„Der Klang deines Lächelns“ – Roman von Dani Atkins

Die 1958 geborene Autorin Dani Atkins begeisterte schon mit ihren ersten beiden Romanen „Die Achse meiner Welt“  und „Die Nacht schreibt uns neu“, die Herzen der deutschen Leser im Sturm. Jetzt folgt nun endlich die langersehnte dritte Liebesgeschichte „Der Klang deines Lächelns“. Der Roman erschien als Taschenbuch am 2. November 2016 im Knaur Verlag.

index

Ally liebt ihren Mann Joe vor allem wegen seines großen Herzens. Als er einen Jungen und seinen Hund von einem zugefrorenen See rettet, bricht Joe ins Eis ein und fällt ins Koma.

Im Krankenhaus trifft Ally ihre frühere Freundin Charlotte wieder, deren Mann David unheilbar herzkrank ist. Als Ally und Charlotte aufeinander treffen, ist nichts mehr wie vorher, denn die Erinnerungen an frühere Zeiten kommen wieder hoch:

Ally war vor Charlotte die Freundin von David. Beide liebten sich abgöttisch, bis ein Missverständnis ihre große Liebe beendete. Charlotte war die Ursache dieses Missverständnisses und Allys Nachfolgerin, die David dann auch heiratete. Ally hoffte damals, David und Charlotte nie mehr wiederzusehen.

In der nun dunkelsten Nacht ihres Lebens müssen Ally und Charlotte eine folgenschwere Entscheidung treffen. Eines vergessen beide Frauen dabei nicht: David wird bzw. wurde von ihnen abgöttisch geliebt.

Was für ein gefühlvoller, trauriger und bewegender Roman. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden Paaren weiter geht. Eigentlich war mir schon recht früh klar, wohin sich der Roman bewegt, doch er hat mich mit einigen, absolut unerwarteten Wendungen überrascht.

In Rückblenden erfährt man, was Ally und Charlotte früher verbunden bzw. wieder getrennt hat. Und nach und nach kommen Dinge ans Tageslicht, die bestimmte Ereignisse völlig anders darstellen.

Ein wundervoller Roman für den man unbedingt Taschentücher in Reichweite haben sollte! Lesenswert!

„Der Klang deines Lächelns“ von Dani Atkins, erschienen als Taschenbuch bei Knaur, 464 Seiten, 10.99 Euro, ISBN 978-3426519356

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

Herzlichen Dank an  Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

Stefan Sichermann: Der Postillon. Das noch bessere Beste aus über 170 Jahren

Stefan Sichermann ist in Personalunion als Chefredakteur, Redakteur, Herausgeber, Administrator, Sekretärin und Praktikant bei der Onlinezeitung Der Postillon tätig.

Der Postillon begeistert als einer der erfolgreichsten deutschen Blogs täglich Tausende Leser. Allein die Facebook-Seite des Postillon hat mittlerlerweile weit über 2 Millionen Fans – und damit mehr als der Facebook-Auftritt von Bild.de.
Das lang ersehnte neue Buch Das noch bessere Beste aus über 170 Jahren versammelt jetzt die besten und beliebtesten Artikel der letzten zwei Jahre. Erschienen ist das witzige Buch im Oktober 2016 im riva Verlag als Softcover.

9783868839746-jpg-400x0_q85

Auf 192 reich illustrierten Seiten versammelt der Postillon einfach unglaubliche und absolut komische Nachrichten aus aller Welt, z.B. Gentechnikern gelingt Einhorn-Klon ohne Horn, 98% aller Tiere in Deutschland arbeitslos oder Schock: Baby schon ohne Zähne geboren.

Ich habe mich beim Lesen kaputt gelacht – die Artikel sind so genial formuliert! Man merkt beim Lesen sofort, wie engagiert und investigativ Der Postillon  aktuellen Geschehnisse aufgreift und sofort darüber berichtet!

Unbedingte Leseempfehlung für alle, die Satire mögen und viel Humor haben!

„Der Postillon. Das noch bessere Beste aus über 170 Jahren“ von Stefan Sichermann, erschienen im Oktober 2016 im riva Verlag, 192 Seiten, 16,99 Euro, ISBN 978-3-86883-974-6

Bildnachweis: copyright riva Verlag

Herzlichen Dank an den Riva Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Die Bibliothek der besonderen Kinder“ – Roman von Ransom Riggs

Ransom Riggs wuchs in einem kleinen Fischerdorf im südlichen Florida auf. Um seiner Langeweile zu entgehen, begann er, in Musikbands zu spielen und mit seinen Freunden Filme zu drehen. Später studierte er Literatur und Filmproduktion.
Ransom Riggs dreht heute Werbefilme für Firmen wie Absolut Vodka und Nissan und arbeitet als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf. Sein Roman „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien am 2. November 2016 im Knaur Verlag als Taschenbuch. Es ist der dritte und damit letzte Band  der „Besonderen Kinder“-Trilogie.

978-3-426-52027-7_druck-jpg-35848300

Nachdem ihre Freunde von den feindlichen Wights entführt wurden, machen Jacob und Emma sich auf eine gefährliche Suche, um sie und die gefangenen Ymbrynen – so nennen sich die Schutzpatroninnen besonderer Kinder – zu befreien.
Die Spurt führt sie in die Zeitschleife Devil’s Acre, wo der Abschaum der Gesellschaft der Besonderen lebt, und schließlich zur geheimen Festung der Wights. Dort decken sie ein noch größeres Geheimnis auf: Caul, Miss Peregrines böser Bruder, will die sagenumwobene „Seelenbibliothek“ Abaton finden und sich mithilfe der dort verborgenen Kräfte zum Herrscher der Besonderenwelt aufzuschwingen. Und Jacob ist der Schlüssel dazu.

Auch im 3. Teil der Trilogie findet der Leser im Buch viele alte Fotografien, die den Text wunderbar ergänzen und bildhaft machen. Der Inhalt knüpft nahtlos an den 2. Band an.

Zu Beginn des Romans werden in einem „Glossar der Besonderen“ viele im Buch zu findende Begriffe erklärt, wie z.B. Hollowgast, Wights oder Zeitschleife. Die Geschichte ist noch gruseliger und düsterer als die der Vorgängerbände.Es werden einige Geheimnisse aus den beiden Vorgängerbänden geklärt und natürlich warten auch wieder neue Geheimnisse auf den Leser.

Am Ende wartet ein sehr gelungenes, dramatisches und spannendes Finale, das die Trilogie sehr gut abrundet.

„Die Bibliothek der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs, erschienen am 2. November 2016 bei Knaur Taschenbuch, 544 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-52027-7

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Unter einem Dach“ – Roman von Anneke Mohn

Anneke Mohn war in den Lektoraten verschiedener Buchverlage tätig und arbeitet heute als Übersetzerin und Autorin. Ihr Roman „Unter einem Dach“ erschien 2016 bei rororo als Taschenbuch.

51vpajb92l-_sx327_bo1204203200_

Dana liebt ihren Job an der Uni, das Leben im Hamburger Grindelviertel – und Mattis. Dass ihr neuer Freund drei Kinder aus früheren Beziehungen hat, macht ihr nicht viel aus. Aber das Zusammenleben gestaltet sich weitaus komplizierter als gedacht. Als Mattis eine renovierungsbedürftige Villa am Hamburger Stadtrand kauft und kurz darauf Maren, seine Ex, vorübergehend mit ihren beiden Kindern bei ihnen einzieht, ist es mit der Harmonie vorbei: Die eine Tochter scheint fest entschlossen, Papas neue Freundin zu hassen, die andere verbreitet auf Schritt und Tritt Unordnung. Und Maren sieht die Trennung von Mattis offenbar nicht als endgültig an. Das Leben in der Patchworkfamilie wird zur Belastungsprobe. Wo hört das Chaos auf, wo beginnt das Glück?

Die Geschichte über eine Patchworkfamilie und ihre Probleme werden in diesem Roman nachvollziehbar und sehr realistisch erzählt. In einem Haus treffen viele unterschiedliche Charaktere aufeinander und damit beginnen natürlich viele Probleme.

Der Schreibstil ist leicht lesbar, humorvoll und unterhaltsam. Beim Lesen konnte ich mich sehr gut in die einzelnen Protagonisten und ihre Gefühle hineinversetzen.

Ein wunderbarer Familienroman voller Humor und auch Tiefgang, der sehr gute Unterhaltung bietet.

„Unter einem Dach“ von Anneke Mohn, erschienen 2016 bei rororo, Taschenbuch, 320 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3499271977

Bildnachweis: copyright rororo

Herzlichen Dank an rororo für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Ariel S. Winter: Mr. Sapien träumt vom Menschsein – Science-Fiction-Roman

Der US-Amerikaner Ariel S. Winter war mit seinem Romandebüt „The Twenty-Year Death“ für den Los Angeles Times-Book-Award nominiert. „Mr. Sapien träumt vom Menschsein“ ist sein aktueller Roman, mit dem er erstmals in deutscher Übersetzung im Knaur Verlag erschien.

978-3-426-51932-5_druck-jpg-35848256

Mr. Sapien ist ein Roboter – lebensmüde und völlig aus der Mode gekommen, weil noch von Menschen gemacht –, der sich gezwungen sieht, aus der Stadt zu fliehen, weil ihm die Abschaltung droht. Als ausgewiesener Menschenliebhaber war der Android dort zudem immer mehr der sozialen Ausgrenzung ausgesetzt gewesen. Nun zieht er sich an die einsame englische Küste zurück, um in einem angemieteten Strandhaus auf dringend benötigte Ersatzteile zu warten. Sein halbherziger Suizidversuch hat ihn etwas beschädigt zurückgelassen. Dabei hängt er doch eigentlich so sehr am Leben. Da wird er auf seine einzigen Nachbarn in der Umgebung aufmerksam, eine rätselhafte Patchwork-Androidenfamilie, die ›Asimovs‹, die ein Geheimnis zu verbergen scheint: Unter ihnen soll einer der letzten Menschen leben … Hat er die Antworten, nach denen Mr. Sapien sucht? Oder ist es die Familientragödie der Asimovs, die ihm mehr über das Menschsein verrät, als es ein Mensch je könnte?

Das Szenario in diesem Roman wird sehr realistisch und glaubwürdig dargestellt: Robter haben menschliche Gefühle und Eigenschaften und sehen ihre Erschaffer, die Menschen, als minderwertig an. Mittlerweile unterliegt das ganze Leben der Kontrolle der Androiden und da sie in der Lage sind, sich selbst zu vermehren, sind sie auf Menschen nicht mehr angewiesen. Und über allem steht die große Frage: worin liegt der Sinn der Existenz von Androiden?

Über diesen Roman und seine philosophischen Denkansätze musste ich lange nachdenken und ich habe für viele aufkommende Fragen noch keine richtige Antwort gefunden. Für diesen Roman sollte man sich Zeit nehmen, um über bestimmte Fragestellungen, die unweigerlich beim Lesen aufkommen, nachzudenken.

Mit hat das Buch sehr gut gefallen, denn ich bin jemand, der gern über Problemstellungen nachdenkt, die nicht so einfach zu lösen sind.

„Mr. Sapien träumt vom Menschsein“ von Ariel S. Winter, erschienen im November 2016 bei Knaur, broschiert, 240 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3426519325

Bildnachweis: copyright Knaur Verlag

Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Dr. Emma Seppälä: Der Trick mit dem Glück. Mehr Erreichen durch weniger Tun

Dr. Emma Seppälä ist wissenschaftliche Leiterin des Zentrums für Mitgefühl und Altruismusforschung an der Stanford University. Sie veröffentlicht regelmäßig Beiträge in „Psychology Today“ und „Harvard Business Review“. Ihr Sachbuch „Der Trick mit dem Glück“ erschien im Oktober 2016 bei Knaur Balance.

978-3-426-67531-1_druck-jpg-35688852

Jeder möchte glücklich und erfolgreich sein, doch noch nie war es so schwer, das zu erlangen. Seit unserer Kindheit lernen wird. dass man nur durch Disziplin im Leben weiter kommt. Je mehr die beruflichen und persönlichen Anforderungen steigen, desto mehr versuchen wir, uns anzupassen und alles noch perfekter hin zu bekommen. Erfolg hängt nur von unserem Talent und unserer Schnelligkeit ab und ohne Stress ist das nicht möglich.

Dr. Seppälä entlarvt diese kontraproduktiven Theorien und belegt, dass das Streben nach Glück unseren beruflichen und persönlichen Erfolg beschleunigt. Indem wir mehr Arbeit in weniger Zeit perfekt zu erledigen versuchen, bezahlen wir einen hohen Preis mit unserem Wohlbefinden, unseren Beziehungen und auch unserer Produktivität. Sie schlägt stattdessen vor, einen Gang herunter zu schalten und uns auch die wichtige Zeit für uns selbst zu nehmen und damit wieder leistungsfähiger zu werden.

In ihrem Ratgeber zeigt Dr. Seppälä sechs wissenschaftliche nachgewiesene Möglichkeiten zu mehr Wohlbefinden und Erfolg im Leben.

Dr. Seppälä fasst in ihrem Ratgeber Fakten zusammen, die eigentlich jedem Menschen bekannt sein dürften. Nur leider sind sie aus unserem Bewußtsein verschwunden. Ihre Tricks sind eigentlich keine Tricks sondern Ratschläge, wie man mit Stress und hohen Anforderungen im Leben besser umgehen kann.

Gut, dass es dieses Buch gibt, so sind mir viele bekannte Fakten noch einmal richtig bewußt geworden.

„Der Trick mit dem Glück“ von Dr. Emma Seppälä, erschienen im Oktober 2016 bei Knaur Balance, Hardcover, 272 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-426-67531-1

Bildnachweis: copyright Knaur Balance

Herzlichen Dank an Knaur Balance für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Michael Tsokos: Sind Tote immer leichenblass? Die größten Irrtümer über die Rechtsmedizin

Der 1967 geborene Michael Tsokos ist Professor für Rechtsmedizin und ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine bisher veröffentlichten Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin wurden alle zu Bestsellern. Im Oktober 2016 erschien sein neues Buch „Sind Tote immer leichenblass“ im Droemer Verlag.

978-3-426-27700-3_druck-jpg-35646082

Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und vielfacher Bestseller-Sutor, nimmt in seinem Buch die bizarrsten Irrtümer aufs Korn.

Sein Geschäft ist der Tod, dem er täglich auf der Spur ist: am Tatort, auf dem Obduktionstisch, im Labor und vor Gericht. Er lüftet das tödliche Geheimnis um Mord, Selbstmord, Unfall oder natürliche Todesursache. Zusammen mit seinen Mitarbeitern analysiert Tsokos die relevanten Spuren und fügt die Indizien wie Mosaiksteine zu einem Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Geschehens fürht.

In seinem Buch „Sind Tote immer leichenblass“ präsentiert der Forensiker die in Film und Fernsehen weit verbreiteten größten Sektionssaal-Mythen und klärt auf, wies es hinter den verschlossenen Türen der Rechtsmedizin tatsächlich zugeht.

Die Szenen aus Krimis haben mit der Realität nur selten etwas zu tun. Meist handelt es sich um Klischees. Tsokos erklärt die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend zugleich über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin.

Für an der Rechtsmedizin interessierte Leser ein sehr unterhaltsam geschriebenes Sachbuch, aus dem man auch noch ganz nebenbei todsicher eine Menge lernen kann.

„Sind Tote immer leichenblass?“ von Michael Tsokos, erschienen im Oktober 2016 bei Droemer, Klappenbroschur, 192 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-27700-3

Bildnachweis: copyright Droemer Verlag

Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„The Chemist – Die Spezialistin“- Roman von Stephenie Meyer

Nach dem sensationellen Welterfolg ihrer »Twilight«-Serie mit weltweit über 155 Millionen verkauften Exemplaren nun der neue Ausnahme-Pageturner der Weltbestsellerautorin Stephenie Meyer „The Chemist – Die Spezialistin“, der am 8. November 2016 im Scherz Verlag als gebundenes Buch veröffentlicht wurde. Die Übersetzung aus dem Amerikanischen stammt von Andrea Fischer und Marieke Heimburger.

51z71mwzrfl-_sx324_bo1204203200_

Sie hat für eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung als Verhörspezialistin gearbeitet. Sie weiß Dinge. Zu viele Dinge. Deshalb wird sie jetzt selbst gejagt, bleibt nie länger an einem Ort, wechselt ständig Name und Aussehen. Drei Anschläge hat sie knapp überlebt. Die einzige Person, der sie vertraut hat, wurde umgebracht.
Doch jetzt hat sie die Chance, wieder ein normales Leben zu führen. Dafür soll sie einen letzten Auftrag ausführen. Was sie dabei herausfindet, bringt sie jedoch in noch größere Gefahr, macht sie verwundbar. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben gibt es einen Mann an ihrer Seite, der ihr wirklich etwas bedeutet. Und sie muss alles dafür tun, damit sie beide am Leben bleiben – mit ihren ganz eigenen Mittel.

Wie in den Twilight-Romanen spielt auch in diesem Roman Liebe eine nicht unwesentliche Rolle. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um einen Thriller, wie vielleicht der Titel vermuten läßt, sondern eher um einen recht spannenden Krimi mit viel Romantik.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht lesbar. Zeitweise ist der Roman allerdings langatmig, da die Autorin alles sehr detailliert beschreibt. Zum Ende hin nimmt die Handlung deutlich an Spannung zu. Alles in allem ein Buch, das mich ganz gut unterhalten hat – mehr leider nicht. Wer auf einen Thriller hofft, wird enttäuscht sein, aber wie auf dem Buchcover schon steht – es ist ein Roman und kein Thriller.

„The Chemist- Die Spezialistin“ – Roman von Stephenie Meyer, erschienen am 8. November 2016 bei Scherz, gebunden, 624 Seiten, 22,99 Euro, ISBN 978-3651025509

Bildnachweis: copyright Scherz Verlag

Herzlichen Dank an den Scherz Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

„Nackt im Treppenhaus. Peinliche Geschichten aus dem wahren Leben“ von Oskar Simon

Oskar Simon ist Journalist in Hamburg und immer wieder Opfer blamabler Ereignisse. Für sein Buch „Nackt im Treppenhaus“, das am 18.11. bei Ullstein erschien, hat er über 130 solcher Anekdoten zusammengetragen – Geschichten von Personen, die seinem Aufruf nachgekommen sind, ihre besten Erlebnisse einzusenden, daruner sind auch Geschichten von Prominenten wie Hans-Dietrich Genscher, George Bush, Campino oder Barbara Schöneberger.

9783548376660_cover

Im ersten Moment gibt es nichts Schlimmeres: Wenn uns etwas Peinliches passiert, wollen wir im Erdboden versinken, die letzten Sekunden ungeschehen machen, reden uns vielleicht um Kopf und Kragen. Doch mit einigem Abstand betrachtet liefern gerade diese Momente oft die lustigsten Anekdoten – ganz zu schweigen von Dingen, die anderen widerfahren sind.

Als weiterführende Informationen gibt es Texte und Interviews von und mit Psychologen, Neurologen oder Kommunikationswissenschaftlern, die erklären, wie man Peinlichkeit erforscht, worin der Unterschied zwischen Scham und Peinlichkeit liegt oder was eigentlich mit unserem Körper passiert, wenn uns die Schamesröte ins Gesicht steigt.

Nach der Lektüre dieses sehr unterhaltsamen Buches steht fest, dass peinliche Erlebnisse wirklich jedem Menschen passieren.

Unterteilt ist das Buch in zehn Kapitel mit humorvollen Bezeichnungen:

  • Dumm gelaufen
  • Schadenfreude
  • Opfer der Umstände
  • Bin ich hier richtig?
  • Immer tiefer in die Sch…
  • Ein Fall für Fremdschämen
  • Tücken der Technik
  • Hätte ich doch den Mund gehalten …
  • Rote Ohren
  • Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach

Ich habe beim Lesen oft gelacht , denn einige Erlebnisse sind mir in ähnlicher Art schon selbst passiert.

Eine witzige Lektüre für zwischendurch, die zeigt, das auch Promis nur Menschen sind.

„Nackt im Treppenhaus“ von Oskar Simon, erschienen im November 2016 bei Ullstein, Taschenbuch, 208 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 9783548376660

Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Tanz in die Freiheit – historischer Roman von Susanne Betz

Die 1959 geborene Susanne Betz studierte Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, den USA und Kolumbien. Danach arbeitete die promovierte Historikerin bei verschiedenen deutschen und amerikanischen Tageszeitungen und Zeitschriften. Seit 1993 ist sie Hörfunkredakteurin in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks. „Tanz in die Freiheit“ ist ihr dritter Roman. Er erschien im Oktober 2016 im C.Bertelsmann Verlag.

51cq6s8kkrl-_sx311_bo1204203200_

Weimar anno 1791:

Die Geschwister Eleonore und Felix langweilen sich im provinziellen und intriganten Weimar. Ihr Vater ist ein adeliger Hofbeamter, die Mutter eine exzentrische Mathematikerin und ihr Nachbar der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe. Die Sturmgewitter der Französischen Revolution flackern in Form von Gerüchten, Schriften und Besuchern aus dem fernen Frankreich ins kleine Herzogtum und befeuern den Freiheitsdrang der Geschwister. Als ihre Mutter stirbt, nimmt das Leben eine dramatische Wende: In ihrem Testament verfügte diese, dass Eleonore und Felix einen Koffer voller mathematischer Berechnungen zu einem geheimnisvollen Monsieur Schwartz nach Paris bringen müssen, dort erst sollen sie ihr Erbe erhalten. Die Geschwister brechen auf. In Paris lernen sie nicht nur eine weltoffene und libertine Stadt kennen, hier bebt noch immer die Revolution.

Susanne Betz beschreibt die Ereignisse der Französischen Revolution authentisch und sehr spannend aus der Sicht der Geschwister Eleonore und Felix. Erzählt wird der Roman abwechselnd aus Eleonores und Felix Sicht. Beide Geschwister erleben ihren eigenen „Tanz in die Freiheit“, indem sie in Paris alle Konventionen vergessen und Erfahrungen mit Frauenrechtlerinnen, Huren und Homosexuellen machen.

Man merkt beim Lesen sofort, wie sorgfältig die Autorin damalige historische Begebenheiten recherchiert hat. Der opulente Roman besticht mit seinem historischen Kontext und Protagonisten, die real existierten.

Zum Lesen sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen, um die Zusammenhänge richtig zu verstehen. Ein großartiger Schmöker, der ganz nebenbei viel Wissen über die Französische Revolution vermittelt.

„Tanz in die Freiheit“ von Susanne Betz, erschienen im Oktober 2016 bei C.Bertelsmann, gebunden, 352 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3570102114

Bildnachweis: copyright C.Bertelsmann

Herzlichen Dank an den C.Bertelsmann Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.