Archiv für den Monat September 2014

Judith Hermann: Aller Liebe Anfang – Rezension des Romans

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Bereits ihr Debüt „Sommerhaus später“  im Jahr 1998  wurde ein großer Erfolg. Im August 2014 veröffentlichte Hermann im S. Fischer Verlag ihren ersten Roman mit dem Titel „Aller Liebe Anfang“.

Der Stalker

Stella und Jason sind verheiratet und haben eine Tochter namens Ava. Sie leben in einem schönen Haus mit kleinem Garten am Rand der Stadt. Stella arbeitet als Altenpflegerin und ist in ihrer Freizeit mit Ava oft allein, da Jason ständig auf Montage ist.
Eines Tages steht ein fremder Mann vor Stellas Tür und sagt, er wolle sich einfach einmal mit ihr unterhalten. Natürlich lehnt Stella seinen Wunsch ab. Der Fremde geht und kommt jeden Tag aufs Neue wieder. Dann wirft er ein Schreiben in Stellas Briefkasten, in dem er sich als Mister Pfister vorstellt.

Stella ist entnervt und erzählt sowohl Jason als auch ihrer Freundin von dem seltsamen Stalker. Doch keiner kann ihr bei diesem Problem wirklich helfen. Eines Tages holt Jason ein Schreiben des Stalkers aus dem Briefkasten und plötzlich legt sich in Stellas Kopf ein Schalter um und sie versucht, Mister Pfisters Handlungen zu verstehen. Erst als ihr auch die Polizei nicht weiterhelfen kann, kommt von ihrem Ehemann Jason völlig unerwartet Hilfe und zwar auf eine Art, die Stella nie für möglich halten würde.

Fazit

Mit eindringlichen und klaren Worten erzählt die Autorin das Drama der Bedrohung durch einen Stalker. Die Bedrohlichkeit der Handlung wird zusätzlich durch den Erzählstil hervorgehoben. Leider weist der Roman mit seinen vielen Wiederholungen einige Längen auf. Dennoch vermag es die Autorin, den Leser mit der unterschwelligen und ständig vorhandenen Angst der Protagonistin in ihren Bann zu ziehen. Die Bedrohung von Stellas Existenz durch einen Stalker ist beim Lesen fast greifbar. Ein Roman ohne großen Anspruch, der leider nicht an Hermanns frühere Werke heran reicht.

„Aller Liebe Anfang“ von Judith Hermann, erschienen im August 2014 im S.Fischer Verlag,  224 Seiten, gebunden , 19,99 Euro, ISBN: 978-3-10-033183-0

Die Autorin bedankt sich beim S. Fischer Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright S. Fischer Verlag

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Libba Bray: The Diviners – Aller Anfang ist böse. Rezension der ungekürzten Lesung

Libbra Bray verfasste bereits einige Kurzgeschichten sowie  Theaterstücke. Am 1. Oktober 2014 erscheint im Der Audio Verlag der Auftakt zu ihrer mysthisch-düsteren Tetralogie „The Diviners – Aller Anfang ist böse“ als ungekürzte Lesung. Gesprochen wird der erste Teil des großen Epos von der beliebten Synchronsprecherin Anja Stadlober. „The Diviners – Aller Anfang ist böse“ ist geeignet für Hörer ab 14 Jahren.

Die glamouröse Welt der 20er Jahre

Die 17-jährige Evie O‘Neill ist eine ausgelassene junge Frau, die nach einem kleinen »Zwischenfall« aus der Provinz ins aufregende New York zu ihrem Onkel geschickt wird. Der Onkel, der Direktor eines Museums für Aberglauben und Okkultismus ist, soll Evie wieder auf den rechten Weg führen. Doch diese hat anderes im Sinn. Sie genießt mit ihrer Freundin Mabel das glamouröse Nachtleben der Metropole und besucht die Flüsterkneipen und Jazzclubs der Stadt. Doch ihre vergnüglichen Ausflüge enden, als schreckliche Ritualmorde die Stadt erschüttern. An den Tatorten verweisen rätselhafte Zeichen und Nachrichten auf einen okkulten Hintergrund. Was keiner ahnt: der Mörder verfügt über übersinnliche Kräfte. Und mit einem Mal ist Evie Teil der Mordermittlungen. Denn auch sie hat eine besondere Gabe: Evie ist ein »Diviner« und kann jedem Gegentand die dunkelsten Geheimnisse seines Besitzers entlocken. Als sie den Schuh eines Mordopfers in den Händen hält, kommt Evie dem Mörder und seiner grausamen Geschichte Stück für Stück auf die Spur. Und gerät dabei in große Gefahr.

Die Sprecherin des Hörbuchs

Anja Stadlober haucht mit ihrer unverwechselbaren Stimme den Protagonisten Leben ein und zieht den Hörer unweigerlich in ihren Bann. Das Flair der goldenen 20iger Jahre wird von Anja Stadlober sehr gut übermittelt, so dass man sich beim Zuhören fast dorthin versetzt fühlt.

Fazit

Wer mysthische und zugleich hoch spannende historische Romane mag, wird dieses Hörbuch lieben. Wohlige Gänsehaut beim Zuhören wird garantiert. Die gruselige Stimmung treibt den Puls des öfteren in die Höhe.

„The Diviners – Aller Anfang ist böse“ von Libba Bray, ungekürzte Lesung erscheint am 1. Oktober 2014 im DAV, 3 CDs (mp3), ca. 1200 min, 19,99 Euro, ISBN 978-3-86231-413-3 

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim DAV für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright DAV

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Jim B. Tucker: Kinder erinnern sich. Dem faszinierenden Phänomen der Wiedergeburt auf der Spur – Rezension

Jim B. Tucker ist Professor für Psychatrie und Neuro-Verhaltenswissenschaften an der Universität von Virginia. Er setzt das Werk des Begründers der Reinkarnationstheorie Ian Stevenson fort, der erstmals wissenschaftlich das Phänomen von Kindern erforscht hat, die sich an frühere Leben erinnern. Tuckers erstes Buch „Life before Life. A Scientific Investigation of Children’s Memories of Previous Lives“ wurde bisher in zehn Sprachen übersetzt. Am 12. September 2014 erschien im Allegra Verlag sein neues Buch „Kinder erinnern sich“ in deutscher Sprache.

Das Phänomen der Wiedergeburt

Seit nunmehr 15 Jahren forscht Jim B. Tucker über das Phänomen der Wiedergeburt und untersucht dabei die Berichte von Kindern aus aller Welt. In dieser Zeit dokumentierte er über 2.500 Fälle. Meistens berichten die befragten Kinder im Alter zwischen 2 und 6 Jahren über ein früheres Leben. Tucker vertritt neben anderen renommierten Wissenschaftlern die Ansicht, dass die physische Welt, die wir kennen, aus unserem Bewusstsein entsteht. Die von ihm vorgestellten Fälle klingen plausibel und realistisch.

Fazit

Spannend und unheimlich – so kann man den Inhalt dieses wissenschaftlichen Buches kurz zusammen fassen. Dieses Buch regt durchaus zum Nachdenken an. Man sollte kleinen Kindern besser zuhören, wenn sie etwas erzählen und nicht alles als Fantasie abtun, denn sie könnten etwas aus ihrem vorherigen Leben preisgeben. Vielleicht hat der Wissenschaftler Jim B. Tucker ja wirklich Recht und jeder von uns hat schon ein- oder mehrmals gelebt. Ein sehr interessantes Buch, dass genauso viel Fragen aufwirft, wie beantwortet.

„Kinder erinnern sich“ von Jim B. Tucker, erschienen am 12. September 2014 im Allegra Verlag, Klappenbroschur, 288 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 9783548746173

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Allegra Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Allegra Verlag

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Samantha Young: Out of the Shallows – Herzsplitter. Rezension des Liebes-Romans

Die 1986 geborene Samantha Young arbeitet seit ihrem Abschluss an der University of Edinburgh als freie Autorin und schrieb bereits mehrere Jugendbuchserien. Seit der Veröffentlichung von »Dublin Street« und »London Road«, ihren ersten beiden Romanen für Erwachsene, stürmt sie die internationalen Bestsellerlisten. Am  12. September 2014 erschien im Ullstein Verlag ihr neuer Liebes-Roman mit dem Titel „Out of the Shallows – Herzsplitter“. Die Übersetzung Aus dem Englischen stammt von Silvia Kinkel.

Der 2. Teil von Into the Deep – Herzgeflüster

Sehr lange kämpften Charley und Jake um ihre Liebe und Charley verlor dafür das Vertrauen ihrer Familie. Doch alle Schwierigkeiten schweißten Jake und sie noch mehr zusammen. Bis ein schwerer Unfall Charleys Familie zersplittert und die junge Frau am Boden zerstört. Um ihre Familie zu schützen, will sie Jakes Liebe opfern und trifft eine schreckliche Entscheidung. Aber Jake will Charley auf keinen Fall aufgeben. Jetzt, da er endlich weiß, was er will, ist er bereit, den Kampf um ihr Herz mit allen Mitteln zu führen.

Fazit

„Out of the Shallows – Herzsplitter“ ist der Folge-Roman nach „Into the Deep – Herzgeflüster“. Man sollte diesen unbedingt vorher gelesen haben, da man sonst die Zusammenhänge nicht so gut versteht.  Wie auch im Vorgänger-Band wechseln hier die Erzählebenen zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, da man oft auf Anhieb nicht weiß, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Erzählt wird der Roman aus Charlys Sicht, so ist man als Leser ganz nah an ihren Gedanken und Gefühlen. Alles in allem: ein kurzweiliger Liebes-Roman, der gute Unterhaltung mit ganz viel Herz-Schmerz bietet.

„Out of the Shallows – Herzsplitter“ von Samantha Young, erschienen am 12. September 2014 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 304 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 9783548286914

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

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Margret Wenzel-Jelinek: Wien wertvoll. Bedroht und behütet – Rezension des Bildbands

30 Jahre fotografierte die in Boznien geborene Werbe- und Modefotografin Margret Wenzel-Jelinek ihre Wahlheimat Wien. Aus mehreren tausend Fotografien wählte sie insgesamt 300 für ihren Bildband „Wien wertvoll“ aus, der am 22. September 2014 im Styria Premium Verlag veröffentlicht wurde. Neben den Fotografien kommt außerdem eine Auswahl an Fachleuten zu Wort. Unter ihnen sind bekannte Namen wie die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und der Architekt Gustav Peichl.

Das Wiener Stadtbild in ständiger Veränderung

Margret Wenzel-Jelinek befürchtet, dass die Wiener ihrer Verpflichtung zum Erhalt des Wiener historischen Stadtbaus in Zukunft nicht mehr nachkommen werden. Seit dem Jahr 2001 ist die wunderschöne Wiener Altstadt ein, von der Unesco zertifiziertes, Weltkulturerbe, welches leider immer mehr durch neue Aufbauten aus Glas oder Beton verschandelt wird. Die Sorge um den Erhalt des historischen Stadtbaus teilt die Autorin mit vielen Fachleuten, die auch in diesem außergewöhnlichen Bildband zu Wort kommen.

Fazit

Es ist schon sehr erstaunlich zu sehen, wie sich Wien in 30 Jahren stadtbildlich verändert hat. Margret Wenzel-Jelinek fotografierte alle Bilder aus ihrer eigenen Wohnung. Man kann anhand der Fotos ganz deutlich nachvollziehen, dass die wunderschönen alten Häuser und Gebäude immer mehr hinter Hochhäusern und Dachaufbauten verschwinden. Dieser aufschlussreiche und sehr informative Bildband ist ein Plädoyer für eine sinnvolle Stadtentwicklung, die historisch gewachsene Strukturen erhalten sollte.

„Wien wertvoll“ von Margret Wenzel-Jelinek, erschienen am 22. September 2014 im Styria Premium, gebunden, 280 Seiten, 34,50 Euro, ISBN 978-3222134883

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Styria Premium für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Styria Premium

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Thomas Ziebula: Die Hure und der Spielmann – Rezension des historischen Romans

Thomas Ziebula ist vor allem Fantasy-Freunden unter seinem Peudonym Jo Zybell bekannt. Erst seit dem Jahr 2012 schreibt der Autor auch unter seinem Klarnamen Thomas Ziebula historische Romane. Sein neues Werk „Die Hure und der Spielmann“ erschien im August 2014 im Bastei Lübbe Verlag.

Stockholm im Jahr 1618

Kristina Thott, eine 17jährige Kaufmannstochter,  will vor ihrer Zwangsverheiratung nach Prag fliehen. Doch ein Schiffbruch lässt sie in Deutschland stranden und damit mitten hinein in die Wirren des 30-jährigen Krieges. Um zu überleben, muss die junge Frau Wege gehen, an die sie nicht einmal in ihren schlimmsten Träumen gedacht hat: Sie wird die Mätresse eines Offiziers. Als Kristina sich in den Spielmann Tonda verliebt, scheint das Glück zum Greifen nahe. Was sie nicht ahnt: Tonda ist durch ein Gelübde an einen fanatischen Jesuitenpater gebunden und in geheimer Mission unterwegs. Sein Auftrag: Königsmord.

Fazit

Auch der zweite historische Roman des Autors überzeugt mit seinen detaillierten und bildhaften Beschreibungen der historischen Ereignisse und Begebenheiten.  Eine fiktive Liebes-Geschichte ist hier perfekt in historische Fakten eingebettet und lässt die damalige Zeit wieder lebendig werden. Durch seinen emotionalen und teilweise auch humorigen Schreibstil fesselt Thomas Ziebula den Leser – die wechselnden Erzählperspektiven bauen noch zusätzliche Spannung auf. Die sehr gute Recherche des Autors zu den damaligen Ereignissen wird zusätzlich durch eine Karte, ein Personenverzeichnis und ein Glossar gekonnt ergänzt. Ein absolut empfehlenswerter Roman für alle Leser, die etwas anspruchsvollere Historien-Romane lieben!

„Die Hure und der Spielmann“ von Thomas Ziebula, erschienen im August 2014 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch, 687 Seiten, 9,99 Euro, ISBN: 978-3-404-16997-9

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

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Rebecca Seeliger: Heute hab ich keine Lust zu sterben – Rezension des Erfahrungsbuches

Rebecca Seeliger wurde 1986 geboren. Sie hat International Marketing studiert und arbeitet seit 2010 in einem internationalen Konzern. Da sie bereits als Kind von Büchern fasziniert war, begann Rebecca schon früh, eigene Texte und Geschichten zu schreiben, doch ihr erstes Buch „Heute hab ich keine Lust zu sterben“ schrieb sie, nachdem ihr eigenes Leben den Inhalt verfasst hatte. Erschienen ist das bewegende Buch im August 2014 im Bastei Lübbe Verlag.

Authentischer Erfahrungsbericht

Im Alter von gerade einmal 24 Jahren ertastet Rebecca Seeliger einen Knoten in ihrer Brust. Ihr Arzt will sie beruhigen, da sie keine Risikopatientin sei, doch die selbstbewusste junge Frau fragt nach und besteht auf weiteren Untersuchungen, die ihre größte Angst schließlich bestätigen: Brustkrebs! Eine Brust muss amputiert werden, es folgen Chemo, Bestrahlung, Hormontherapie. Rebecca stellt sich mutig Angst und Verzweiflung, starken Schmerzen und großer Trauer. Doch trotz des zermürbenden Klinikalltags lässt sie es sich nicht nehmen, zu leben und sich auf ihre große Liebe einzulassen.

Fazit

Rebecca Seeliger erzählt in der Ich-Form von ihrem tapferen Kampf gegen den Brustkrebs. Durch ihren lebhaften Erzählstil leidet und hofft der Leser mit der Autorin. Dieses Buch macht betroffenen Frauen Mut, denn es zeigt, dass man auch mit einer sehr schlimmen Krankheits-Diagnose noch Freude am Leben haben kann. Offen spricht die Autorin Schmerzen und Nebenwirkungen der Therapie an und dennoch lässt sich die junge Frau nicht unterkriegen. Sie beschönigt nichts, kann aber trotzdem humorvoll, zum Beispiel über den Kauf ihrer Perücke, schreiben. Vielen Dank an Frau Seeliger, dass sie uns als Leser an ihren persönlichsten Gedanken und Gefühlen während einer schlimmen Zeit teilhaben lässt.

„Heute hab ich keine Lust zu sterben“ von Rebecca Seeliger, erschienen im August 2014 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch, 304 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-404-60787-7

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

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Guido Knopp: Der Zweite Weltkrieg. Bilder, die wir nie vergessen – Rezension

Prof. Dr. Guido Knopp arbeitete nach seinem Studium als Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und als Auslandschef der „Welt am Sonntag“. Seit 1984 ist er Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte. Als Autor ist er für seine informativen Sachbuch-Bestseller bekannt. Am 15. September 2014,  zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns am 1.9.2014, erschien bei Edel Books sein neues Sachbuch „Der Zweite Weltkrieg. Bilder, die wir nie vergessen“.

Unbekannte Bilddokumente

Viele bekannte Ereignisse des Zweiten Weltkriegs wurden in unzähligen Bildern dokumentiert. In  seinem neuen Bildband „Der Zweite Weltkrieg. Bilder, die wir nie vergessen“ zeigt der Historiker Guido Knopp eine einzigartige Anzahl berühmter und auch unbekannter Bilddokumente. Er erklärt jedes Bild, wie es entstand und in welchen historischen Kontext es gehört. Dabei erfährt der Leser die Geschichte hinter der Geschichte und bekommt dadurch oft überraschende Erkenntnisse. Neben den großen Ereignissen erklärt Knopp auch Themen wie zum Beispiel den „Mythos Rommel“, die „Weiße Rose“ oder die Rolle von Künstlerinnen wie Leni Riefenstahl und Zarah Leander.

Fazit

Der neue, großformatige Bildband „Der Zweite Weltkrieg. Bilder, die wir nie vergessen“ des bekannten Historikers Knopp ist eine gute Ergänzung zu seinem Bildband „Der Erste Weltkrieg: Die Bilanz in Bildern“, der ebenfalls bei Edel Books veröffentlicht wurde. Umfassend recherchiert liefert das umfangreiche Buch jede Menge Hintergrundwissen und Fakten zum Zweiten Weltkrieg. Knopp stellt den Fokus auf die Menschen hinter den Bildern, die diesem Krieg erst ein Gesicht gaben. Ein sehr interessantes Zeugnis des Schreckens, gut recherchiert und leicht verständlich geschrieben. Unbedingt lesen!

„Der Zweite Weltkrieg. Bilder, die wir nie vergessen“ von Guido Knopp, erschienen am 15. September 2014  bei Edel Books, gebunden, 384 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 9783841902627

Die Autorin bedankt sich bei Edel Books für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Edel Books

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Cecilie Enger: Die Geschenke meiner Mutter – Rezension des autobiografischen Romans

Cecilie Enger studierte Geschichte, Norwegisch und Journalismus und arbeitet seitdem als Journalistin bei einer der führenden norwegischen Zeitungen. 1994 legte sie ihr Romandebüt vor, das mit dem Nota-Bene-Buchpreis ausgezeichnet wurde. „Die Geschenke meiner Mutter“ ist ihr siebtes Buch, wurde für den Kritikerpreis nominiert, mit dem Buchhändler-Preis ausgezeichnet und war ein Bestseller in Norwegen. Am 1. September 2014 erschien der Roman in deutscher Sprache in der DVA. Das Buch ist auch als ebook erhältlich.

Autobiografisch gefärbter Familien-Roman

Cecilie ahnte, dass eines Tages ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Ruth nicht mehr allein zurecht kommen würde und ins Pflegeheim muss. Jetzt ist dieser gefürchtete Tag gekommen und beim Ausräumen des Elternhauses findet die Tochter in einer Schublade eine Menge Zettel, auf denen die Mutter über vierzig Jahre gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. An diese umsichtig ausgewählten Geschenke sind Cecilies Erinnerungen an geliebte Menschen geknüpft, deren Leben aus der Vergangenheit auftaucht. So erzählt der Roman die wechselvolle Geschichte einer bürgerlichen Familie über ein Jahrhundert. Ein berührendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die Schenken bereiten kann.

Fazit

Die Geschenke-Liste der dementen Ruth führt die Autorin Cecilie Enger 40 Jahre zurück in ihre eigene Vergangenheit. Dort werden die Erinnerungen an längst verstorbene Verwandte wieder lebendig. Als Cecilie diese Liste durchliest, erinnert sie sich anhand der Jahreszahlen und präsisen Beschreibungen der Geschenke an die Geschichte ihrer Familie und an viele kleine Begebenheiten. Dieser autobiografisch gefärbte Roman ist eine wunderbare Familiengeschichte, die Trost genau den Menschen bietet, die sich in derselben Situation wie Cecilie Enger befinden. Die Liebe einer Mutter stirbt nie, auch wenn die Erinnerungen ausgelöscht sind. Gut und intensiv geschrieben.

„Die Geschenke meiner Mutter“ von Cecilie Enger,  erschienen am 1. September 2014 in der DVA, gebunden, 250 Seiten, 18,99 Euro, ISBN: 978-3-421-04652-9

Die Autorin bedankt sich bei der DVA für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright DVA

Die Geschenke meiner Mutter von Cecilie Enger

Peter James: Mörderische Obsession – Rezension des Thrillers

Peter James ist Schriftsteller und Filmproduzent. Seine Thriller-Serie mit Detective Superintendent Roy Grace wurde mittlerweile in üner 30 Sprachen übersetzt. Im August 2014 erschien der nunmehr 8. Fall für Roy Grace mit dem Titel „Mörderische Obsession“ in deutscher Sprache im Scherz Verlag.

Ein neuer spannender Fall für Roy Grace

Für die Schauspielerin Gaia Lafayette ist es die Rolle, die sie sich schon immer wünschte – für ihren Agenten sein bisher größter Coup. Für die Stadt Brighton sind die Dreharbeiten vor Ort ein Glücksfall, denn so wird sie zum Publikumsmagneten. Nur Detective Superintendent Roy Grace erlebt seine ganz persönliche Hölle, denn er soll die Schauspielerin vor einem Stalker beschützen, der sie hartnäckig verfolgt. Schon einmal hat er sie nur knapp verfehlt. Wird es ihm gelingen, ein zweites Mal in ihre Nähe zu kommen?

Fazit

Auch der 8. Fall für Roy Grace ist wieder ein sehr spannender Thriller, der sich diesmal dem Thema Stalking widmet. Kurze Kapitel mit vielen kleinen Cliffhangern machen den Thriller zu einem wahren Pageturner. Das Privatleben des Ermittlers wird auch hier wieder thematisiert , so dass es ratsam ist, die Vorgängerbände erst zu lesen, damit man die Zusammenhänge besser versteht. Alles in allem: ein rundum gelungener Thriller, der kurzweiliges Lesevergnügen mit glaubwürdigen Protagonisten und einer fesselnden Handlung bietet.

„Mörderische Obsession“ von Peter James, erschienen im August 2014 im Scherz Verlag, Taschenbuch,  416 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-651-00073-5

Die Autorin bedankt sich beim Scherz Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Scherz Verlag

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