Das magische Auge: 25. Jubiläum

*Rezension*

ars Edition feiert mit der neuesten Ausgabe von „Das magische Auge“ mittlerweile sein 25. Jubiläum! Die Jubiläumsausgabe erschien am 21. Januar 2018 mit 50 neuen, faszinierenden 3D-Illusionsbildern :

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Bei den faszinierenden Bildern handelt es sich um Stereogramme, die der Neurowissenschaftler Bela Julesz im Jahr 1959 erfand.

Und wie funktioniert das?

Um die Dreidimensionalität der Bilder zu sehen, musst du als erstes das Buch mit der Bildmitte an deine Nasenspitze führen. Dabei ganz entspannt gucken, bis dein Blick starr wird. Jetzt langsam das Buch wieder auf Abstand halten und violà: die versteckten, dreidimensionalen Bilder werden sichtbar.

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Das ist total faszinierend – unsere Kinder haben das Buch ständig an der Nase 🙂  Es erfordert allerdings ein wenig Übung, um den Blick zu fokussieren. Unsere Große hat das Buch mit in die Schule genommen. Dort hat es sogar der Lehrer im Unterricht erklärt.

Ich habe mich in die frühen 90iger Jahre zurück versetzt gefühlt – in dieser Zeit sind die ersten Bücher „Das magische Auge“ in Deutschland erschienen und waren damals schon Kult.

In der großformatigen Jubiläumsausgabe mit schickem silberfarbigen Einband sind tolle neue Motive enthalten, die dem Betrachter eine völlig neue Welt zeigen – spannend und sehr faszinierend.

„Das magische Auge“ – Jubiläumsband 25 Jahre, erschienen am 21. Januar 2018 bei ars Edition, gebunden, 56 Seiten, 15 Euro, ISBN 978-3845831510

 

 

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Lincoln Child: Der Luna-Effekt (Ein Fall für Jeremy Logan, Band 5)

*Rezension*

Der New-York-Times-Bestsellerautor Lincoln Child studierte Literatur und arbeitete viele Jahre als Lektor bei St. Martin’s Press. Seine Romane begeistern ein Millionenpublikum. Sein neuer Science-Mystery-Thriller „Der Luna-Effekt“ erschien im Dezember 2018 bei Wunderlich als gebundene Ausgabe. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Axel Merz.

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Ein scharrendes Geräusch, ein fauliger Geruch. Das ist das Letzte, was David Palmer wahrnimmt, ehe er stirbt. Kurz darauf wird die Leiche des Wanderers am Fuß des Desolation Mountain aufgefunden, abgelegt in einer Vollmondnacht und bis zur Unkenntlichkeit zerfleischt. Wie der Enigmatologe Jeremy Logan erfährt, ist Palmer nicht der erste Tourist, der in den dunklen Wäldern des Adirondacks Nationalparks auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Für die Einheimischen liegt auf der Hand, wer für die Morde verantwortlich ist: Die sonderbare Blakeney-Familie, um die sich seit Jahren Gerüchte ranken. Von dunklen Ritualen ist die Rede, von verdorbenem Blut – und von Werwölfen. Aber dann entdeckt Logan ein Labor mitten im Wald. Und stößt auf ein Geheimnis, das ebenso unglaublich wie gefährlich ist …

Quelle Text: Wunderlich Verlag

Der temporeiche Mystery-Thriller spielt in der Abgeschiedenheit der Adriondack Mountains. Diese ruhige, friedliche Kulisse ist perfekt, damit sich das Grauen langsam in den Gedanken des Lesers ausbreitet. Hier wird mit den Urängsten der Menschen gespielt  – Gänsehaut pur ist garantiert.

Mit dem Enigmatologen Jeremy Logan schuf der Autor einen sympathischen Protagonisten, der mysteriösen Vorgängen auf den Grund geht und sie mit seinem scharfen Verstand erklären möchte. Doch bei einigen Fällen, wie bei diesem, gestaltet sich eine logische Erklärung als sehr schwierig. Auch die anderen Charaktere des Romans sind sehr gut durchdacht und handeln nachvollziehbar.

Von Anfang bis Ende sehr spannend – die Auflösung hat mich sehr überrascht.

„Der Luna-Effekt“ von Lincoln Child, erschienen im Dezember 2018 bei Wunderlich, gebunden, 320 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3805200189

 

Das Buch der Märchen – Sonderausgabe: ausgewählt und illustriert von Friedrich Hechelmann

*Rezension*

Heute möchte ich euch ein ganz zauberhaftes Märchenbuch vorstellen, das als Sonderausgabe im Sanssouci Verlag erschienen ist: Das Buch der Märchen – ausgewählt und illustriert von Friedrich Hechelmann:

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Die Virtuosität im Umgang mit Farben und Visionen, die den Künstler und Buchillustrator Friedrich Hechelmann bekannt gemacht hat, erreichte in verschiedenen Märchenillustrationen ihren Höhepunkt: Der ganze vielschichtige Reichtum der Märchen der Brüder Grimm, von Hans Christian Andersen bis Wilhelm Hauff, wurde von ihm in Bilder von mystischer Aussagekraft übertragen, die zum Nachdenken und Träumen gleichermaßen anregen.

Friedrich Hechelmann schafft einen Bilderkosmos, der einfühlsam und subtil den Zauber unvergänglicher Geschichten wie Zwerg Nase und Schneewittchen, Rotkäppchen und Rumpelstilzchen, Hans im Glück, Die Geschichte vom kleinen Muck und Das Märchen von den sieben Schwaben illuminiert.

Die Märchenbücher gehören zu den bekanntesten und bestverkauften Büchern des Künstlers Friedrich Hechelmann. Lange Jahre vergriffen, aber immer wieder nachgefragt, werden seine Märchen-Illustrationen nun als bibliophile Kostbarkeit in einem Band zusammengeführt und neu ediert.

So öffnet dieses prächtig illustrierte Werk die Grenzen zu unbewussten Sehnsüchten und Vorstellungen und es enthüllt die tiefe und symbolgeladene Wahrheit der Märchenwelt.

Quelle Text: Sanssouci Verlag

Das hochwertige Märchenbuch enthält 12 bekannte und beliebte Märchen der Brüder Grimm, 3 Märchen von Wilhelm Hauff, 6 Märchen von Ludwig Bechstein und 1 Märchen von Eduard Mörike.

Die Illustrationen sind traumhaft schön – unsere Kinder (und auch wir) lesen sehr gern in diesem Märchenbuch und lassen uns von den detailreichen und mystischen Bildern verzaubern, die perfekt zu den Märchen passen.

Mit seinem edlen Einband ist diese Sonderausgabe zudem noch ein schöner Blickfang im Bücherregal. Für kleine und große Märchenfans ein super Geschenk!

„Das Buch der Märchen“, ausgewählt und illustriert von Friedrich Hechelmann, erschienen als Sonderausgabe bei Sanssouci, gebunden, 320 Seiten, 24 Euro, ISBN 978-3-85179-299-7

Unbeugsam bis zur letzten Runde – Die erweiterte Autobiografie von Graciano Rocchigiani mit Ralf Grengel und René Hiepen

*Rezension*

Der Sportjournalist Ralf Grengel begleitete in den 1980er- und 1990er-Jahren als Hörfunkreporter Rockys Karriere. René Hiepen ist Produzent, Regisseur und ein ehemaliger TV-Moderator und Box-Kommentator. Er kommentierte den letzten Profifight von Graciano Rocchigiani gegen Thomas Ulrich und überzeugte Rocky 2007 seine Autobiografie zu veröffentlichen. Im Dezember 2018 erschien im riva Verlag zum Andenken an den verstorbenen Rocky seine  Autobiografie, die um über 40 Gastbeiträge und neue Fotos erweitert wurde als gebundene Ausgabe.

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Graciano »Rocky« Rocchigiani war Deutschlands streitbarster Boxer. Er zählte zu den prägenden Charakteren seines Sports, bis heute ist er jüngster deutscher Profiboxweltmeister aller Zeiten. Im Ring kämpfte er so erbittert wie im Privatleben. Er war ein Mann der Extreme – Drogenexzesse, Eskapaden und Knast. Wo er hinkam, polarisierte er. Doch ob geliebt oder gehasst, Rocky faszinierte.

Sein tragischer Tod im Oktober 2018 bewegte die Menschen. Zu seinem Andenken enthält dieser Band Rockys Autobiografie, die um mehr als 40 Gastbeiträge und neue Fotos erweitert wurde. Erstmals äußert sich seine Tochter Janina Michalke mit bewegenden Worten über ihren Vater. Ehemalige Gegner, Freunde und Wegbegleiter erzählen ihre ganz persönlichen Rocky-Storys. Dabei zeichnen sie ein überraschendes Bild von einem großen Kämpfer und charismatischen Mann, der bis zu seiner letzten Runde unbeugsam blieb.

Mit Gastbeiträgen von Rockys Tochter Janina, Heiner Lauterbach, Henry Maske, Regina Halmich, Axel Schulz, Arthur Abraham, Dariusz Michalczewski, Sven Ottke, Chris Eubank, Ulli Potofski, Til Schweiger, Oktay Urkal, Tobias Drews und vielen mehr.

Quelle Text: riva Verlag

In einer Autobiografie zeigt Rocky, dass in ihm ein ehrlicher, verletzlicher Mensch steckt, der sein Leben vor den Lesern offen und schonungslos ausbreitet. Die erweiterte Autobiografie deckt die letzten 11 Jahre im Leben des Box-Idols ab.

Sehr berührt haben mich auch die Gastbeiträge von Rockys Freunden, Wegbegleitern und Bekannten, aus denen man erkennen kann, wie beliebt der Boxer war und wie schmerzlich er jetzt vermisst wird.

Für jeden Fan ein absolutes Muss!

„Unbeugsam bis zur letzten Runde“ Die erweiterte Autobiografie von Gracianao Rocchigiani mit Ralf Grengel und René Hiepen, erschienen im Dezember 2018 bei riva, gebunden, 464 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-7423-0948-8

 

Markus Bennemann: Tierisch tödlich. Die raffiniertesten Jagdtricks in der Natur

*Rezension*

Markus Bennemann studierte Geschichte und englische Literatur. studiert. Er war Redakteur bei einer Tageszeitung, hat Krimis fürs Fernsehen geschrieben und arbeitet heute als Wissenschaftsredakteur. Sein neues Tiersachbuch „Tierisch tödlich“ erschien am 1. Januar 2019 als gebundene Ausgabe im Gerstenberg Verlag. Die Illustrationen im Buch stammen von Janine Czichy. Empfohlen wird das Sachbuch für junge Leser ab 8 Jahren.

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Wer hat schon einmal einen Löwen gesehen, der seiner Beute eine Grube gräbt? Wie ist es möglich, mit einem Netz aus Luftblasen Fische zu fangen? Und warum ist der Steinadler ein echter Panzerknacker? In diesem Buch geben sich zehn Meister der Jagd ein Stelldichein. Vom heimischen Hermelin, das seine Beute in einen tödlichen Tanz verwickelt, bis zur exotischen Bolaspinne, die eine wahre Schützenkönigin ist. Die atmosphärischen Illustrationen und die großen, in alle Richtungen öffnenden Aufklappseiten lassen uns eintauchen in die faszinierende Welt des Fressen und- gefressen-Werdens.

Quelle Text: Gerstenberg Verlag

Ein Tierbuch voller Überraschungen. Öffnet man die großen Aufklappseiten, werden aufregende Jagdszenen in der Tierwelt sichtbar. Die Illustrationen sind wunderschön und zeigen Tiere in ihrem Lebensraum und bei der Jagd – die dargestellten Szenen sind aber nicht für kleine Kinder geeignet, denn sie sind zum Teil ziemlich brutal (Eisbär jagt Robbe oder Viper frisst Vogel).

Leicht verständlich werden die Jagdstrategien unterschiedlichster Tiere vorgestellt und erklärt. Dazu gibt es einen kurzen Steckbrief mit den wichtigsten Daten zu jedem vorgestellten Tier.

Spannend, interessant und lehrreich.

„Tierisch tödlich“ von Markus Bennemann, erschienen am 1. Januar 2018 bei Gerstenberg, gebunden, 64 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3836956758

„Das Herrenhaus im Moor“ – Roman von Felicity Whitmore

*Rezension*

Felicity Whitmore hat eine große Leidenschaft: das viktorianische Zeitalter und alte Adelshäuser. Aus diesem Grund besucht sie einmal jährlich England. Sie leitet mit ihrem Mann ein freies Theater in Hagen, wo sie als Dramaturgin, Regisseurin und Schauspielerin arbeitet. Ihr Roman „Das Herrenhaus im Moor“ erschien im November 2018 bei dtv als Taschenbuch.

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Ein verfallenes Herrenhaus wird für Laura Milton zum Schlüssel in die Vergangenheit. Denn das Schicksal der Lady Victoria Milton wirft seine Schatten bis in die Gegenwart … Exmoor, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die 20-jährige Victoria wird bald ein ansehnliches Vermögen erben. Doch ihr Vormund Richard hat seine eigenen Pläne mit ihrem Geld und verbannt sie in eine Anstalt für Geisteskranke – aus der Arthur, einer von Richards Bediensteten, ihr zur Flucht verhilft. Als sich Victoria, fest entschlossen, ihr Erbe wieder zu erlangen, nach Jahren aus der Deckung wagt, ist ihr Schicksal besiegelt.

Quelle Text: dtv

Erzählt wird der düstere Roman in zwei Zeitebenen: in der Gegenwart ist Laura Milton davon überzeugt, dass der tödliche Autounfall ihres Mannes absichtlich herbeigeführt wurde. Als sie in seinen Unterlagen einen 13 Jahre alten Brief findet, in dem er vor  Verfolger aus Lynybrook Hall gewarnt wird, fährt sie in die Heimat ihre Mannes nach England um dem Geheimnis des Briefes auf die Spur zu kommen. Nach und nach  deckt Laura dort den Zusammenhang zwischen dem Tod ihres Mannes und den Ereignissen 1898 auf.

In Rückblenden ist der zweite Handlungsstrang aufgebaut, die in die Vergangenheit nach Mitlon Castle ins 1898 führt. Lady Victoria steht nach dem Tod ihres Vaters unter der Vormundschaft ihres Onkels Richard. Obwohl er ihren Besitz nur bis zu ihrer Volljährigkeit verwalten soll, möchte er auf das Geld und damit verbundene Macht nicht mehr verzichten. Als Victoria eine Ehe mit seinem Sohn ablehnt, weist er sie in die Anstalt für Geisteskranke Lynybrook Hall, ein. Doch Victoria gibt nicht auf.

Beide Erzählstränge sind sehr spannend – ich konnte mir durch den detailreichen Erzählstil genau vorstellen, wie grausam es in Lynybrook Hall war. Fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger und hält damit den Spannungsbogen noch zusätzlich hoch. Am Ende werden beide Erzählstränge gekonnt miteinander verwoben und das Familiengeheimnis aufgedeckt.

Wer Romane mit unheimlicher Atmosphäre, Familiengeheimnissen und Niveau mag, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen.

„Das Herrenhaus im Moor“ von Felicity Whitmore, erschienen im November 2018 bei dtv, Taschenbuch, 416 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 978-3423217637

„Alles Glück eines Lebens“ – Roman von Lauren Grodstein

*Rezension*

Lauren Grodstein lehrt Kreatives Schreiben an der Rutgers-Camden University. Ihre Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ihr neuer Roman „Alles Glück eines Lebens“ erschien 2018 bei atb als Taschenbuch. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Marie Rahn.

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Wie kann eine Frau loslassen, was sie am meisten liebt – ihr Kind?.

Für Karen Neulander, eine erfolgreiche politische Beraterin aus New York, ist ihr sechsjähriger Sohn Jacob das Wichtigste. Aufopferungsvoll kümmert sie sich um ihn und meistert die Herausforderungen des Alltags einer Alleinerziehenden. Doch dann erfährt sie, dass sie bald sterben wird, und muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Erfüllt sie ihrem Sohn seinen größten Wunsch und lässt seinen Vater – jenen Mann, der damals weder ihre Liebe noch ihr Kind wollte – Teil seines Lebens werden?

Quelle Text: atb

Erzählt wird der bewegende Roman aus Karens`Sicht, die sich dabei an ihren Sohn Jacob wendet. Durch die Ich-Erzählform konnte ich mich sehr gut in Karen hineinversetzen. Und genau das macht dieses Buch so emotional. Ich musste es oft beiseite legen. Karens Überlebenskampf wird so realistisch beschrieben, dass ich es zeitweise kaum ausgehalten habe, das Buch weiter zu lesen.

Die Charaktere (allen voran Karen) handeln authentisch und nachvollziehbar. Mit ihrem gefühlvollen Erzählstil gleitet die Autorin zu keiner Zeit ins Kitschige ab. Ich konnte mir alle Szenarien sehr gut vorstellen – die Geschichte hat mich zutiefst berührt.

Definitiv kein Roman, den man einfach mal zwischendurch lesen sollte!

„Alles Glück eines Lebens“ von Lauren Grodstein, erschienen 2018 bei atb als Taschenbuch, 400 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3746634500

Hera Lind: Die Frau, die frei sein wollte. Roman nach einer wahren Geschichte

*Rezension*

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen Kuckucksnest, Die Frau, die zu sehr liebte und Mein Mann, meine Frauen und ich eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihr neuer Tatsachenroman „Die Frau, die frei sein wollte“ erschien im November 2018 im Diana Verlag als Taschenbuch.

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Selma kommt Anfang der 1960 Jahre als Gastarbeiterkind mit ihren Eltern und Geschwistern aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im siebten Himmel, als sie sich mit siebzehn mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Zusammentreffen mit Orhan wird ihr zum Verhängnis. Arglos steigt Selma in das Auto des ihr fast unbekannten Mannes – was dann passiert, ist ein einziger Albtraum. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit, und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Sie gehört nun Orhan. Aber Selma gibt nicht auf…

Quelle Text: Diana Verlag

Das bewegende Schicksal einer jungen Türkin, die zwangsverheiratet wird, hat mich sehr berührt. Obwohl der Schreibstil sehr einfach ist, hat mich der Tatsachenroman in seinen Bann gezogen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Selmas dramatische Geschichte wird in mehreren Zeitsträngen erzählt: einmal in der Vergangenheit und einmal in der Gegenwart – für mich war das Hin-und Herspringen zwischen den Jahreszahlen ein wenig verwirrend . Und dabei wird erkennbar: Selma ist in ihrem anerzogenen Rollenverhalten gefangen. In ihrer Ehe verliert Selma ihre Würde durch die ständigen Demütigungen und Misshandlungen, doch am Ende geht sie stark und aufrecht ihren eigenen Weg und wird respektiert und geliebt.

Ein sehr emotionales, schockierendes Buch!

„Die Frau, die frei sein wollte. Roman nach einer wahren Geschichte“ von Hera Lind, erschienen im Oktober 2018 im Diana Verlag, Taschenbuch, 416 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3453359284

 

John Holland: Brücke zum Jenseits. Wie wir mit der geistigen Welt in Kontakt treten und Botschaften verstorbener Seelen empfangen

*Rezension*

Das international bekannte Medium John Holland gibt bei seinen öffentlichen Auftritten dem Publikum einen seltenen Einblick in das Thema Channeling.  Er ist seit über 20 Jahren als psychisches Medium tätig und schrieb in den USA bereits mehrere Bestseller. Sein Buch „Brücke zum Jenseits“ erschien 2018 in deutscher Sprache im mvg Verlag als gebundene Ausgabe.

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Wohin geht ein geliebter Mensch, wenn er von uns gegangen ist? Wie sieht es aus, das Leben nach dem Tod? John Holland, praktizierendes Medium und spiritueller Lehrer, kennt die Antwort auf diese Fragen und zeichnet in seinem neuen Buch ein klares und deutliches Bild der jenseitigen Welt. Dank seiner besonderen Fähigkeiten ist es ihm möglich, mit dem Reich der Verstorbenen in Kontakt zu treten und ihre Botschaften zu empfangen. Als Mittler zwischen den Welten möchte er Hinterbliebenen dabei helfen, ihre eigenen spirituellen Fähigkeiten zu entfalten, Trost und Inspiration geben und mit seinem Wissen die Trauer der Lebenden lindern. Ein faszinierender Blick auf eine Welt, in der der Tod uns nicht ängstigt, wir niemals alleine sind und Seelen ewig leben.

Quelle Text: mvg Verlag

John Holland gibt in seinem Buch interessante Einblicke in seine Arbeit als Medium und erzählt über seine Begegnungen mit der jenseitigen Welt. Interessierte Leser erhalten leicht verständliche Übungen an die Hand, mit denen man trainieren kann, um selbst mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen.

Spannend geschrieben, überzeugend und hilfreich für jeden, der einen geliebten Menschen verloren hat.

„Brücke zum Jenseits“ von John Holland, erschienen 2018 bei mvg, gebunden, 320 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3868829488

 

 

Der blaue Tiger – Kinderbuch von Nicolas Barreau

*Rezension*

Heute möchte ich euch das zauberhafte Kinderbuch „Der blaue Tiger“ des französischen Bestseller-Autors Nicolas Barreau vorstellen. Erschienen ist es 2018 im Sanssouci Verlag als gebundene Ausgabe. Die wundervollen, kindgerechten Illustrationen stammen von der preisgekrönten Illustratorin Simona Mulazzani. Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 5 Jahren:

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Héloise ist ein sehr phantasievolles kleines Mädchen. Sie ist davon überzeugt, dass Teppiche fliegen können, wenn man das Zauberwort kennt, und dass ihre Stofftiere sich nachts heimlich unterhalten. Als sie an ihrem achten Geburtstag bei einem Klassenausflug in die Jardins des Bagatelles einen blauen Tiger mit silbernen Streifen malt, wird sie von allen ausgelacht. Verlegen behauptet Héloise, dies sei ein Wolkentiger, und vergisst vor lauter Aufregung ihren Zeichenblock.

Als sie am Abend heimlich in den Park zurückschleicht, ist das Bild verschwunden. Doch plötzlich steht vor der Grotte der vier Winde ein blauer Tiger mit Silberstreifen, der sich als Wolkentiger vorstellt. Er erzählt ihr von dem blauen Land, wo Farbkleckse das Wichtigste im Leben sind und Himmelskiesel eine Kostbarkeit. Und dann lädt er die staunende Héloise zu einem unvergesslichen Nachtflug über Paris ein …

Quelle Text: Sanssouci Verlag

Neben einer kindgerechten, zauberhaften Geschichte punktet das Buch mit seinen verträumten, wunderschönen Illustrationen. Vermittelt wird in der Geschichte, dass Kinder niemals ihre Fantasie verlieren sollten und das Freunde sehr wichtig sind. Für Erstleser und auch zum Vorlesen bestens geeignet.

„Der blaue Tiger“ – Kinderbuch von Nicolas Barreau, erschienen im Sanssouci Verlag, gebunden, 48 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3990560747