Archiv für den Monat Juli 2014

Harlan Coben: Wer einmal lügt – Rezension des Thrillers

Harlan Coben studierte zunächst Politikwissenschaft und arbeitete später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er schrieb bisher elf Thriller, die in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Sein Thriller „Wer einmal lügt“ erschien am 21. Juli 2014 im Goldmann Verlag als Taschenbuch.

Ein perfektes Leben auf Lügen aufgebaut

Megan besitzt ein elegantes Haus, ein großes Auto und hat zwei wohlgeratene Kinder. Kurz gesagt: sie lebt den perfekten amerikanischen Traum. Niemand weiß, wer sie wirklich ist. Früher verdiente sie sich ihr Geld als Stripperin. Bis etwas Schreckliches geschah und die junge Frau floh und ein völlig neues Leben begann. Das alles ist jetzt 17 Jahre her. Doch dann geschieht an ihrer alten Arbeitsstätte ein neuer Mord und ein einsamer Detective rollt einen alten Fall auf.  Megans heile Welt zerbricht von einem auf den anderen Tag.

Fazit

„Wer einmal lügt“ ist ein Thriller, der mit vielen Nebensträngen und mehreren Protagonisten die Spannung immer weiter vorantreibt und damit den Leser fesselt. Es dauert in diesem Thriller zwar ein wenig, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, dann gibt es aber ständig neue Wendungen und Überraschungen, mit denen man absolut nicht gerechnet hat. Es gibt ständig neue Fragen, die aber erst ausreichend am Ende des Buches beantwortet werden. Und genau das macht den Reiz dieses Thrillers aus. Die Auslösung des Falls ist so genial, dass man absolut nicht darauf kommt, wer der Mörder sein könnte. Gute Unterhaltung garantiert.

„Wer einmal lügt“ von Harlan Coben, erschienen am 21.7.14 im Goldmann Verlag als Taschenbuch, 448 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-442-48084-5

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Goldmann Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Goldmann Verlag

Wer einmal luegt von Harlan Coben

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Thomas Schweres: Die Abtaucher – Rezension Ruhrgebiet-Krimis

Thomas Schweres studierte Jura, Germanistik und Anglistik. Erst war er einige Jahre für eine große Zeitung tätig und jetzt schon viele Jahre für den großen Fernsehsender. Dort beschreibt und verfilmt er Sachen, die bei anderen schiefgegangen sind. Sein Krimi-Debüt „Die Abtaucher“ veröffentlichte Schweres am 22. Juli 2014 im Grafit Verlag.

Kommissar Schüpes erste Ermittlungen

Der Gelsenkirchener Kommissar Georg Schüppe, genannt ›Der Spaten‹, hat ein Problem. Er hält es aus, dass er als Schalke-Fan im Polizeipräsidium Dortmund arbeiten muss. Auch sein ständig schmerzendes Knie ist nicht das Problem.

Sein aktueller Mordfall, ein erschlagener albanischer Einbrecher in einem Reihenhaus, bereitet ihm schlaflose Nächte. Denn an den Tatortenvon drei weiteren Morde in Essen, Herne und Österreich finden sich Spuren des Toten. Aber die drei Opfer verstarben allesamt später als der Albaner und damit kann er nicht der Täter sein. Wer macht sich die Mühe, mit der DNA des Einbrechers eine falsche Fährte zu legen  und vor allem warum?

Unterstützung ungeahnter Art bekommt Schüppe von Reporter Tom Balzack. Der Boulevardjournalist ist pleite und bräuchte dringend mal wieder eine große Geschichte. Die wiederum könnte gelingen, da Balzack als Einziger einen Zusammenhang zwischen den drei Mordopfern kennt. Und diesen Trumpf weiß er in der Sensationspresse zu nutzen.

Fazit

Thomas Schweres Krimi-Debüt punktet mit viel Lokalkolorit und Insiderwissen in Bezug auf journalistische Tätigkeiten. Seine Protagonisten sind authentisch beschrieben und die bewegende Lebensgeschichte Kommissar Schüppes macht seine Handlungen nachvollziehbar. „Die Abtaucher“ ist ein Krimi, der sich mit aktuellen Themen, wie zum Beispiel Schutzgelderpressungen und Prostitution, befasst. Ein rundum gelungenes Krimi-Debüt, das kurzweiliges Lesevergnügen bietet und neugierig auf die nächsten Romane mit Kommissar Schüppe als Protagonisten macht.

„Die Abtaucher“ von Thomas Schweres, erschienen am 22.7.14 im Grafit Verlag, Taschenbuch, 221 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-89425-445-2

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Grafit Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Grafit Verlag

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Mia Sassen: Ziemlich mitgenommen – Rezension des Romans

Mia Sassen ist das Pseudonym einer deutschen Buch-und Filmautorin, die einen Teil ihrer Kindheit in der Karibik verbrachte. Ihren neuen Roman „Ziemlich mitgenommen“ veröffentlichte sie am 18. Juli 2014 im Wunderlich Verlag.

Chaotische Reise zum Sinn des Lebens

Isabel verlor gerade ihren Job verloren, stritt sich dann auch noch mit ihrem Mann und ihrer pubertierender Tochter und zu allem Überfluss gibt auch noch ihr uralter Opel Corsa seinen Geist auf. Total niedergeschlagen versucht sie als Anhalterin ihr Glück. Zu ihrer großen Freude hält eine ältere Dame am Steuer eines Landrovers an. Sie ist auf dem Weg nach Istanbul, um dort ihre Jugendliebe wiederzufinden. Das liegt zwar nicht gerade auf Isabels Weg nach Hamburg, aber dort wird sie ja auch von niemandem vermisst. Ein aufregender Roadtrip durch den steinigen Balkan beginnt, mit geheimnisvollen Kroaten, wütenden Albanern und gefesselten Polizisten  und einem blinden Passagier.

Fazit

Zwei unterschiedliche Frauen auf dem Weg in das größte Abenteuer ihres Lebens – das ist, kurz gefasst, der Inhalt dieses lustigen, aber auch nachdenklich machenden, Buches. Kurze Kapitel und ein eingängiger Schreibstil machen diesen Roman zur richtigen Urlaubslektüre. Sympathische, leicht verrückte, Protagonisten und eine tolle Kulisse tragen noch zum Urlaubsfeeling bei. Wer leichte Unterhaltung mit ein wenig Tiefgang sucht, sollte diesen Roman unbedingt lesen.

„Ziemlich mitgenommen“ von Mia Sassen, erschienen am 18.7.14 im Wunderlich Verlag, gebunden, 352 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-8052-5067-2

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Wunderlich Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Wunderlich Verlag

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Mary Roach: Schluck. Auf Entdeckungsreise durch unseren Verdauungstrackt – Rezension

Mary Roach ist Wissenschaftsjournalistin und schreibt u.a. für GQ, das New York Times Magazine sowie für die Internetzeitschrift Salon und das Discovery Magazine. Sie schrieb mehrere Bücher, die fast alle zu Bestsellern wurden. Ihr neuestes Werk „Schluck“ erschien im April 2014 in der Deutsche Verlags-Anstalt in deutscher Übersetzung.

Anrüchigem auf der Spur

Wir riechen und schlürfen, schmecken, kauen, schlucken. Was passiert dann mit unserer Nahrung, wenn sie im Schlund verschwunden ist? Mary Roach, die Spezialistin für das ungewöhnliche in den Naturwissenschaften, nimmt uns mit auf eine höchst unterhaltsame Reise durch den Verdauungsapparat. Angefangen vom Mund bis hin zum After lässt die Autorin keine noch so heikle Frage aus. Unter anderem geht sie den Fragen nach, warum wir so gern Knuspriges mögen oder warum sich der Magen sich nicht selbst verdaut. Wie viel kann man essen, bevor der Magen platzt? Kann uns eine Verstopfung umbringen? (Und ist Elvis Presley vielleicht daran gestorben?) Mary Roach trifft Wissenschaftler, die sich furchtlos mit eher anrüchigen Themen befassen, besucht ein Tierfuttertestlabor, schaut dem Magen bei der Arbeit zu und untersucht den Darm als potentielles Versteck.

Fazit

Mary Roach trägt in ihrem sehr unterhaltsamen Buch jede Menge Kuriositäten zusammen, für die der Leser schon recht ekelfrei sein sollte. Sie berichtet unter anderem von Leichen, deren Körper so gasgefüllt sind, dass sie zerplatzen. Sie erforscht das Geheimnis ekelhaft stinkender Fürze und erzählt von Schlangen, die Tiere komplett verschlucken. Neben lustigen Begebenheiten erhält dieses Buch auch jede Menge aufschlussreiche Informationen.

„Schluck. Auf Entdeckungsreise durch unseren Verdauungstrakt“ von Mary Roach, erschienen im April 2014 im DVA, Klappenbroschur, 384 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-421-04640-6

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim DVA für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright DVA

Schluck von Mary Roach

Akim Jah: Die Deportation der Juden aus Berlin – Rezension

Der in London geborene Akim Jah absolvierte ein Studium der Politikwissenschaft und promovierte zum Dr. phil. an der Freien Universität Berlin. Seit 1999 ist er freiberuflich tätig in der zeitgeschichtlichen Forschung zum Nationalsozialismus und seiner Wirkungsgeschichte sowie in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung und in der Hochschullehre. Sein umfangreiches Buch „Die Deportation der Juden aus Berlin“ erschien Ende 2013 im be.bra Verlag.

Die nationalsozialistische Vernichtungspolitik und das Sammellager Große Hamb. Straße

Zwischen Herbst 1941 und Frühjahr 1945 wurden rund 50.000 Juden aus Berlin verschleppt und umgebracht. Eine Gesamtdarstellung der Geschichte dieser Deportationen fehlt bislang ebenso wie instruktive Forschungen zur Organisation der Transporte, zur zuständigen Gestapo-Dienststelle sowie zur allmählichen Vernichtung der Berliner Jüdischen Gemeinde und ihrer Fürsorgeeinrichtungen. Akim Jahs Untersuchung gibt erstmals einen fundierten Überblick über den Ablauf und die Zusammenhänge der Juden-Deportationen aus Berlin sowie über die Entwicklung des Sammellagers Große Hamburger Straße, das wie keine andere Einrichtung als Synonym für die Deportation und Ermordung der Berliner Juden steht. Die Spezifika der Auslöschung des jüdischen Lebens in der Stadt sowie die Organisation des Sammellagers Große Hamburger Straße und der Ablauf der Deportationen werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern in den Kontext der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik eingeordnet.

Fazit

Mit Akim Jahs umfangreichen Buch „Die Deportation der Juden aus Berlin“ erhält der Leser einen fundierten Überblick über den Ablauf und die Hintergründe der Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus Berlin zwischen 1941 und 1945. Dabei legt der Autor besonderen Schwerpunkt auf das Gebäude des Altenheims der jüdischen Gemeinde in der Großen Hamburger Straße, wo ein eingerichtetes Sammellager für die Deportationen stand. Jah nennt im ersten Teil Akteure der Deportationen beim Namen und beschreibt deren Organisation. Er erklärt die Funktion von Sammellagern und vergleicht sie mit anderen Lagern.

m zweiten Teil des Buches erklärt Jah das Sammellager Große Hamburger Straße. Der Autor recherchierte insgesamt 60 Namen von Personen, die dort tätig waren.Sogar jüdische Organisationen wurden gezwungen, bei den Deportationen zu helfen, indem sie die Namen der Opfer erfassten, die Betreffenden aus ihren Wohnungen abholten und sich um die Betreuung von erkrankten Personen kümmerten. Ausführlich recherchierte Jah auch den Verbleib der Täter nach Ende der Nazi-Zeit. Er fand heraus, dass nur wenige von ihnen eine Strafe erhielten und einige sogar weiter bei der Polizei arbeiteten.

Akim Jahs umfassendes Werk ist ein Muss für jeden Geschichtsinteressierten. Ein Werk, dass so umfassend über die Judentransporte aus Berlin informiert, gab es bisher noch nicht. Man braucht viel Zeit, um sich durch dieses Buch zu lesen und auch sehr gute Nerven, denn es ist einfach nur schrecklich, was hier dokumentiert ist.

„Die Deportation der Juden aus Berlin“ von Akim Jah, erschienen 2013 im be.bra Verlag, gebunden, 756 Seiten, 54 Euro, ISBN 978-3-95410-015-6

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim be.bra Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright be.bra Verlag

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Die mutigsten Entdecker & Abenteurer. Die größten Entdeckungen für dich erklärt – Rezension

Im Compact Verlag erschien im Juni 2014 in der Reihe Compact Kids ein neues Kinderwissensbuch mit dem Titel „Die mutigsten Entdecker & Abenteurer“ für Kinder ab 8 Jahren.

Die größten Entdeckungen für dich erklärt

Zehn aufregende Entdeckungsreisen und spektakuläre Errungenschaften gilt es zu erkunden. Dieses Buch stellt die wichtigsten Entdecker und Abenteurer der Geschichte vor. Man erfährt viel Spannendes über ihr Leben und ihre unglaublichen Expeditionen in unbekannte Regionen unserer Welt. Hier erfährt man, wer als Erster um die Welt segelte und wie Amerika entdeckt wurde. Außerdem lernt man große Persönlichkeiten wie Ferdinand Magellan oder David Livingstone näher kennen. Zu jedem Entdecker gibt es ein spannendes Wissens-Quiz sowie einen Steckbrief mit seinen wichtigsten Daten. Viele tolle Bilder und Infotafeln runden das Geschriebene noch ab.

Fazit

Kinder, die Interesse an fremden Kulturen und großen Abenteuern haben,finden in diesem aufwendig gestaltetem Kinderwissensbuch viele Antworten auf ihre Fragen. Auch für die Schule dürften die Informationen aus diesem Buch sehr hilfreich sein.Die Informationen über große Entdecker und ihre Errungenschaften sind kindgerecht beschrieben und daher leicht verständlich. Ein nützliches Buch, in dem man immer wieder gern einmal blättert.

„Die mutigsten Entdecker & Abenteurer“, erschienen im Juni 2014 im Compact Verlag, gebunden, 64 Seiten, 7,99 Euro, ISBN 978-3817495955

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Compact Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Compact Verlag

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Lauren DeStefano: Land ohne Lilien – Geraubt, Band 1 – Rezension des Jugendromans

Lauren DeStefano absolvierte ihren Bachelor-Abschluss im Fach Kreatives Schreiben. „Land ohne Lilien – Geraubt“ ist der Auftakt ihrer sehr erfolgreichen Jugendbuchtrilogie, die zum New-York-Times-Bestseller wurde. Veröffentlicht wurde der Jugendroman in deutscher Sprache am 14. Juli 2014 im cbt Verlag. Empfohlen wird der Roman für Jugendliche ab 14 Jahren.

Den Tod vor Augen

Rhine ist sechzehn Jahre alt und weiß, dass sie in vier Jahren sterben wird. Durch ein missglücktes Genexperiment leben Frauen nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist.

Fazit

Lauren DeStefanos Erzählstil fesselt den Leser von der ersten Seite an. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Rhine erzählt. Die Details ihrer beschriebenen Zukunft sind gut ausgearbeitet, so dass man sich fast in diese erschreckende Welt hineinversetzt fühlt. Die Autorin legt sehr viel Wert auf genaue Beschreibungen des Alltags – wer eher Dystopien mit viel Action mag, wird hier sicher enttäuscht werden. Die Protagonisten sind sehr realistisch beschrieben – ihre Gedanken und Gefühle nehmen einen großen Raum ein. Zum Glück endet der erste Teil nicht mit einem großen Cliffhanger, dennoch macht er neugierig auf den nächsten Band. „Land ohne Lilien“ hebt sich durch den sprachgewaltigen Erzählstil, seine besonderen Charaktere sowie den außergewöhnlichen Plot von anderen Dystopien deutlich ab.

„Land ohne Lilien – Geraubt“ von Lauren DeStefano, erschienen am 14.7.14 im cbt Verlag, Taschenbuch, 400 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-570-30918-6

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim cbt Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright cbt Verlag

Land ohne Lilien - Geraubt von Lauren DeStefano

Die verschollenen Fälle: Neue Abenteuer von Sherlock Holmes & Dr. Watson – Rezension der Hörspiele

Sherlock Holmes ist wohl der berühmteste Detektiv überhaupt. Mit seinem messerscharfem Verstand und seiner unbestechlichen Logik löst er jeden Fall. Doch nicht alle seine Abenteuer
sind der Öffentichkeit bekannt, denn Dr. Watson hatte bisher die brisantesten Fälle unter Verschluss gehalten. Jahrzehntelang dachte man, dass sie verschollen sind. Aber jetzt haben vier zeitgenössische Autoren diese spannenden Fälle ausgegraben und erstmals erzählt. Da kommen Holmes und Watson etwa dem grausamen Jack the Ripper auf die Spur oder lösen das Geheimnis des verschwundenen Manuskripts von Karl Marx. Das Hörbuch mit dem Titel „Die verschollenen Fälle“ erschien im Der Audio Verlag.

Inhalt der Edition
Cecil Jenkins In Sachen Sherlock H. gegen Sigmund F.
David Zane Mairowitz Sherlock Holmes und der Fall Karl Marx
Alfred Marquart Sherlock Holmes und die Whitechapel-Morde
Dirk Schmidt Watson und das Rätsel der Schweinepfote.

Gesprochen werden die einzelnen Hörspiele von bekannten Sprechern wie Christian Brückner, Ulrich Matthes, Charles Brauer und vielen weiteren.

Fazit

Diese Box mit vier spannenden Hörspielproduktionen sollte wirklich in keiner Sammlung eines Fans von Sherlock Holmes fehlen. In jedem Hörspiel trifft der bekannte Detektiv auf interessante Gegenspieler und genau das macht den besonderen Reiz der Hörspiele aus. In jeder Geschichte spricht ein anderer Sprecher den Part des Sherlock Holmes – Ulrich Matthes verkörpert unserer Meinung nach am besten diese Romanfigur. Ein einziges Manko ist der Titel der Hörspiel-Box „Die verschollenen Fälle“, denn diese Geschichten gehören nicht zum originalen Repertoire von Conan Doyle, sondern sind erst für die Hörspielproduktion geschrieben worden. Dennoch sind dies vier Geschichten etwas besonderes: hier trifft  Sherlock Holmes auf historische Figuren.

„Die verschollenen Fälle: Neue Abenteuer von Sherlock Holmes & Dr. Watson“, erschienen im Der Audio Verlag, 5 CD`s, 302 Minuten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-86231-308-2

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim DAV für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright DAV

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Tove Alsterdal: Tödliches Schweigen – Rezension des Krimis

Die 1960 geborene Tove Alsterdal war viele Jahre als Journalistin, sowie für Theater und Film als Autorin tätig. „Tödliche Hoffnung“ ist ihr Debüt-Roman, welcher im Juni 2014 im Bastei Lübbe Verlag in deutscher Sprache veröffentlicht wurde.

Morde und ein Familiengeheimnis

Der frühere Skilangläufer des Nordens, Lars-Erkki Svanberg, wird brutal mit einer Axt auf seinem einsamen Hof ermordet. Es gibt keine Hinweise auf den Täter oder das Motiv. Zur gleichen Zeit erschießt in St. Petersburg ein russischer Mafiosi einen Freund und flieht Richtung Schweden. Während der Frühlingswinter am Polarkreis einzieht, laufen die Fäden in Nordschweden zusammen. Und ein weiterer Mord passiert. Auch die Journalistin Katrine Hedstrand befindet sich zur Zeit im Torne-Tal. Da ihre Mutter an Demenz erkrankt ist, soll ihr Elternhaus über einen Makler verkauft werden. Dieser bietet für das Haus 1,3 Millionen Kronen im Namen eines Käufers, dessen Identität verborgen bleiben soll. Da Katrine dieses Gebot sehr merkwürdig vorkommt,beginnt sie, im Dorf und bei den Nachbarn eigene Nachforschungen über den ominösen Käufer anzustellen. Bald entdeckt sie, dass der Tod von Svanberg mit ihrer eigenen Vergangenheit in Verbindung steht.

Fazit

Tove Alsterdals Debüt-Roman verknüpft gekonnt einen spannenden Kriminalfall mit einem großen Familiengeheimnis.Der Krimi punktet mit geschickt ineinander verbundenen Handlungssträngen und einem gelungen ausgewähltem Handlungsort im Hohen Norden. Wer Krimis mag, in dem ein Familiengeheimnis aus der Vergangenheit eine große Rolle spielt, wird mit „Tödliches Schweigen“ nicht enttäuscht werden. Ein sehr spannender, unterhaltsamer und interessant geschriebener Krimi, der den Leser von Anfang bis Ende fesselt und Lust auf weitere Krimis der begabten Autorin macht.

„Tödliches Schweigen“ von Tove Alsterdal, erschienen im Juni 2014 im Bastei Lübbe Verlag, Paperback, 463 Seiten, 14,99 Euro, ISBN: 978-3-7857-6103-8

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

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Sarah Lark : Die Insel der roten Mangroven – Rezension des Historienromans

Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin. Unter ihrem anderen Autorennamen „Ricarda Jordan“ schreibt sie auch farbenprächtige Mittelalter-Romane. Ihren neuen Historienroman „Die Insel der roten Mangroven“ veröffentlichte sie im Juni 2014 im Bastei Lübbe Verlag.

Jamaika im Jahr 1753

Deirdre, deren Eltern die Engländerin Nora Fortnam und der Sklaven Akwasi sind, lebt behütet und glücklich auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält. 
Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern.

Fazit

Sarah Larks Roman „Die Insel der roten Mangroven“ ist die Fortsetzung von „Die Insel der tausend Quellen“. Beide Romane sind allerdings in sich abgeschlossen, so dass man den Vorgängerroman nicht unbedingt gelesen haben muss. Vor einem historisch belegtem Hintergrund erzählt die Autorin, wie das schwere Leben der Sklaven auf Hispaniola war. Eingebettet ist die Geschichte in einen Liebesroman. Der Erzählstil Sarah Larks ist so beeindruckend realistisch, dass man sich beim Lesen sofort in die ferne Welt der Karibik hinein versetzt fühlt. Der Roman besteht aus zwei Handlungssträngen, die am Ende perfekt zusammengeführt werden. Ein spannender Plot gekoppelt mit einer schönen Liebesgeschichte – was will man mehr, um sich gut unterhalten zu lassen?

„Die Insel der roten Mangroven“ von Sarah Lark, erschienen im Juni 2014 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch, 668 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-404-16976-4

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

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