Archiv für den Monat Dezember 2013

Friedrich Glauser : Die Kriminalromane mit Wachtmeister Studer – Rezension

Der 1986 in Wien geborene Friedrich Glauser wurde von seinem Vater wegen seines ausschweifenden Lebenswandels entmündigt. Sein Leben bestand aus Aufenthalten in Kliniken, Irrenanstalten und Gefängnissen. Er plante schließlich die Hochzeit mit der Krankenpflegerin Berthe Bendel und nahm einen Tag vorher, am 6. Dezember 1938, eine Überdosis Schlafmittel, an der er verstarb. Seine Kriminalromane mit Wachtmeister Studer veröffentlichte Glauser in den Jahren 1936 bis 1938. Diese Romane zählen zu den modernen Vertretern ihres Genres, in denen ein eigenwilliger Polizist komplizierte Kriminalfälle mit Intelligenz und technischen Hilfsmitteln löst. Zum 75. Todestag des Schriftstellers Friedrich Glauser erschien im Diogenes Verlag ein wunderbarer Schmuckschuber, in dem die fünf Kriminalromane mit Wachtmeister Studer enthalten sind.
Wachtmeister Studer löst fünf Fälle
Das erste Buch mit dem Titel „Wachtmeister Studer“ befasst sich mit dem Mord an einem Handlungsvertreter. Studer löst den Fall mit seiner, ihm eigenen, Hartnäckigkeit, obwohl alle Beteiligten den Schuldigen zu kennen glauben. Das zweite Buch „Matto regiert“ handelt von dem Verschwinden des Direktors und eines Patienten einer Irrenanstalt. Während seiner Ermittlungen blickt Studer hinter die Kulissen dieser Anstalt und macht Bekanntschaft mit deren Behandlungsmethoden. „Fieberkurve“ lautet der Titel des dritten Krimis, in dem es Studer zu einem marokkanischen Garnisonsposten der Fremdenlegion verschlägt. Der vierte Krimi mit dem Titel „Der Chinese“ verschlägt Studer nach Pfründisberg, wo es unheimliche Morde gibt. In „Krock und Co“ muß Studer einen Mord an einem Hotelgast aufklären, der mit einer Fahrradspeiche erstochen wurde.
Fazit
Die kriminalromane mit Wachtmeister Studer haben auch 75 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nichts an ihrem Reiz verloren. Studer ist ein eigenwilliger Mensch, der seine speziellen Methoden bei der Täterfindung hat. So weiß er vieles über die menschliche Psyche und bringt dieses Wissen in seine Ermittlungen ein. Diese Schmuckausgabe mit allen fünf Studer-Krimis sollte in keinem Bücherschrank eines Krimi-Fans fehlen. Wer Kriminalromane mag, die sich mit der Psyche des Menschen beschäftigen und nicht vor Blut triefen, sollte bei dieser wunderbaren Klassiker-Sammlung zugreifen.

„Die Kriminalromane mit Wachtmeister Studer“ von Friedrich Glauser, erschienen im November 2013 im Diogenes Verlag als Leinenausgabe im Schmuckschuber, insgesamt 1.229 Seiten, 28,90 Euro, ISBN 978-3-257-06881-8
Die Autorin bedankt sich beim Diogenes Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Diogenes Verlag
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Samantha Young: Into the Deep – Herzgeflüster – Rezension des Romans

Die 1986 geborene Autorin Samantha Young schrieb bereits mehrere Jugendbuchserien. Seit der Veröffentlichung ihrer ersten beiden Erwachsenen-Romane ist sie regelmäßig auf den internationalen Bestseller-Listen präsent. Im November 2013 erschien im Ullstein Verlag ihr neuer Liebesroman „Into the Deep- Herzgeflüster“ als Taschenbuch.
Niemand vergisst seine erste Liebe
Charly und Jake waren das Traumpaar schlechthin. Jake gab Charly immer das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein, doch ein tragisches Unglück änderte alles. Jake wollte von da an nichts mehr mit Charly zu tun haben. Die junge Frau verstand den Grund dafür nicht und blieb mit gebrochenem Herzen zurück. Doch dreieinhalb Jahre später begegnen sich die beiden bei einem Auslandsaufenthalt in Schottland wieder. Jake hat zwar eine neue Freundin, lässt aber nichts unversucht, um wieder Kontakt mit Charly aufzunehmen. Kann sie ihm verzeihen, was er ihr einst antat?
Fazit
Die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Jake und Charly wird in Rückblenden erzählt. Die Perspektive wechselt permanent zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, so dass der Leser genau nachverfolgen kann, wieso es zur Trennung der Liebenden kam. Samantha Youngs Schreibstil ist berührend und fesselnd. Man fiebert beim Lesen mit den beiden Hauptprotagonisten mit und wünscht sich ein Happy-End. Wer berührende Liebesgeschichten mag, für den ist dieser Roman genau das richtige Lesefutter!

„Into the Deep – Herzgeflüster“ von Samantha Young, erschienen im November 2013 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 368 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-548-28642-6
Die Autorin bedankt sich beim Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag
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Lauren Willig: Ashford Park – Rezension des Historienromans

Die in New York geborene Autorin Lauren Willig schreibt Liebesromane, seit sie ein kleines Kind war. Obwohl sie erst in einer Rechtsanwaltskanzlei tätig war, siegte ihre Leidenschaft fürs Schreiben und seitdem widmet sich Willig ganz der Schriftstellerei. Im September 2013 veröffentlichte sie im Wunderlich Verlag ihren neuen Historienroman mit dem Titel „Ashford Park“.
England, Anfang des 20. Jahrhunderts
Man schreibt das Jahr 1906, als die kleine, verwaiste Adeline Gillecote-Ahsford auf dem Landsitz ihrer Tante aufwächst. Bea, die Cousine Addies, wird schnell zu ihrer besten Freundin. Bald naht der 1.Weltkrieg und dieser verändert auch die Menschen. Frederick, der von Addie heimlich verehrt wird, kehrt völlig verbittert aus dem Krieg zurück. Sein Leben besteht jetzt nur noch aus Parties und Alkohol. In einer Nacht, in der er völlig betrunken ist, lässt er sich mit der mittlerweile verheirateten Bea ein. Addie ist total entsetzt. Erst viele Jahre später besucht sie Bea und Frederick, die nach Kenia umgezogen sind. Doch dort flammt die alte Zuneigung zwischen Addie und Frederick erneut auf.
Fazit
Die umfangreiche Familiensaga „Ahsford Park“ wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erlebt man das traurige Schicksal der jungen verwaisten Addie im Jahr 1906 mit. Zum anderen spielt die Handlung im Jahr 1999, wo die junge Clementine einem Familiengeheimnis auf der Spur ist. Die Erzählperspektive wechselt nach jedem Kapitel, so dass sich die Familiengeschichte nach und nach entwickelt. Eine spannende und fesselnde Familiensaga, die dank des wunderbaren Schreibstils den Leser von Anfang bis Ende bestens unterhält.

„Ashford Park“ von Lauren Willig, erschienen im September 2013 im Wunderlich Verlag, gebunden, 512 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-8052-0484-2
Die Autorin bedankt isch beim Wunderlich Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Wunderlich Verlag
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Meritxell Marti: Im Land der 260 Doppelgänger – Rezension des Kinderbuchs

Die in Barcelona lebende Autorin Meritxell Marti verbringt neben dem Schreiben von Texten für Zeitschriften und Bücher viel Zeit, um neue Beschäftigungsbücher zu entwickeln. Im November 2013 erschien im Boje Verlag ihr neues Buch mit dem Titel „Im Land der 260 Doppelgänger“, das für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist. Die zauberhaften Illustrationen stammen von Xavier Salomo.
Die Suche nach den Doppelgängern
Die beiden Kinder Pia und Paul machen sich zu neuen Abenteuern auf den Weg. Sie wollen in das geheime Land der Doppelgänger reisen. Auf jeder Seite des 24 Seiten starken, großformatigen Buches muss der Leser die drei Doppelgänger finden, die sich im Gewimmel versteckt haben. Neben zwei schwarzen Katzen gibt es unter anderem zwei identische Hexen und auch zwei identische fleischfressende Pflanzen.
Fazit
Das bunt illustrierte Buch ist in drei Schwierigkeitsgrade eingeteilt, so dass man sich die passende Schwierigkeitsstufe einfach auswählen kann. Für kleine und auch erwachsene Menschen bietet dieses tolle Buch jede Menge kniffligen Rätselspass und unterhaltsame Stunden. Für Liebhaber von Wimmelbüchern ist dieses Kinderbuch genau das Richtige. Einziges Manko: es gibt keine Lösungen im Buch.

„Im Land der 260 Doppelgänger“ von Meritxell Marti, erschienen im November 2013 im Boje Verlag, gebunden, 24 Seiten, Großformat, 14,99 Euro, ISBN 978-3-414-82369-4
Die Autorin bedankt sich beim Boje Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Boje Verlag
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Tom Finnek: Vor dem Abgrund – Rezension des Historienromans

Tom Finnek ist das Pseudonym des bekannten Autoren Mani Beckmann. Im November 2013 veröffentlichte er im Bastei Lübbe Verlag den dritten Teil seiner London-Trilogie mit dem Titel „Vor dem Abgrund“.
Das historische London
Man schreibt das Jahr 1888, als zwei junge Leute ins Londoner East End kommen. Zum einem sucht die arme Celia Brooks ganz verzweifelt nach ihrem leiblichen Vater. Zum anderen möchte der reiche Hotelierssohn Rupert Ingram seine lästigen Pflichten im sündigen Treiben vergessen. Doch auch im Londoner East End gibt es nichts umsonst. Während die Prostituierten ihre Dienste anbieten, treibt ein Mörder namens Jack the Ripper sein blutiges Unwesen. Und die beiden jungen Menschen Celia und Rupert enthüllen Geheimnisse, die ihr beider Leben für immer verändern.
Fazit
„Vor dem Abgrund“ ist der letzte Teil der Trilogie mit dem Schauplatz des alten London, in dem die Familienmitglieder der Ingrams eine Rolle spielen. Tom Finnek mischt hier gekonnt Fiktion und historisch belegte Fakten und entwickelt daraus eine sehr spannende und unterhaltsame Geschichte. Man begegnet vielen historischen Protagonisten, wie zum Beispiel einigen Opfern von Jack the Ripper oder dem Elefantenmenschen Joseph Merrick. Beim Lesen verschwimmt die Grenze zwischen realen Fakten und Fiktion und genau das macht den besonderen Reiz dieses Romans aus. Ein großartiger Historienroman, den man unbedingt lesen sollte!

„Vor dem Abgrund“ von Tom Finnek, erschienen im November 2013 im Lübbe Hardcover, 592 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-7857-2478-1
Die Autorin bedankt sich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe
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William Ritchey Newton: Hinter den Fassaden von Versailles – Rezension

William Ritchey Newton ist Frankreichs führender Versailles-Experte. Er schrieb bereits zahlreiche Bücher über das Schloss von Versailles, die in Frankreich vielfach prämiert wurden. Sein neues Buch „Hinter den Fassaden von Versailles“ wurde im November 2013 als Taschenbuch im List Verlag veröffentlicht.
Mätressen, Flöhe und Intrigen am Hof des Sonnenkönigs
Es war nicht alles Gold, was da am französischen Königshof glänzte. Über 4.000 Menschen lebten auf engem Raum zusammen und das ergab natürlich jede Menge Probleme. Saubere Wäsche gab es selten, die Latrinen waren ständig verstopft, so dass ein unerträglicher Gestank herrschte und die Menschen froren ständig vor den zugigen Kaminen. Newtons Buch widmet sich insgesamt sieben großen Bereichen: Wohnen, Essen, Wasser, Heizung, Beleuchtung, Saubermachen und Wäsche. Man erfährt viel Kurioses und Unappetitliches, welches man als heutiger Besucher des Schlosses niemals ahnen würde. Hierfür zog der Autor viele Berichte von Zeitzeugen sowie Briefe und Memoiren zu Rate. Es entsteht ein völlig neues Bild vom Leben am französischen Hofe, dass mit dem allgemein gültigen Bild vom Glanz des Sonnenkönigs nichts zu tun hat.
Fazit
Auf höchst unterhaltsame Weise widmet sich der Autor sieben unterschiedlichen Lebensbereichen im Schloss von Versailles während des 17. und 18. Jahrhunderts. Man erhält einen Einblick in das damalige Leben und stellt schnell fest, dass man bisher nur die Schokoladenseite von Versailles kannte. Ein leicht lesbares Buch mit vielen Fakten, Anekdoten und Zitaten, die für großartige Unterhaltung sorgen.

„Hinter den Fassaden von Versailles“ von William Ritchey Newton, erschienen im November 2013 als Taschenbuch im List Verlag, 240 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-548-61200-3
Die Autorin bedankt sich beim List verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright List Verlag
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Chris Paul: Keine Angst vor fremden Tränen – Rezension des Ratgebers

Die Sozialpsychologin und Fachautorin Chris Paul setzt sich seit vielen Jahren für Menschen ein, die trauern. Ihre Bücher zählen zu den Standartwerken für Fachleute und Betroffene. Im Oktober 2013 erschien im Gütersloher Verlagshaus ihr neues Buch mit dem Titel „Keine Angst vor fremden Tränen“, in dem sie Hilfestellung für den Umgang mit Trauernden anbietet.
Anteilnahme erwünscht
Vor den Themen Tod und Trauer fürchten sich viele Menschen, denn sie wissen nicht, wie sie sich einem Trauernden gegenüber richtig verhalten sollen. Oft hat man Angst, die falschen Worte zu wählen oder überhaupt falsch zu reagieren. Doch Trauernde brauchen den sozialen Rückhalt durch andere Menschen. Chris Paul schrieb mit ihrem Ratgeber ein Buch für alle Menschen, die mit Trauernden in Kontakt kommen. Darin ermutigt die Autorin zur Anteilnahme und bietet praktische Hilfestellung an. Insgesamt fünfzehn Kapitel beschäftigen sich mit Lösungen für unterschiedliche Trauerbegleitungen. Ob es die Kollegin ist, die kürzlich ihren Mann verlor oder die Nachbarin, die um ihren Sohn trauert – Betroffene kommen hier zu Wort und die Autorin bietet nützliche und einfach umzusetzende Tipps.
Fazit
„Keine Angst vor fremden Tränen“ sollte in keinem Bücherschrank fehlen, denn dieser Ratgeber bietet wirklich jede Menge Hinweise und Tipps für den Umgang mit Hinterbliebenen. Einfach zu lesen und leicht umsetzbar – ein Ratgeber, der irgendwann wirklich für jeden nützlich sein kann.

„Keine Angst vor fremden Tränen“ von Chris Paul, erschienen im Oktober 2013 im Gütersloher Verlagshaus, gebunden, 176 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 978-3-579-07303-3
Die Autorin bedankt sich beim Gütersloher Verlagshaus für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Gütersloher Verlagshaus
Keine Angst vor fremden Traenen von Chris Paul

Albert Camus: Die Pest – Rezension des Hörbuchs

Der 1960 verstorbene Schriftsteller Albert Camus gehört zu den wichtigsten Existentialisten, die in ihren Werken einen moralischen und philosophischen Standpunkt vertreten. Sein Klassiker “Die Pest” wurde im steinbach sprechende Bücher Hörbuch Verlag als Hörbuch herausgegeben. Gesprochen wird der Klassiker von Ulrich Matthes.
Die Pest in Algerien
Die Hafenstadt Oran leidet im Jahr 1940 unter einer schrecklichen Pest-Epidemie. Niemand darf die Stadt verlassen und von außen kommt auch keine Hilfe. Jeden Tag gibt es tausende neue Todesopfer – ob alt oder jung, ob arm oder reich. Fast alle Einwohner haben sich in ihr Schicksal ergeben, nur eine kleine Gruppe, mit dem Arzt Rieux als Anführer, versucht sich der Seuche entgegen zu stellen und vollbringt wahre Heldentaten.
Fazit
Albert Camus stellt die bewegenden Schicksale in den Mittelpunkt seines Romans. Er erzählt, wie sich die Menschen mit der Seuche arrangieren und eventuell sogar von ihr profitieren. Er beschreibt, wie die schreckliche Krankheit zum Teil politischen Manipulation zugute kommt und wie manch einer sich aufopfert und hilft. Jeder mag diesen Roman so interpretieren, wie man es selbst empfindet. Der Sprecher des Hörbuchs, Ulrich Matthes, versteht es perfekt, die Hoffnungslosigkeit und Aussichtslosigkeit der Situation in einem sachlichen Sprachstil zu vermitteln. Für Hörer, die anspruchsvolle Hörbücher mögen, ist dieses Hörbuch genau das Richtige, da der vorzügliche Sprecher dem Roman Camus` Tiefe verleiht.

„Die Pest“ von Albert Camus, Hörbuch erschienen im November 2013 im steinbach sprechende Bücher Hörbuch Verlag, 3 CD`s 192 Minuten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-86974-153-6
Die Autorin bedankt sich beim steinbach sprechende bücher Hörbuch Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright steinbach sprechende bücher
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Gerhard Wisnewski: ungeklärt unheimlich unfassbar: Die spektakulärsten Kriminalfälle 2013 – Rezension

Seit 1986 arbeitet der studierte Politikwissenschaftler Gerhard Wisnewski als freier Autor, Dokumentarfilmer und Schriftsteller. Seine interessanten Bücher landen regelmäßig auf den Bestseller-Listen. Am 2. Dezember 2013 veröffentlichte Wisnewski im Knaur Verlag sein neues Buch mit dem Titel “ ungeklärt unheimlich unfassbar“, in dem er die aufregendsten Kriminalfälle des Jahres 2013 präsentiert.
Spektakuläre Verbrechen und ihre Hintergründe
Auch das Jahr 2013 war ein Jahr voller spektakulärer Verbrechen. Ob Terroranschlag, Amoklauf oder Serienmord – viele Verbrechen sahen in der Wirklichkeit anders aus, als die Ermittlungsbehörden sie darstellten. Bestseller-Autor Gerhard Wisnewski hinterfragt die tragischen Ereignisse und fördert dabei viel Neues zu Tage. Er begibt sich auf die Spuren der reinen Fakten und verfolgt dabei auch alle Hinweise am Rande der bekannten Ereignisse. Wisnewskis Ergebnisse weichen in vielen Teilen von dem ab, was in der Presse öffentlich gemacht wurde.
Fazit
Das handliche Taschenbuch „ungeklärt unheimlich unfassbar“ ist ein kompaktes Nachschlagewerk über die spektakulärsten Verbrechen des Jahres 2013, wie sie nicht in der Presse beschrieben wurden. Wisnewski ging mit aller Gründlichkeit zu Werk und beschreibt, wie es zu zensierten Ergebnissen bei den Ermittlungen kam. Dieses Kompendium der Verbrechen schockiert, da man hier erstmals nachlesen kann, was der Öffentlichkeit bisher verschwiegen wurde. Absolut lesenswert!

„ungeklärt unheimlich unfassbar: Die spektakulärsten Kriminalfälle 2013“ von Gerhard Wisnewski, erschienen am 2. Dezember 2013 im Knaur Verlag, Taschenbuch, 336 Seiten, 7,99 Euro, ISBN 978-3-426-78645-1
Die Autorin bedankt sich beim Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Knaur Verlag
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Mardi McConnochie: Wenn das Meer die Liebe trägt – Rezension

Die 1971 geborene Autorin Mardi McConnochie schrieb bereits mehrere Theaterstücke und Fernseh-Drehbücher. Im Oktober 2013 veröffentlichte sie im List Verlag ihren Roman „Wenn das Meer die Liebe trägt“.
Die tragische Suche nach der Liebe
Im Jahr 1938 verbrachten der Seemann Stead und die junge Marina drei wundervolle Tage und Nächte miteinander in Sydney, ehe Stead wieder zur See fuhr. Fünf Jahre später ist Stead endlich wieder in Sydney und macht sich auf die Suche nach Marina, doch diese ist spurlos verschwunden. Stead weiß nicht, dass Marina von ihm schwanger wurde und ihn jahrelang suchte. Gemeinsam mit ihrem Baby, auf der Flucht vor dem Krieg, fuhr sie nach London, Schanghai und Singapur. Doch immer wenn Marina an einem Ort ankam, war Stead gerade abgereist. Obwohl sich die beiden Liebenden seit Jahren immer wieder verpasst haben, geben sie die Hoffnung auf ein Zusammentreffen niemals auf.
Fazit
Die berührende Liebesgeschichte „Wenn das Meer die Liebe trägt“ wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Zum einen erfährt man die Erlebnisse von Marina auf ihrer Suche nach Stead, zum anderen kommt Stead zu Wort. Es gibt noch einen weiteren Handlungsstrang, der sich mit der Suche nach Marina befasst. Der leicht lesbare Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen. Man fiebert beim Lesen mit, wann sich die Liebenden endlich wieder in die Arme schließen können. Eine wunderbare Liebesgeschichte, die den Leser berührt, am Ende aber leider einige Fragen offen lässt.

„Wenn das Meer die Liebe trägt“ von Mardi McConnochie, erschienen im Oktober 2013 im List Verlag, Taschenbuch, 256 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-548-61170-2
Die Autorin bedankt sich beim List Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright List verlag
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