Archiv für den Monat August 2013

Francesca Segal: Die Arglosen – Rezension des Romans

Die Tochter des Autors Erich Segal arbeitet als Journalistin und Kritikerin. Francesca Segals Debütroman „Die Arglosen“ wurde bereits in zehn Länder verkauft und mit Preisen überhäuft. Im Juli 2013 erschien der Roman in deutscher Sprache im Kein & Aber Verlag. Die Übersetzung stammt von Verena Kichling.
Ein vorbestimmtes Leben
Seit nunmehr 12 Jahren sind Adam und Rachel ein Paar. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Schulzeit und daher ist auch niemand überrascht, als sie ihre Verlobung verkünden. Nach außen hin scheint in ihrem Leben alles perfekt zu sein: Rachel und Adam besitzen einen großen Freundeskreis und wollen in ihrer orthodoxen jüdischen Gemeinde eine Familie gründen. Beide vertrauen einander und Adam glaubt, dass er keine bessere Frau finden konnte. Doch in dem Moment, als Rachels Cousine Ellie aus New York auftaucht, ändert sich alles.
Die Versuchung in Person
Ellie ist das komplette Gegenteil von Rachel. Mit ihren blonden Haaren und ihrer speziellen Ausstrahlung zieht sie Adam in ihren Bann. Ellie merkt, dass sich Adam für sie interessiert und nutzt das mit Provokationen aus. Während die Hochzeitsvorbereitungen in vollem Gange sind, zweifelt Adam an seinem Entschluss, Rachel zu heiraten. Er muss sich zwischen einem sicheren und vorbestimmten Leben und der verführerischen Ellie entscheiden.
Fazit
Francesca Segals Romandebüt „Die Arglosen“ ist ein Liebesroman, der im jüdischen Teil Londons spielt. Wer sich für die jüdische Kultur und die Mentalität der Juden interessiert, findet in diesem Buch jede Menge Antworten auf seine Fragen. Verpackt in eine rührende Liebesgeschichte findet man in diesem Roman gehobene Unterhaltung gepaart mit unterschwelligem, jüdischem Witz vor. Ein gutes Buch für viele entspannte Lesestunden!

„Die Arglosen“ von Francesca Segal, erschienen im Juli 2013 im Kein & Aber Verlag, gebunden, 432 Seiten, 22,90 Euro, ISBN 978-3-0369-5675-6
Die Autorin bedankt sich beim Kein & Aber Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Kein & Aber Verlagdie_arglosen

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Bernhard Albrecht: Patient meines Lebens. Von Ärzten, die alles wagen – Rezension

Der zum Dr. med. promovierte Bernhard Albrecht arbeitete erst als Arzt und verfasste zusätzlich Artikel für Zeitschriften und Zeitungen. Seit nunmehr 13 Jahren arbeitet er als Journalist. Für seine Arbeiten wurde Albrecht mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis. Am 1. August 2013 veröffentlichte er im Droemer Verlag sein neues Buch mit dem Titel „Patient meines Lebens“, in dem er über Ärzte schreibt, die an ihre Grenzen gehen und sich auf medizinisches Neuland wagen.
Geschichten auf Leben und Tod
Bernhard Albrecht berichtet von Patienten, die so schwer durch Unfall oder Krankheit gezeichnet sind, dass ihr Überleben eigentlich hoffnungslos ist. Wenn da nicht diese Ärzte wären, die alles daran setzen, das Leben dieser Menschen zu retten. Ärzte, die Wagnisse eingehen und vertraute Pfade verlassen. So berichtet der Autor von Zwillingen, die in der 21. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen und über Ärzte, die um das Leben der Frühchen kämpften. Insgesamt neun berührende Geschichten stellt Albrecht in seinem Buch vor. Jede Krankengeschichte unterscheidet sich komplett von der anderen. Nur eines haben sie gemeinsam: Ärzte, die das eigentlich Unmögliche durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit möglich machten.
Fazit
Während der Arbeit an diesem außergewöhnlichen Buch sprach der Autor mit den dort vorgestellten Patienten und ihren Ärzten, um so aus 1. Hand ihre Krankengeschichte und Behandlung zu erfahren. Der Autor gibt diese Krankengeschichten in packender und verständlich geschriebener Weise wieder, so dass auch Nichtmediziner alles gut nachvollziehen können. Ein Buch, dass Mut macht – Mut, den Ärzte dringend benötigen, um gemeinsam mit dem Patienten auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Sehr lesenswert!
„Patient meines Lebens“ von Bernhard Albrecht, erschienen am 1. August 2013 im Droemer Verlag, gebunden, 272 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-426-27594-8
Die Autorin bedankt sich beim Droemer Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Droemer VerlagPatient meines Lebens

Miroslav Sasek: London – Rezension des Kinderbuches

Der 1916 in Prag geborene Autor Miroslav Sasek verstarb 1980 während einer Reise in die Schweiz. Sein Kinderbuch „London“ erschien 1959 gleichzeitig in den USA und Deutschland und wurde mit dem Preis der New York Times für das beste illustrierte Kinderbuch geehrt. Am 21. August 2013 erschien im Verlag Antje Kunstmann die Faksimile-Ausgabe des Originals. Im Anhang des Buches findet der Leser Daten und Informationen über London in der heutigen Zeit. Empfohlen wird das Kinderbuch für Leser ab 10 Jahren.
Ein Reiseführer nicht nur für Kinder
Miroslav Sasek zeigt in seinem wunderschön illustrierten Kinderbuch „London“, welche Details den Charme der britischen Hauptstadt ausmachen. Neben den roten Doppeldecker-Bussen findet man den Bobby, den Banker mit der typischen Melone und natürlich Big Ben. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten werden in netten Texten und wunderbar detailreichen Zeichnungen dargestellt.
Fazit
Die Faksimile-Ausgabe „London“ zeigt die pulsierende Metropole aus der Sicht eines Kindes. Die Zeichnungen mit ihrer Liebe zum Detail begeistern sicher nicht nur junge Leser. Auch über 50 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat dieses schöne Buch nichts von seinem Reiz verloren – ganz im Gegenteil. Nostalgiker werden von den liebevoll gezeichneten Bildern begeistert sein. Wer London zum ersten Mal besucht, sollte zu diesem Buch greifen, denn es macht Lust auf diese Stadt. Kinder werden in einfachen Worten auf Sehenswürdigkeiten hingewiesen und Erwachsene entdecken bestimmt noch viel Neues. Ein zauberhaftes Buch, das Jung und Alt in seinen Bann zieht.

„London“ von Miroslav Sasek, erschienen am 21. August 2013 im Verlag Antje Kunstmann, gebunden, 64 Seiten, 16,95 Euro, ISBN 978-3-88897-874-6

Die Autorin bedankt sich beim Verlag Antje Kunstmann für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Antje Kunstmann51KOKBu91pL._AA160_

Peter Vollmer : Wenn Männer zu sehr vierzig werden – Rezension

Peter Vollmer ist seit den 90iger Jahren als Kabarettist mit seinen Solo-Programmen bekannt. Über 150 Auftritte pro Jahr absolviert der umtriebige Künstler. Für seine Kabarett-Programme wurde Vollmer bereits mehrfach ausgezeichnet. Ergänzend zu seinem gleichnamigen Kabarett-Programm veröffentlichte der Künstler im Lappan-Verlag sein Buch „Wenn Männer zu sehr vierzig werden“.


Die männliche Midlife-Crisis

Fast jeder hat in seiner Bekanntschaft einen Mann im Alter um die 40, der es noch mal wissen will. Dieser rennt tagtäglich ins Fitness-Studio und Schönheitsoperationen sind durchaus auch ein Thema. Die ganz Mutigen wagen sogar den Schritt in eine neue Ehe. Allerdings stecken diese Männer auch in einem ganz großen Dilemma: ihre Selbsteinschätzung variiert zwischen „Pflegefall“ und „Ironman“. Männer um die 40 gehen jetzt lieber früh ins Bett als auf die Piste. Zu den wichtigsten Kapiteln ihrer wilden Jahre gehören die Themen „Meine erste Darmspiegelung“ und „Sex müsste man haben“.

Fazit

Peter Vollmers Buch „Wenn Männer zu sehr vierzig werden“ ist mindestens genauso unterhaltsam wie sein gleichnamiges Kabarett-Programm. Freudig durchforstet Vollmer die männliche Midlife-Crisis nach Selbstüberschätzung und ruhigem Leben im Alter. Witzig und unterhaltsam hält der Kabarettist dem Leser einen Spiegel vor, in dem sich nicht wenige wieder erkennen werden. Eingebracht hat der Autor natürlich auch seine eigenen Erfahrungen, da er ja mittlerweile selbst zu den Männern um die 40 gehört. Wer nett verpackte Ironie mag, hat mit diesem Buch genau die richtige Wahl getroffen. Für Fans des Kabarettisten Peter Vollmer ist dieses Buch sowieso Pflichtlektüre.

„Wenn Männer zu sehr vierzig werden“ von Peter Vollmer, erschienen im Lappan Verlag, Flexcover, 248 Seiten, 12,95 Euro, ISBN 978-3-8303-3286-2
Die Autorin bedankt sich bei go public für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Lappan Verlag33394638n

Jo Lendle: Was wir Liebe nennen – Rezension des Romans

Jo Lendle studierte Literatur und Kulturwissenschaften in Deutschland und Kanada. Am 12. August 2013 erschien in der Deutsche Verlags-Anstalt sein vierter Roman mit dem Titel „Was wir Liebe nennen“.

Die Reise in ein neues Leben?

Lambert ist von Beruf Zauberer und lebt mit seiner Freundin Andrea glücklich in Osnabrück. Als er eine Einladung nach Montreal erhält, um dort mit anderen Zauberkünstlern aufzutreten, setzt er sich ins Flugzeug, denn Lambert ist ein Mensch, der alles akzeptiert, was das Schicksal für ihn bereit hält. Doch diese Flugreise sollte für ihn eine Reise in ein anderes Leben werden. Nach einer Notlandung in Irland, kommt er beinahe zu spät zu seiner eigenen Vorstellung in Kanada an. Auf dem Flughafen wird sein Auto von einem anderen Wagen gerammt und in diesem sitzt eine wunderbare Frau namens  Fe am Steuer. Beide haben das Gefühl, sich schon ewig zu kennen so dass Lambert die Welt um sich herum völlig vergisst. Sie verbringen einige schöne Stunden miteinander, aber Lambert muss zurück nach Osnabrück. Er hat sich unsterblich in Fe verliebt, obwohl zu Hause  seine andere Traumfrau wartet. Nun ist guter Rat teuer, doch Lambert ist ein großer Zauberer, der auch hier eine Lösung findet.

Fazit

Jo Lendle geht in seinem neuen Roman „Was wir Liebe nennen“ der großen Frage nach, was man tun sollte, wenn man seiner großen Liebe begegnet, obwohl man bereits mit ihr zusammen ist. Sein Schreibstil ist humorvoll und wartet mit einer zauberhaften Lösung des Problems auf. Ein Buch,  dass den Leser in eine Welt voller Magie entführt und ihm zeigt, wie man sich im Augenblick der Verliebtheit neu erfinden kann. Lesenswert!

„Was wir Liebe nennen“ von Jo Lendle, erschienen am 12. August 2013 in der Deutsche Verlags-Anstalt, gebunden, 256 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-421-04606-2

Die Autorin bedankt sich bei der DVA für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright DVABild

Maria Paola Colombo: Die Umkehr der Liebe – Rezension des Romans

Die 1979 in der Nähe von Mailand geborene Maria Paola Colombo arbeitet normalerweise in einer führenden Position im Bankgewerbe.  Als sie in der Zeitung einen Artikel über den Selbstmord einer Mutter las, hatte sie die Idee zu ihrem ersten Roman, der sofort mit dem renommierten Flaiano-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Im April 2013 erschien der erfolgreiche Roman „Die Umkehr der Liebe“ in deutscher Sprache im Blessing Verlag. Die Übersetzung aus dem Italienischen stammt von Bruno Genzler.

Lebenswege zweier Außenseiter

Cicas Mutter beging Selbstmord in einem Fluss und wollte eigentlich ihre kleine Tochter mit in den Tod nehmen. Von diesem Tag an hat Cica auf ihren Schulterblättern zwei Narben, die wie ein Halbmond aussehen und tiefe Wunden in ihrer Seele. Nach dem Verschwinden seiner Frau tilgt Cicas Vater jede Erinnerung an sie aus seinem Leben. Das junge Mädchen wächst in einer kalten Welt ohne Liebe auf. Einzig ihre alte Nachbarin gibt ihr etwas Liebe und Wärme. Im Süden Italiens lebt ein Junge, den alle nur Walker nennen. Er hat das Down-Syndrom und sein Spitzname Walker stammt vom Helden der TV-Serie Walker. Seine Familie schützt und liebt ihn, doch als er in die Pubertät kommt, möchte Walker wie jeder andere Junge eine Freundin haben. Die Lebenswege der beiden so unterschiedlichen Jugendlichen laufen unweigerlich aufeinander zu, bis sie sich in einem entscheidenden Moment treffen.

Fazit

Mit ihrem Erstlingswerk „Die Umkehr der Liebe“ schrieb Maria Paola Colombo eine berührende Geschichte über Menschen, die vom Schicksal auf die eine oder andere Art benachteiligt wurden. Dennoch ist dieser Roman kein Drama, sondern auf eine unterschwellige Art humorvoll. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und zieht den Leser unweigerlich in seinen Bann. Ganz große Unterhaltung für viele schöne Lesestunden!

„Die Umkehr der Liebe“ von Maria Paola Colombo, erschienen im April 2013 im Karl Blessing Verlag, gebunden, 432 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-8966-490-6

Die Autorin bedankt sich beim Blessing Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Blessing VerlagBild

Giampaolo Simi: Vater. Mörder. Kind – Rezension des Thrillers

Der 1965 in Italien geborene Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist Giampaolo Simi zählt zu den wichtigsten Spannungsautoren in Italien. Seine raffiniert konstruierten Romane zeichnen sich nicht nur durch eine spannende Handlung aus, sondern bilden auch die Seelenzustände seiner Protagonisten ab. Im April 2013 erschien im C.Bertelsmann Verlag sein aktueller Thriller „Vater. Mörder. Kind“. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Anja Nattefort.

Ein Familientragödie und ihre Folgen

Der Handelsvertreter Furio Guerri führt ein sorgloses Leben: er lebt mit seiner Frau Caterina und der kleinen Tochter Elisa in einem hübschen Reihenhaus. Doch als er vermutet, dass seine Frau ihn betrügt und dafür auch noch verschiedenen Anzeichen entdeckt, dreht Furio durch und zerstört damit seine heile Welt. Er wandert für viele Jahre ins Gefängnis und der Kontakt zu seinem Kind ist ihm strengstens untersagt. Als Furio nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, sucht er seine Tochter  Elisa und entdeckt sie in einem Chatroom im Internet. Unter falscher Identität kontaktiert er sie ohne zu ahnen, auf welch riskantes Spiel er sich damit einlässt.

Fazit

Giampaolo Sini verwendet in seinem neuen Roman „Vater. Mörder. Kind“ eine ganz besondere Erzählweise. Kapitel,  die in der Ich-Form geschrieben sind,  wechseln sich mit Kapiteln ab, in der der Leser direkt mit „Du“ angesprochen wird. Das ist zuerst einmal gewöhnungsbedürftig, macht aber den Reiz des Thrillers aus. Der Autor baut einen großen, emotionalen Spannungsbogen auf, der den Leser von Anfang bis Ende fesselt. Er zeigt, dass auch hinter einer gutbürgerlichen Fassade das Grauen lauern kann. Nichts ist wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint. Ein großartiger Roman über den man noch lange nachdenkt.

„Vater. Mörder. Kind“ von Giampaolo Simi, erschienen im April 2013 im C.Bertelsmann Verlag, gebunden, 304 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3570-10153-7

Die Autorin bedankt sich beim C.Bertelsmann Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright C.Bertelsmann VerlagBild

 

Cornelius Hartz: Antike mit Biss. Die schaurigsten Geschichten von Homer bis Horaz – Rezension

Cornelius Hartz arbeitet nach seiner Promotion im Bereich der Klassischen Philologie als Übersetzer, Autor und freier Lektor. Im Juli 2013 erschien im
Philipp von Zabern Verlag sein Buch „Antike mit Biss“, in dem er sich den gruseligsten Erzählungen der Antike widmet.
Vampire, Hexen und Werwölfe
Gruselgestalten wie Vampire, Hexen und Werwölfe haben in der heutigen Literatur einen festen Stammplatz gefunden. Fast möchte man glauben, dass sie moderne Phänomene sind, doch in Wahrheit sind sie so alt wie die Literatur selbst. Bereits im frühesten literarischen Werk, dem Gilgamesch-Epos, tauchten viele Schauergestalten auf. So widmet sich der Autor nun auch den grausigsten Erzählungen der Antike. In seinen Episoden beschreibt er zum Beispiel den Ritualmord an einem Jungen, aus dem Hexen einen Liebestrank brauen wollten. Bei Ovid geht es um unfreiwilligen Kannibalismus und Untote sowie Geister treiben in weiteren Geschichten ihr Unwesen. Hartz trug für dieses Buch ausgewählte Beispiele aus der erzählenden Literatur, der Bibel, Berichten von Historikern sowie philosophische Schriften zusammen. Der Zeitraum, in dem diese Beiträge entstanden, umfasst fast 1.000 Jahre. Zu jedem Text gibt der Autor eine einführende Erklärung und bietet Hintergrundinformationen zu seiner Entstehung und dem Autor.
Fazit
In insgesamt 20 Texten zeigt der Autor dem interessierten Leser, wie bereits die Menschen in der Antike mit dem Glauben an Geister, Vampire und Hexen umgingen. Die Einführung in den jeweiligen Text macht das Verständnis einfach. Komplettiert wird das informative Buch mit Literaturhinweisen sowie einem Register. Jeder Leser, der sich für das Okkulte und Übersinnliche interessiert, sollte einen Blick in dieses informative und übersichtliche Buch werfen. In verständlicher Sprache geschrieben, macht es einfach Spaß, in diesem Buch zu lesen und zu erfahren, wie man in frühsten Zeiten mit Aberglauben, Kannibalismus und Vampirismus umging.

„Antike mit Biss“ von Cornelius, erschienen im Juli 2013 im Philipp von Zabern Verlag, gebunden, 128 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-8053-4662-7
Die Autorin bedankt sich beim Philipp von Zabern Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Philipp von Zabern Verlag413sRCkiUeL._

Jean-Christophe Grangé: Die Wahrheit des Blutes – Rezension des Thrillers

Jean-Christophe Grangé arbeitet neben seinem Beruf als Buchautor als freier Journalist bei vielen großen und bekannten Zeitungen und Zeitschriften. Im Juli 2013 erschien im Lübbe Ehrenwirth Verlag sein neuester Thriller mit dem Titel „Die Wahrheit des Blutes“.
Grausame Morde an Schwangeren
Olivier Passan und sein Kollege Fifi jagen einen grausamen Serienmörder, der schwangere Frauen tötet und ihre ungeborenen Kinder verbrennt. Obwohl Olivier einen Verdächtigen namens Guillard im Visier hat, wird er von seinen Vorgesetzten vom Fall abgezogen, da seine Ermittlungsmethoden doch etwas krass sind. Nicht nur im beruflichen Umfeld hat Olivier Probleme, auch die Ehe mit seiner japanischen Frau Naoko scheint am Ende zu sein. Bald geschehen in seiner Villa merkwürdige Dinge. Sollte Guillard seine Finger auch hier im Spiel haben? Doch es stellt sich heraus, dass die Ursache dafür in der undurchsichtigen Vergangenheit Naokos liegt.
Fazit
„Die Wahrheit des Blutes“ ist ein actiongeladener Thriller, der außerdem viele Hintergrundinformationen zu Japans Kultur und Menschen aufzeigt. Grangé liefert dem Leser viele Details zu Oliviers Vergangenheit und zu der des Mörders. Gleichzeitig bekommt man Einblicke in die Gefühle Naokos. Der Mörder ist recht früh bekannt, das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Viele unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen kontinuierlich hoch. Ein temporeicher Thriller mit Gänsehautgarantie.

„Die Wahrheit des Blutes“ von Jean-Christophe Grangé, erschienen im Juli 2013 im Lübbe Ehrenwirth Verlag, gebunden, 432 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-431-03870-5
Die Autorin bedankt sich beim Lübbe Ehrenwirth Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Lübbe Ehrenwirth058786110-die-wahrheit-des-blutes

Amanda Kyle Williams: Broken – Rezension des Thrillers

Die amerikanische Autorin Amanda Kyle Williams nahm für ihre Keye-Street-Romane Kurse bei dem bekannten Profiler und Kriminologen Brent Turvey. Ihr erster Roman „Cut“ mit ihrer Protagonistin Keye Street wurde 2011 im Wunderlich Verlag veröffentlicht. Im Juli 2013 erschien ihr neuer Thriller mit Keye Street als Hauptprotagonistin. Der Titel des Buches lautet „Broken“, die deutsche Übersetzung stammt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.
Morde und eine Urne ohne Asche
Keye Street, eine Ex-Profilerin, verdient ihren Lebensunterhalt als Privatdetektivin. Ihr Lebensgefährte Aaron Rauser arbeitet bei der Polizei und verschafft Keye manchmal einen Job als Polizei-Beraterin. Beide haben zur Zeit viel zu tun, als Rauser zu einem Mord an einem 13jährigen Jungen gerufen wird, der grausam stranguliert wurde. Keye derweil bekommt Besuch von ihrer psychisch labilen Cousine Miki, die angeblich von einem Stalker belästigt wird. Als Miki nach Hause zurück kehrt, findet sie in ihrem Flur eine erhängte Leiche. Aber die Tragödien haben damit noch kein Ende. Keye muss sich auch noch mit der Urne eines Verstorbenen befassen, in der nur Zement und Hühnerfutter waren. Bald kommt es zu einem weiteren Mord und alle Opfer tragen die Handschrift eines Serienmörders.
Fazit
Die Ex-Profilerin Keye muss sich auch in diesem Roman mit mehreren Fällen gleichzeitig befassen. Auf der einen Seite geht es um die Jagd nach einem Serienkiller, andererseits forscht sie nach, warum ein Krematorium Zement in Urnen füllt. Der Thriller wird aus der Sicht Keyes in der Ich-Form erzählt, so dass der Leser direkt bei den Ermittlungen dabei ist. Viele unerwartete Wendungen, eine temporeiche, lockere Erzählweise sowie das Thema Stalking machen „Broken“ zu einem Thriller, den man bis zum fulminanten Finale nicht aus der Hand legen mag.

„Broken“ von Amanda Kyle Williams, erschienen im Wunderlich Verlag, broschiert, 448 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-8052-5007-8
Die Autorin bedankt sich beim Wunderlich Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.054844633-broken
Bildnachweis: copyright Wunderlich Verlag