Archiv für den Monat April 2014

Tibor Rode: Das Los – Rezension des Thrillers

Tibor Rode arbeitet als Autor, Rechtsanwalt, Mediator und Lehrbeauftragter in Hamburg. Bereits im zarten Alten von zwölf Jahren wurde er als jüngster Teilnehmer in das vom Bundesbildungs-Ministerium finanzierte Programm „Kreatives Schreiben“ aufgenommen. Im März 2014 veröffentlichte Tibor Rode im Bastei Lübbe Verlag seinen neuen Roman „Das Los“ als gebundenes Buch.
Wofür würde man seine Seele verkaufen?
Diese Frage stellen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt, als ihnen ein unheimlicher Mönch die Teilnahme an einem uralten Spiel anbietet. Jeder, der alles einsetzt, was er besitzt, kann als Preis die Erfüllung all seiner Träume gewinnen.Die vier Auserwählten gehen auf das Spiel und seine Regeln ein. Aber dann geschieht ein Mord und die Teilnehmer müssen erkennen, wie hoch ihr Einsatz wirklich ist.
Fazit
Der Autor verwebt geschickt fünf Handlungsstränge miteinander, die sich jeweils mit einem der Protagonisten und der Entstehung der Lotterie im 18. Jahrhundert beschäftigen. Daher ist die Bezeichnung „Thriller“ für diesen Roman auch etwas irreführend, denn hier gibt es keine rasanten Handlungen oder bluttriefende Morde. Es handelt sich hier eher um einen Historienroman, der mit Krimi-Elementen versetzt ist. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und nimmt erst nach der Hälfte des Buches richtig an Spannung auf. Dann entwickelt sich das Buch aber zu einem Roman, der einen schaurigen Unterton aufweist und den man nicht eher aus der Hand legt, bis man weiß, wie alles endet.
„Das Los“ von Tibor Rode, erschienen im März 2014 im Bastei Lübbe Verlag, gebunden, 636 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 978-3-431-03893-4
Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe
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Rhidian Brook: Niemandsland – Rezension des Romans

Rhidian Brook schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen, Kurzgeschichten sowie Romane. Sein neues Buch „Niemandsland“, in dem er erzählt, wie nach Ende des 2. Weltkriegs aus Feinden Freunde werden können, erschien im März 2014 in deutscher Sprache im C.Bertelsmann Verlag. Die Übersetzung aus dem Englischen lieferte Maria Andreas.

Hamburg im Jahr 1946

Der englische Offizier Lewis Morgan soll für die Entnazifizierung und den Wiederaufbau Deutschlands sorgen. Man quartiert ihn gemeinsam mit seiner Familie in eine große Villa in Hamburg an der Elbe ein, obwohl dort noch der Hausbesitzer Lubert mit seiner Tochter wohnt. Morgans Frau Rachael findet den Gedanken, mit den Deutschen unter einem Dach zu wohnen, unerträglich. Doch je länger die beiden Familien den Alltag teilen, desto mehr erkennt Rachael , wie falsch ihr Bild von den Deutschen war. Im Laufe der Zeit kommt sie dem Hausbesitzer Stefan Lubert gefährlich nahe.

Fazit

Brook erzählt in seinem großartigen Roman „Niemandsland“, wie Sieger und Besiegte in der Nachkriegszeit aufeinandertreffen und es schaffen, ihre gegenseitigen Vorurteile abzubauen. Die Idee zu diesem berührenden Roman stammt aus der eigenen Familiengeschichte des Autors. Auch in seiner Familie mussten ehemalige Kriegsgegner gemeinsam unter einem Dach leben. „Niemandsland“ ist ein atmosphärisch dichter Roman über Vergebung und Schuld, der zeigt, dass es möglich ist, auch in einem von Gewalt zerrissenen Land an die Zukunft zu glauben. Lesenswert!

„Niemandsland“ von Rhidian Brook, erschienen im März 2014 im C.Bertelsmann Verlag, gebunden, 19,99 Euro,  ISBN 978-3-570-10128-5

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim C.Bertelsmann Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright C.Bertelsmann

Niemandsland von Rhidian Brook

Peter Wensierski: Die verbotene Reise. Die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht – Rezension des Spiegel-Buches

Der 1954 geborene Journalist Peter Wensierski war damals der jüngste westliche Reisekorrespondent und arbeitete für den SPIEGEL sowie andere Zeitungen. In seinem neuen Buch „Die verbotene Reise“  erzählt er 25 Jahre nach dem Mauerfall, die bislang unbekannte Geschichte einer verbotenen Reise, die gleichzeitig ein Generationenporträt ist. Erschienen ist das Spiegel-Buch im März 2014 in der Deutsche Verlags-Anstalt als gebundenes Buch.

Eine große Liebes-und Abenteuergeschichte

Im Sommer 1987 fälschen zwei junge Ostberliner eine Einladung und bekommen daraufhin ein Visum für Russland und die Mongolei. Aber ihr wirkliches Ziel ist  China, das damals für DDR-Bürger unerreichbar war. Von Ulan Bator aus versuchen sie nach Peking zu kommen, um dort in der westdeutschen Botschaft Pässe für den Westen zu erhalten. Einige Male stehen die beiden kurz davor, bei ihrer verbotenen Reise aufzufliegen, aber nach 10.000 Kilometern landen sie tatsächlich vor dem Botschaftsgebäude. Und können sich doch nicht entscheiden, gemeinsam hineinzugehen. Schließlich trennen sie sich dort und jeder entscheidet sich für ein anderes zukünftige Leben.

Fazit

„Die verbotene Reise“ ist eine wahre Geschichte, die dem Leser einen authentischen Blick in die damalige DDR werfen lässt. Der Autor hat die Fakten sehr gut recherchiert und glaubwürdig nacherzählt. Es ist eine sehr ungewöhnliche Geschichte über zwei junge Menschen, die auch in einem totalitären System ihre Träume und Wünsche niemals aufgaben – spannend und mitreissend geschrieben. Unbedingte Leseempfehlung!

„Die verbotene Reise“ von Peter Wensierski, erschienen im März 2014 im DVA, gebunden, 256 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-421-04615-4

Die Autorin bedankt sich beim DVA für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright DVA

Die verbotene Reise von Peter Wensierski

 

Bartholomäus Grill: Um uns die Toten. Meine Begegnungen mit dem Sterben – Rezension des literarischen Sachbuchs

Bartholomäus Grill studierte Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte. 2006 erhielt er für seine Reportage über den Tod seines Bruders den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Am  21. April 2014 veröffentlichte der Bestseller-Autor im Siedler Verlag sein beeindruckendes Buch „Um uns die Toten“, in dem er über seine Lebensreise mit dem Tod schreibt.

Der Tod hat viele Gesichter

Bartholomäus Grill erzählt hier die Geschichte seiner Lebensreise mit dem Tod, die in von seiner Heimat in Bayern über Rumänien und Afrika nach Zürich und wieder zurück führt. Die Erfahrungen beginnen im erzkatholischen Bayern, wo der Tod allgegenwärtig und faszinierend anmutet. In seiner Arbeit als Auslandskorrespondent begegnet ihm der Tod als Massenmörder, in Kriegen, Epidemien und Hungersnöten. Zuhause erlebt er den Tod der schwerstbehinderten Schwester, die kurz nach der Geburt stirbt, den einsamen Tod des Vaters, den Suizid seines Bruders und das grausame Sterben der eigenen Mutter.

Fazit

Bartolomäus Grill setzt sich in seinem literarischen Sachbuch mit der eigenen Sterblichkeit auseinander, die heute gern von vielen Menschen verdrängt wird. Seine berührenden und teilweise schockierenden Begegnungen mit dem Tod sind gleichzeitig eine Ode an das Leben. Dieses außergewöhnliche Buch zieht den Leser völlig in seinen Bann, denn der Tod geht wirklich jeden von uns etwas an. Grills Buch ist ein gelungener Versuch, das Thema Tod und Sterben wieder mehr in unser Leben einzulassen und sich damit auseinander zu setzen. Unbedingt lesen!

„Um uns die Toten“ von Bartholomäus Grill, erschienen am 21.04.14 im Siedler Verlag, gebunden, 224 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-8275-0029-8

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Siedler Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Siedler Verlag

Um uns die Toten von Bartholomaeus Grill

 

Paul Finch: Mädchenjäger – Rezension des Thrillers

Paul Finch arbeitete als Polizist und Journalist, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. „Mädchenjäger“ ist Finchs erster Thriller, der am 14. April 2014 im  Piper Verlag in deutscher Sprache erschien und den Auftakt zur Mark-Heckenburg-Reihe bildet.

Mark Heckenburgs 1. Fall

Innerhalb weniger Jahre verschwanden 38 Frauen ohne jede Spur ohne ein erkennbares Motiv. Detective Sergeant Mark Heckenburg ist überzeugt, dass das Verschwinden aller Frauen in einem Zusammenhang stehen muss, aber mit dieser Meinung steht er allein da. Als Heckenburg auf eigene Faust Ermittlungen unternimmt, bekommt er unerwartet Hilfe. Lauren Wraxford, die verzweifelt auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester ist, schließt sich ihm an. Gemeinsam riskieren sie alles – in einem Kampf auf Leben und Tod gegen eine unsichtbare Macht .

Fazit

Paul Finchs Thriller-Debüt lässt wirklich keine Wünsche offen: ein superspannender Plot, glaubhafte Protagonisten und ganz viel Action. Wer allerdings schwache Nerven hat, sollte es sich überlegen, diesen Thriller zu lesen, denn die Verbrechen werden sehr detailliert und bluttriefend beschrieben. Für alle Hartgesottenen: diesen Pageturner sollte man sich nicht entgehen lassen.

„Mädchenjäger“ von Paul Finch, erschienen am 14.04.14 im Piper Verlag, Taschenbuch, 464 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-492-30462-7

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Piper Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Piper Verlag

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Connie Roters: Tod in der Hasenheide – Rezension des Regionalkrimis

Connie Roters wohnt seit 34 Jahren in Berlin und arbeitete nach ihrem Studium der Publizistik  unter anderem als freie Journalistin, Filmschaffende, Agentin, Veranstalterin für Kleinkunst und Sozialarbeiterin.  Am 16. April 2014 veröffentlichte sie im Emons Verlag ihren Krimi „Tod in der Hasenheide“, der der Auftaktroman zu einer Krimreihe mit Hauptkommissar Breschnow in Berlin ist.

Der 1. Fall für Breschnow

In Neukölln findet die Journalistin Cosma Anderson in der Hasenheide eine männliche Leiche. Die Polizei entdeckt wenig später in ihrer Wohnung die Tatwaffe und so wird aus der Zeugin ganz schnell eine Verdächtige. Kommissar Breschnow, ein Hobbylyriker und Berufstrinker, findet zwischenzeitlich heraus, dass der Tote ein brutaler Elite-Ausbilder bei der Bundeswehr war. Breschnow kommt bald einem perfiden Racheplan auf die Spur und muss wenig später erkennen, dass seine Ermittlungen ihn auf eine völlig falsche Fährte gelockt habe.

Fazit

Dieser Berlin-Krimi punktet mit einer rasanten und spannenden Handlung, sowie sympathischen Protagonisten. Der Plot ist sehr komplex, gut durchdacht und weist viele Perspektivwechsel auf. So kann der Leser einerseits die Gedankengänge der Ermittler, andererseits das Handeln von Cosma Anderson sehr gut nachvollziehen. Viele falsche Fährten halten die Spannung kontinuierlich hoch und lassen keine Langeweile beim Lesen aufkommen. Der 1. Fall für Hauptkommissar Breschnow ist ein sehr guter Einstieg in diese neue Krimi-Serie, die neugierig auf die folgenden Fälle des dichtenden Ermittlers macht.

„Tod in der Hasenheide“ von Connie Roters, erschienen am 16. April 2014 im Emons verlag, Taschenbuch, 352 Seiten, 10,90 Euro, ISBN 978-3-95451-295-9

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Emons Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Emons Verlag

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Eva Völler: Zeitenzauber – Das verborgene Tor. Rezension des Jugendromans

Eva Völler dachte sich schon als Kind gern Geschichten aus. Dennoch arbeitete sie erst als Richterin und Rechtsanwältin, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte und sich dem Schreiben widmete. Ihr Fantasy-Jugendroman „Zeitenzauber – Das verborgene Tor“, der letzte Teil der Zeitenzauber-Trilogie,  erschien im März 2014 im Baumhaus Verlag. Empfohlen wird der Roman für Leser ab 13 Jahren.

Eine neue Mission in London

Eigentlich bestand der Auftrag für Anna und Sebastiano darin, einen Ingenieur nach London in das Jahr 1813 begleiten. Doch als sie dort ankommen, wartet  eine hoch gefährliche Mission auf die beiden. Irgendjemand will alle Zeitreise-Tore zerstören, nur Anna und Sebastiano können es vielleicht verhindern. Sie geben sich als Geschwister aus und tauchen in die High Society des Londoner Adels ein. Doch hier lauern überall Intrigen und unerwartete Gefahren.

Fazit

Der letzte Teil der aufregenden Zeitenzauber-Trilogie führt Anna und Sebastiano nach London. Hier geht es gleich rasant und dramatisch los, denn die beiden Protagonisten müssen wieder einmal einen gefährlichen Auftrag erfüllen. Der Spannungsbogen wird von Beginn an sehr hoch gehalten und der mitreissende Erzählstil der Autorin fesselt den Leser bis zum Ende. Auch der geschichtliche Hintergrund kommt nicht zu kurz, denn man erfährt ganz nebenbei viel Wissenswertes über Technik und Leute aus dem 19. Jahrhundert. Alles in allem: ein gelungener Abschluss der Zeitenzauber-Trilogie, an dem nicht nur jugendliche Leser ihre Freude haben.

„Zeitenzauber – Das verborgene Tor“ von Eva Völler, erschienen im März 2014 im Baumhaus Verlag, gebunden, 349 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-8339-0273-4

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Baumhaus Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Baumhaus Verlag

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Rosemary McLoughlin: Die Frauen von Tyringham Park – Rezension des Historienromans

Rosemary McLoughlins Debütroman „Die Frauen von Tyringham Park“wurde in  zwei Kategorien für den Irish Book Award nominiert. Veröffentlicht wurde der historische Roman in deutscher Sprache im März 2014 im Bastei Lübbe Verlag.

Eine Familiensaga und große Geheimnisse

Im Süden Irlands befindet sich das prunkvolle  Anwesen „Tyringham Park“ von Lord und Lady Blackshaw. Im Jahr 1917 verschwindet die jüngste Tochter Victoria spurlos und nun ist dort nichts mehr so wie vorher. Seit diesem schrecklichen Tag liegt ein Schatten über Tyringham Park, der das Leben aller verändert, die Victoria gekannt haben. Als die Wahrheit über das Verschwinden Victorias ans Licht kommt, hat niemand mit dem Geheimnis gerechnet, dass jetzt aufgedeckt wird.

Fazit

In Rosemary McLoughlins Debütroman findet der Leser eine spannende Familiensaga, gepaart mit einem Kriminalfall und eingebettet in einen historischen Kontext. Die Vergleiche zu Downtown Abbey drängen sich hier förmlich auf. Dennoch besitzt dieser historische Roman seinen ganz eigenen Charme. Man kann beim Lesen herrlich träumen und sich in eine Zeit Anfang des 20. Jahrunderts zurück versetzen lassen. Die Auflösung um das Verschwinden der kleinen Victoria ist sehr dramatisch und gibt dem Roman einen besonderen Kick. Alles  in allem: gute Unterhaltung für Liebhaber historischer Romane und fesselnder Familiensagas.

„Die Frauen von Tyringham Park“ von Rosemary McLoughlin, erschienen im März 2014 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch,  559 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-404-16930-6

Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe

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Richard Paul Evans: Die Liga der Siebzehn – Unter Strom. Rezension des Jugendromans

Richard Paul Evans Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und teilweise für das Fernsehen verfilmt. Alle seine Romane wurden große Bestseller. Im Jahr 2013 veröffentlichte er den ersten Teil seines Mehrteilers „Die Liga der Siebzehn“ im Baumhaus Verlag. Empfohlen wird der Roman für Leser ab 13 Jahren.
Ein Mobbingopfer wehrt sich
Der 14-jährige Michael leidet unter dem Tourette-Syndrom und wird wegen seiner unkontrollierten Tics immer wieder zum Mobbingopfer seiner Mitschüler. Doch niemand ahnt: durch seinen Körper fließt Strom. Eines Tages hat Michael genug von den Schikanen der anderen Schüler und verpasst einigen Leuten einen heftigen Stromschlag. Doch Michael ist nicht der Einzige mit einer besondere Macht. Bald wird eine gefährlichen Akademie auf die ungewöhnlichen Jugendlichen aufmerksam.
Fazit
Der Jugendroman unterteilt sich in recht kurze Kapitel, deren Sprache der von Jugendlichen angepasst ist. Die Handlung ist sehr rasant und spannend –  genau das Richtige für junge Leser. Sehr interessant ist auch die Idee, das Tourette-Syndrom sowie andere außergewöhnliche Verhaltensweisen zum Inhalt des Plots zu machen. Glaubwürdige Protagonisten, viel Action und ein jugendlicher Schreibstil überzeugen bestimmt nicht nur junge Leser.  Zu diesem Buch gibt es noch einen zweiten Teil, der voraussichtlich im Herbst 2014 auf deutsch erscheint und auf den man gespannt sein darf.
„Die Liga der Siebzehn – Unter Strom“ von Richard Paul Evans, erschienen 2013 im Baumhaus Verlag,  gebunden, 383 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-8339-0243-7
Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Baumhaus Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Baumhaus Verlag
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Emma Healey: Elizabeth wird vermisst – Rezension des Romans

Emma Healey machte zuerst eine Ausbildung zur Buchbinderin. Im Alter von 28 Jahren schrieb sie dann ihren ersten Roman, der jetzt auch in deutscher Übersetzung vorliegt. „Elizabeth wird vermisst“ lautet der Titel des Buches, welches im März 2014 im Bastei Lübbe Verlag veröffentlicht wurde.

Eine Geschichte über das Vergessen

Maud leidet an Alzheimer und vermisst ihre Freundin so sehr. Niemand kann sich vorstellen, wie es sein muss, wenn einem keiner mehr etwas glaubt und man sich auch nicht sicher ist, ob die eigene Realität wahr ist. In diesem beeindruckenden Roman begibt sich der Leser gemeinsam mit Maud auf die Suche nach der verschwundenen Elizabeth und erlebt dabei hautnah, wie hilflos und verletzlich Maud sich selbst und ihrer Umwelt gegenübersteht.
Fazit
Der berührende Roman wird aus der Perspektive Mauds erzählt.  Da das Buch den beiden Großmüttern der Autorin gewidmet ist, könnte man durchaus davon ausgehen, dass auch diese an Alzheimer erkrankt waren. Emma Healey beschreibt mit großem Fachwissen die Erkrankung ihrer Protagonistin, so dass sich der Leser sehr gut vorstellen kann, wie schwer es sein muß, mit Alzheimer zu leben. Ein sehr gelungener Debütroman, der ein sensibles Thema perfekt umsetzt und dazu noch mit einer kleinen Krimihandlung punktet.
„Elizabeth wird vermisst“ von Emma Healey, erschienen im März 2014 im Bastei Lübbe Verlag, 348 Seiten, Paperback, 14,99 Euro,  ISBN 978-3-7857-6110-6
Die Autorin bedankt sich ganz herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe
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