„Amrita. Am Ende beginnt der Anfang“ – Fantasy-Jugendroman von Aditi Khorana

In Indien, Dänemark und den USA aufgewachsen, erzählt Autorin Aditi Khorana diese Geschichte äußerst opulent und atmosphärisch, und stellt in ihrem deutschen Debüt die Themen Selbstfindung und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt. Damit eignet sich dieses Buch nicht nur für Mädchen ab 14 Jahren, sondern für alle, die das Mystische und Märchenhafte mögen und sich von einer Geschichte tragen lassen wollen. Amrita bietet literarische Fantasy mit orientalischem Flair und unabhängigen, klugen Heldinnen. Der Fantasy-Jugendroman erscheint am 21. August 2017 bei Dressler als gebundene Ausgabe. Empfohlen wird der Roman für Leser/innen ab 14 Jahren.

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Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert und ihren Vater tötet. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt ihr die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek der Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren  Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?

Schon der zauberhaft gestaltete Buchtitel macht Lust darauf, den Roman zu lesen. Durch den intensiven bildhaften Erzählstil wurde bei mir sofort das Kopfkino in Gang gesetzt. Der Roman ist wie eine Reise in ein Märchen aus 1.001 Nacht – phantasievoll, geheimnisvoll und spannend. Erzählt wird der Roman aus Amritas Sicht.

Auf ihrer Reise lüftet Amrita viele Geheimnisse und durchläuft bis zum Ende des Romans eine großartige Entwicklung, während derer sie zu sich selbst findet. Die fantastische Welt, in die Amrita hinein gerät ist magisch und ihre Bewohner sind geheimnisvoll und zauberhaft – ich habe es sehr genossen, diese Welt mit Amrita kennen zu lernen und bin von dieser märchenhaften Geschichte ganz begeistert. Zumal sich dieser Roman mit seinen Aussagen auch in die Gegenwart übertragen lässt – mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Nicht nur junge Leser/innen werden von dieser wundervollen Geschichte begeistert sein – auch erwachsene Leser/innen haben garantiert ihre Freude an Amrita und den anderen Fantasy-Heldinnen.

„Amrita“ Fantasy-Jugendroman von Aditi Khorana, erscheint am 21. August 2017 bei Dressler als gebundenes Buch, 320 Seiten, 17,99 Euro, ISBN  978-3791500560

Bildnachweis: copyright Dressler Verlag

Herzlichen Dank an den Dressler Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Housesitter“ – Thriller von Andreas Winkelmann

Der 1968 geborene Autor Andreas Winkelmann entdeckte schon in jungen Jahren seine große Leidenschaft für gruselige Geschichten. Sein neuer, packender Thriller „Housesitter“ erschien am 18. August 2017 bei Wunderlich als broschierte Ausgabe.

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Als Thomas Bennett nach dem gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Saskia die Haustür aufschließt, kommt ihm einiges fremd vor: Die Möbel stehen anders, in der Küche steht eine leere Ravioli-Dose, sein Gesicht ist aus den gemeinsamen Fotos herausgeschnitten. Dann ein scharfer, unerträglicher Schmerz im Kopf, und er verliert das Bewusstsein.

Erst im Krankenhaus wacht er wieder auf – aber Saskia ist seit dem Überfall spurlos verschwunden. Im Urlaub hat sie ihm gestanden, dass sie schwanger ist, und er macht sich voller Sorge auf die Suche nach ihr.

Der Fall scheint unlösbar, und auch die Polizei gibt schnell auf – bis Thomas auf Priska Wagner trifft, eine Kommissarin, die im angrenzenden Landkreis ermittelt. Sie hat merkwürdige Spuren an einem Tatort entdeckt, die sich auch nach dem Überfall auf Thomas fanden. Gemeinsam kommen die beiden auf die Spur des «Housesitters».

Und wieder einmal hat sich Andreas Winkelmann mit diesem Nerven zerreißendem Thriller übertroffen! Cliffhanger treiben die Spannung am Ende jedes Kapitels zusätzlich in die Höhe. Wer allerdings ein empfindliches Gemüt hat, sollte die Finger von diesem Buch lassen, denn der Autor geizt nicht mit grausamen und drastischen Szenen.

Ein Pageturner mit Gänsehautgarantie über einen perfiden Mörder und einem tiefen Einblick in menschliche Abgründe. Unbedingte Leseempfehlung!

„Housesitter“ von Andreas Winkelmann, erschienen am 18. August 2017 bei Wunderlich, broschiert, 496 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3805251020

Bildnachweis: copyright Wunderlich Verlag

Herzlichen Dank an den Wunderlich Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

Langenscheidt Sprachführer Niederländisch: Die wichtigsten Sätze und Wörter für die Reise

Ganz neu bei Langenscheidt ist der Sprachführer Niederländisch inklusive gratis E-Book zum Thema „Essen & Trinken“ mit einer umfangreichen Speisekarte erschienen:

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Das handliche Taschenbuch umfasst 288 Seiten, auf denen die wichtigen Sätze und Wörter für die Reise , mit Lautschrift und nach Situationen geordnet, zu finden sind.  Zusätzlich enthält der Sprachführer Hinweise zur Aussprache, Verhaltenstipps, Speisekarte und ein Reisewörterbuch.

Unterteilt ist das Buch in neun große Kapitel:

  • Anreise und Weiterreise
  • Erste Kontakte
  • Übernachten
  • Essen & Trinken
  • Unterwegs in der Stadt
  • Einkaufen
  • Aktivitäten
  • Ernstfall
  • Zeit & Wetter

Das Reisewörterbuch ist einmal auf Deutsch – Niederländisch und einmal auf Niederländisch-Deutsch gehalten.

Es eignet sich perfekt für jeden, der gern mehr als „Guten Tag“ oder „Wie geht es“ auf Niederländisch sagen möchte. Mit seiner handlichen, kompakten Größe passt der Sprachführer bequem in jede Handtasche/Rucksack.

Den Langenscheidt Sprachführer gibt es noch in vielen anderen Sprachen! Er kostet 13,99 Euro und ist in jedem guten Buchhandel erhältlich.

Langenscheidt Sprachführer Niederländisch, 288 Seiten, 13,99 Euro, ISBN: 978-3-468-22235-1

Herzlichen Dank an Langenscheidt für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Die Überlebende“ (Detective D. D. Warren, Band 6) – Thriller von Lisa Gardner

Lisa Gardner zählt zu den erfolgreichsten amerikanischen Thrillerautoren unserer Zeit und jeder ihrer Romane schaffte es in die Top Ten. Im Juli 2017 erschien der 6. Band der Thriller-Reihe mit der Bostoner FBI-Ermittlerin Detective D.D. Warren „Die Überlebende“ in deutscher Sprache bei rororo als Taschenbuch.

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Flora Dane ist eine Überlebende. 472 Tage lang lernte sie, wie viel ein Mensch ertragen kann, nachdem sie als College-Studentin gekidnappt worden war. Wie durch ein Wunder überlebte Flora und entkam ihrem Peiniger. Sieben Jahre ist das nun her, doch vergessen kann sie nicht. Und dann ist wieder eine junge Frau verschwunden. Kurz darauf wird Detective D.D. Warren an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen: Ein Mann – verbrannt. Eine junge Frau – nackt und gefesselt. Flora Dane.

Erzählt wird der sehr spannende Thriller aus der Sicht von D.D. Warren in der 3. Person und Flora Danes in der Ich-Form. Rückblenden in die Zeit von Floras Entführung und ihrem Entkommen tragen zur zusätzlichen Spannung bei, denn man erlebt hautnah ihre psychischen Qualen mit. Und genau diese persönlichen Erlebnisse der Protagonistin gehen ziemlich unter die Haut und sind nichts für empfindliche Gemüter.

Die Grundstimmung des Thrillers ist düster und bedrohlich und hat mich total gefesselt. Die vielen unerwarteten Wendungen haben mich jedesmal auf Neue überrascht und meinen Blickwinkel auf Opfer und Täter verschoben.

Ein psychologisch tiefgehender und mitreißender Thriller, den es zu lesen lohnt, auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt!

„Die Überlebende“ von Lisa Gardner, erschienen im Juli 2017 bei rororo, Taschenbuch, 544 Seiten, 9,99 Euro, ISBN  978-3499290930

Bildnachweis: coypright rororo

Herzlichen Dank an rororo für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

 

„Mörderhotel“ – Thriller von Wolfgang Hohlbein

Der 1953 geborene Autor Wolfgang Hohlbein ist bekannt für seine ungewöhnlichen Bücher, die oft mit fantastischen Elementen gespickt sind. Er verfasste bereits 160 Romane, den überwiegenden Teil alleine, etliche Kinder- und Jugendbücher gemeinsam mit seiner Frau Heike und einige wenige Erwachsenenromane mit Co-Autoren. Seine Werke wurden mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft. Sein Thriller „Mörderhotel“ erschien im Mai 2017 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe.

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230 Menschen gehen auf das Konto des unglaublichsten Serienmörders aller Zeiten: Herman Webster Mudgett, der in Chicago ein Hotel baute, um dort seine grauenhaften Taten zu begehen. Ein Hotel, in dem es Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer gibt. Seine Opfer erleichtert er um ihr Geld und verkauft ihre Leichen an Mediziner. Niemand weiß, was im Kopf dieses Menschen vor sich geht. Bis die Polizei ihm auf die Spur kommt und eine gnadenlose Jagd beginnt.

Wolfgang Hohlbeins Romane haben mich bisher noch nie enttäuscht. So bin ich auch an diesen Thriller mit hohen Erwartungen herangegangen. Und auch diesmal sind meine Erwartungen voll erfüllt worden: ein unglaublich spannendes Buch, das zartbesaitete Leser mit Vorsicht lesen sollten.

Folterszenarien werden sehr detailliert beschrieben und erfordern schon ein robustes Nervenkostüm. Die Handlung ist sehr temporeich und zu keiner Zeit langatmig, obwohl das Buch über 800 Seiten hat. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass der Thriller auf einer realen Person beruht.

Der Roman spielt in unterschiedlichen Zeiten und Orten und wird aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten erzählt. Der Autor versteht es perfekt, das Kopfkino beim Leser in Gang zu setzten. Das Ende des Buches ist absolut überraschend.

„Mörderhotel“ von Wolfgang Hohlbein, erschienen 2017 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch, 847 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3-404-17526-0

Herzlichen Dank an Bastei Lübbe  für das bereitgestellte Besprechungsexemplar.

„Die Frauen von Carcassonne“ – Roman von Kate Mosse

Kate Mosse, eine der Initiatorinnen des Baileys Women’s Prize For Fiction (vormals Orange Prize), arbeitet für Rundfunk und Fernsehen. Ihr erster Roman „Das verlorene Labyrinth“ wurde ein Weltbestseller. „Die Frauen von Carcassonne“ stand auf Platz 1 der englischen Bestseller-Liste. In Deutschland erschien der Roman im Juli 2017 als Taschenbuch im Droemer Verlag.

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Südfrankreich in den 1940iger Jahren:

Während eines Spaziergangs durch Carcassonne rettet die junge Sandrine Vidal einen Unbekannten vor dem Ertrinken. Er raunt unzusammenhängende Sätze, dann wird Sandrine am Flussufer von hinten niedergeschlagen. Noch halb bewußtlos zieht sie ein junger Mann aus dem Wasser. Sandrine kann ihn nicht erkennen, spürt nur seinen Kuss auf ihren Lippen. Dann flieht er. Als sie wieder zu sich kommt, sind beide Männer verschwunden.

Ihre Schwester Marianne will den Überfall auf keinen Fall offiziell machen. Was diese lang vor Sandrine verborgen hat, kann sie jetzt nicht mehr leugnen: Marianne gehört einer Gruppe von Widerstandskämpfern an, die wie viele andere die Besetzung des Languedoc verhindern will.

Sandrine schließt sich der Gruppe mit dem Namen Citadelle an und trifft Raoul, ihren Unbekannten wieder, den sie seit dem Überfall nicht vergessen konnte. Doch ist das wirklich die richtige Zeit, um sich zu verlieben?

Für Sandrine werden die Aufträge der Gruppe immer gefährlicher. Und sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. Nicht nur von den Besatzern geht Gefahr aus, zunehmend wird die Gruppe auch von Verrat aus den eigenen Reihen bedroht. Als der Krieg seinen schrecklichen Höhepunkt erreicht, zweifelt Sandrine selbst an Raoul.

Die fiktive Handlung des Romans wird in einen real existierenden Ort ( Carcassone in Südfrankreich 1942) sowie in reale historische Ereignisse eingebettet. Neben dem Haupthandlungsstrang gibt es noch eine Nebenhandlung, die im Jahr 342 spielt. Zu dieser Zeit versucht der Mönch Arinus einen geheimen Codex in den Bergen von Südfrankreich zu verstecken. Im Zweiten Weltkrieg soll dieser Codex die Geister der Verstorbenen um Hilfe bitten, damit der Krieg von Frankreich gewonnen werden kann.

Die mitreissende Handlung des Romans ist sehr spannend – allerdings stört mich der mystische Aspekt mit dem Codex, denn er passt irgendwie nicht zu diesen tragischen Ereignissen. Die Autorin versteht es sehr gut, eine fiktive Geschichte mit realen Ereignissen zu einem leicht lesbaren Roman zu verweben.

Die Frauen und Männer der Résistance haben sehr mutig  für ihr Land und ihre Freiheit gekämpft  – das hat mir dieser Roman noch einmal richtig bewusst gemacht.

Unbedingte Leseempfehlung!

„Die Frauen von Carcassonne“, von Kate Mosse, erschienen im Juli 2017 als Taschenbuch bei Droemer, 880 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3426305591

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Der Jetset-Skipper: Unterwegs mit den Reichen und Schönen“ von Burkhard Scheller

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wer aber sein Arbeitsleben auf Yachten verbringt, im Auftrag von Arndt von Bohlen und Halbach oder einem noblem Fürsten, dessen Plaudertäschchen platzt aus allen Nähten. Und genau dies gilt für Burkhard Scheller. „Der Jetset-Skipper“ heißt Burkhard Scheller, und der hat im Delius Klasing Verlag nun seine Erinnerungen veröffentlicht.

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Der Mann hat nicht nur eine Menge zu erzählen, er versteht sich auch vorzüglich darauf. Das geht schon damit los, wie alles anfing. Per Zufall kam der seefeste Scheller an den
Auftrag, eine Yacht von Bremen nach Marokko zu überführen. Und das Schicksal wollte es, dass diese stattliche Motoryacht dem Krupp-Erben Arndt von Bohlen und Halbach gehörte. Und so begann beinahe aus dem Nichts eine abenteuerliche Karriere, die den jungen Haudegen aus Emden zum Jetset-Skipper der Reichen (sprich: hohe Herren) und Schönen (will sagen: aparte Damen) katapultierte.
Prachtvolle Yachten, absurde Anekdoten, merkwürdige Malheurs sind die ständigen Begleiter des Skippers, dazu kauzige Nabobs, illustre Industrielle und gekrönte Häupter. In amüsanten kleinen Porträts werden sie skizziert samt Vorlieben oder auch Macken: Ein bisschen Namedropping gefällig? Niarchos, der griechische Reeder und ewige Konkurrent von Onassis; Daniel Hechter, der französische ModeDesigner; Josip Tito, der legendäre Präsident Jugoslawiens; Hans Hass, die Taucherkoryphäe; dazu diverse Adlige aus aller Welt. Von dem Fürsten von Fürstenberg zeichnet der Autor ein beinahe intimes,
doch niemals indiskretes Bild, war doch dieser Schlossherr und Brauereibesitzer einer seiner renommiertesten Arbeitgeber. Ein rührendes Denkmal aber setzt Burkhard Scheller seinem verstorbenen Freund und Mitskipper Uwe Bergmann.
Rasant war dieses Leben, gespickt mit haarsträubenden Pannen und spektakulären Feten. Rasant ist auch dieses Buch: ein Juwel der Erzähllust aus einer fremden fantastischen Welt.

Humorvoll berichtet Scheller über seine Erlebnisse als Skipper für Prominente, dabei ist er aber zu keiner Zeit indiskret. Mit diesem unterhaltsamen Buch bekommt man einen guten Einblick hinter die Kulissen des Jetset mit all seinen Absurditäten und abgehobenen Stars. So nah dran am Jetset ist man selten – unbedingte Leseempfehlung!

„Der Jetset-Skipper“ von Burkhard Scheller, erschienen im Juli 2017 bei Delius Klasing, gebunden, 176 Seiten, 22,90 Euro, ISBN 978-3667110749

Bildnachweis: copyright Delius Klasing

Herzlichen Dank an Delius Klasing für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

Death Call – Er bringt den Tod: (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 8)- Thriller von Chris Carter

Der 1965 geborene Autor Chris Carter studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Heute lebt Chris Carter in London und stürmt mit seinen Thrillern um Profiler Robert Hunter die Bestseller-Listen. Der 8. Band der Thriller-Serie mit dem Titel „Death Call – Er bringt den Tod“ erschien am 11. August 2017 als Taschenbuch im Ullstein Verlag.

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Tanya Kaitlin freut sich auf einen entspannten Abend. Plötzlich klingelt ihr Handy, ein Videoanruf von ihrer besten Freundin. Tanya nimmt den Anruf an und der Alptraum beginnt: Ihre Freundin ist gefesselt und geknebelt. Tanya hat eine Chance, die Freundin zu retten, hört sie von einer tiefen, unheimlichen Stimme. Sie muss nur zwei Fragen richtig beantworten. Sie scheitert – und ihre Freundin wird vor ihren Augen brutal ermordet.
Profiler Robert Hunter und sein Partner Garcia haben einen neuen Fall: ein Serienmörder, der seinen Opfern in den sozialen Medien auflauert. Er studiert ihre Fehler und nutzt sie für sein perfides Spiel. Und das hat gerade erst begonnen.

Wie man als Leser der ersten Teile der Thriller-Reihe weiß, sind die Thriller von Chris Carter definitiv nichts für zartbesaitete Menschen. Der Spannungsbogen wird von Anfang bis Ende sehr hoch gehalten. Da der Schreibstil leicht lesbar ist und mich die grausame Handlung sehr gefesselt hat, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Bis zum Ende wusste ich nicht, wer hinter den Morden steckt. In diesem Thriller ist die naive Freizügigkeit der Menschen in den sozialen Medien ein großes Thema und hat mich nachdenklich gemacht.

Chris Carter ist ein wahrer Meister seines Fachs und hat mich mich seinem neuen Thriller wieder einmal begeistert!

„Death Call – Er bringt den Tod“ – Thriller von Chris Carter, erschienen am 11. August 2017 bei Ullstein, Taschenbuch, 416 Seiten, 10,99 Euro, ISBN 978-3548289526

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

„Halali“ – Roman von Ingrid Noll

Die 1935 geborene Autorin Ingrid Noll begann mit dem Schreiben von Kriminalgeschichten nachdem ihre Kinder das Haus verlassen hatten. Seitdem findet man ihre Bücher regelmäßig auf den Bestseller-Listen. Im Juli 2017 erschien bei Diogenes ihr Roman „Halali“ als gebundene Ausgabe.

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Natürlich sind Karin und Holda auf Männerjagd, schließlich wollen sie nicht alleine bleiben. Doch auch auf sie wird Jagd gemacht: Eine ganz besondere Sorte Romeos ist im Bonn der Nachkriegszeit im Einsatz. ›Halali‹ – das Sekretärinnendasein wird zum Abenteuer, der graue Alltag ist vorbei. Wehe dem, der ins Visier gerät.

Der unterhaltsame Roman ist eine Mischung aus Krimi und gesellschaftskritischer Studie der 50iger Jahre in Bonn. Die Protagonistin Holda ist heute 82 Jahre alt und erzählt ihrer Enkelin Laura von ihrer aufregenden Zeit in Bonn.

Holda und ihre Freundin Karin arbeiteten zusammen in einem Büro. Karins wohlhabende, adlige Tante vermietet an alleinstehende Herren Zimmer in ihrer Villa. Dort wohnt auch Karin in einer kleinen Mansarde. Nach der Party zu ihrem 22. Geburtstag ändert sich für Holda und Karin das langweilige Leben, denn sie werden für ganz bestimmte Männer interessant. Durch unglückliche Zufälle werden die beiden Frauen in mysteriöse Todesfälle verstrickt.

Obwohl es in diesem Roman auch Todesfälle gibt, stehen diese nicht im Mittelpunkt. Der Fokus liegt auf dem Leben in den 50iger Jahren und den Unterschieden zu heute. Ein sehr unterhaltsamer, zum Teil auch skurriler Roman.

„Halali“ Roman von Ingrid Noll, erschienen im Juli 2017 als gebundene Ausgabe bei Diogenes, 320 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3257069969

Bildnachweis: copyright Diogenes Verlag

Herzlichen Dank an den Diogenes Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.

Iny Lorentz: Die Liebe der Wanderapothekerin – historischer Roman

Iny Lorentz ist das Pseudonym eines Münchner Autorenpaares, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser sofort total begeisterte. Mit ihrem historischen Roman „Die Wanderhure“ gelang ihnen dann der Durchbruch. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft und die Verfilmungen ihrer „Wanderhuren“-Romane und zuletzt der „Pilgerin“ haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Ihr neuer historischer Roman „Die Liebe der Wanderapothekerin“ erschien als Taschenbuch im Juli 2017 bei Knaur.

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Die schwangere Klara führt mit ihrem Ehemann Tobias und dem gemeinsamen Sohn mittlerweile ein beschauliches Leben in Königsee. Wie aus heiterem Himmel wird ein Wander-Apotheker ihres Schwiegervaters unter dem Verdacht verhaftet, den Rübenheimer Bürgermeister mit einer vergifteten Arznei ermordet zu haben. Als Tobias nach Rübenheim reist, um dem Beschuldigten beizustehen, wird er als vermeintlicher Erzeuger dieser Arznei ebenfalls verhaftet.
Klara muss nun nicht nur das Geschäft am Laufen halten, sondern auch die Intrige um die Ermordung des Bürgermeisters aufdecken, wenn sie Tobias retten will. Denn es ist kein Zufall, dass der Verdacht auf den Ehemann der ehemaligen Wander-Apothekerin gefallen ist. Die Familie hat, ohne es zu ahnen, Feinde, die nichts unversucht lassen, sie zu vernichten.

Die Fortsetzung des historischen Romans „Die Wanderapothekerin“ stellt die mutige Klara in den Fokus, die trotz Schwangerschaft alles daran setzt, ihren Mann zu retten. Für mich hört es sich allerdings ein wenig unglaubwürdig an, dass eine Hochschwangere ständig auf Reisen ist und ihren kleinen 3 jährigen Sohn zurück lässt.

Bis auf diese kleine Unlogik hat mir der Roman sehr gut gefallen, denn er verzaubert den Leser mit seinen realistischen Darstellungen vergangener Zeiten und lässt den historisch interessierten Leser voll auf seine Kosten kommen. Detailreich und sehr anschaulich beschreiben die beiden Autoren das Leben im Mittelalter – man fühlt sich beim Lesen fast dorthin versetzt. Genauso muss ein historischer Roman sein!

„Die Liebe der Wanderapothekerin“ von Iny Lorentz, erschienen im Juli 2017 bei Knaur, Taschenbuch, 544 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3426518359

Bildnachweis: Knaur Verlag

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Besprechungsexemplars.