Archiv für den Monat Juni 2014

Esther Gerritsen: Mutters letzte Worte – Rezension des Romans

Esther Gerritsen studierte an der Kunsthochschule in Utrecht und arbeitete erst als Theaterautorin, bevor sie im Jahr 2000 mit dem Schreiben von Romanen und Erzählungen begann.  »Mutters letzte Worte« ist ihr erster Roman, der in deutscher Sprache erscheint. Veröffentlicht wurde das Buch im Mai 2014 im Berlin Verlag.

Eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung

Als Elisabeth ihre Tochter Coco nach langer Zeit zufällig auf der Straße trifft, teilt sie ihr mit, dass sie wegen ihrer Krebserkrankung nur noch kurze Zeit zu leben hat. Coco entscheidet sich spontan, zu ihr zu ziehen und die letzten Wochen für sie da zu sein. Doch die beiden Frauen sind sich fremd geworden und so scheitert ihre Annäherung aneinander jeden Tag aufs Neue. Auch in ihrer Beziehung zu dem wesentlich älteren Hans gibt es Probleme. Coco befindet sich in einer Art Abhängigkeit zu ihm und statt sich von ihm zu trennen, greift die junge Frau zu drastischen Mitteln.

Fazit

Esther Gerritsens klarer Erzählstil beschreibt einen großen Mutter-Tochter-Konflikt, der im Anblick des nahenden Todes der Mutter eine Lösung verlangt.  Dieser Roman zieht den Leser durch seine zwei Protagonisten sofort in den Bann. Mutter und Tochter sind extreme Persönlichkeiten, die einerseits auf der Suche nach Liebe und Aufmerksamkeit sind, anderseits bereits an ihrer Kommunikation miteinander scheitern. Die Kapitel werden wechselseitig aus Cocos und Elisabeths Sicht erzählt, so dass man die Gedanken und Gefühle der beiden Frauen besser verstehen kann. Obwohl Elisabeth am Ende stirbt, hat dieses Buch nichts Rührseliges an sich, sondern überzeugt mit präzisen Dialogen. Einfach toll zu lesen!

„Mutters letzte Worte“ von Esther Gerritsen, erschienen im Mai 2014 im Berlin Verlag, gebunden, 208 Seiten, 18,99 Euro, ISBN 978-3-8270-1160-2

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Berlin Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Berlin Verlag

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Hillary Rodham Clinton: Entscheidungen – Rezension der Memoiren

Hillary Rodham Clinton war von 2009 bis 2013 amerikanische Außenministerin, nachdem sie zuvor fast 40 Jahre lang als Aktivistin, Anwältin, First Lady und Senatorin gearbeitet hatte. Sie hat mehrere Bestseller geschrieben. Ihr aktuelles Buch „Entscheidungen“ erschien am 10. Juni 2014 im Droemer Verlag.

Die Memoiren der ehemaligen US-Außenministerin

Hillary Rodham Clinton schreibt am Anfang ihrer Memoiren, dass jeder in seinem Leben schwere Entscheidungen treffen muß. Den eigenen Umgang mit diesen Entscheidungen macht jeden zu dem Menschen, der er letztendlich ist. Die ehemalige amerikanische Außenministerin erzählt in ihrem so politischen wie persönlichen Buch, welche Krisen und Herausforderungen sie während ihrer vierjährigen Amtszeit durchlebte.  Clinton spricht offen darüber, was sie aus diesen Erfahrungen für die Zukunft ableitet. Als kluge Beobachterin hat sie Jahrzehnte des gesellschaftlichen Wandels begleitet und weiß sehr genau zwischen Schlagzeilen und Sachthemen zu unterscheiden. Ihr größter Wunsch ist es, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ihre Schilderungen des glatten Parketts der Hoch-Diplomatie sind ein Lehrstück in internationalen Beziehungen, ebenso spannend zu lesen wie ihre scharfsinnige Analyse, wie Amerika seine „smart power“ am besten einsetzen kann, um Sicherheit und Wohlstand in einer sich rasant verändernden Welt zu gewährleisten – einer Welt, in der Amerika unverzichtbar bleibt.

Fazit

Hilary Rodham Clintons Memoiren sind in geographische Kapitel unterteilt, denn sie besuchte insgesamt 112 Länder in ihren vier Dienstjahren. Man könnte anfangs den Verdacht haben, dass hier eine politisch wichtige Person nette kleine Anekdoten aus ihrem Leben zum Besten gibt. Aber weit gefehlt. Da der Wahlkampf für die nächste Präsidentschaftskandidatur in den USA kurz bevor steht, ist dieses Buch auch als eine Art Wahlprogramm zu sehen, obwohl sich Clinton noch nicht öffentlich dazu bekennt, in diesem Wahlkampf auch zu kandidieren. Ihre Memoiren sind eine gelungene Mischung aus privaten Erfahrungen und Erlebnissen aus ihrer politischen Zeit unter Obama. Wer einmal hinter die Kulissen der Weltmacht USA blicken möchte, bekommt in Clintons Werk ausgiebig Gelegenheit dazu.

„Entscheidungen“ von Hillary Rodham Clinton, erschienen am 10.6.14 im Droemer Verlag, gebunden, 944 Seiten, 28 Euro, ISBN 978-3-426-27636-1

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Droemer Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

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Rainer M. Schröder: Die Blutmesse von Florenz – Rezension des Historienromans

Rainer M. Schröder lebt als freischaffender Schriftsteller in den USA. Seine  Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und machten ihn zu einem der erfolgreichsten Unterhaltungsautoren deutscher Sprache. Im Mai 2014 veröffentlichte Schröder im Knaur Verlag den dritten Fall für Pater Angelico aus Florenz: „Die Blutmesse von Florenz“.

Ein neuer Fall für den mutigen Pater

Pater Angelico soll die von ihm verehrte Lucrezia nach Hause zurückholen, denn die junge Frau floh vor ihrem Vater, um in Frankreich ein neues Leben anzufangen. Der mutige Pater rettet sie schließlich aus großer Bedrängnis. Auf ihrem gemeinsamen Weg zurück nach Florenz machen die beiden eine schreckliche Entdeckung:  sie finden eine Leiche, die splitternackt kopfunter von einem Baum hängt. Pater Angelico möchte diesen grausamen Mord unbedingt aufklären und bald drängt sich eine blutige Verbindung mit den Vorfällen einer lang vergangenen Ostermesse auf. Kurze Zeit später befindet sich auch der Pater in allerhöchster Gefahr, denn irgendjemand trachtet ihm nach dem Leben.

Fazit

Rainer M. Schröder versetzt den Leser mit seinen spannenden Historien-Romanen um den kultigen Pater Angelico in das Florenz des Mittelalters. Er beschreibt die Vergangenheit so plastisch, dass man sich beim Lesen dorthin zurückversetzt fühlt. Nach den ersten Zeilen des Buches ist man mitten in der Handlung und begleitet Pater Angelico auf seinen ungewöhnlichen Missionen. Zu Recht hat der Autor mit seinen Kult-Romanen um Pater Angelico ein großes Publikum erobert. Seine historischen Romane entführen den Leser in eine aufregende Vergangenheit und an wunderbare Schauplätze. Sie bieten damit Lesegenuß auf allerhöchstem Niveau!

„Die Blutmesse von Florenz“ von Rainer M. Schröder, erschienen im Mai 2014 im Knaur Verlag, Taschenbuch, 400 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-426-50992-0

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

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Matthias Kringe: Spass Trek – Rezension des Comics

„Spass Trek“ ist bereits die zweite intergalaktische Spaß-Rakete, die der 1961 geborene Cartoonist, Comic-Zeichner und Autor Matthias Kringe für den Panini Verlag in den Weltraum schießt. Bereits 2013 erkundete er in „Spass Wars“ die lustige Seite der Macht. Im Handel ist der Folgeband zu „Spass Wars“ seit dem 16. Juni 2014 erhältlich.

Flug in die unerforschten Welten des Humors

Matthias Kringe kennt alle witzigen Episoden aus den unendlichen Weiten des Star-Trek-Universums, die bisher in keinem Film veröffentlicht wurden. Daher hat er sie in seinem neuen Comic „Spass Trek“ erzählt. Ob Mister Spocks heimliche Schwärmerei für Heavy Metal Musik oder Captain Picards einsamer Kampf mit dem Nahrungsreplikator – Matthias Kringe kennt alle Geheimnisse .

Fazit

Absolut genial, wie Matthias Kringe das Star Trek Universum durch den Kakao zieht. In “ Spass Trek“ findet man sogar Makh & Moroth (ehemals Max und Moritz) auf Klingonesisch. „Spass Trek“ ist ein großes Vergnügen, nicht nur für Star Trek-Fans.

„Spass Trek“ von Matthias Kringe, erschienen am 16.6.14 im Panini Verlag, gebunden,  64 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3- 8332-2867-4

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Panini Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Panini Verlag

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Michael Imhof/ Hartmut Ellrich: Das Haus Windsor und seine deutsche Herkunft – Rezension des Sachbuchs

Im Mai 2014 erschien im Michael Imhof Verlag das informative Sachbuch „Das Haus Windsor und seine deutsche Herkunft“, welches sich mit den Royals aus Hannover und Sachsen-Coburg & Gotha beschäftigt. Herausgegeben wurde das Werk vom Verleger Dr. Michael Imhof und Hartmut Ellrich.

Die Geschichte der deutschstämmigen Königsdynastie

Kaum jemand weiß, dass das britische Haus Windsor von deutscher Abstammung ist. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs wurde der ehemalige Name Haus Sachsen-Coburg und Gotha aufgegeben, den das Königshaus in Großbritannien seit 1840 führte. Von 1714 bis 1837 waren zudem das Kurfürstentum Hannover und das Königreich Großbritannien durch einen König in Personalunion miteinander verbunden. Das Haus Hannover ( House of Hanover ) war ebenfalls eine deutschstämmige Königsdynastie, die dem Haus Stuart als Könige von Großbritannien folgte. Die Autoren des reich bebilderten Buches begeben sich auf die Spurensuche nach den deutschstämmigen Königinnen und Königen auf dem britischen Thron. Sie zeigen die enge Verbindung zwischen beiden Nationen und die sich daraus ergebenden Besonderheiten. Das Buch umfasst damit 300 Jahre lebendige Adels- und Kulturgeschichte in beiden Ländern.

Fazit

Für Monarchisten und Fans des englischen Königshauses ist dieses sehr informative Buch ein absolutes Muss. Die 226 hochwertigen Farbabbildungen von Fotos und Gemälden ergänzen den Text hervorragend. Jeder Geschichtsinteressierte findet hier ausführliche Informationen über das britische Königshaus und ihre deutschen adligen Verwandten. Umfassend recherchiert und sehr interessant geschrieben.

„Das Haus Windsor und seine deutsche Herkunft“ von Michael Imhof und Hartmut Ellrich, erschienen im Mai 2014 im Michael Imhof Verlag, gebunden, 176 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-7319-0040-5

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Michael Imhof Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Michael Imhof Verlag

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Michael Wilcke: Hexentage – Rezension des Historienromans

Michael Wilcke arbeitet als Mediengestalter bei einer Zeitung und hat sich lange mit dem Hexenprozeß um die Apothekerin Anna Ameldung beschäftigt. Sein neuer historischer Roman „Hexentage“, der sich unter anderem mit dem Hexenprozeß um Anna Ameldung befasst, erschien im Mai 2014 im Aufbau Verlag als Taschenbuch.

Hexenverfolgung und zarte Liebesbande

Jakob Theis reist gemeinsam mit seinem Brautvater aus Minden nach Osnabrück, um den Hexenprozess gegen die Apothekerin Anna Ameldung zu verfolgen. In der Stadt herrscht ein Hexenwahn, denn innerhalb weniger Wochen wurden mehrere Frauen als Hexen hingerichtet. Jakob möchte den Prozess gegen die Apothekerin als Beobachter verfolgen, um sich so auf seinen Beruf als Jurist vorzubereiten. Bisher zweifelt er nicht daran, dass es Hexen gibt. Manchmal peinigen ihn schreckliche Visionen und er sieht grausame Dinge, die irgendwann in der Vergangenheit geschehen sein müssen.
Bei einer Hexenhinrichtung trifft er die schwangere Sara, die Tochter des Goldschmieds. Die junge Frau erwartet ein Kind von einem schwedischen Soldaten und ist nicht, wie alle anderen, dem Hexenwahn verfallen. Sie vermutet, dass der Bürgermeister hinter all diesen Anklagen gegen unbescholtene Frauen steckt. Als sich Jakob und Sara ineinander verlieben, muß sich der angehende Jurist entscheiden: geht er zu seiner ungeliebten Verlobten zurück oder bleibt er bei Sara und kämpft gegen die Hexenverfolgung.

Fazit

Der historische Roman „Hexentage“ basiert auf historisch belegten Fakten und handelt von den grausamen Hexenprozessen unter dem Osnabrücker Bürgermeister Peltzer. Der Roman ist spannend und fesselt den Leser mit vielen interessanten Informationen aus der Zeit der Hexenverfolgung. Die Liebesgeschichte der fiktiven Protagonisten Sara und Jakob wird in historische Fakten eingebunden. Dieser historische Roman bietet eine sehr gute Mischung aus realen Fakten, Liebesroman, sympathischen Protagonisten und Abenteuer. Ein wirklich spannendes und unterhaltsames Buch, das den Leser in die Vergangenheit entführt.

„Hexentage“ von Michael Wilcke, erschienen im Mai 2014 im Aufbau Verlag, Taschenbuch, 320 Seiten, 9,99 Euro, 978-3-7466-3032-8  

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Aufbau Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Aufbau Verlag

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Simpsons Mundart: Band 2: Die Simpsons auf Bayrisch – Rezension des Comics

Den ersten Band zur Simpsons Mundart-Reihe erschien Ende 2013 auf Hessisch. Am 16. Juni 2014 erschien jetzt der zweite Band der Serie und lässt die gelbe Chaos-Bande ihre lustigen Comic-Abenteuer auf Bayrisch erleben. Um den Band ins Bayrische zu übertragen, konnte Panini mit Sabine Bohlmann eine großartige „Übersetzerin“ gewinnen.

Neue „bayerische“ Abenteuer

Die Simpsons auf Bayrisch sind eigentlich schwer vorstellbar, denn der bayerische Dialekt hat außerhalb des eigenen Landes einen sehr konservativen Ruf, der mit dem anarchistischen Witz der Simpsons scheinbar nicht harmoniert. Doch das ist ein großer Irrtum!  Sabine Bohlmanns Übersetzung  ist zu 100% Simpsons und zu weiteren 100% echt Bayrisch.

Die TV-Stimme von Lisa Simpson traf dabei nicht nur den richtigen Ton, sondern bereicherte die Geschichte auch noch um viele landestypische Elemente. Die Tatsache, dass eine der beiden im Band verwendeten Comic-Geschichten eine Bibel-Episode nach Simpsons-Manier ist, erhält im Dialekt des katholisch geprägten Bayern ganz besondere Satire-Qualität.

Fazit

Dieser Simpson-Comic ist einfach nur ein großer Lese-Spaß. Obwohl man als Nicht-Bayer das eine oder andere Mal leichte Verständnis-Schwierigkeiten bekommen könnte, ergibt sich der Sinn ganz leicht aus den Comic-Zeichnungen. Zum besseren Verständnis findet man am Ende des Buches ein Bayrisch-Glossar, in dem wichtige bayerische Ausdrücke noch einmal ins Hochdeutsch übersetzt werden. Für Sammler ein ganz besonderes Kleinod!

SIMPSONS MUNDART, BAND 2: AUF BAYRISCH“ erschienen am 16.6.14 im Panini Verlag, gebunden, 56 Seiten,10 Euro, ISBN 978-3-86201-842-0

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Panini Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Panini Verlag

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Martin Calsow: Quercher und der Volkszorn – Rezension des Krimis

Martin Calsow absolvierte nach seinem Studium der Soziologie ein Zeitungsvolontariat. Nach einem langer Aufenthalt im Nahen Osten begann er schließlich mit dem Schreiben. Am 10. Juni 2014 veröffentlichte Calsow im Grafit Verlag das zweite Buch aus der Krimi-Reihe mit Max Quercher unter dem Titel „Quercher und der Volkszorn“.

Im Tegernseer Tal zieht das Grauen ein

Bei einem Ausflug werden vier kleine Kinder entführt und ihre Erzieherin wird brutal ermordet. Recht schnell ist mit Toni Knöchel nach einer beispiellosen Hetzjagd ein Verdächtiger gefasst, dennoch bleiben Zweifel an seiner Schuld. Merkwürdigerweise fällt der Verdächtige plötzlich ins Koma und es kommt schnell der Verdacht von Polizeifolter auf. Daraufhin wird die leitende Kriminalbeamtin Julia Dahmer suspendiert. Max Quercher vom LKA  widerstrebt es, den Fall seiner Exfreundin zu übernehmen, obwohl auch ihn das Geschehen in seiner Heimat schockiert.

Die entführten Kinder sind weiterhin unauffindbar.. Aufgrund unterschiedlicher Indizien keimt in Quercher der Verdacht auf, dass hier irgendjemand Rache nimmt, wie einst der Rattenfänger von Hameln. Aber niemand will ihm glauben. Quercher sieht nur einen Weg, die Kinder zu retten und der führt weit an den offiziellen Ermittlungen vorbei.

Fazit

Auch der zweite Fall von Max Quercher punktet wieder mit einem hochspannenden Plot, glaubhaften Protagonisten und vielen unerwarteten Wendungen. Der Autor versteht es wieder einmal meisterhaft, beim Leser Gefühle zu wecken, die von Beklemmung über emotionale Betroffenheit bis hin zum wohligen Schauder reichen. Der realistische Hintergrund des Krimis hält den Leser bis zum Schluß in Atem. Dieses Buch macht auf jeden Fall Lust auf weitere Romane aus dieser Serie.

„Quercher und der Volkszorn“ von Martin Calsow, erschienen am 10.06.14 im Grafit Verlag, Taschenbuch, 381 Seiten, 11,99 Euro, ISBN 978-3-89425-4414

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Grafit Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Grafit Verlag

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Kai Lüftner: Liebes Kind. Ode eines frustrierten Vaters – Rezension

Kai Lüftner studierte Sozialpädagogik und arbeitete unter anderem als Streetworker, Kabarettist und Alleinunterhalter, Sozialarbeiter, Pizza-Fahrer, Türsteher, Texter, Comedy-Autor, Musiker und Radioredakteur. Heute arbeitet er als Hörbuchbearbeiter und Regisseur sowie als Texter für verschiedene Comedians und Schauspieler und als Kinder- und Jugendbuchautor. Sein neues Buch „Liebes Kind“ erschien im April 2014 im Verlag arsEdition. Die wunderschönen Illustrationen im Buch stammen von Yayo Kawamura.

Ein Trostbuch für frustrierte Eltern

Kinder können ihre Eltern mit verschiedenen Dingen zur Verzweiflung treiben: sie benutzen die Gitarre als Paddel und spielen mit Tomaten im Flur Fußball.  Laptops werden beschmiert und Heulattacken im Supermarkt sind an der Tagesordnung. Dennoch liebt man seine Kinder selbst in den nervigsten Situationen. Kai Lüftner und Yayo Kawamura zeigen die Schwierigkeiten, mit denen Kinder ihre Eltern jeden Tage konfrontieren, auf humorige Weise. In witzigen Reimen, gepaart mit lustigen Illustrationen, präsentieren sie alltägliche Situationen im Leben junger Eltern. So gelingt es ihnen ganz einfach, Eltern und vor allem den Vätern zu zeigen, dass sie nicht allein nervige Kinder haben.

Fazit

Viele der im Buch dargestellten Situationen kennen Eltern bestens aus eigener Erfahrung. Daher eignet sich dieses unterhaltsame Buch ideal als Geschenk für werdende oder bereits entnervte Eltern,  denn es zaubert ein Lächeln ins Gesicht des Lesers. Ein unterhaltsames Buch,  dass mit einem Augenzwinkern auf die Tücken des Alltags mit Kindern hinweist.

„Liebes Kind“ von Kai Lüftner, erschienen im April 2014 im arsEdition, gebunden, 32 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-8458-0252-7

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim arsEdition Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright arsEdition

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Sofia Caspari: Das Lied des Wasserfalls – Rezension des Historienromans

Sofia Caspari unternahm mehrere Reisen nach Mittel- und Südamerika, denn dort lebt auch ein Teil ihrer Verwandtschaft. Längere Zeit verbrachte sie in Argentinien, einem Land, dessen Menschen, Landschaften und Geschichte sie tief beeindruckten. Ihren neuen historischen Roman „Das Lied des Wasserfalls“ veröffentlichte Caspari im Mai 2014 im Bastei Lübbe Verlag.

Argentinien im Jahr 1897

Ihren ersten Hochzeitstag feiern Clarissa und Javier mit einem Ausflug an die Iguazú-Wasserfälle. Doch der wunderschöne Tag endet schrecklich: Clarissa verliert ihren Ehemann und ihr ganzes sorgenfreies Leben.
Zur selben Zeit befindet sich der Arzt Robert Metzler auf einer Expedition durch den Dschungel. Am Flussufer findet er die ohnmächtige Clarissa. Robert bringt die Frau, die sich an nichts erinnern kann, zur Farm seiner Eltern. Er ahnt nicht, dass Clarissa eine Gejagte ist und er sich mit ihrer Rettung auch selbst in höchste Gefahr begibt.
Fazit
Mit „Das Lied des Wasserfalls“ liegt jetzt der dritte und letzte Teil der großen Argentinien-Saga vor. Auch hier entführt Sofia Caspari den Leser wieder in die farbenprächtige Welt Argentiniens. Da alle Bände eine, in sich abgeschlossene, Handlung enthalten, muß man die ersten Bände der Trilogie nicht unbedingt gelesen haben, um der Handlung folgen zu können. Mehrere Handlungsstränge werden nebeneinander erzählt, die dann am Ende gekonnt zusammengeführt werden. Ein idealer Urlaubsroman, der gute Unterhaltung und ganz nebenbei auch Wissenswertes aus der Geschichte Argentiniens bietet.
„Das Lied des Wasserfalls“ von Sofia Caspari, erschienen im Mai 2014 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch,  559 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-404-16890-3
Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe Verlag
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