zeugenbefragung endlich Licht ins Dunkel zu kommen. Doch ein unaufmerksamer Moment, und die kleine Kaylin verschwindet erneut.

Fazit

Auch der zweite Thriller mit dem ungewöhnlichen Ermittler-Gespann Capelli und Zhou überzeugt wieder mit einem spannenden Fall, rasanter Handlung und einigen unvorhersehbaren Wendungen. Obwohl er nicht ganz an den Vorgängerband heranreicht, bietet der Thriller gute Unterhaltung auf hohem Niveau.

Die diversen Handlungsstränge werden perfekt mittels unterschiedlicher Sichtweisen verbunden und ergeben am Schluss ein stimmiges Ganzes. Jede Komissarin hat ihre eigene Ermittlungstaktik, die nicht immer die Zustimmung ihres Vorgesezten findet. Zwistigkeiten zwischen Capelli und Zhou sind nicht mehr so stark wie im ersten Band vorhanden – beide haben sich mittlerweile aneinander gewöhnt.

Empfehlenswerte Lektüre für Leser, die Thriller mit Anspruch mögen.

„Lotusblut“ – Der zweite Fall für Emilia Capelli und Mai Zhou: Thriller von Judith Winter, erschienen im Februar 2015 im dtv, Taschenbuch, 448 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 978-3-423-21569-5

Herzlichen Dank an den dtv für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright dtv

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„Nachtschattenmädchen“ – Jugendthriller von Kerstin Cantz

Kerstin Cantz studierte Publizistik, Germanistik und Ethnologie. Früher arbeitete sie als Redakteurin fürs Fernsehen, heute schreibt sie erfolgreich Drehbücher und Romane. Ihr Jugendthriller „Nachtschattenmädchen“ erschien im Januar 2015 im Arena Verlag. Empfohlen wird das Buch für Leser ab 14 Jahren.

Ein schrecklicher Verdacht

Karla freut sich auf den spannendsten Sommer ihres Lebens: Sprachferien in Granada! Gemeinsam mit dem smarten Neffen ihrer Gastmutter, Naldo,  durchstreift sie die Stadt. In der Nähe der glanzvollen Festung Alhambra hört Karla zufällig einen Streit zwischen zwei Frauen. In derselben Nacht wird eine der beiden Frauen, eine Nonne, ermordet aufgefunden. Als die Polizei Karla mit dem Phantombild der Täterin konfrontiert, traut sie ihren Augen nicht: Die Person auf dem Bild ist sie selbst. Wie kann das sein? Auf der Suche nach Antworten stoßen Karla und Naldo auf ein furchtbares Geheimnis.

Fazit

Der spannende Jugendthriller wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: zum einen kommt Karla zu Wort, dann berichten Naldo und weitere Protagonisten aus ihrer Sicht. Tagebucheinträge einer geheimnisvollen Alba erhöhen die Spannung zusätzlich. Viele kleine Puzzleteilchen setzen sich nach und nach zusammen und ergeben einen Thriller, der sich mit den Folgen einer Zeit befasst, in der ledigen und jungen Müttern ihre Babys weggenommen wurden.

Spannend, berührend und mitreissend geschrieben!

„Nachtschattenmädchen“ – Jugendthriller von Kerstin Cantz, erschienen im Januar 2015 im Arena Verlag, Klappenbroschur, 296 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3-401-06879-4  

Herzlichen Dank an den Arena Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Arena Verlag

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“ Die Ducks in Entenhausen“ – Sammelband der Serie „Mein Entenhausen“ vom Micky Maus-Magazin

Seit dem 20. Februar 2015 gibt es von Egmont Ehapa Media einen Sammelband mit allen 12 Geschichten der Serie „Mein Entenhausen“, die im Micky-Maus-Magazin erschienen sind. Außer diesen 12 Geschichten enthält der Band vier exklusive neue Kapitel, einen umfassenden Stadtplan sowie 12 schöne Ansichtskarten mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Entenhausen. Am 5. März 2015 erscheint dann die gebundene Ausgabe bei der Egmont Comic Collection für 14,99 Euro.

Familie Duck auf Entdeckungstour

Entenhausen ist immer eine Reise wert! Die Metropole an der Gumpe bietet weit mehr als Geldspeicher, Emil-Erpel-Statue und Margarinefabrik. Wer schon immer einmal wissen wollte, wo genau das Haus von Daniel Düsentrieb steht, wie weit Tick, Trick und Track zu ihrer Schule laufen müssen oder in welcher Richtung sich Oma Ducks Bauernhof befindet, sollte sich unbedingt diesen informativen und unterhaltsamen Sammelband zulegen. Mit dem beiliegenden Stadtplan erhält man als Leser einen großartigen Überblick über Entenhausen. Und um seine Freunde neidisch zu machen, eignen sich die 12 schönen Ansichtskarten zu einem ganz persönlichen Gruß aus Entenhausen.

“ Die Ducks in Entenhausen“, Sammelband erschienen am 20. Februar 2015 im Egmont Ehapa Media, Softcover, 12,99 Euro

Herzlichen Dank an den Egmont Ehapa Media für das bereitgestellte Rezensions- sowie das Verlosungsexemplar.

Bildnachweis: copyright Egmont Ehapa Media

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Unser Verlosung von 2 Exemplaren „Die Ducks in Entenhausen“ finden sie hier:

https://mainbergsverlosungen.wordpress.com/2015/02/25/comicverlosung-die-ducks-in-entenhausen-sammelband-mit-12-geschichten/

 

„Weißglut“. Der zweite Fall für Kommissar Steen – Kriminalroman von Jesper Stein

Jesper Stein ist Journalist und arbeitete als Kriminalreporter in Kopenhagen. 2008 erschien sein Bestseller über Bent Isager-Nielsen, den Leiter der Sektion 1, dem dänischen Pendant zum FBI. Das Buch erklärt u.a., warum Dänemark die weltweit höchste Aufklärungsrate bei Mordfällen aufweisen kann. Sein zweiter Roman um den Kommissar Axel Steen mit dem Titel „Weißglut“ erschien am 8. Januar 2015 im Kiepenheuer & Witsch Verlag.

Kopenhagen-Krimi

Vizekriminalkommissar Axel Steen greift immer öfter zu Haschisch, denn seine Todesängste fressen ihn auf. Zur Krönung seines Lebens wird auch noch sein Intimfeind Jens Jessen, der neue Mann seiner Exfrau Cecilie, in den Rang eines Polizeichefinspektors befördert und ist somit sein Chef. Erst ein neuer Vergewaltigungsfall reißt Axel aus seiner Lethargie: es werden DNA-Spuren gefunden, die zu dem Mord an Marie Schmidt vor vier Jahren passen; dem Mord, der Axels Ehe mit Cecilie ruinierte und beinahe das Leben seiner damals zweijährigen Tochter Emma gekostet hätte. Und den er nie aufklären konnte. Der Bluthund in Axel erwacht und nimmt die Fährte auf.

Fazit

In Steens erstem Fall lernte der Leser den Komissar als eigenwillig und stur kennen. Nachdem er in seinem zweiten Fall die große Chance erhält, den Mörder von Marie Schmidt zu fassen, läuft Steen wieder zur Höchstform auf. Neben der Suche nach dem Vergewaltiger und Mörder wird auch das Privatleben Steens thematisiert. Nach seiner Trennung von Cecilie leidet er immer noch, denn die Gespenster der Vergangenheit sind überall.

Authentische Protagonisten, detailreiche Beschreibungen der Polizeiarbeit und viele unerwartete Wendungen ziehen den Leser unweigerlich in ihren Bann. Nichts ist so, wie es den Anschein hat und viele Ermittlungen laufen in die falsche Richtung. Dazu punktet der Krimi noch mit wunderbarem Lokalkolorit und einem fesselnden Schreibstil. Eine sehr gelungene Fortsetzung der Krimi-Reihe um Axel Steen!

„Weißglut“. Der zweite Fall für Kommissar Steen – Kriminalroman von Jesper Stein, erschienen im Januar 2015 im KiWi Verlag als Taschenbuch, 416 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3-462-04696-0

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright KiWi Verlag

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„Der Garten der Abendnebel“ – Roman von Tan Twan Eng

Tan Twan Eng, geboren in Penang, studierte Jura an der University of London und hat lange in einer der angesehensten Kanzleien Kuala Lumpur gearbeitet. Für ‚Der Garten der Abendnebel‘ erhielt er den Man Asian Literary Prize 2012 und den Walter Scott Prize for Historical Fiction 2013. Des weiteren stand der Roman auf der Shortlist des Man Booker Prize 2012. In deutscher Sprache erschien „Der Garten der Abendnebel“ am 2. Februar 2015 im Droemer Verlag.

Malaysia 1949

Die 18jährige Yun Ling gerät während des Krieges in Malaya zusammen mit ihrer Schwester in japanische Gefangenschaft. Yun Ling überlebt als Einzige das Internierungslager. Trotz ihrer späteren Arbeit für ein Tribunal, das japanische Kriegsverbrecher verurteilt, lässt der Tod ihrer Schwester ihr keine Ruhe. Diese war eine Liebhaberin der japanischen Gartenkunst und Yun Ling möchte jetzt eine Grabstätte für sie schaffen. Nur der Gedanke an einen eigenen Garten ließ die Schwestern die Grausamkeit der Internierung ertragen.

Obwohl Yun Ling die Japaner hasst, wendet sie sich wegen der Grabstätte an den japanischen Gärtner Aritomo. Dieser weigert sich, ihren Auftrag anzunehmen, bietet ihr aber eine Ausbildung in seine Kunst an. Yun Ling beginnt ihre Lehre und findet im „Garten der Abendnebel“, der am Rande des malayischen Dschungels liegt, ihren Frieden. Sie nähert sich nicht nur Aritomo sondern auch ihrem eigenen dunklen Geheimnis an.

Fazit

Der Roman wird in zwei Ebenen erzählt: in der Gegenwart berichtet die nunmehr pensionierte Yun Ling wie sie in den „Garten der Abendnebel“ zurückkehrt. Sein ehemaliger Besitzer Aritomo  verschwand eines Tages spurlos. In Rückblenden erfährt der Leser Details aus ihrer Internierungszeit. Während die Erzählebenen immer wieder wechseln, offenbart sich dem Leser Trauer und Schmerz, die ihre Ursache im Krieg haben.

Diesen poetischen Roman sollte man genießen und sich Zeit beim Lesen lassen. Nur so können die Worte ihre Sogwirkung entfalten und den Leser in eine fremde Welt entführen, die von Krieg, Erinnerungen und Veränderungen lebt.

„Der Garten der Abendnebel“ – Roman von Tan Twan Eng, erschienen am 2. Februar 2015 im Droemer Verlag, gebunden, 464 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-426-19988-6

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

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„Die Quelle“ – Roman von Catherine Chanter

Catherine Chanter schreibt, neben ihrer Arbeit als Lehrerin psychisch kranken Jugendlichen, Kurzgeschichten und Lyrik, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Ihr erster Roman ›Die Quelle‹ wurde mit dem Lucy Cavendish Fiction Prize prämiert und erscheint weltweit in über 20 Ländern. In deutscher Sprache erschien „Die Quelle“ im Februar 2015 im Scherz Verlag als gebundenes Buch. Die deutsche Übersetzung stammt von Verena Kilchling.

Ein Neuanfang wird zum Albtraum

Nach einem Gerichtsprozess in London wollte Ruth mit ihrer Familie ein neues Leben beginnen, draußen im Haus an der Quelle. Doch als es im ganzen Land nicht mehr regnet, nur noch bei ihnen, wird das Paradies zum Albtraum, der das Leben eines Kindes kostet – und bald kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle.

Fazit

Catherine Chanter stellt in ihrem Erstlingswerk nicht die Dürre und Wasserknappheit in den Vordergrund, sondern das ganz persönliche Schicksal von Ruth und Mark mit allen darin vorkommenden Tragödien.

Erzählt wird der Roman aus Ruths Sichtweise in Rückblenden. Schon früh ist klar, dass die ganze Handlung in viele kleine Katastrophen gipfelt und mit dem Tod von Ruths Enkel endet. Es gibt zwei große Handlungsstränge: einmal den Umzug aufs Land, nachdem sich Mark einem Kinderporno-Prozess stellen musste. Hier schotten sich Ruth und Mark von ihren Nachbarn ab, da es nur noch auf ihrem Grundstück Wasser gibt. Durch Elektrozäune sichern sie ihr Grundstück und werden damit selbst zu Gefangenen.

Der zweite Handlungsstrang betrifft Ruth, die sich den Nonnen von der Sekte “Die Rose von Jericho” anschließt. Als ihr Enkel stirbt, stehen diese, sowie Mark und Ruth selbst unter dem Verdacht,  an seinem Tod schuld zu sein.

Fesselnd geschrieben. Ein psychologisch ausgefeilter Roman über Extremsituationen, der den Leser unweigerlich in seinen Bann zieht. Unbedingt lesen!

„Die Quelle“ – Roman von Catherine Chanter, erschienen im Februar 2015 im Scherz Verlag, gebunden,  480 Seiten, 16,99 Euro, ISBN 978-3-651-02195-2

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Scherz Verlag

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„Wenn das Glück anklopft“ – Roman von Kerstin Hohlfeld

Kerstin Hohlfeld studierte von 1985 bis 1991 Theologie. Nachdem sie ihre drei Kinder bekam, verlegte sie sich aufs Schreiben und veröffentlichte bereits mehrere Romane. Ihr neuer Roman „Wenn das Glück anklopft“ erschien im Dezember 2014 im Ullstein Verlag als Taschenbuch.

Freundinnen fürs Leben

Am Eingang der Rückenschule würde die alleinerziehende Milena »Bandscheibenvorfall« Mielke, 38, am liebsten wieder umkehren. Aber dann wird es im Stuhlkreis doch interessant, was vor allem an der sympathischen Caroline, einer zweifachen Zwillingsmutter, liegt, die so schrecklich müde aussieht. Auch die schüchterne Bibliothekarin Ann-Kathrin wirkt nett, im Gegensatz zur attraktiven und erfolgreichen Redakteurin Vivien. Bald entdecken die vier: Sie haben nicht nur »Rücken«, sondern viele Sorgen, Ängste und Heimlichkeiten, die sie durch den Alltag schleppen. Und gemeinsam plötzlich auch Ideen, wie man das ändern könnte.

Fazit

Die vier Protagonistinnen sind aus dem Leben gegriffen und jede Leserin erkennt sich garantiert in der einen oder anderen Frau wieder. Jeder einzelne Charakter ist so realitätsnah beschrieben, dass man sich sehr gut mit ihnen identifizieren kann. In diesem humorvollen, locker geschriebenen Roman, begleitet der Leser vier Freundinnen auf ihrem persönlichen Weg zum Glück.

Die Autorin schrieb einen sehr gefühlvollen Roman über den Stress des Alltags, über wahre Freundschaft, über Mut zur Veränderung und das wirklich Wichtige im Leben. Ein Roman zum Nachdenken, Lachen und einfach nur glücklich sein. Nicht nur für Frauen lesenswert!

„Wenn das Glück anklopft“ – Roman von Kerstin Hohlfeld, erschienen im Dezember 2014 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 336 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 9783548286075

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

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„Karneval der Hunde“ – Bildband erschienen bei Eden Books

Rechtzeitig zum Karneval erschien bei Eden Books ein bezaubernder Bildband. „Karneval der Hunde“ heißt das lustige Fotobuch, in dem die putzigsten Vierbeiner in den originellsten und ausgefallensten Kostümen abgebildet sind.

Tierische Jecken

Nicht nur Menschen wollen an Karneval mit einem originellen Kostüm glänzen – auch ihre tierischen Begleiter sollen für die Festtage stilsicher gekleidet sein. Hier findet man neben einem süßen Mops mit Kravatte eine rosa Pudel-Prinzessin und sogar einen Chihuahua im Dinosaurierkostüm.

Um den Hundebesitzern die passende Kostümauswahl für ihren tierischen Liebling zu erleichtern, gibt dieses einzigartige Buch jede Menge Anregungen.

Fazit

Einfach zum Knuddeln süß sind die verkleideten Vierbeiner! Ob die Hunde ihre Verkleidung wirklich mögen,  weiß man nicht – sie machen jedenfalls einen entspannten Eindruck. Neben süßen Hunden in ihren ausgefallenen Verkleidungen bringen humorvolle Sprüche und Bemerkungen den Leser zum Lachen. Ein super Buch für jeden humorvollen Hundefreund, das man sich immer wieder gern anschaut!

„Karneval der Hunde“ – Bildband erschienen am 16. Februar 2015 bei Eden Books, 96 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 9783944296982

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Eden Books

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„Luzifers Töchter“ – historischer Roman von Gabriele Breuer

Gabriele Breuer arbeitet in einem Seniorenheim und schreibt nur in ihrer Freizeit. Ihr neuer historischer Roman „Luzifers Töchter“ erschien am 7. Januar 2015 im Ullstein Verlag als Taschenbuch.

Köln im 13. Jahrhundert

Vom Hunger geplagt, schließen sich die verwaisten Zwillingsschwestern Yda und Griet einem Wunderheiler an. Als Yda ernsthaft erkrankt, verliert Griet beinahe jede Hoffnung. Bis sie sich in den jungen Henkersknecht Luca verliebt. Noch während Luca versucht, Yda zu heilen, wird Köln plötzlich belagert – und die Schicksalsgemeinschaft verliert sich in den Wirren aus den Augen.

Fazit

Im 13. Jahrhundert wurden Zwillinge als Kinder des Teufels angesehen. Die Zwillingsschwestern Yda und Griet werden daher nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Oheim verstoßen und schließen sich dem Bader Quirin an. Sie verbringen fortan ihr Leben mit kleinen Gaunereien. Als sie dem Henkersknecht Luca begegnen, verliebt sich Yda in ihn. Doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern, denn auch ein reicher Patrizier möchte die junge Frau für sich gewinnen.

Der Leser begleitet die beiden Schwestern durch ein Leben voller Entbehrungen und Wirrungen. Zeitweise sind die Schilderungen der damaligen Zustände, der Kämpfe und Hinrichtungen sehr brutal. Die Autorin schafft es mit ihren detailreichen Beschreibungen, das Kopfkino beim Leser in Gang zu setzen. Ich mochte das Buch nicht eher aus der Hand legen, bis ich das Ende gelesen hatte.

Für Fans spannender historischer Romane ein unbedingtes Muß!

„Luzifers Töchter“ – historischer Roman von Gabriele Breuer, erschienen am 7. Januar 2015 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 416 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3548286464

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

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„Möbelhaus“ – Tatsachenroman von Robert Kisch

Robert Kisch ist das Pseudonym eines ehemaligen Journalisten, der mit fast allen deutschen Journalismus-Preisen ausgezeichnet wurde. Kisch fällt mit Ende 40 der Wirtschaftskrise und seinem Alter zum Opfer. Über sein heutiges Leben erzählt er in seinem Tatsachenroman „Möbelhaus“, der am 2. Februar 2015 im Droemer Verlag veröffentlicht wurde.

Das Mittelschichtsleben hängt am seidenen Faden

Vor einiger Zeit plauderte er noch mit bekannten Hollywoodgrößen- jetzt präsentiert er mit Bundfaltenhose und Krawatte die Vorzüge einer Schrankwand oder eines Ledersofas. Er hätte sich im Traum nie vorstellen können, einmal als Provisionsverkäufer in einem der größten Möbelhäuser Deutschlands arbeiten zu müssen. Aber er muss Geld verdienen, denn sein kleiner Sohn will ernährt werden.

Heute ist er Teil einer Welt, die aus Misstrauen, Mobbing und Konkurrenzkampf besteht. Durch seinen notorischen Geldmangel, Wochenendarbeit und unzählige Überstunden geht seine Beziehung kaputt. Aber er muss durchhalten!

Fazit

Kisch erging es wie vielen Menschen über 40, die auf Grund ihres Alters ihren Job verlieren. Notgedrungen arbeitet er in einem Möbelhaus und beschreibt, welchem Leistungsdruck, Mobbing und Konkurrenzkampf er dort tagtäglich ausgesetzt ist. Schonungslos lässt er den Leser teilhaben an der Jagd der Kunden nach immer mehr Rabatten, an den Überredungskünsten der Verkäufer und an den Ausbeutungsmethoden der Geschäftleitung. Kisch ist nicht der einzige ungelernte Möbelverkäufer in seinem Betrieb. Fast alle Kollegen sind gescheiterte Existenzen, die notgedrungen dort arbeiten müssen. Hier zählt nur der Erfolg, denn dieser bringt die ersehnte Provision und dafür geht man auch mal über Leichen.

Schockierend, dass ein Arbeitsleben so schrecklich sein kann – heutzutage leider oft ganz normal!

„Möbelhaus“ – Tatsachenroman von Robert Kisch, erschienen am 2. Febriar 2015 im Droemer Verlag, Taschenbuch, 320 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3-426-30404-4

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Droemer Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

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