Archiv für den Monat November 2014

Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel – Roman von Eli Brown

Eli Browns Texte erschienen in renommierten Literaturmagazinen der USA und für seinen ersten Roman „The Great Days“, gewann er den Fabri Literary Prize. „Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel“ ist sein erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Veröffentlicht wurde das Buch im November 2014 im Droemer Verlag.

Ein Mann kocht um sein Leben

Als der  junge Koch Owen Wedgwood im Jahr 1819 von der Piratin Hannah Mabbot auf ein Piratenschiff entführt wird, steht er vor einer schwierigen Aufgabe: entweder er zaubert  jeden Sonntag ein Gourmet-Menü für die Kapitänin oder er darf mit den Haien um die Wette schwimmen. Doch an Bord gibt es wenig geeignete Zutaten. Um an die heranzukommen, muss er sich wohl oder übel mit der eigenwilligen Crew auseinandersetzen – und die hält so einige Überraschungen für ihn bereit. Owen lässt bei allem was er tut dennoch nichts unversucht, dem Piratenschiff wieder zu entkommen.

Fazit

Dieser Roman ist eine perfekte Mischung aus Piratengeschichte, Spannungsroman und Abenteuergeschichte, gewürzt mit einer Prise Liebe. Browns Erzählstil ist flüssig und bildhaft – man kann sich beim Lesen die zubereiteten Gerichte sehr gut vorstellen. Schade, dass es am Ende des Buches keine Zusammenfassung dieser Kochrezepte gibt! Ansonsten kann man mit dem Buch auf eine Seereise durch ferne Länder gehen, lernt dabei noch etwas über den Kolonialismus und hat auf jede Fall eine Menge Lese-Spass!

„Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel “ von Eli Brown, erschienen im November 2014 im Droemer Verlag, gebunden, 384 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-426-19950-3

Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

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O du fröhliche Weibernacht – Roman von Heike Wanner

Heike Wanner arbeitet als Angestellte bei einer Fluggesellschaft und schreibt seit 2008 sehr erfolgreich lustige Frauenromane. Ihr erster Weihnachtsroman mit dem Titel „O du fröhliche Weibernacht“ erschien im Oktober 2014 im Marion von Schröder Verlag.

Weihnachtsfeier auf Helgoland

Die Firma „Sonne & Seife“ will dieses Jahr die Firmen-Weihnachtsfeier auf Helgoland stattfinden lassen und das Ganze über drei Tage lang. Was für eine bescheuerte Idee! Und dann müssen sich die elegante Ulrike, die ehrgeizige Jana, die schüchterne Miriam und die resolute Cordula auch noch ein Zimmer teilen, obwohl sich die vier auf den Tod nicht ausstehen können. Doch ein ordentlicher Schuss Rum im Tee, ein gigantischer Nordseesturm und ein schlecht maskierter Nikolaus bewirken ein Wunder…

Fazit

Heike Wanner widmet jeder der vier Protagonistinnen einen eigenen Handlungsstrang und führt diese am Ende gekonnt zusammen. Da die vier Frauen so unterschiedlich sind, kann sich bestimmt fast jede Leserin mit einer von ihnen identifizieren. Dieses lustige Vorweihnachtsbuch stimmt mit seiner sehr unterhaltsamen und gleichzeitig spannenden Geschichte gut auf das Weihnachtsfest ein. Besonders hervorzuheben ist, dass die einzelnen Kapitel als Überschrift jeweils den Titel eines gut bekannten Weihnachtsliedes tragen. Ein schöner Roman für unbeschwerten Lesegenuss!

„O du fröhliche Weibernacht“ von Heike Wanner, erschienen im Oktober 2014 im Marion von Schröder Verlag, gebunden, 288 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3547711950

Herzlichen Dank an den Marion von Schröder Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright Marion von Schröder

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Der Rosie-Effekt. Noch verrückter nach ihr – Roman von Graeme Simsion

Simsions erster Roman, ›Das Rosie-Projekt‹, wurde auf Anhieb ein Weltbestseller und in Australien mit dem »Book of the Year«-Preis ausgezeichnet. Mit dem Roman ›Der Rosie-Effekt‹ setzt der Australier Simsion seine Erfolgsgeschichte fort. Erschienen ist das Buch am 30. Oktober 2014 im Krüger Verlag.

Don Tillman entdeckt die Liebe in der Ehe

Don Tillmans »Ehefrau-Projekt« hat geklappt und jetzt geht es in seinem Leben erst richtig los. Er lebt mit seiner schwangeren Ehefrau Rosie in New York. Don will natürlich der beste werdende Vater aller Zeiten sein, stürzt sich in die Forschung und entwickelt einen wissenschaftlich exakten Schwangerschafts-Zeitplan für Rosie.
Aber seine ungewöhnlichen Methoden führen zu seiner Verhaftung. Und davon darf Rosie auf keinen Fall etwas erfahren. Don spannt seinen Freund Gene ein und überzeugt die Sozialarbeiterin Lydia, dass er ein Superdad sein wird. Bei alledem übersieht er fast das Wichtigste: seine Liebe zu Rosie und die Gefahr, sie genau dann zu verlieren, wenn sie ihn am meisten braucht.

Fazit

Der Nachfolgeroman von „Das Rosie-Projekt“ stellt große Erwartungen an den Leser – und diese werden wieder einmal ganz erfüllt.  Während es im ersten Teil um das Suchen und Finden einer passenden Ehefrau für Don Tillman geht, muss sich dieser im Folgeband mit Eheproblemen herumschlagen. Tillman gerät immer wieder in abstruse Situationen, die den Humor des Romans ausmachen. Trotz des ernsten Themas zaubern die ungewöhnlichen Charaktere der Protagonisten immer wieder ein Lächeln ins Gesicht des Lesers. Ein sehr unterhaltsamer Roman, der die Geschichte um Don Tillman gelungen fortsetzt.

„Der Rosie-Effekt. Noch verrückter nach ihr“ von Graeme Simsion, erschienen am 30. Oktober 2014 im Krüger Verlag, gebunden,  448 Seiten, 18,99 Euro, ISBN 978-3810522580

Herzlichen Dank an den Krüger Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Krüger Verlag

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Winterwind – Winterträume mit Bestsellerautorin Petra Durst-Benning

Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im Fernsehen feiern ihre Romane große Erfolge. Im Oktober 2014 erschien im List Verlag ihr neues Buch, in dem sie sechs ihrer großen Bestseller wieder lebendig werden und deren Handlung weiterlaufen lässt.

Sechs stimmungsvolle Geschichten

Aufbruch und Neubeginn – in der Winter- und Weihnachtszeit erfahren die beliebtesten Roman-Heldinnen und -Helden, was es bedeutet, Altes hinter sich zu lassen und Neues zu wagen. Ob die Silhouettenschneiderin Margarete am Stuttgarter Hof oder die Erben der Glasbläserin in Thüringen: Sie alle erleben jetzt besondere Momente voller Spannung, Fröhlichkeit und starker Gefühle.

Fazit

Die in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten beziehen sich jeweils auf einen Roman der Autorin. Auch wenn man diese Romane nicht kennt, kann man dem Inhalt der Kurzgeschichten sehr gut folgen. Und dieses Buch macht auf jeden Fall Lust, die Romane der Autorin einmal komplett zu lesen. Dieses Werk Petra Durst-Bennings passt perfekt in die Vorweihnachts- und Winterzeit, denn es lässt den Leser träumen.

„Winterwind“ von Petra Durst-Benning, erschienen im Oktober 2014 im List Verlag, gebunden, 176 Seiten, 14 Euro, ISBN 9783471351024

Herzlichen Dank an den List Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares.

Bildnachweis: copyright List Verlag

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Die Verfluchten – Roman von Joyce Carol Oates

Bereits vor 30 Jahren begann Joyce Carol Oates ›Die Verfluchten‹ zu schreiben. Die bedeutendste amerikanische Autorin zeigt in ihrem Meisterwerk, dass sie die Kunst der Gothic Novel beherrscht. Für ihre zahlreichen Romane und Erzählungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. „Die Verfluchten“ erschien im Oktober 2014 im S.Fischer Verlag in deutscher Übersetzung.

Princeton im Jahr 1905

Die ruhige Universitätsstadt Princeton wird in ihren Grundfesten erschüttert, als Annabel auf der Schwelle zum Altar von einer dämonischen Gestalt entführt wird. Ihr Bruder Josiah macht sich auf die Suche und entdeckt das Grauen. Vampire treiben ihr Unwesen und reißen Princetons intellektueller Elite die Maske herunter. Woodrow Wilson, der Präsident der Universität, entpuppt sich als bekennender Rassist mit beachtlichem Drogenkonsum, und der Sozialist Upton Sinclair predigt die Gleichheit der Menschen, erniedrigt aber seine eigene Frau. Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Gewalt gegen jeden, der anders ist: Das ist das wahre Gesicht der Dichter und Denker.

Fazit

In Princeton geht ein schauerlicher Dämon um, der den Einwohnern in unterschiedlicher Gestalt erscheint. Diese Geschichte in der Geschichte wird von einem Mann namens M. W. van Dyck erzählt und bald erkennt der Leser, dass die wahren Ungeheuer hier die Mitglieder der feinen Gesellschaft sind. In Princeton leben Heuchler und Rassisten. Der schlimmste von allen ist Woodrow Wilson, eine reale Person, die später Karriere als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika machte. Letztendlich stellt sich der Dämon als angesehener Bürger von Princeton dar, der ein Mörder und obendrein ein Leichenfledderer ist. „Die Verfluchten“ ist am Ende kein Schauerroman, sondern eher ein Krimi, der mit der feinen Gesellschaft Amerikas abrechnet. Leider zeitweise etwas langatmig geschrieben und durch die vielen Erzählstränge sehr unübersichtlich.

„Die Verfluchten“ von Joyce Carol Oates, erschienen im Oktober 2014 im S.Fischer Verlag, gebunden, 752 Seiten, 26,99 Euro, ISBN 978-3100540218

Herzlichen Dank an den S.Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright S.Fischer Verlag

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Broken Dolls – Er tötet ihre Seelen – Thriller von James Carol als ungekürztes Hörbuch

Der 1969 geborene James Carol arbeitete bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer. Wenn er nicht gerade schreibt, verbringt er seine Zeit im Tonstudio.  »Broken Dolls« war sein erstes Buch und erschien am 1.11.14 bei DER Audio Verlag als ungekürztes Hörbuch. Die Fortsetzung der Reihe um den charismatischen Profiler Jefferson Winter ist bereits in Arbeit. Gelesen wird der Thriller vom Hörbuch- und Synchronsprecher Dietmar Wunder.

Jefferson Winters erster Fall

Als Jefferson Winter ein Teenager war, wurde sein Vater als Serienmörder von 15 jungen Mädchen mit der Giftspritze hingerichtet.

Jetzt ist Jefferson Winter erwachsen und einer der weltbesten Profiler. Er ist intelligent, gebildet und hat beim FBI sein Gespür für das wahre Böse unter Beweis gestellt, bis er sich dann selbstständig machte. Nun wird Winter gerufen, wenn die Polizei nicht mehr weiter weiß.

Diesmal kommt der Hilferuf aus London. Bereits vier Frauen sind Opfer eines grausamen Verbrechens geworden. Sie wurden entführt, monatelang gefangen gehalten und gefoltert, bis schließlich eine Lobotomie Teile ihres Gehirns zerstört und sie zu gefühl- und willenlosen Puppen gemacht hat: Mehr tot als lebendig sind sie fortan zu einem Leben in einem ewigen Dämmerzustand verdammt. Kann die Londoner Polizei mit Hilfe von Jefferson Winter den Wahnsinnigen stoppen, bevor er eine weitere Frau in seine Fänge bekommt? Ein schier unglaublicher Wettkampf gegen die Zeit beginnt.

Der Sprecher des Hörbuchs

Die Synchronstimme von James Bond, der Hörbuchsprecher Dietmar Wunder, liest den Thriller sehr mitreissend und gibt jedem Protagonisten eine eigene Klangfarbe. Seine einnehmende Stimme lässt das Grauen greifbar werden und verpasst dem Hörer eine Gänsehaut nach der anderen.

Fazit

Mit Jefferson Winter schuf der Autor einen sympathischen Profiler, der in seinem Leben schon einiges durchmachen musste. Seine unkonventionelle Arbeitsweise ist erfolgreich und basiert auch auf der Erinnerung an seinen Vater. Der Plot ist überraschend, brutal und spannend. Ein super gelungener Serien-Auftakt mit einem ungewöhnlichen Ermittler, der garantiert noch viele spannende Fälle lösen wird. Mit Dietmar Wunder als Sprecher des ungekürzten Hörbuchs wird der Thriller zum wahren Hörgenuss mit Gänsehautgarantie.

Broken Dolls – Er tötet ihre Seelen – Thriller von James Carol als ungekürztes Hörbuch, erschienen am 1. November 2014 im Der Audio Verlag, 2 CD`s, 561 Minuten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-86231-421-8

Herzlichen Dank an den Der Audio Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Der Audio Verlag

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„Birth. School. Metallica. Death“. Die Biographie von Paul Brannigan und Ian Winwood

Paul Brannigan gehört zu den bekanntesten Musikjournalisten Englands. Er ist Autor eines Sunday Times-Bestsellers und schreibt regelmäßig für  diverse Musikmagazine.

Ian Winwood zählt ebenfalls zu den bekanntesten Musikjournalisten Englands. Er verfasst unter anderem Beiträge für den Rolling Stone, den Guardian, Mojo, Kerrang!, den NME und die BBC. Gemeinsam mit Paul Brannigan schrieb er eine Biographie über die amerkanische Band Metallica. Erschienen ist das Buch am 3. November 2014 im Droemer Verlag.

Bandgeschichte der größten Heavy Metal-Band

Metallicas Weg von der Garagenband in Los Angeles auf die größten Bühnen der Welt ist eine der herausragenden Erfolgsgeschichten der Rockmusik. Die Musikjournalisten Paul Brannigan und Ian Winwood sind den vier Musikern über die Jahre hinweg näher gekommen als jeder andere. Sie waren mit der Band im Studio und auf Reisen und haben dabei hunderte Stunden Interviews gesammelt. Nun erzählen sie die ganze Geschichte von Metallica, so wie sie keiner kennt – Inside-Stories von Sex, Drugs and Rock ‘n‘ Roll, von Freundschaft und Egomanie, von großen Träumen und brennendem Ehrgeiz. Brannigan und Winwood zeichnen den ungebrochenen Erfolg von Metallica nach und stellen damit alles in den Schatten, was jemals über die Band veröffentlicht wurde.

Fazit

Die umfassende und sehr detaillierte Biographie der beiden Musikjournalisten Brannigan und Winwood lässt den Leser hinter die Kulissen der erfolgreichen Heavy Metal-Band Metallica blicken. So erfährt der Leser nicht nur viel Interessantes aus der Welt der Musik, sondern lernt die Bandmitglieder als normale Menschen mit Problemen und Gefühlen kennen. Ergänzt werden die unzähligen Erinnerungen durch viele ältere und auch neue Band-Fotos. Dieses schön gestaltete Buch mit seiner hochwertigen schwarzen Optik sollte in keinem Bücherschrank eines Metallica-Fans fehlen!

„Birth. School. Metallica. Death“. Die Biographie von Paul Brannigan und Ian Winwood, erschienen am 3. November 2014 im Droemer Verlag, gebunden, 696 Seiten, 32 Euro,  ISBN 978-3-426-27647-1

Herzlichen Dank dem Droemer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

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„Dunkler Donnerstag“. Der vierte Fall für Frieda Klein – Thriller von Nicci French

Das britische Autoren-Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French ist bekannt für seine erfolgreichen Psycho-Thriller, die regelmäßig auf den Bestseller-Listen landen. Die beiden haben jetzt den vierten Teil der „Wochentags-Reihe“ mit der Psychotherapeutin Frieda Klein unter dem Titel “ Dunkler Donnerstag“ im C.Bertelsmann Verlag veröffentlicht.

Ein neuer Fall für die Psychotherapeutin Frieda Klein

Als Frieda Klein unerwarteten Besuch von einer alten Schulfreundin erhält, die sie um psychotherapeutische Hilfe für ihre Tochter bittet, ahnt sie nicht, worauf sie sich da einlässt … Die Fünfzehnjährige ist verstockt und magersüchtig. Und bald stößt Frieda auf den Grund: Becky wurde eines Nachts in ihrem Zimmer von einem Unbekannten vergewaltigt. In Frieda reißt die Geschichte alte Wunden auf. Sie beschließt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Fazit

Der neue Fall für Frieda Klein führt den Leser tief in das Leben der Protagonistin. Denn die Psychotherapeuthin kehrt an den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurück und stellt sich dort ihrer Vergangenheit. Ihr vierter Fall lässt den Leser endlich ihre, manchmal seltsamen, Verhaltensweisen verstehen und nachvollziehen. Der Plot ist gut durchdacht und lenkt den Leser mit vielen falschen Spuren auf falsche Fährten und Verdächtige. Letztendlich gelingt es Frieda Klein Frieden mit ihrer Vergangenheit zu schließen, den Fall zu lösen und nach London zurück zu kehren. Für Fans der Frieda-Klein-Serie ein unbedingtes Lese-Muss!

„Dunkler Donnerstag“ von Nicci French, erschienen im Oktober 2014 im C.Bertelsmann Verlag, broschiert, 448 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3570101650

Herzlichen Dank an den C.Bertelsmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright C.Bertelsmann Verlag

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„Der letzte Tanz“. Der Untergang der russischen Aristokratie von Douglas Smith

Douglas Smith ist Historiker und Übersetzer. Er arbeitete für das U.S. Department of State in der Sowjetunion und als Russisch-Dolmetscher für Ronald Reagan und war als Russland-Spezialist für »Radio Free Europe/Radio Liberty« in München tätig. Für seine Arbeit erhielt Smith verschiedene Auszeichnungen. Sein informatives Buch „Der letzte Tanz“ erzählt vom Untergang des russischen Adels. Veröffentlicht wurde es im Oktober 2014 im S. Fischer Verlag.

Leben und Untergang des russischen Adels

1917 wird die russische Aristokratie im Mahlstrom der bolschewistischen Revolution vernichtet. Douglas Smith beschreibt die berührenden Schicksale und menschlichen Dramen, die sich dahinter verbergen. Er erzählt von nächtlichen Fluchten, plündernden Bauern und brennenden Herrenhäusern. Im Mittelpunkt stehen zwei der mächtigsten Familien des Zarenreiches, die Scheremetews und die Golizyns, deren Mitglieder ermordet wurden, in sibirischen Lagern hungerten oder ins Exil gingen. Das brutale Ende einer glanzvollen Epoche und der Untergang einer prachtvollen Welt – packend erzählt, mit zahlreichen historischen Fotos von Menschen und Ereignissen.

Fazit

Vor dem Hintergrund der russischen Geschichte während der Zeit zwischen 1900 und 1945 erzählt Douglas Smith das ergreifende Schicksal der prominenten adligen Familien Scheremetjew und Golizyn. In der Revolution stürzten die Mitglieder dieser Familien in Armut und Ausgrenzung. Man verfolgte und tötete sie oder brachte sie in Arbeitslager. Bis zum heutigen Tag ist das Schicksal einiger Familienmitglieder nicht geklärt.

Smiths Buch ist auch als Geschichtsbuch anzusehen,  da er es wie kein zweiter vermag, dem Leser die russische Geschichte nahe zu bringen. Fesselnd geschrieben und sehr gut recherchiert! Unbedingt lesen!

„Der letzte Tanz“ von Douglas Smith, erschienen im Oktober 2014 im S.Fischer Veerlag, gebunden, 528 Seiten, 24,99 Euro, ISBN 978-3100772039

Herzlichen Dank an den S.Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Bildnachweis: copyright S.Fischer Verlag

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„Fieber“ – Thriller von Louise Voss und Marks Edwards

Louise Voss und Mark Edwards veröffentlichten ihr gemeinsames Thriller-Debüt „Fieber“ zunächst online im Eigenverlag. Der Thriller wurde sofort zum Sensationserfolg. Auch die darauffolgende Printausgabe eines großen Publikumsverlags stürmte die britischen Bestsellerlisten. Im Oktober 2014 erschien der Bestseller in deutscher Sprache im btb Verlag. Die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Beate Brammertz.

Es gibt kein Entkommen

Vor zwanzig Jahren nahm Kate Maddox an einer wissenschaftlichen Studie zur Bekämpfung eines Erkältungsvirus teil. Dort verliebte sie sich in den jungen Arzt Stephen, aber ihr Aufenthalt auf der Forschungsstation endete traumatisch. Das einzige, an das sie sich erinnert, ist ein Feuer, dem sie in letzter Minute entkam und in der Stephen starb. Danach floh Kate in ein neues Leben nach Amerika. Jetzt ist ihre Ehe am Ende und sie kehrt mit ihrem kleinen Sohn nach England zurück und hier begegnet Kate Paul, dem Zwillingsbruder des verstorbenen Stephen. Bald kann sich Kate an Bruchstücke des damaligen Unglücks erinnern, doch es gibt jemanden, der dies unbedingt verhindern will.

Fazit

In Rückblenden erfährt der Leser zum Teil, was bei dem Feuer vor vielen Jahren in einer Forschungsstation geschah. Dann befindet man sich wieder in der Gegenwart und begleitet Kate und Paul auf ihrer gefährlichen Suche nach der Wahrheit. Hochspannend, temporeich und unterhaltsam fesselt der Thriller den Leser auf hohem Niveau. Der Plot ist sehr gut durchdacht und passt genau in die Herbst/ Winterzeit, in der Fieber und Erkältungskrankheiten viele Leser plagen. Ein sehr gelungenes Thriller-Debüt, das beste Unterhaltung garantiert.

„Fieber“ von Louise Voss und Marks Edwards, erschienen im Oktober 2014 im btb Verlag, Taschenbuch, 448 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3442745708

Herzlichen Dank an den btb Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright btb Verlag

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